Ich hatte so ein Problem vor ein paar Jahren.
Im frühen Oktober war ich beim LaMa und wir haben meinen Tank abgepumpt und gespült, der war viel Dreck drin.
In der Werkstatt haben sie mir nur 5 Liter Diesel drauf geschüttet, die nächste Tanke war nicht weit.
Dort habe ich dummerweise voll getankt.
Leider kam danach kein trockenes Wetter mehr, ich hätte sonst noch gut 10 Stunden Weiden sauber gemacht.
Anfang November wurde mir klar, dass ich mit überwiegend Sommerdiesel im Tank in den Winter gehe, also habe ich Fließverbesserer gekauft und in der empfohlenen Menge drauf geschüttet.
Ende November hat ich dann nochmals ca. 35 Liter Winterdiesel in den 100-Liter-Tank dazu tanken können.
Als es im Januar-Februar dann richtig zweistellig kalt wurde (Minus 12-15 Grad), blieb mir der Schlepper beim Mist Fahren regelmäßig etwa 8-12 Minuten nach dem Starten (das ging noch gut..) mit versulzten Filtern stehen.
Komplettes Absaugen mit batteriebetriebener Elektropumpe hat zunächst geholfen, aber er bliebt noch einmal stehen.
Ein wenig herum Fragen bei Heizölhändlern etc. machte mich schlauer:
- Es ist wie Torsten schreibt, einmal ausgeflockter Diesel sollte wirklich nur im Sommer bei Temperaturen deutlich über 10 Grad plus verbraucht werden
- Durch das Beimischen von handelsüblichen Fließverbesserern macht man aus Sommerdiesel keinen vollwertigen Winterdiesel, bei ein paar Grad Minus geht das noch, aber bie 12-15 Grad Minus kann man damit nicht mehr Traktor fahren!
- Einmal ausgeflockter Diesel lässt sich nicht durch Fließverbesserer und/oder Zutanken von Winterdiesel wieder wintertauglich machen. Auch kleinste Mengen davon im Tank und Einspritzsystem samt Filter und Zuleitungen reichen bei strengem Frost, um erneut Ärger zu bekommen.
- Wintertauglich werden geringere Mengen von Sommerdiesel NUR DANN, wenn man rechtzeitig - noch bei Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt - etwas gegen das Ausflocken unternimmt, indem man Fließverbesserer und/oder genur Winterdiesel dazu tankt.
- Je größer die Menge Sommerdiesel im Tankt, je stärker wird die Wintertauglichkeit eingeschränkt. Mit ca. je 50% Winter- und Sommerdiesel im Tank dürfte bei Minus 12-15 Grad definitiv Schluss sein, da geht dann nix mehr.
Mir passiert sowas NIE WIEDER!
Ich habe mir eine Filterheizung eingebaut, für ganz viel Frost und kifflige Fälle.
Und ich beginne etwa Anfang November, den Tank so weit wie möglich leer zu fahren, damit ich etwa Ende November bei der Tankstelle meines Vertrauens (!!!) die frisch gelieferte Winter-Plörre in einen Tank füllen kann, in welchem nur noc h ca. 5 Lieter Sommerdiesel herum schwappen....
Die Leitungen setzen sich - zumindest in unseren Beriten - m.E. niemals richtig zu, es sind die Filter, die von diesem wachs-artigen Gries zu geben.
Wer je bei kalten Wetter und den oben geschilderten Problemen mal Filter gewechselt hat, weiß das.....