Suche Explosionszeichnung Bosch VA-Verteilereinspritzpumpe

Ise1977

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Hallo zusammen,

suche eine Explosionszeichnung von einer Bosch VA-Verteilereinspritzpumpe. Hab Probleme mit meiner an einem 624. Genaue Bezeichnung der Pumpe EP VA4 100H 1050 BR 8

Ist sowas in einem Werkstatthandbuch drin und kann mir das vll. jemand kopieren oder abfotografieren und zumailen ? Hab leider nur die Bücher von Fahrgestell und Getriebe 😏

Gruss und schönen Abend

Ise
 
Die Einspritzpumpe wird im Werkstatthandbuch "Motor" behandelt. Da steht drin, das man die Einspritzpumpe einem Bosch Dienst übergibt, der sich darum kümmert. Vermute mal, die werden das nicht ohne Grund geschrieben haben.

Gruß Schorsch
 
Servus Stefan,

Du hast Post.....

6MB.... VA-ESP mit Hubkolbenregler von 1965....

Schönen Gruß Schorsch

PS.: Was macht die ESP was sie nicht soll?

Die ESP ist halt Feinmechanik....ohne richtige Kenntnisse wird das meist nichts....
 
Danke Ih1246s und danke Schorsch,

ich arbeite auch nicht selbst am Innenleben der Pumpe sondern gemeinsam mit einem der Ahnung von der Materie hat. Nur hat er bislang mehr mit Reiheneinspritzpumpen zu tun gehabt und nur "ähnliche" VA-Pumpen gesehen. Hatten gestern eine von einer IHC Raupe da, war aber eine CR und etwas anders aufgebaut. 

Wir wollen eine Ursache für die erhöhte Drehzahl finden und das wir trotzdem noch mehr Gas geben können. Es scheint als hätte sich der zur Verfügung stehende Drehzahlbereich "nach oben" verschoben.

Werde mir gleich mal die Unterlagen zu Gemüte führen....

to be continued ...
 
Servus Stefan,

die ESP hat ja innen eine Flügelzellenpumpe am Vorlauf die den Sprit in die ESP drückt. Der Sprit kann nur durch  eine Drosselbohrung, die in der Hohlschraube am ESP-Rücklauf sitzt zurück fliessen.

Wenn Du kein Manometer hast um den Pumpeninndruck zu messen, kann man auch die Rücklaufmenge als Anhaltspunkt vom Pumpeninnendruck nehmen.

Im Leerlauf stehen da auch ca. 2Bar an....das sollte reichen das aus dem ESP-Rücklauf der Sprit "läuft" und nicht dröpfelt.

Irgentwie hört sich der Motor nach spritmangel/ Luft an.

Vor dem Ausbau der ESP würde ich den Zulauf der ESP aus einem Kanister (mit Filter...billiger Benzinleitungsfilter ist schon mal gut...) saugen lassen und dort auch die ESP Rücklaufleitung rein stecken.

Dann sieht man schon an der Rücklaufmenge ob der ESP-Innendruck einigermassen passt und kann Luft im Zulauf aussschliessen.

Wenn das OK ist, liegt der Fehler wahrscheinlich im ESP-Inneren :-(

Schönen Gruß Schorsch

PS.: Ich habe einen Manometer mit "Outschraubenadapter" zum ESP Innendruclk messen. Kannst auch ausleihen, oder selberbauen.

https://www.youtube.com/watch?v=5DLbDo7BKqI

 
 
Servus,

Stefans ESP ist ein wenig anders als die Exp. Zeichnung.

Stefan hat noch die ältere Ausführung. Da ist das Gehäuse im Bereich des HD-Teils noch mal getrennt und hat einen zusätzlichen "4 eckigen" Dichtring.

Bei den neueren Ausführung ist auch der Flansch mit den vier Löchern am Verteilerkörper, sprich Hochdruckteil, integriert.

Sieht auf den Bildern... 

 

 

Schön zu erkennen an den Deckeln des Spritzverstellers.

Der sitzt bei den VA-ESP oben quer in der ESP ( Bei den VE-ESP unten...).

Bei der älteren Ausführung sind die Spritzverstellerdeckel mit sechskant deckeln eingeschraubt.

Bei der neueren Ausführung sind dort Blechdeckel mit jeweils zwei Schrauben befestigt.

Schönen Gruß Schorsch

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Servus, hab die Pumpe gestern Abend mal ausgebaut und sauber gemacht.

Mal sehn ob ich heute weiter komme.
 
Servus,

obwohl die VA ESPs die ältesten Verteiler-ESP von Bosch sind, kann man das Funktionsprinzip nicht so recht erkennen.

 

Bei den R-ESP hat man schon mal im Antriebsrad den Spritzversteller mit Fliehkraftregler. Dann ist an der Seite der Drehzahlregler angebaut, dessen Funktion man kapiert, wenn man die Teile sieht. Die Reglerstange verdreht dann die einzelnen Kolben der HD-Elemende, deren schräge Nut die Fördermenge bestimmt.

Die VE-ESP haben wie die VA-ESP ein "festes" Antriebsrad und besitzen einen hydraulischen Spritzversteller dessen Kolben je nach Pumpeninnendruck den Rollenring verschiebt und so den Förderbeginn über die Drehzahl steuert. (Vom Sinn her das selbe, als wenn man bei steigender Drehzahl die kpl. ESP am Motorblock auf früht dreht :-) Der Drehzahlregler ist dort ein Fliekraftregler, der über einen Hebel den Absteuerschieber auf dem HD-Kolben verschiebt und so den Nutzhub= die Fördermenge steuert.

Bei der VA-ESP ist die Drehzahl/ Mengenregelung im Verteilerkörper verborgen. 

 

Stefan, hast Du vor dem Ausbau die ESP-Rücklaufmenge kontrolliert? Wenn Ja, "läuft" und blasenfrei?

Was mir jetzt spondan einfällt ist eine gebrochene Feter die den HD-Kolben auf die Hubscheibe drückt.

Bei einer VE-ESP hatte ich im Bekanntenkreis das mal. Dann kann man aber das Antriebsrad der ESP leicht drehen.

Schönen Gruß, Schorsch 

 
 
Moin Schorsch, Rücklaufmenge hab ich vorm Ausbau nicht mehr kontrolliert , aber mir ist beim sauber machen der Pumpe aufgefallen das ich die Antriebswelle in eine Richtung drehen kann und wieder zurück auf den Ausgangspunkt , jedoch nicht vom Ausgangspunkt in die andere Richtung. Meinst Du sowas ?

Ein befreundeter LMM hat wohl einen Rentner an der Hand der früher nur solche Pumpen gemacht hat, Vll kann der mir weiterhelfen zu einem einigermaßen erträglichen Kurs...
 
Serfus Stefan,

die Antriebswelle treibt eine Hubscheibe mit 4 Nocken an, die sich auf einen Rollenring mit 4 Rollen abstützt. ( Axiale Bedätigung)

Drehst Du die Antriebswelle so drückt die Hubscheibe den HD-Kolben pro Umdrehung vier mal vor.

Man kann sich das auch so vorstellen, Du hast eine Nockenwelle mit vier kleinen Nocken die auf einen Stößel wirken.

Pro Umdrehung drücken die einzelnen Nocken den  vier mal Stößel runter.

Beim Drücken des Stößel, muß man aber die Feter mit drücken (ähnlich Ventilbedätigung) und das braucht Kraft.

Ist man bei der Bewegung noch auf der ansteigenden Nockenflanke so wird sich die Antriebswelle beim loslassen zurückdrehen.

Dreht man weiter und ist auf der abfallenden Nockenflanke, so wird sich die Antriebswelle beim loslassen weiterdrehen.

 

So...nun ist aber zwischen den Nocken viel Platz, so das man die Antriebswelle ein Stück hin/her drehen kann, ohne das es eine axiale Bewegung des Hochdruckkolbens gegen der Feter gibt...In diesem Drehbereich geht die Antriebswelle relativ leicht zu drehen.

Die Hubscheibe der VA-ESP die ich aufgemacht habe hat eine "symmetrische" Hubscheibe mit gleichen Fankensteilheiten.

Wenn Du die Antriebswelle hin/her drehst, kommt irgentwann ein Punkt, wo es "schwer" geht, weil dort ja die Feter gedrückt wird. Die Kraft muß in beiden Richtungen also gleich sein die man aufwenden muß um bei der Auflaufenden Nockenflanke die Feter am HD-Kolben zu drücken.. Wäre die Feter gebrochen, so braucht man relativ wenig Kraft um die Antriebswelle zu drehen...

Bei Motoren die höher drehen ist die Nocke "unsymmetrisch" ist ist vorne steiler, dadurch wird ein schneller Druckaufbau erreicht und die Förderzeit ist kürzer.

Schön zu sehen, bei der Hubscheibe eines 1,9TDI Automotors. 

Bei einer V-ESP für einen 6Zyl. hat die Hubscheibe zwischen den Nocken fast keinen Platz. Bei so einer ESP kann man die Antriebswelle nur ein kleines Stück "kraftlos" hin/her drehen. Bei den 4 Zyl. ist dieser Bereich doch relativ groß. 

Schönen Gruß Schorsch

 

Hubscheibe TDI seitlich:
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VA-Hubscheibe von oben:

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VA-Rollenring....ist ist rechts schön der Zapfen zum Spritzversteller zu sehen, der dann den Rollenring, abhängig vom Pumpeninnendruck=Drehzahl verstellt:

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