Startschwierigkeiten

ritterberny

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17 März 2011
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Hallo,

ich bin ein "Neuer"!

Bisher immer andere Fabrikate gefahren und/oder in Besitz gehabt.

Nun geht es um einen IHC 744 A, Bj 1976

Der schlepper wurde bis 2014 sporadich gefahren - ohne Probleme. Nun läßt er sich nicht mehr starten.

Der Altbesitzer (der ihn viele Jahre als Landwirt gefahren hat) ist verstorben. Es sind keine Unterlagen vorhanden z. B. Handbuch oder ähnliches

Ich schildere kurz: Neue Batterie, Startversuch, der Motor springt mit der eingespritzten Kaltstartmenge sofort an, nachdem diese kleine Spritmenge verbraucht ist, stirbt der Motor sofort ab. Der Ton des Motors ist dabei IHC-typisch korrekt.

Nun meine Frage an Euch: Wo liegt das Problem? Und wie kann ich den Kerl wieder flott bekommen?

Ich freue mich schon auf Eure Hinweise

und bedanke mich

Horst
 
Kommt den genug Diesel nach? Evtl. Filter zu? Winterdiesel drin? Ansonsten bin ich nicht der Fan von den alten Va Pumpen. Springen viele schlecht sn mit der Pumpe.

Lg
 
Start mit Vollgas und Kaltstart. Kaltstart und Volgas erst wieder loslassen wenn er vonselber anfängt gas an zu nehmen, dann 1 kaltstart auf normal und dann 1 sekunde später gas auf leerlauf. dann müsste er doch da sein :). Das ist die winter start prozedur oder wenigstens so wie ich es mache.

Aber ich würde auch erst mal gucken ob der diesel noch frisch ist und ob genug an der pumpe ankommt. Hoffe der tank ist nicht ganz volll, dann hohlschraube oben auf der pumpe etwas lösen (paar umdrehungen). da sollte es gut strömen.

Grüße aus die Niederlande von René
Meine Schlepper: IHC 644, Hanomag Perfekt 400 (rund)
 
IHC Elektriker hat schon alles gesagt, mit Kaltstart ist der Startstopziehknopf gemeint den zieht man bis zum ersten Anschlag heraus und Vollgas geben. Bei den älteren Pumpen darf man kein Gas geben. Wenn es dan noch kälter wird zusätzlich glühen. 

Gruß

Markus
 
Hy,

ich dank Euch schon mal für die Antworten und Ratschläge.

Werde sie anwenden und berichten wieweit ich gekommen bin.

Eine schöne Adventszeit wünscht

Horst
 
Die besten Wünsche für das Neue Jahr 2016!

Ich melde mich noch einmal zu diesem Schlepper.

Heute habe ich genaueres gehört.

Ich schildere noch einmal kurz. der Schlepper(Typ 744) stand ein Jahr. Dann Startversuch. Der Schlepper springt an, die Drehzahl geht steil nach oben, er schleudert den Auspuff weg, Flammen kommen aus dem verbliebenen Auspuffkrümmer, dann wird der Motor über den Aussteller abgestellt. Das ganze in wenigen Minuten. Es wird ein zweiter Startversuch unternommen, er springt wieder an, dreht sofort wieder hoch, wird aber jetzt gleich abgestellt.

Heute morgen war ich noch einmal an diesem Schlepper, Diesel liegt überall an, Startversuch, der Motor kommt, verbrennt die Starteinspritzmenge und stirbt wieder ab. Der Ton ist IHCtypisch normal, also keine verdächtigen Geräusche. Er läßt sich aber auch nicht über diese Startphase hinaus bringen, reagiert also überhaupt nicht auf das Gaspedal.

Wer hat eine Idee? Was könnte bei diesem von mir geschilderten Erstversuch abgelaufen sein? Ist es möglich, daß eine Einspritzpumpe hängen bleibt, also nicht auf den eingestellten Leerlauf geht, sondern sich selber immer weiter hochdreht?

Ich jedenfalls habe so etwas bisher noch nicht gehört.

Noch einmal, seid Ihr der Meinung - Einspritzpumpe-Problem? Wenn ja würdet Ihr die Pumpe zum überholen bringen, wenn ja, wo ist eine gute Adresse? Ich sitze in Rheinland-Pfalz.

Ich bitte die Spezialisten um eine Einschätzung.

Herzliche Grüße und interessante Diskussionen hier an Board

Horst
 
Hallo Horst, kannst Du mal den Begriff "Starteinspritzmenge" genauer definieren? Ich kenne die "Mehrmenge" die beim Starten eingespritzt wird und zwar solange der Abstellbowdenzug auf Stellung 1 gezogen wird. Wenn der Zug wieder eingedrückt wird, dann wird Normalmenge eingespritzt, das ist der Betriebszustand. Gruß vom "Linksdreher".
 
Hallo,

falls du die Pumpe wirklich überholen lassen willst wäre Dieseltechnik Lindemann in Rendsburg die richtige Adresse. 

Ausbauen, hinschicken und nach Rücksendung wieder einbauen. Fertig! Natürlich nur wenn es wirklich nötig ist!

Gruß
 
In Lüneburg bringen die Firmen die Sachen nach

Heinz Tieding Dieseleinspritztechnik
Zeppelinstraße 1
21337 Lüneburg

Man hört nur positives drüber
 
An "linksdreher"

Ich habe nie einen IHC gefahren, deshalb äußere ich mich manchmal laienhaft.

Noch einmal, ich habe mir am Samstag noch einmal den Schlepper vorgenommen.

Über den Startknopf vorgewärmt (ich weiß nicht vorgeglüht), dann gestartet. Einmal wie empfohlen den linken Knopf (Aussteller) halb gezogen - nichts. Zweiter Startversuch, nach vorwärmen, gestartet, ohne den linken Knopf zu ziehen, nach wenigen Umdrehungen zündet der Motor und geht nach wenigen sekunden aus. Egal ob ich dabei Gas gebe oder nicht - also alle Versionen durchprobiert. Wenn ich das so richtig sehe, dann wird bei den "Kaltstartern" (ich meine die Motoren, die keine Glühkerzen verbaut haben), um den Start zu verbessern, eine etwas erhöhte Menge Diesel in den Startvorgang gespritzt, wenn der Motor läuft, regelt die ESP auf Leerlauf herunter.

Habe ich das so richtig geschildert? Wenn ja, dann wird von der ESP kein Sprit nachgeliefert, um den Motor in den Leerlauf zu bringen.

So viel zu der "Startmenge"

Gruß

Horst
 
Hallo 

Ich würde erstmal den Diesel zulauf kontrollieren und zwar am Tank anfangen dort kann schon die Hohlschraube dicht sein und dann immer weiter über die Filter bis zur Pumpe muss immer genügend nachlaufen ,nur so kannst du das Problem eingrenzen. 

Mfg Christian 
 
moin Horst, 

im 744 hast Du ja den selben Motortyp wie im 724 und das Starten bei Kälte (auch bei niedrigen Plusgraden)  erfordert wirklich Fingerspitzengefühl auch wenn der Motor in Ordnung ist. Dein motor hat keine Glühkerzen verbaut, es gibt eine Glühspirale im Ansaugtrakt die zum Anwärmen der Ansaugluft dient, sollte diese defekt sein kann man die Ansaugluft auch mit einem Föhn vorwärmen.

Wenn der Motor anläuft darf die Mehrmenge nicht sofort zurückgeschoben werden sonder muß evt. bis zu 10 Sekunden lang noch auf Mehrmenge gehalten werden damit der Motor nicht wieder ausgeht.

mfG Heiko
 
Hallo,

hatte dasselbe Problem mal bei einem Stapler, der auch nur ein paar Umdrehungen nach dem Start machte, dann aber ncht weiterlaufen wollte. Letztenendes hat sich herausgestellt, dass der Auspuff verstopft war. Nach Reinigung lief er dann ganz normal. Da du schriebst, dass es dir den Auspuff runtergehauen hat, könnte dies ja ein ähnliches Problem sein, oder?

Gruss

Georg
 
Hallo Horst, Du schreibst Abstellzug halb gezogen, er muß aber bis zum 1.Anschlag gezogen werden.Wenn Deine ESP Gerade Anschlüsse für die Leitungen hat Kannst Du auch Gas geben, muß aber nicht sein. Grüße vom Paylodoc.eup-1125331988-f1b3a8d457b9027396a5b925f4ad3d2c-1451924907_big.webp
 
Hallo,

der sog. 1. Anschlag ist erreicht, wenn der, im Bild dargestellte, untere federbelastete Hebel des Abstellers an dem Druckstift des Anschlags anliegt. Er darf nur anliegen, ihn aber nicht hinendrücken, denn dadurch wird die Kraftstoffzufuhr langsam unterbrochen, bis der Druckstift völlig eingedrückt ist, denn dann ist der Motor aus. Das merkt man normalerweise, wenn man am Stopzug zieht, bis zum 1. Anschlag hat man keinen sehr großen Widerstand, danach steigt die erforderliche Kraft an, da wie gesagt, der Druckstift eingedrückt werden muss.Zur Not ne 2. Person mit dazunehmen, die beobachtet, wann der Absteller am Druckstift anliegt, während du am Stopzug ziehst. 

MfG Georg
 
Hallo georg,

hatte dieses Problem seinerzeit auch an meinem 743er XL.

Habe zuerst ein Rückschlagventil in die Dieselleitung eungebaut, da die älteren Schlepper gerne einmal den Diesel "verlieren", d.h. die Dieselleitung läuft leer.

im Zusammenhang damit habe ich dann noch eine neue Dieselförderpumpe eingebaut, danach habe ich nie wieder ein Problem mit Startschwierigkeiten gehabt. Eine neue Dieselförderpumpe gibt es für relativ kleines Geld bei Ebay.

Gruß, Uli
 
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