Steuergerät SB1 EW beim Heben der Heckhydraulik undicht

IHC_824_AS

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Hallo,

seit einigen Tagen ist eines meiner EW Steuergeräte unten wo der Regelstift rauskommt undicht. Egal welches Venitl ich mit Druck beaufschlage, es läuft Öl aus dem einen Venitl.

Obwohl ich dieses Ventil erst neu abgedichtet hattte und es auch dicht war denke ich dass es am Nutring liegt der an dieser Stelle verbaut ist.

Was mich aber etwas verwirrt, wenn ich an der Heckhydraulik eine Last mit 200-300 kg heben will pisst das Ventil genauso.

Das heißt bei Gewicht an der Hydraulik erhöt sich auch der Umlaufdruck 11 auf dem Bild unten?

Bei Fahrt ohne Gewicht an der Hydraulik und ohne betätigen der Venitile ist alles trocken.

Ich dachte eigentlich das die Ventile durch den Vorschaltblock von der Heckhydraulik getrennt sind.

Kann es wirklich nur an dem Nutring im Venitl liegen, der ja eigentlich schon neu ist oder kann es noch eine andere Ursache haben.

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Danke schon mal für eure Hilfe

Gruß

Andi
 
Hallo Andi

der Nutring ist lagerichtig eingebaut ?

sprich, der Öldruck muß die Dichtlippen an den Kolben bzw. an die Gehäusebohrung drücken

mfG...Reinhold
 
Hallo Reinhold,

der Nutring ist zu 100% richtig rum verbaut. Ich hab die Ventile nach dem Abdichten und dem Einbau auch mit Druck beaufschlagt und es war alles dicht.

Letzte Woche wollte ich meinen Holzspalter umstellen, kurz angehoben und schon lief das Öl in Strömen aus dem Venitl.

MFG
 
Hallo.

Das Gleiche kann ich bei mir auch beobachten, bei mir sind es allerdings nur ein paar Tropfen. Ist ein 523. Ich hatte allerdings auch nur die Nutringe oben und unten getauscht, eventuell ist dafür einer der inneren Dichtungen zuständig und der untere Nutring überfordert. Der untere Ring ist original Case für 35 Euro das Stück und richtig herum eingebaut.

Ich hatte im Netz gelesen das die originalen Bosch Steuergeräte besser zu dosieren sind, geht bei meinem aber auch alles nur sehr ruckartig. Jetzt ärgere ich mich nicht gleich ein günstiges Nachbaugerät eingebaut zu haben. Die oberen Dichtringe gibt es bei Hansaflex als s.g. Stangendichtung für 3 Euro/Stk.

Gruß Jürgen
 
Die beiden inneren Dichtungen dienen meines Wissens nur zur Abgrenzung zur Druckleitung wenn der Hebel in 0-Stellung ist. Wenn der Ventilhebel nach hinten gedrückt wird, schiebt sich der Regelstift aus dem Gehäuse und öffnet den Durchgang. Die gefederte Kugel die als Rückschlagventil dient öffnet und Druck baut sich auf. Der gleiche Druck muss dann bei betätigtem Hebel auch am Nutring anliegen.

Also meine Vermutung ist dass der neue Nutring höherem Hydraulikdruck nicht standhält.
 
dort ist ein Umschaltkolben verbaut, der den Umlaufdruck zwischen Regelstreuergerät (Schlepperhydraulik)

und Neutralstellung der SB1-Ventile steuert

ob es wirlklich daran liegt zeigt sich bei einer Kontrolle,

wenn die Schlepperhydraulik betätigt wird, baut sich ein Druck im Vorschaltblock auf,

der den Umschaltkolben bewegt;

der wird durch eine Feder, entsprechend der erforderlichen Kraft des Arbeitszylinder bewegt.



Gruß  Reinhold
 
Hallo Reinhold, 

Danke erst mal für deine Hilfe. Wie kann ich das kontrollieren ob es am Vorschaltblock liegt?

Aber müsste dann das EW Steuerventil bei Betätigung nicht dicht sein? Also natürlich wenn an der Hydraulik nichts angehängt ist...

Mfg
 
Hallo,

nachdem ich etwas mit dem Problem befaßt habe, bin ich zu der Auffassung gekommen, dass es so ist, 

wie du am Anfang geschrieben hast:

Wenn Druck benötigt wird zum Anheben der Heckhydraulik oder am Zusatzsteuergerät, dann erhöht sich der Umlaufdruck in Leitug 11.

Es liegt ja dann immer Druck an den Zusatzsteuergeräten, weil diese Vorrang haben, vor der Heckhydraulik.

Der höhere Druck dürfte dann aber nur zum Zeitpunkt des Anhebens sein. Wenn die Aushubhöhe erreicht ist,

dann ist wieder nur der Umlaufdruck (auch wenn man mit angehobener Last herumfährt).

Somit ist der Nutring in den Zusatzsteuergeräten, der Schwachpunkt.

Gruß MP4
 
Hallo,

ich denke auch dass das der richtige Ansatz ist. Sobald das EW Ventil auf Nullstellung gedrückt wird liegt in Leitung 11 nur noch der Umlaufdruck an.

Genauso ist es bei der Heckhydraulik.

Zum Vorschaltblock:

Wenn ich das richtig gelesen habe ist der Vorschaltblock ein Druckregelventil das man auch einstellen kann.

Wie wird es eingestellt und auf welchen Druck sollte es eingestellt werden?

MFG
 
Hallo,

bei hydraulischen Ventilen sind die Oberflächen der Ventilschieber eingeläppt. Dieses Läppen sorgt für ein selbstständiges Abdichten in der Ventilführung.

Die zusätzlichen O-Ringe verhindern das Eindringen von Schmutz. Tritt bei neuen O-Ringen trotzdem Öl unter Druck aus, liegt es an feinsten Riefen in der Führung oder an den Ventilkolben.

Durch diese Riefen tritt das Öl nach außen. Konsequenz, neues Ventil rein!
 
Hallo +955+,

das die Ventilschieber zu den Schieberbohrungen eingeschliffen sind ist richtig. Das aber zwei zylindrische Flächen so präzise aufeinander angepasst werden das sie einen Druck von 150 bar oder mehr abdichten ist unmöglich.

Da sich der Ventilschieber in der Bohrung leichtgängig noch oben und unten schieben lässt und auch muss, sind Bohrung und Schieber mit einer Spielpassung aufeinander abgestimmt. Das Spiel zischen Bohrung und Welle muss mit O-Ringen, Quadringen abgedichtet werden.

Zum Schutz gegen Schmutz werden keine O-Ringe verwendet da die eher dazu neigen Schmutz anzuziehen. Gegen Schmutz werden Abstreifer verwendet.

An der Stelle wo mein Ventil undicht ist ist aber keins von beiden verbaut weil der Schieber hier nicht mehr in der Bohrung geführt wird. Auf der Schieberstange ist eine Feder aufgesteckt die ihn bei 0-Stellung wieder auf grundposition drückt.

Abgedichtet wird dann mit einem Nutring Pos.11 auf dem Bild.

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Hallo IHC824, sorry, aber das ist so. Hydraulikschieber dichten ausschließlich über den Läppvorgang. Übrigens gehen manche Systemdrücke bis 700 bar!

Man kann technisch so exakt bearbeiten!

So ein "Kram" gehört zu meinem Geschäftsalltag. Bitte mal O-Ring "6" prüfen.

Laut IHC Handbuch "Regelhydraulik" soll ein Werkzeug beim Einsetzen des Kolbens den Ring vor Verletzung schützen.
 
Wie schon gesagt, ich würde nicht mehr lange rumeiern. Ich würde IHC Schlosser Uli fragen ob er ein neues Ventil für mich hat und umbauen.

Es wäre schön wenn mal jemand den Unterschied in der Dosierbarkeit der originalen Bosch und der Nachbauventile beschreiben würde!

Wenn da kein großer Unterschied bei der Dosierbarkeit besteht, bestärkt mich das noch mehr in meiner Meinung. Die 35 Euro für den Nutring unten haben mich schon ganz schön schlucken lassen. Den nächsten Versuch der Abdichtung würde ich mit dem einfachen Ring von Hansaflex probieren. Der Originale hat ja eine Stahlverstärkung für die Feder mit drin. Das haben die anderen nicht. Aber ich glaube nicht das der "billige" Nutring von Hansaflex von der Feder zerstört werden würde.

Gruß Jürgen
 
Hallo,

das ist richtig. Ein drittes mal werde ich das Ventil nicht ausbauen. Ich hab insgesamt 4 Stück in Reihe geflanscht. Alle vier sind bereits verrohrt und zwischen Abschlussplatte und Kotflügel sind gefühlte Null Milimeter Luft :-I

Drum hätte ich gehoft das ich das Problem ohne Ausbau lösen kann. Aber da sehe ich keinen anderen Ausweg.

Ich muss da wohl die nächsten Tage nochmal ran. Öl ablassen, Leitungen weg und die Ventile ausbauen. Wenn ich mir nicht sicher bin oder keinen Fehler finde muss ein Neues her...

MFG
 
Konnte gestern den verregneten Tag nutzen und habe beide EW Ventile nochmal ausgebaut. Auf den ersten Blick konnte ich werder eine falsch montierte noch eine beschädigte Dichtung finden.

Dann habe ich mir die Schnittzeichnung nochmal genauer angeschaut und festgestellt das vor dem Nutring noch ein Stützring (Pos.10) verbaut ist. Dieser war in meinem Dichtsatz garnicht vorhanden.

Der Stützring liegt in der Nut des Stützrings und drückt die äußere und inner Dichtlippt gegen die Dichtflächen.

Ein O-Ring Ø9x1,5 erfüllte den gleichen Zweck. Jetzt sind sie dicht....

Danke für eure Hilfe.

MFG Andi
 
Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt!

Den kleinen Metallring (Teil 10) hab ich als Bestandteil des Nutringes angesehen und in diesem belassen. Natürlich inzwischen entsorgt. Der neue von Case hatte diesen Metallring auch nicht, sah auch ein wenig anders aus. Deshalb dachte ich das der mal geändert wurde zwischendurch. In der Schnittzeichnung sieht es auch so aus als ob dort auf dem kleinen Stützring (Teil 10) noch eine Scheibe (Teil 9) liegt auf der sich die Feder (Teil 8) abstützt. Die kleine Scheibe war bei mir nicht verbaut. Die Feder stützt sich jetzt in der Rille der Beiden Dichtlippen vom Nutring (Teil 11) ab. War bei dir da eine Scheibe drin?

Dichten tun diese Ringe erst richtig wenn Druck draufkommt. Dabei drückt der Öldruck die Dichtlippen erst richtig an die Wandung bzw. dir Stange. 

Gruß Jürgen
 
Bei den alten Dichtungen kann ich mich nicht mehr erinnern ob die einen Stützring hatten. Ist schon ein Jahr her.

Zwischen Feder und Nutring ist noch eine Metallscheibe. Die Scheibe hat sogar noch eine 1mm Bohrung, damit sich die Nut gleichmäßig mit Öl füllt. Könnte ich mir vorstellen.

Ich bin jetzt mal gespannt ob die Dinger auch dauerhaft dicht sind aber ich bin zuversichtlich.

MFG
 
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