Treckerfahrer wegen langsamer Fahrt angezeigt


(6) 1Wer überholt wird, darf seine Geschwindigkeit nicht erhöhen. 2Wer ein langsameres Fahrzeug führt, muss die Geschwindigkeit an geeigneter Stelle ermäßigen, notfalls warten, wenn nur so mehreren unmittelbar folgenden Fahrzeugen das Überholen möglich ist. 3Hierzu können auch geeignete Seitenstreifen in Anspruch genommen werden; das gilt nicht auf Autobahnen.

--Tja. da steht auch nicht wirklich was!--

 
 
Nabend Bernd;

Keine zornige Diskussion ! Aber ich halte es für notwendig, den Verstand einiger Schlepperfahrer mal aufzufrischen. Regelmäßig in den (die) Rückspiegel schauen ist kein Fall von Eitelkeit, sondern dient der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

Wie soll man "langsame Fahrzeuge definieren ? Ich halte für die heutigen Verkehrsverhältnisse Geschwindigkeiten bis 25 Km/h für sehr langsam. (Traktoren und Baumaschinen). Einige Zeit galt Tempo 32Km/h für schnell um noch schneller von 40Km/h abgelöst zu werden. Ist für LoF Fahrzeuge heute immer noch die Standardgeschwindigkeit. (siehe STVZO und STVO sowie FEV) 50 oder gar 60Km/h gelten für mich als schnell bzw. sehr schnell in Verbindung mit den bewegten Lasten hinten dran.

Stand meiner Kenntnis dürfen LKW über 7,5 T zGM auf Landstrassen auch nur maximal 60Km/h fahren unabhängig anderer Beschilderung. (ansonsten bitte ich hier um Korrektur)

Gruß Zackie

P.S. : Ich bin heute auf dem Heimweg von Nordhorn mehrfach an solche Traktorenkolonnen geraten. A L L E hielten genügend Abstand zueinander um überholenden Fahrzeugen das wieder einscheren zu ermöglichen. Vorbildlich ! A B E R : Anhalten und passieren lassen hat mich keine der Kolonnen, obwohl es Möglichkeiten gab. Da besteht noch Aufklärungsbedarf.

Gruß Zackie
 
moin, 

in der STVO steht nur allgemein das langsamere Fahrzeuge an geeigneter Stelle Platz machen müssen für schnellere Fahrzeuge damit diese zügig und gefahrlos überholen oder vorbeifahren können, und wir sollten alle tolerant miteinander umgehen, das Leben ist schon hektisch genug.                                                                                                                                                               Und wollen wir etwa noch mehr Gesetze wo auch noch auf ein Km/h genau die Geschwindigkeit reglementiert wird wer ein langsames und wer ein schnelles Fahrzeug ist ? Bei solchen Diskussionen merkt man schnell wieder das wir Deutsche sind die mit ihrer Freiheit nicht umgehen können und für jedes Tun ein Gesetz oder Regeln brauchen die nicht gebrochen werden dürfen.                             Ist es im wie im zuletzt angesprochenem Fall so schlimm hinter einem Trecker mit 45 Km/h hinterherzufahren? Die Bordcomputer in den von mir genutzten Fahrzeugen (Privat-PKW und Firmenfahrzeug) zeigen mir das ich im normalen Alltag mit Orts- und Überlandfahrten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 45-50 Km/h erreiche und das beobachte ich schon mehrere Jahre.     

        

Der Schlepper vor mir fuhr Durchschnittlich ca. 45km/h, am Anhänger stand 25 und es ging kein einziges Licht

Einen 25er Anhänger mit defekter Beleuchtung mit 45Km/h zu ziehen ist schon kein Kavaliersdelikt mehr und sollte angezeigt werden 

mfG Heiko
 
Maßgeblich sehe ich hier die Grundregeln (bewusst sehr offen gehalten, manch einer würde es fälschlicherweise als schwammig bezeichnen) der StVO als Richtungsanker bei einem solchen Verhalten. Sowohl von Seite des Traktoristen, als auch von Seiten der übrigen Kraftfahrzeuglenker und somit Teilnehmer am Geschehen.

§1 Grundregeln

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Wer jetzt hier was falsch gemacht hat, wer sich hier wie ungebührlich benommen hat, soll nun das Gericht klären. Dass dieses Thema uns hier alle emotionalisiert, liegt in der Natur der Sache. Wir sind in der Regel "Daywalker", also kennen beide Welten sehr gut.

Ich für meinen Teil sehe auch zu, dass ich Platz mache, halte aber nicht gleich, weil ich zwei PKW hinter mir habe, die bei vielen Gelegenheiten nicht zu einem Überholmanöver imstande sind. Dann habe ich aber vllt. doch wieder Erbarmen, und stelle eben fest, die Fahrzeuglenker sind schon etwas betagter oder vllt. so jung, dass man sich eben nicht traut. Also doch rechts ran......es ist einfach ein gesundes Augenmaß, ein klarer Wertekompass und eben auch mal etwas Gelassenheit.....

Und diese zuletzt genannten Dinge sollten m.E. auch auf "beiden Seiten" Anwendung finden.

Sonst hat man von Shocki eben über Kilometer nur dieses Bild vor Augen ;-)

22452702xl.jpg


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JD X165 (2012) - JD 5055e Allrad (2011) - JD 212 (1979) - JD 110 round fender (1966) - Energic 511 (1956) - MH Pony (1952) - JD B unstyled (1938) - JD E (1931) - JD GP (1928)
Es gilt das © für meine Bilder!
John Deere. Eine der 100 wertvollsten Marken der Welt.
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Hallo zusammen,

ich sehe das etwas wie Shockwave. Persönlich bin ich nicht viel mit dem Schlepper unterwegs, da eben keine Landwirtschaft vorhanden ist. Ansonsten fahre ich wo es geht auf Feldwegen, Flurbereinigungswegen oder Nebenstraßen etc. um eben andere Fahrzeuge nicht unnötig zu behindern. Hier auf dem Land ist das recht einfach und das Verkehrsaufkommen ist auch ziemlich gering. Wegen einem oder zwei Autos hinter mir fahre ich auch nicht ständig rechts ran, wenn ausreichende Möglichkeiten zum Überholen da sind. Man darf dann auch ruhig mal einen oder zwei Gänge runter schalten und das Gaspedal etwas mehr bemühen. Manchmal kommt es einem schon wie ein Elefantenrennen auf der Autobahn vor. 

Das mit dem genügenden Abstand zwischen zwei Fahrzeugen um anderen ein womöglich erforderliches wiedereinscheren zu ermöglichen halte ich für sinnvoll und auch leicht machbar. Nur sollte dann der Überholende auch zusehen, dass er wieder aus dem Zwischenraum heraus kommt, sonst hat man ja irgendwann zig Autos dazwischen. Bei einer Kolonne von Bundeswehr, THW oder ähnlichem ist es zum Beispiel nicht erlaubt, zwischen den einzelnen Fahrzeugen einzuscheren. Die Kolonne muss in einem Zug überholt werden, das wissen viele aber nicht. Und die fahren auch nicht immer gerade schnell und haben noch weniger Möglichkeit gesammelt irgendwo rechts ranzufahren. 

Und wenn man dann mal mit seinem Schleppergespann auf einer viel befahrenen Straße am Rand steht und von keinem mehr auf die Fahrbahn zurück gelassen wird ist das wohl genauso eine Behinderung, nur dieses mal von der anderen Seite. Der Schlepperfahrer wird sich das nächste mal gut überlegen, ob er nochmal rechts raus fährt. Genau das ist ein paar Kollegen von mir passiert, die mit ihren Schleppern zum Großglockner unterwegs waren. 

So viel von mir zu dem Thema.

Gruß Christoph 
 
Bei einer Kolonne von Bundeswehr, THW oder ähnlichem ist es zum Beispiel nicht erlaubt, zwischen den einzelnen Fahrzeugen einzuscheren. Die Kolonne muss in einem Zug überholt werden, das wissen viele aber nicht. Und die fahren auch nicht immer gerade schnell und haben noch weniger Möglichkeit gesammelt irgendwo rechts ranzufahren. 

Stand meiner Kenntnis ist der, dass bei diesen "Vereinen" die Kolonne ausgeflaggt sein muss. Schlagt mich nicht, aber ich glaube das erste Fahrzeug trägt eine grüne Fahne und alle folgende eine blaue. Das erste und letzte Fahrzeug haben außerdem die Rundumleuchten in Betrieb. Ich nenne dies mal eine "geschlossene Kolonne". sozusagen :"amtlich verordnet". Das hat mit den offenen Treckerkolonnen nichts zutun.

Gruß Zackie
 
@ Zacki.

So wie du es beschrieben hast, so ist es auch. Die "Kolonne" ist ein in der Regel (bundes-)behördliches Verfahren. Darin enthalten sind u.a. auch gewisse Sonderrechte (wie bei Einsatzkräften etc. auch). Diese "Privilegien" hat der übliche Treckerclub aus dem Nachbarort im Normalfall eher nicht. :-)

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Hallo, 

ja natürlich sind die behördlichen Kolonnen entsprechend gekennzeichnet usw. Das sollte auch nur ein Beispiel sein. Die Kolonnen sind meist auch nicht schnell unterwegs und noch schwerer zu überholen, da man eben nicht dazwischen einscheren darf. Und dass die zwischendurch mal Platz machen, wage ich zu bezweifeln. 

Wie dem auch sei, da hat jeder seine eigene Meinung und Philosophie wie und ob er ab und zu mal an die Seite fährt um den schnelleren Verkehr passieren zu lassen. 

Ist jetzt ein anderes Thema, aber mir ist es mit dem Auto auf der Landstraße auch schon zwei mal passiert, dass ich mit 110 gefahren bin und mir dann aufgefahren wird, dass man das Kennzeichen nicht mehr lesen kann. Es war alles frei und übersichtlich, man hätte locker überholen können, vor allem wenn man schon so von hinten angeschossen kommt. Sowas kann ich auch nicht verstehen. 

Gruß Christoph 
 
Hallo Jungs, 

ich möchte mich mal einklinken.

Erstmal zur Klärung: in der StVO gibt es den Begriff " langsame Fahrzeuge" und "langsamere Fahrzeuge".

Als langsame Fahrzeuge werden Fahrzeuge bezeichnet, die nicht schneller als 25km/h fahren können oder dürfen. Typisches Beispiel hier ist das Überholverbot mit dem Zusatzschild  " 🚜 dürfen überholt werden". 

Hier steht das Schild nicht für Traktoren sondern für langsame Fahrzeuge, also Vorsicht beim Überholen von Traktoren mit 40km/h Schild. Die dürfen nicht überholt werden.

Langsamere Fahrzeuge sind diejenigen die die erlaubte Höchstgeschwindigkeit nicht fahren können oder dürfen ( also auch LKW mit 60km/h auf der Landstraße). Also bitte genau lesen.

Einen so genannten Einscherabstand müssen alle Fahrzeuge mit einer Gesamtlänge über 7m einschließlich Anhänger einhalten, überall dort wo das überholen erlaubt ist und nur ein Fahrstreifen vorhanden ist.

Einscherabstand ist zweimal Sicherheitsabstand plus eine Fahrzeuglänge.

So, ich hoffe das bringt ein wenig Licht ins Dunkle.

Gruß Uli
 
Ach so, die StVO spricht von geschlossenen Verbänden in Verbindung mit übermäßiger Straßenbenutzung.

Diese geschlossenen Verbände sind genehmigungspflichtig. Alle dazugehörigen Fahrzeuge müssen klar als solche erkennbar sein z.B Bundeswehr oder THW mit blauer und grüner Flagge, Feuerwehrverbände mit Blaulicht. Es gibt aber auch Hochzeits, Trauer oder Passionszüge. Fahrräder dürfen in einem geschlossenen Verband nebeneinander fahren.

Gruß Uli
 
Danke an Uli für deine präzisen Erläuterungen. Die Definition mit dem Einscherabstand war auch mir so nicht bekannt. Wieder etwas dazu gelernt.

Gruß Zackie
 
Meiner Meinung nehmen die Zustände im Strassenverkehr in den letzten paar Jahren stetig zu. Fahre fast täglich im Raum Frankfurt Autobahn, hier fallen vorallem Taxis und Kleintransporter sowie Drängler und Raser auf die selbst im Stau noch nicht aufgeben. Das allerletzte was ich vor kurzem beobachtet habe waren "Fahrer" die die Rettungsgasse nutzen und hinter Einsatzkräften her fahren nur um dann am Unfallort trotzdem nicht weiter zu kommen und nachfolgende Kräfte massiv behindern (!) So geschehen vor ein paar Wochen auf der A5 von FFM Richtung Darmstadt...

Fährt man dann weiter ins ländliche Rhein-Main Gebiet fallen die bekannten Kampfradler sowie die "krassen BWM 3er" [BAD]en auf. Einem guten Bekannten ist einer dieser Herren beim Wiedereinscheren nach dem Überholen in das Vorderrad seines Fendt 718 geknallt... Ein anderer bekannter Fall vor ein paar Jahren: Beim Überholen auf kurviger Strasse von Fahrbahn abgekommen und im Acker ins Maisgebiss einer Dreschmaschine gekracht, den Ausgang kann sich jeder denken. Auf dem TrpÜbPlz in Bergen (beim Bund) ist mal ein [BAD] in unsere Kolonne reingezogen und trotz Vollbremsung zwischen 2. und 3. Marder im Zug zerdrückt worden (fuhr selbst im 1.)

Im Rhein-Main Gebiet sind eigentlich wöchentlich Staus und Unfälle, meist selbst verschuldet. Von Rücksicht, Abstand oder gar Polizei (zB Zivilstreifen) fehlt jede Spur obwohl es den Verkehrsfluss wahrscheinlich sogar durchaus beschleunigen würde. Ich versuche eigentlich immer Abstand zum Vordermann zu halten was dann schnell dazu führt das man rechts überholt wird um vor mir einzuscheren oder dichtes Auffahren provoziert. Ich rede hier übrigens von max. 2 PKW längen bei Tempo 120... Es gibt natürlich auch fähige Fahrer und es freut mich wenn man einen hinter sich hat, aber wie gesagt scheint sich das Verhältnis subjektiv stetig zu verschlechtern..

Sorry fürs Frust abladen, aber hier ist ein Schlepper vor einem manchmal schon fast angenehm, trägt er doch wenisgtens zu einem konstanten Verkehrsfluss bei...
 
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