Trotz Winterdiesel und Zusatz versuttet der Diesel in den Leitungen beim 844

IHC844 cruiser

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Hallo IHC Freunde,

Hab ein riesen Problem mit dem Diesel in meinem IHC 844.

Trotz Winterdiesel und zusatz (Diesel Fließ Fit) versuttet mir der Diesel in den leitungen.

Hab auch schon ein wenig benzin zugemischt, hat auch nix gebracht.

Der Schlepper steht in einer scheune mit derzeit ca minus 4 grad.

hat jemand nen tip?

Gruß
 
winterdiesel darf eigentlich erst ab minus 22 grad versulzen. bei minus 4 grad darf da nix sein vielleicht hast wasser im tank.

die besten erfahrungen hab ich mit shell diesel gemacht der ist sicher bis minus 26 grad winterfest
 
Hallo,

wie kalt war es bei dir ? Wenn der Diesel versottet, wird er erst bei deutlich positiven Temperaturen wieder fliessfähig.

Holger
 
Hallo Christoph,

meinst du die Leitung vom Tank zum Filterhalter oder auch danach zur Pumpe?

Wird der Sprithahn eventuell betätigt, dass sich in der Leitung Kondenswasser bilden kann, weil kein Diesel mehr da ist?

Wurden die Leituingen mal getauscht gegen "neue" aus dem Lidl, oder sind das ganz normale?

Sowas geht doch gar nicht das nur die versotten. 

Ich würde ganz neue Leitungen besorgen, die Hohlschrauben ausblasen und dann schauen ob es weg ist.

Hast du den Tank im Winter voll? Da bildet sich auch so mancher Kondenstropfen durch die Temperaturen und wandert in den Diesel.

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
Die Leitungen sind denk ich die Originalen.

Im Schauglas der filter sieht man auch das es michiger geworden ist. 

Den tank hab ich selten ganz voll und zur zeit ist er auch nur ca. halbvoll.

wie bekomm ich das wasser aus dem system ohne den diesel zu vernichten?
 
Hallo Christoph,

wieviel Liter Winterdiesel hast du denn in den Tank reingeschüttet und vor allem wann?

 Ich glaube wirklich das du ein Problem hast mit Wasser im Diesel. Dieser kommt wie gesagt durch Kondenswasser was sich bildet durch Temperaturunterschiede.

Je leerer der Tank, desto mehr Fläche bildet sich wo das Wasser entstehen kann.

So wie sich das anhört hast du das Problem ja schon öfters gehabt. Hast du danach alle Leitungen gereinigt, neue Filter, usw. damit die Siffe da raus ist.

Übrigens würde ich den Filter jetzt schon mal versuchen zu reinigen weil wenn da schon Flocken drin sind, wird der wohl kaum noch die Kraftstoffmenge zur Pumpe durchlassen.

Ich kann dir echt nur empfehlen:

Tank leerpumpen

Leitungen, Hohlschrauben ausblasen

Filter wechseln

volltanken

und dann schauen ob es weg ist.

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
Ich hatte so ein Problem vor ein paar Jahren.

Im frühen Oktober war ich beim LaMa und wir haben meinen Tank abgepumpt und gespült, der war viel Dreck drin.

In der Werkstatt haben sie mir nur 5 Liter Diesel drauf geschüttet, die nächste Tanke war nicht weit.

Dort habe ich dummerweise voll getankt.

Leider kam danach kein trockenes Wetter mehr, ich hätte sonst noch gut 10 Stunden Weiden sauber gemacht.

Anfang November wurde mir klar, dass ich mit überwiegend Sommerdiesel im Tank in den Winter gehe, also habe ich Fließverbesserer gekauft und in der empfohlenen Menge drauf geschüttet.

Ende November hat ich dann nochmals ca. 35 Liter Winterdiesel in den 100-Liter-Tank dazu tanken können.

Als es im Januar-Februar dann richtig zweistellig kalt wurde (Minus 12-15 Grad), blieb mir der Schlepper beim Mist Fahren regelmäßig etwa 8-12 Minuten nach dem Starten (das ging noch gut..) mit versulzten Filtern stehen.

Komplettes Absaugen mit batteriebetriebener Elektropumpe hat zunächst geholfen, aber er bliebt noch einmal stehen.

Ein wenig herum Fragen bei Heizölhändlern etc. machte mich schlauer:

- Es ist wie Torsten schreibt, einmal ausgeflockter Diesel sollte wirklich nur im Sommer bei Temperaturen deutlich über 10 Grad plus verbraucht werden

- Durch das Beimischen von handelsüblichen Fließverbesserern macht man aus Sommerdiesel keinen vollwertigen Winterdiesel, bei ein paar Grad Minus geht das noch, aber bie 12-15 Grad Minus kann man damit nicht mehr Traktor fahren!

- Einmal ausgeflockter Diesel lässt sich nicht durch Fließverbesserer und/oder Zutanken von Winterdiesel wieder wintertauglich machen. Auch kleinste Mengen davon im Tank und Einspritzsystem samt Filter und Zuleitungen reichen bei strengem Frost, um erneut Ärger zu bekommen.

- Wintertauglich werden geringere Mengen von Sommerdiesel NUR DANN, wenn man rechtzeitig - noch bei Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt - etwas gegen das Ausflocken unternimmt, indem man Fließverbesserer und/oder genur Winterdiesel dazu tankt.

- Je größer die Menge Sommerdiesel im Tankt, je stärker wird die Wintertauglichkeit eingeschränkt. Mit ca. je 50% Winter- und Sommerdiesel im Tank dürfte bei Minus 12-15 Grad definitiv Schluss sein, da geht dann nix mehr.

Mir passiert sowas NIE WIEDER!

Ich habe mir eine Filterheizung eingebaut, für ganz viel Frost und kifflige Fälle.

Und ich beginne etwa Anfang November, den Tank so weit wie möglich leer zu fahren, damit ich etwa Ende November bei der Tankstelle meines Vertrauens (!!!) die frisch gelieferte Winter-Plörre in einen Tank füllen kann, in welchem nur noc h ca. 5 Lieter Sommerdiesel herum schwappen....

Die Leitungen setzen sich - zumindest in unseren Beriten - m.E. niemals richtig zu, es sind die Filter, die von diesem wachs-artigen Gries zu geben.

Wer je bei kalten Wetter und den oben geschilderten Problemen mal Filter gewechselt hat, weiß das.....
 
Den Fakten die Hanno in seinem Beitrag aufzählt kann ich nur voll und ganz zustimmen. Das Wichtigste rechtzeitig!!! im Herbst sind neue Filter ein sauberer Tank und keine Restmenge Sommerdiesel. Dem Sommerdiesel ist Parafin zugesetzt zur Schmierung von Pumpe und Düsen. An den Filterelementen sind immer Schmutzteilchen abgesetzt, denn ist ja Aufgabe des Filters diese Microteilchen von Pumpe und Düsen fern zu halten und an diesen Teilchen fängt sich das kalte Parafin wie in einem Schneeballsystem und verstopft das Kraftstoffsystem. Wer einmal das zweifelhafte Vergnügen hatte bei Minusgraden, im freien Feld, einen Filterwechsel vornehmen zu müssen, der wird rechtzeitig vorsorgen. Es gibt genug Möglichkeiten einem Motorausfall durch versulzten Dieselkraftstoff vorzubeugen. "Linksdreher"
 
Moin,

zu beachten wäre noch, dass der Winterdiesel der im Oktober/ November verkauft wird meines Wissens nicht die volle Wintertauglichkeit hat, die man vielleicht im Januar braucht. Oder bin ich da falsch informiert?

Frank
 
Hallo Frank,

das stimmt.

Vom 01.10 -  15.11 muss der Winterdiesel bis -10°C Frostsicher sein

Vom 16.11 - 28.02 muss er bis -20°C Frostsicher sein

Und vom 01.03 - 14.04 muss er wieder bis -10°C Frostsicher sein

Gruß Pascal
 
Ja Frank, du hast Recht.

Ab Mitte Oktober bis Mitte November gibt es Übergangsware. Die ist nicht bis -18 Grad winterfest, da dieses in vielen Regionen in dieser Zeit noch nicht erforderlich ist. Erst ab Mitte November ist ein reiner Winterdiesel an den Tankstellen erhältlich.

Am Alpenrand ist der Diesel Anfang November schon winterfest.

Markenkraftstoff Aral, Esso, Shell ist ab Mitte November bis mindestens -22 Grad fliessfähig wobei freie Anbieter mir die vorgeschriebenen -18 Grad erreichen.

Man sollte auch immer noch auf Restmengen Sommerdiesel im Fahrzeugtank oder auch im Erdtank der Tankstelle achten. Hier und da ein Rest Sommerdiesel setzt die Fliessfähigkeit herab. Am besten eine stark frequentierte Tankstelle wählen.

Holger
 
Was ich nicht verstehe, ist dass sich die Leitungen zusetzen.

Wenn das Parafin ausflockt, setzt es in der Regel die Filter zu und nicht die Leitung.

Wenn die Leitung zu sitzt, kann ich mir nur Kondenswasser und / oder Schmutz vorstellen.

Holger
 
Hallo, Filter ist aus meiner Sicht ganz klar die erste Stelle an der etwas passiert. Ich umwickel die ab Dezember immer mit einer Lage Isolierfleec für Wasserrohre. Damit habe ich dann den ganzen Winter keine Probleme mehr, egal wie tief die Temperaturen bei uns sind. Wenn im Herbst nochmal getankt wird, und dann wenig verbraucht wird bis zum Winter, am besten immer das Ultimate Diesel rein, die sind angeblich immer winterfest.

Gruß vom Berg - Klaus
 
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