Stehbolzen einkleben

IHC_Bubi

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Süd Hessen
Schönen guten Abend,

mal ne Frage in die Runde. Hab grad nen 2-Takter auseinander bzw- fast wieder zusammen. Kompression war schlecht und neue Kolbenringe und neuer Kolben (der der drin war wurde an 2 Stellen mal geschweist). Beim Aufsetzen des Zylinders kam mir leider mal wieder ein Stehbolzen aus dem Alublock entgegen. Für Aufbohren und größeres Gewinde oder nen Helicoil-Einsatz ist da recht wenig "Fleisch" übrig. Daher mal die Frage ob wer Erfahrungen mit Einkleben (Loctite und Konsorten) hat und bestenfalls ein genaues Produkt empfehlen kann -> Stehbolzen aus Stahl in Aluguss. Taugt das was oder ist das Pfusch, dann mach ich mir anderweitig Gedanken.

Danke und Gruß aus Südhessen,

Alex
 
Moin

Ich glaube nicht das du eine Chance hast das dauerhaft zu kleben. Durch Wärmeausdehnung und Schrumpfung ist da ständig Bewegung drin.

Gearbeitet habe ich schon mit Loctite - Welle fügen. Das hat damals gut funktioniert, allerdings nicht für so einen Fall. Das war ein defekter Lagersitz in einem Aludeckel, dort haben wir das Lager dann eingeklebt. Das hat gehalten wie Bolle. Wurde später aber auch ersetzt.

Gruß Jürgen
 
Hallo,

UHU Endfest 300 würde ich da probieren. Außer Helicoil gibt es auch noch selbstschneidende Gewindeeinsätze. Und es gibt auch noch andere M-Gewinde außer den gängigen, z.B. M7, falls das Fleisch wirklich zu knapp sein sollte.

Tschüß,

Bernd
 
Hallo Alex,

ich habe Schrauben in den Vorderachsträger geklebt, weil dort zur Befestigung der Frontmaske die Stehbolzen weggegammelt waren (Link zum Post). Ich hatte es mit Ausbohren versucht. Jedoch ohne Erfolg. Wahrscheinlich wäre das ein Einsatzzweck für eine Magnetbohrmaschine.

Ich habe damals Flüssigmetall verwendet, der aus zwei Komponenten zusammengemengt werden muss. Die Schrauben waren M8 8.8 und das Bohrloch im Gussblock. Die Verbindung hält bis heute ohne jegliche Risse, obwohl sie mechanischen Bewegungen ausgesetzt ist.

Sollte es, wie Jürgen schreibt, zu thermischen Belastungen kommen, so ist bei meinem verwendeten Kleber bei 145°C Schluss.

Den angesprochenen Kleber findest du hier: LINK. Ich muss allerdings dazu sagen, dass der Kleber recht pastös ist und nicht so flüssig wie z.b. Loctite-Schraubensicherung.

Gruss Joerg
 
Hallo,

danke für die Rückmeldungen. Hab es jetzt doch klassisch mit einem Helicoil Drahteinsatz ohne zusätzliches einkleben gelöst. Im Vergleich zu den selbstschneidenden Einsätzen muss man bei gleichem Innengewinde erheblich weniger aufbohren. Der Stehbolzen allein sitzt aber relativ locker im Drahteinsatz. Mit wieder aufgestztem Zylinder sitzt das jetzt erst mal fest und hoffe dass das trotz Vibrationen auch so bleibt.  

Danke für die Tips und Viele Grüße, Alex
 
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