Spaltfilter D326 Reinigen

kugler77

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1 Januar 2017
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Guten Tag liebe Forenkollegen,

ich stehe aktuell vor folgendem Problem. Ich mache gerade den ersten Motorölwechsel an meinem D326. Soweit alles kein problem.

Aber als ich an den Filter kam war dieser von außen einwandfrei, aber von innen!!! Ach Gott, und wenn ich bedenke dass das die Seite

ist an der das "saubere" Öl wieder in den Motor läuft, grüß Gott...

Also habe ich den Filter bis jetzt zwei mal mit Diesel und fünf mal mit Benzin gewaschen. Zwischendurch mit Druckluft ausgeblasen (moderat, nicht mit 10 Bar !). Aber da kommen immer noch dicke Brocken und schwarzer Dreck raus.

Also habe ich mir überlegt ob man da nicht mit etwas stärkeren zurande gehen kann? Ich hatte an Natriumhydroxid gedacht, damit kann

man ja auch prima Tanks reinigen bevor man sie neu versiegelt. Oder vielleicht mit einem Teilewaschgerät?

Hier also meine Frage, wer hat einen Tipp für mich einen derart versauten Spaltfilter wieder sauber zu bekommen?

Vielen Dank und Gruß

Peter
 
Der Filter reinigt ja von aussen nach innen. Desshalb müßte der meiste Dreck ja auch aussen sein. Ich würde den Filter mal über Nacht im Dieselbad liegen lassen und

dann  nochmal gut ausblasen.

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Ferner würde ich das Sicherheitsventil 9 kontrollieren.Vielleicht auch den Ölwechsel nach kurzer Zeit (15W40) wiederholen

                                                                                   Gruß  Harry
 
Hallo Harry,

in der Theorie hast du recht :-)

Aber aus meinem Filter kommt der Dreck von Innen!

Ich vermute der ist über Jahre oder vielleicht Jahrzente nicht richtig gereinigt worden.

Oder er hat lange gestanden und das Öl ist innen verknostert. Von außen glänzt der wie neu, die Wicklung ist auch tadellos.

Ich habe eben noch Waschung 6 und 7 gemacht, die Brühe ist immer noch schwarz mit Brocken...

Die Kugel und Feder vom Sicherheitsventil hatte ich draußen sieht soweit OK aus. Um den Sitz zu kontrollieren muss ich ja

den Sockel abschrauben, davor habe ich mich noch gescheut...

Am liebsten würde ich den Filter tauschen, aber da gibt es ja keine neuen Einsätze mehr, leider...

Danke und Gruß
 
Abend,

ohne jetzt in eine klassische Grundsatzdiskussion über Öl abzutauchen... ich würde dir dringend den Tipp geben kein modernes und damit legiertes Mehrbereichsöl für die D-Reihe zu benutzen. Hintergrund ist vorallem der angesprochene Spaltfilter, aber auch Lagerschalen und Dichtungen. Leider raten hier auch oft die Landmaschinenhändler zu heutzutage Standartölen (zB 15W40). War bei mir jedenfalls so.

Legierte Öle halten Verunreinigungen (Ölkohle, Teer, Fremdkörper etc etc) in der Schwebe und muss mit einem Feinfilter, der üblicherweise immer ausgetauscht wird, abgefiltert werden. Der Spaltfilter kann diesen Dreck nicht aufnehmen. In deinem Fall würden die beschriebenen und auffällig ausgeprägten Ablagerungen durch legiertes Öl gelöst und die große Gefahr von Verstopfungen der Leitungen mit sich bringen.

Bei unlegierten Ölen setzt sich der Dreck ab, besonders im Filter und in der Ölwanne. Bei IHC wurde meines Wissens erst Ende der 1960er mit der CM-Reihe auf Feinfilter umgestellt. Es gibt zwar Nachrüstkits doch selbst dann würde ich nicht umstellen, da die Motoren mäßig abgesezten Dreck zum Teil brauchen. Das wurde bei der Dimensionierung zB der Lagerschalen und verschiedenen Dichtungen berücksichtig.

Ich selbst fahre mineralisch unlegiertes Einbereichsöl SAE30. Nach der Bertriebsanleitung ist 20er Öl vorgeschrieben aber erstens ist er nicht mehr jüngste und ich acker vorallem im Sommer noch mit meinem. Hier gilt aber zu beachten dass dieses Motoröl für den Winter zu dick ist und ggf. zB auch SAE10 umgestellt werden muss (wenn man im Winter unterwegs ist)

Zum Filter einfach weiter so lange reinigen bis er sauber ist und wie beschrieben mal über nacht in Diesel oder Waschbenzin wirken lassen. Ggf. auch mal die Ölwanne abnehmen und die reinigen, kann gut sein das die ebenfalls viel Knaster enthält...

Grüße
 
Hallo,

Das mit den Motoröl ist so eine Sache. Ich fahre seit mindestens

25 Jahre das 15w40 auf meinem D439. Vor ca. 5 Jahren habe ich

auf Feinfilter umgestellt, weil man liest, es sei besser. In meinen Augen

ist das wichtigste, das Öl nach 150 Std. oder einmal jährlich zu wechseln.

Also habe ich keine schlechte Erfahrung damit. Schlepper macht ca.

80 bis 100 Std. im Jahr.

Gruß Casi
 
Der ihc bubi hat recht. Den synthetische Öle sind Aditive beigefügt die eine reinigende Wirkung haben, gut für neue Motoren aber die Ablagerungen in den alten

Motoren sollen besser drin bleiben. Darum mineralisches Öl verwenden

Wir haben unseren D320 1962 gekauft. Damals war für Sommer SAE 30 für den Winter SAE 10 vorgeschrieben.Wir haben uns für SAE20  ganzjährig entschieden,

 Dann gab es diese Ölsorte nicht mehr(inzwischen gibt es die Sorte wieder) Auf Anraten von unserem IHC Händler verwende ich seither

15W40. An den 100 Std Wechselturnus haben wir uns immer gehalten. Heute wechsle ich das Öl  jährlich obwohl keine 100 Std. mehr zusammenkommen.

Wie gesagt : 15W40 ,mineralisch und auf jeden Fall Erstraffinade(sehr billig wird auch Zweitraffinade verkauft ,das ist aufbereitetes Altöl).Das eignet sich um den Pflug

über den Winter einzuschmieren,hat aber im Motor nichts zu suchen.

Wir wissen natürlich nicht wie Dein Vorbesitzer den Ölwechsel gehandhabt hat. Viele vergessen vielleich den Filter zu reinigen, andere füllennur nach wenn Öl

fehlt. Es gibt eben solche u. andere.

Wie gesagt, würde den Filter reinigen, Öl wechseln und nach ca 20 St. einen erneuten Wechsel machen

                                                                   Gruss Harry
 
Hallo zusammen,

ich war heute bei Stabilo, ist unser Fachgeschäft im Ort.

Die wussten nicht einmal den Unterschied zwischen mineralischem Öl und Vollsyntetischem Öl.

Früher stand dies glaube ich auf dem Kanister drauf, heute habe ich mal geschaut und sowie wie ich dies gesehen habe, hatten die nur synthetische Öle.

Welches Öl von welchem Herstellen verwendet Ihr?

vielen Dank und einen schöner Abend.

Grus

Simon
 
Ich kaufe mir immer das Motor ÖL bei toom von Liqui Molly  5 Liter kosten da ca. 20€ Als sparsamer Schwabe warte ich immer auf ein Sonderangebot, dann kostet es nur

14€das reicht dann zusätzlich noch für eine Kartusche Fett. Da auch hier nicht draufstand ob es mineralische Erstraffinade ist habe ich bei liqui molly angerufen.

Die haben mir dann  versichert dass es so sei. Wenn Dir bei Stabilo niemand Auskunft geben kann, dann bohre mal beim Marktleiter nach. Ich bin der Meinung

dass hier Auskunftspflicht besteht.

Das Öl sollte unbedingt die Freigabe namhafter Motorenhersteller MAN, DB, u. dergl. haben.

                                                                         Gruss Harry
 
Als die DD Motoren vor mehr als 60 Jahren erstmalig zum Einsatz kamen, waren die Begriffe synthisches Öl und Mehrbereichsöl noch Fremdwörter. Die Motoren liefen mit den verfügbaren Ölen störungsfrei und zuverlässig, und wie selbst erlebt, 15000 Betriebsstunden bei Einhaltung der Wartunsintervalle. Heute ist fast jede Frage hier im Forum :  Kann ich auch das und das Öl nehmen, weil ich es 10 Cent billiger da und da um die Ecke bekommen kann. Wenn ich dann alle 100 Betriebsstunden Motorölwechsel mache, kann ich ja glatt einen halben Euro sparen. Wenn es dann um das Auto geht, dann bezahlen diese Sparbrötchen klaglos in der Werkstatt 20,--€ pro Liter. Das ist die Meinung vom "Linksdreher", der allen noch einen schönen Wintertag wünscht.
 
Wisst ihr warum darüber so viel diskutiert und gestritten wird? Weil beides funktioniert. Wenn man rechtzeitig das Öl wechselt ist es egal ob legiert oder unlegiert. Und super leichtlauföl wird wohl kaum einer in ne D-Serie kippen.

www.kaninchen.cc
 
Hallo liebe Antwortende,

ich danke euch ganze herzlich für eure Beiträge.

Ich möchte ganz kurz auf das aufgekommende Ölthema antworten. Ich war vorher schon gut informiert.

In meinen Traktor kommt ein SAE 30 mineralisches Einbereichsöl ohne Additive rein. In meinen Augen

ist die Sache ziemlich einfach. Es gibt immer verschiedene Komponenten die zusammen gehören. Der Hersteller hat sich schon was dabei gedacht. Und beschäffigt man sich mit der Sache kommt man ganz schnell auf Fakten welche keine anderen Schlüsse zu lassen als solche Öle zu verwenden. Über die Viskosität kann man streiten, in meinem Fall wohne ich in einem Teil von Deutschland in dem es das ganze Jahr über wärmer ist als anders wo. Außerdem steht der Traktor in einer beheizten Halle. D.h. es muss nie gestatet werden wenn das Öl kälter als 15 Grad hat.

Nun aber zu meiner eigentlichen Frage, zu der leider niemand etwas hilfreiches beigetragen hat. Da Bilder ja mehr als tausend Worte sprechen habe ich das Problem noch mal bildlich festgehalten.

Der Filter sieht von außen so aus:

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Also für meine Begriffe ist der so sauber.

Ich habe jetzt ca. 15 mal mit Benzin, Diesel, Bremsenreiniger und Teilewaschgerät gespühlt. Das Bezin aus dem der Filter kurz zuvor kam sieht so aus:

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Die Reste nach dem abkippen so:

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Also ich weis nicht wie ihr das seht, aber das Zeug möchte ich nicht in meinem Ölkreislauf haben!

Ich werde also weiterhin spühlen, spühlen, spühlen. Vielleicht hat ja doch noch jemand einen Tipp...

Danke und Gruß

Peter
 
Hallo

Wenn du ein Teilewaschgerät hast lege den Filter 24 Stunden in einem Behälter mit der Flüssigkeit vom Teilewaschgerät damit die Partikel Zeit haben sich zu lösen und dann wieder spülen bis kein Dreck mehr kommt.

MfG

Alwin
 
Nabend,

Im original "Handbuch für den Schlepperfahrer" steht folgendes

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Demnach werden sogar HD und Super HD Öle vorgeschrieben, jetzt bin ich selbst etwas verunsichert und werde das im Laufe der Woche klären (bissel rumtelefonieren und Öl-Händlern auch speziell für die alten Dampfer auf den Keks gehen). So bieten einige auch speziell für Oldtimer Traktoren Einbereichs- Regular, -HD und -Super HD an...

Meine Fragen:

- Was ist der Unterschied zwischen Regular, HD und Super HD und ist das heute noch vergleichbar (HD=Heavy Duty=Hochlegierte Additive) ?

- Was ist der Unterschied zwischen Einbereichsöl SAE-20 und SAE 20W20 ?

- Empfehlung für 1960er Traktoren mit Spaltfileter etc.

Noch zum Thema Preis:

Wie schon angesprochen bzgl. PKW. Mein Golf (13 Jahre mit 230tkm) hat noch nie ne Werkstatt gesehen und fahre 5W40 für 16€/5l aus dem Baumarkt. Beim Freundlichen wäre das die Longlife Plörre 0W30 für Satte 60€ für ~3l (natürlich abgesaugt nicht abgelassen... und mit entspechend höherem Verbrauch) Fürs Motorrad kostet mich die Füllung dagegen rund 50€ für 3l, allerdings sind die Öle hier generell teurer da seit den ~1980ern Getriebe und Motor über den selben Sumpf geschmiert werden.

In meinem D-430 fahre ich aktuell das hier:

https://www.motor-oel-guenstig.de/Motoroel-Einbereich/unlegierte-Oele/pennasol-Regular-SAE-30-Oldtimer-Motoroel-fuer-API-SA::2.html

20l für rund 42€ + Versand, der Preis ist meiner Meinung nach absolut in Ordnung

Viele Grüße
 
Moin,

die Antworten (2 unabhängige Quellen: www.motor-oel-guenstig.de und Kfz-Werkstatt speziell für hochwertige!! Oldtimer in Frankfurt):

- Was ist der Unterschied zwischen Regular, HD und Super HD und ist das heute noch vergleichbar (HD=Heavy Duty=Hochlegierte Additive) ?

  --> Jein! Die Normen (HD "Heavy Duty" = mild legiert) stimmen heute noch aber die eigentlich zugegebenen Additive unterscheiden sich teils erheblich (siehe unten)

- Was ist der Unterschied zwischen Einbereichsöl SAE-20 und SAE 20W20 ?

  --> Wie erwartet keiner. Unterschied liegt nur in der Nomenklatur die von Herstellern gewählt wird (Bsp. SAE-20 = SAE 20W20)

- Empfehlung für 1960er Traktoren mit Spaltfileter etc.

  --> Von den heutigen HD (mildlegierten) Ölen wurde mir abgeraten, da die Additive heutzutage nicht mit den damals zur Verfügung stehenden vergleichbar sind. Additive damals waren einem besseren Fließverhalten, Druckbeständigkeit, Temperaturverhalten etc etc geschuldet. Die Eigenschaft Ölschlamm etc. in der Schwebe zu halten (oder gar zu löesen) war damals erst am Aufkommen. Auf die Frage welches Öl die Empfehlung ist wurde zweimal unabhängig mineralisch unlegiert SAE-10 bis 30 empfohlen (siehe Quellen) und nach mehreren Wechseln die Ölwanne zu reinigen (da muss ich dann wohl auch mal ran... hab schon die Befürchtung das die langen vorderen Stegschrauben fest sind) .Ich halte das auch deshalb für glaubhaft da die legierten Öle teurer sind als unlegiert. Legiert generell nur mit Feinfilter und auch dann nur unter Vorbehalt.

Hoffe meine Rechersche bringt für den ein oder anderen etwas Licht ins Dunkel. Mich hat es in meiner Wahl zumindest bekräftigt.

Grüße!
 
Hallo Alex,

super Infomationen die du da rausgefunden hast!

Ich denke es wäre ganz prima wenn du das noch mal in einem eigenem Thread zusammenfast.

Ich habe schon festgestellt dass hier im Forum gerne die Themen wärend eines Beitrages vermischt werden.

Das macht es sehr schwer Informationen zu finden...

Jedenfalls danke für deine Arbeit, es bestätigt mich nur wieder in dem wie ich es sehe...

Mein Spaltfilter badet weiter fröhlich vor sich hin und spuckt Dreck aus!

Ich komme mir ein bischen vor wie bei der Versteckten Kammera, denn ich habe keine Ahnung wo das alles her kommt.

Allerdings muss ich sagen das der Filter vermutlich vorher wirkungslos war, d.h. das Öl ist hauptsächlich durchs Überdruckventil.

Gott sei Dank habe ich mich zügig dazu entschieden einen Ölwechsel zu machen.

Ich gebe euch den Tipp, schaut euch eure Spaltfilter genau an, denn von außen war meiner ja auch perfekt.

Gruß

Peter
 
Hallo Forenmitglieder,

ich möchte noch kurz meine Erfahrung mit dem Spaltfilter hier kund tun.

Ich habe herausgefunden das dieser Dreck tatsächlich im Inneren des Filters steckt. Und zwar am Kopf- bzw. Fußteil des

Filters. Ist eigentlich auch logisch. Denn hier befinden sich strömungstechnische "Ruhezonen". Dort hat der Knoster Zeit sich 

abzulagern. Ich konnte dass bei einem zweiten Filter bestätigt sehen. Das einzige was hier hilft/half ist ein Teilewaschgerät. Ich habe

den Strahl von außen/oben leicht schräg auf den Kopf- und Fußteil gerichtet, dabei kamen die Brocken nur so geschossen. Dann wieder über Nacht 

in den Kaltreiniger und am nächsten Tag wieder. Erst nach einer Woche kamen keine Brocken mehr...!

Also, ich gebe euch den Tipp, wenn ihr einen Spaltfilter habt reicht einfaches Einlegen in Diesel nicht! Zumindest nicht wenn das nicht vorher 

immer regelmäßig gemacht worden ist, und wer weis das schon.

Viele Grüße

Peter
 
Wo genau ist jetzt eigentlich das Problem mit den Ölen? Muss es für die D-Serie nur mineralisch sein? Die Eigenschaften mit Dreck binden oder absetzen und der verschiedenen Filter ist auch einleuchtend. Aber das ein Mehrbereichsöl viel besser für einen Motor ist, sollte doch klar sein. Ein 20er Öl ist doch nicht immer zäh, wenn das 90 grad hat ist das doch auch dünn wie Wasser, oder? Ein Mehrbereichsöl hat doch den Vorteil, das es in seiner Viskosität stabiler ist. Also nicht so zäh bei Kälte, und nicht so dünn bei Hitze. Von 0 bis 60 ist mir jetzt so geläufig. Grob mal eine Behauptun, ein 20er Öl brauch bei einem Kaltstart bestimmt 1 1/2 Minuten, bis das letzte Lager geschmiert wird. Ein 5w40 vermutlich nur 15 Sekunden. Ich habe noch einen alten Iseki, den ich gerade komplett gesandstrahlt und neu lackiert habe, auf Anfrage ans Werk habe ich die Freigabe und Empfehlung auf ein 10w30 bekommen. Es gibt da extra eins für Gartengeräte und Traktoren. Allerdings hat der Iseki schon ein Wechselölfilter ...... Fakt ist allerdings auch, dass in den Handbüchern selbstverständlich nur die Rede von einem einem Einbereichöl ist, weil nichts anderes gab! Wenn wir alle nur 10 bis 100 Stunden jährlich unsere Schlepper fahren, dann sollte man sich darüber wohl auch nicht zu große Sorgen machen.
 
Das Hauptproblem scheint tatsächlich die Legierung zu sein, oder wirklich auch einen anderen Filter umbauen. Aber das wollen wir nicht, weil nicht original!!

Quelle Wikipedia:

In frühen Zeiten der Motorisierung war Motoröl prinzipiell unlegiert – und die Motoren besaßen keine wirksame Ölfilterung. Jedes Motoröl schleppt aber bereits nach kurzer Betriebsdauer ölunlösliche Fremdstoffe mit, die ebenso aus Materialabrieb im Motor bestehen, wie aus Verbrennungsrückständen, Straßenstaub und Alterungsrückständen des Öls selbst. Die üblichen Ölwechselintervalle bei Autos betrugen seinerzeit zwischen 1000 und 5000 km, je nach Motorkonstruktion und Hersteller. Abhängig von der Betriebsvorschrift des Herstellers und dem typischen Einsatzgebiet des Motors war bei jedem oder bei jedem zweiten Ölwechsel die komplette Ölwanne zu demontieren und zu säubern. Bei Oldtimern ist unlegiertes Motoröl noch heute von Bedeutung, da die im legierten Motoröl enthaltenen DD-Additive die Bildung des Ölschlamms verhindern würden. Die unerwünschten Fremdstoffe würden im Öl gebunden und regelmäßig neu durch den Ölkreislauf des Motors gepumpt, was den mechanischen Verschleiß an Lagern und Zylinderlaufflächen erhöhen und die Schmierwirkung des Öles herabsetzen würde. Erschwerend kommt hinzu, dass die in additiviertem Öl enthaltenen Detergentien eine stark reinigende Wirkung haben. Dadurch verhindern sie die bei älteren Motoren oft gewünschten, quasi in die Konstruktion eingerechneten Ölkohle-Ablagerungen oder sie lösen bereits gebildete Ablagerungen auf, was zu Verstopfungen in den Ölkanälen und damit zu Motorschäden führen kann. Oft wird solchen Ablagerungen auch eine dichtende Wirkung zugeschrieben – werden sie durch aggressive Additive entfernt, muss der Motor unter Umständen komplett zerlegt und neu abgedichtet werden. Daher gibt es noch heute unlegierte Einbereichs- und Mehrbereichs-Motorenöle, deren Einsatzgebiet sich vornehmlich auf Motoren ohne Hauptstrom-Ölfilter beschränkt.


Nahezu jedes moderne Motoröl ist additiviert, also legiert. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg tauchten die ersten Wundermittel auf, die die Qualität handelsüblicher Motoröle verbessern sollten. Neben vielen nutzlosen Produkten gab es in diesem Rahmen immer mal wieder das eine oder andere Additiv (Ölzusatzmittel), das sich unter bestimmten Bedingungen als durchaus wirksam erwies. Dies blieb auch dem Militär nicht verborgen. Das amerikanische Militär veröffentlichte im Zweiten Weltkrieg schließlich die erste Ölspezifikation, die auf der Beimischung von Additiven zum Grundöl basierte. Das sogenannte HD-Motoröl (HD stand für Heavy Duty) war damit erstmals genormt und fand bald auch Eingang in die zivilen Motoröl-Prüfvorschriften. Heute bestehen bis zu 20 % eines Motoröls aus Additiven wie AlterungsschutzmittelDetergentienDispergentienKorrosionsinhibitorenMetalldeaktivatorenOxidationsinhibitorenPourpointverbesserernReibungsminderernSchaumdämpfernVerschleißminderern und Viskositätsindexverbesserern. Parallel entwickelten sich die Ölfilter der Motoren immer weiter. Seit 1923 gab es den Purolator, der allerdings noch über 90 % des Motoröles ungefiltert vorbeiströmen ließ. Erst 1943 wurden die ersten vollwirksamen Hauptstrom-Ölfilterentwickelt. Seit 1954 gibt es die noch heute üblichen Aufdrehfilter, die einen einfachen, regelmäßigen Austausch der Filterpatrone ermöglichen. Diese Filter halten die vom Motoröl mitgeführten Fremdstoffe auf und lagern sie bis zum nächsten Filterwechsel ein. Damit wurde die früher konstruktiv notwendige Ölschlammpfanne in der Ölwanne überflüssig, das Motorinnere kann im Betrieb wesentlich sauberer gehalten werden, was letzten Endes der Verschleißarmut zugutekommt, aber auch die inneren Widerstände und damit den Kraftstoffverbrauch senkt. Diese Entwicklungen befruchteten sich gegenseitig, so dass die modernen Motoröle mit ihren speziellen Legierungen aus Grundölen und Additiven Ölwechselintervalle von bis zu 50.000 km und mehr erlauben, wenn der Fahrzeug- oder Motorenhersteller entsprechende Longlife-Öle freigegeben hat.
 
Hallo,

auch wenn das Thema welches Motoröl hier nicht das Hauptthema war...

Wagner bietet ein unlegiertes SAE20/W50 an welches laut Beschreibung alles erfüllt was Ein Alter Motor braucht und das als Mehrbeteichsöl. Preislich ist das auch annehmbar denk ich. 

Grüsse Jan
 
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