Spustangenkopf im Fahrbetrieb abgerissen

Nordschleifen-IHC

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7 April 2009
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53518 Honerath
Hallo,

ich bin neu hier

Fahre seit 2003 IHC, bis neulich einen 533, mit dem ich in etwa 70 Stunden jährlich alles erledigte, was in einer privaten Pferdehaltung (8 Tiere, knapp 6 Hektar Weiden) so anfällt.
Seit 3 Wochen habe ich einen 844 S Baujahr 1980 mit ca. 8.000 Stunden auf dem Buckel, gut gepflegt, läuft prima.
Gestern war im beim Landhandel, habe mir den Kalkstreuer ausgeliehen und knapp 5 Tonnen Mischkalk auf unseren Weiden verteilt.
Beim Rückwärts-Rangieren auf einen etwas verwinkelten Weide tat es einen Schlag und der linke Kopf der Spurstange (Verbindung der beiden Achsschenkel der Allrad-Vorderachse) war abgerissen. An der Bruchstelle konnte man recht gut erkennen, dass das Gewindestück des Spurstangenkopfes wohl schon eine Weile angebrochen war und nur noch "auf dem letzten Zacken" hielt.
Mir wurde ganz schlecht bei dem Gedanken, das wäre mir auf einer kurvenreichen Gefällestrecke mit dem schweren, voll beladenen Kalkstreuer passiert. Die Waage des Landhandels zeigte nämlich 11.700 kg für das komplette Gespann...

Hat von Euch schon mal jemand sowas erlebt?

Gibt es Ideen, wie man dem vorbeugen kann?

Danke im Voraus für Eure Antworten!
 
Moin,
das ist das Risiko, wenn man alte Schlepper fährt, bei meinem 1046 ist der Spurstangenkopf zwei Monate nach dem TÜV auseinandergefallen, allerdings bei Frontladerarbeiten.
Grüße
Frank
 
Hallo

Ich hatte auch schon Probleme mit meiner Spurstange ist wohl eine Alters oder Materialermüdungserscheinung.

Gönn deinem Schlepper gleich eine neue Spustange, kostet so um die 300 Euros, dann hast Du die nächsten Jahrzehnte Ruhe und ein sicheres Gefühl beim fahren.

Gruß Frank

P.S. Allerdings kann man auch nur den Spustangenkopf ersetzen ist deutlich billiger aber halt immer noch die alte Spurstange.
 
Hi,
bei mir ist der Kopf der Lenkstange einfach aus der Pfanne gefallen beim Reitplatzabziehen. Konnte dann den Schlepper noch mit "Draht" flicken und dann in meine Werkstatt.
Ich habe nach den Schilderungen hier das Gefühl, das es dort nur bei hohen banspruchungen zu einem Bruch kommt, somit ist die gefahr geringer, das das bei voller fahrt passiert. Ich möchte das aber nicht verharmlosen.
Ich werde in nächster Zeit alle Kugelköpfe wechseln, zumal ich das auch benötige, wenn ich mal den TüV besuchen möchte.

Gruß Matthias
 
Also normal springt so ein Kugelkopf nicht aus der Pfanne der hatte wohl vorher schon ordentlich Spiel und es wurde ignoriert! Zu dem Bruch am Gewinde,sowas habe ich im PKW Bereich schon mal gesehen,da hat jemand in der Werkstatt den Spurstangenkopf mit dem falschen Drehmoment angezogen,vermutlich sogar mit einem Schlagschrauber!
 
Herzlichen Dank für Eure Antworten.

Ich kann mir schlecht vorstellen, dass die Mutter des abgescherten Spurstangenkopf-Gewindes mit einem Schlagschrauber angezogen wurde, denn das war noch eine altmodische Kron-Mutter (in original- IHC-Rot). Die muss man vorsichtig per Hand so weit anziehen, dass der Splint durchpasst.
Niemand kann ausschließen, dass der Spurstangenkopf irgendwann einmal einen Schlag abbekommen hat.
Was er eigentlich abkönnen müsste....
Wir haben aus Zeitgründen (es mussten noch 2 Tonnen Kalk auf die Weiden..) den Kugelkopf an der Stange ersetzt (ausgebohrt, Gewinde geschnitten, mit Loktite und Kontermutter eingesetzt). Wenn der Schlepper das nächste Mal eine größere Wartung fällig hat, werden wir der anderen Kugelkopf sicherheitshalber auch ersetzen.

Ich halte diese Sache eher für einen sehr eindeutigen MaterialFEHLER, und nicht für Materialermüdung, denn die darf es an dieser Stelle einfach nicht geben.

Ausgeschlagene Kugelköpfe z.B. aufgrund von schadhaften Dichtungen, DAS ist etwas gaaanz anderes...... wenn sowas auseinander fällt, hat man längere Zeit nicht aufgepasst...

Bleibt das ungute Gefühl, dass mich dieser Materialfehler beinahe um Leben oder Gesundheit gebracht hätte....

Gruß
 
naja, ich denke es sind bei den alten Schleppern weit mehr "konstruktive Sicherheiten" (massiveres / dickeres Material) vorhanden als bei den modernen Schleppern.
Wenn dann ein Teil welches 29 Jahre ständig mit Zug- und Druckkräften belastet wurde bricht/abschert o.ä. möchte ich nicht wirklich von Materialfehler sprechen.
- Vieleicht wurde das Teil irgendwann einmal schon kalt gerichet o.ä...?

Irgendwann geht alles mal kaputt, guck Dir mal die Achsschenkelbefestigungen (Gelenke etc.) bei den modernen Mittelklasse-PKW an.
Dann überleg‘ wo es zum Teil gefertigt wird, und dann das Dein Leben bei 200km/h dran hängt......
Ich glaube hier bist Du täglich einem wesentlich höherem Risiko ausgesetzt......

- Aber ich wäre ebenso wie Du beunruhigt nach einem solchen Vorfall.....

Bis denne,

Carsten
 
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