TÜV -> Anhängekupplung (D322)

Schanks

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Guten Abend,

ich war heute beim TÜV und habe mir die Plakette bis 2025 geholt. War alles soweit OK, jedoch wurde die starre Anhängekupplung zum ertsen Mal seit 35 Jahren (so lange haben wir ihn etwa) bemängelt. Die sollte lt. TÜV drehbar sein, damit beim Umkippen des Anhängers der Traktor nicht mitgedreht wird. Ist soweit einzusehen.

Zu Hause habe ich dann die Kupplung mit WD40 und Öl behandelt und heute Abend mal einen Eisenstab eingesteckt und einen Drehversuch unternommen -> nicht einen Millimeter.

Bevor ich jetzt alles abbaue und untersuche:

Ist die Kupplung überhaupt drehbar?

Hindert der "Stift" in dem Loch an der Kupplungsaufnahme die Kupplung am drehen?

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Danke im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Schanks
 
Also nach meiner Erfahrung befindet sich unter der Abdeckung eine Feder und eine Kugel, die durch die Feder in eine Kerbe im Kupplungszapfen gedrückt wird. Dadurch wird die Kupplung gerade gehalten und dreht sich nicht ständig, wenn nichts angehängt ist. Sollte die Drehkraft aber so stark werden, das die Feder die Kugel nicht mehr unten halten kann, schiebt sich die Kugel aus der Kerbe zurück in den Zapfen und die Kupplung kann sich drehen. 
Durch Korrosion kann es jetzt passieren, das die Kugel so groß wird, dass sie sich nicht mehr einschieben lässt, so wie bei dir oder sich noch einmal durch hohe Kraft einschiebt und nicht mehr rauskommt wie bei mir. 

Ich würde versuchen die große Kronenmutter mit dem Splint zu lösen und dann das Teil zu zerlegen. Vielleicht bekommst du das System wieder gangbar. 

Gruss Joerg 

Gruss Joerg
___
„Wenn Informationen von Menschen im Dialog oder in einer Diskussion verarbeitet wird,
dann ist dies nach allem, was wir wissen,
die tiefstmögliche Art der Verarbeitung.“
(Manfred Spitzer)
 
Calenberger-IHC:

Ich würde versuchen die große Kronenmutter mit dem Splint zu lösen und dann das Teil zu zerlegen. Vielleicht bekommst du das System wieder gangbar. 

Gruss Joerg 

___
„Wenn Informationen von Menschen im Dialog oder in einer Diskussion verarbeitet wird,
dann ist dies nach allem, was wir wissen,
die tiefstmögliche Art der Verarbeitung.“
(Manfred Spitzer)
Danke für den Tipp; ein Thema für Freitag oder Samstag.

Mit freundlichen Grüßen
Schanks
 
Hallo,

ich hatte das gleich Problem.

Wie auf deinem Foto zu sehen ist die Montagebohrung für die Feder falsch herum eingebaut um 180°.

Somit gelangt Wasser in die Bohrung und die ganze Passung fängt an zu Rosten. Da die Kupplung bei dir fest ist, ist das mit dem drehen Schwierig :).

Da hilft nur noch Kupplung abbauen und mit einem Abzieher die Kupplung aus dem Halteblock ziehen.

Ersatzteile bekommst du hier:

www.traktorenersatzteile.de

Teilemummer Feder: 714 409 R1

Teilenummer Kugel 9mm: 933 157 R1 (Kugel aus einem alten Lager funktioniert auch)
 
Daniel13:

Hallo,

ich hatte das gleich Problem.

Wie auf deinem Foto zu sehen ist die Montagebohrung für die Feder falsch herum eingebaut um 180°.

Somit gelangt Wasser in die Bohrung und die ganze Passung fängt an zu Rosten. Da die Kupplung bei dir fest ist, ist das mit dem drehen Schwierig :).

Da hilft nur noch Kupplung abbauen und mit einem Abzieher die Kupplung aus dem Halteblock ziehen.

Ersatzteile bekommst du hier:

www.traktorenersatzteile.de

Teilemummer Feder: 714 409 R1

Teilenummer Kugel 9mm: 933 157 R1 (Kugel aus einem alten Lager funktioniert auch)

Hallo Daniel, danke für den Tipp und die Ersatzteilnummern.
Ja, das könnte die Ursache sein!
Also, den Kupplungsblock bekomme ich doch einfach gedreht, indem ich die zwei horizontalen Bolzen (siehe Foto) entsichere und ziehe, dann nach Reparatur (ggf.) umgedreht einbaue. Dann die Kupplung selbst drehe (180°), damit der Sicherungsring bzw. Wulst für den Kupplungsbolzen wieder oben ist.
Vielleicht bekomme ich es ja wieder gangbar, ansonsten müssen Deine Teilenummern helfen.

Mit freundlichen Grüßen
Schanks
 
Hallo zusammen,

da bin ich wieder, aber ohne Erfolg.

Ich habe die Kupplung abgebaut und sie mir von allen Seiten angeschaut und noch einen Drehversuch im Schraubstock gemacht.

Über Nacht hatte ich WD40 einwirken lassen. Hammerschläge brachten auch kein Ergebnis, gefühlt wie ein Block.

Hier mal ein Foto von der Rückseite:

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Ist das Original so?

Ich könnte in den "Verschluss" des Loches (Foto 1) ein kurzes Loch bohren, Mit einem Sacklochgewindebohrer ein Gewinde rein schneiden und versuchen den Verschluss zu ziehen. Eine große Chance sehe ich nicht, da WD40 ziemlich lange in der Vertiefung stehen bleibt.

Da geht auch nichts mit einem Abzieher (Daniel).

Noch jemand einen Tipp?

Danke im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Schanks
 
Hallo, Abzieher kannst du vergessen, da hilft wirklich nur langes fluten mit WD40 oder ähnlichem, auch in Diesel einlegen ( mehrere Tage ) soll schon laut anderen Forumsmitgliedern geholfen haben und dann brauchst du eine Eisenstange mit wenigstens 1m oder länger das du einen gescheiten Hebel hast. Benutze mal die Suchfunktion, da gibt‘s entsprechende Tipp‘s zum wieder gangbar machen von festgegammelten und festgerosteten Anhängerkupplungen .

Gruss Klaus
 
Hallo zusammen,

vielen vielen Dank an die Vorredner!! Ich bin den Links gefolgt.

Ich hatte ja alles schon wieder zurückgebaut und mehr oder weniger aufgegeben - und das ist nicht meine Art.

Angefixt durch die Beiträge habe ich das Zugmaul wieder ausgebaut und diesmal noch näher untersucht. Dabei habe ich festgestellt, dass in dem Loch tatsächlich Reste von Gewinde erkennbar sind. Also war da was. Dann sollte lt. den Angaben ein Stopfen folgen. Also Loch rein, Gewinde rein und - tatsächlich, der kommt raus.

Dann mit schmalem Schraubendreher Untergrung erkundet. Genau wie beschrieben, da kommt das alte feste Fett zu Tage. Dann war Schluss.

WD40 rein, da sackte ncihts. In einem Thread stand was von einem Gummi. Also einen kleinen Meißel und leicht bearbeitet. Tatsächlich. War porös und ist gleich zerfallen.

Jetzt war ich auch festem Grund. Dann die "Wärmebehandlung" wie in dem Link.

Noch bewegt sich das Maul kein µ (my), trotz langer Stange. Jetzt muss wohl das Tauchbad helfen.

Fakt ist, dass es wohl mal drehbar war, sonst gäbe es nicht diese Übereinstimmungen vom Inhalt des Lochs.

Danke für alle Tipps, ich mache weiter.

Sollte ich das hinbekommen, dann wird mit dem Loch nach unten eingebaut. Die Sache mit dem Fettnippel (Link in der Antwort zuvor) ist auf dem Schirm.

Prima Forum!

www.youtube.com/watch?v=RBK7QnjyE4Q

Mit freundlichen Grüßen
Schanks
 
Warm machen  so das man es noch anfassen kann , dann in Diesel legen so eine Woche  das dauert lange bis sich das bewegt.

Ist eben der Rost der Ewigkeit ich hatte schon ein Zugmaul für 20 Std im Ultraschallbad gehabt und konnte es danach kaum drehen.

Einen my und wenn dann der Diesel zwischen kann kommt es langsam in bewegung.

Viel glück.

Gruß Ulf
 
*Ihc Driver*:

Warm machen  so das man es noch anfassen kann , dann in Diesel legen so eine Woche  das dauert lange bis sich das bewegt.

Ist eben der Rost der Ewigkeit ich hatte schon ein Zugmaul für 20 Std im Ultraschallbad gehabt und konnte es danach kaum drehen.

Einen my und wenn dann der Diesel zwischen kann kommt es langsam in bewegung.

Viel glück.

Gruß Ulf
Hallo Ulf und die anderen,
Ich habe alle Links zu dem Thema hier gelesen und soweit alles ebenso gemacht, leider ohne Erfolg.
Mehrmals wirklich warm gemacht und jetzt fast einen Monat im Dieselbad aber immer noch fest wie verschweißt.
Im Moment bin ich etwas ratlos was ich noch machen könnte.

Mit freundlichen Grüßen
Schanks
 
Moin Schranks,

ich hatte das gleiche Problem und Vorgehensweise wie du bei meinem 633.

Als ich das Zugmaul wieder eingebaut habe, hab ich aus einem Rest 60‘er Quadratrohr einen Adapter gebaut, d. h. ein Bohrung, um das Rohr im Zugmaul mit dem Bolzen einzuhängen und eine Bohrung 90° versetzt, um eine Stange horizontal dadurch zu stecken. So hat man viel mehr Kraft, als wenn das Ding im Schraubstock klemmt und man den Hebel ungünstig positioniert hat.

Die Stange, die ich zur Hand hatte ist 25 mm dick und etwa 1300 lang gewesen, danach auch etwas verbogen. Aus fast aufrechter Positionen konnte ich so beithändig nach oben ziehen, wie beim Kreuzheben. Dann hat sich das Zugmaul erstmalig bewegt und danach gings bergauf.

Viele Grüße und Erfolg
Michael
 
Hallo Michael,

ich habe das Zugmaul jeweils wieder in den Traktor eingebaut und ein 1,80m langes Stoßeisen senkrecht eingesteckt und versucht zu drehen. Bei genügend Kraft hätte ich den Traktor umgeschmissen, aber bewegt hat sich nichts.

Da ist guter Draht teuer. ;-)

Gruß

Schanks

Mit freundlichen Grüßen
Schanks
 
Hallo Schanks,

Steck das Stoßeisen noch mal ein, und lass jemanden kräftig dran ziehen.

Nimm einen Vorschlaghammer und  gebe ca. 20-30 cm  oberhalb des Zugmauls richtig grobe Schläge auf das Stoßeisen, Kraftimpulse wirken besser als nur stares Drehmoment.

Aber Achtung derjenige der zieht sollte dicke Handschuhe anziehen oder ein Handtuch oder ähnliches um das Stoßeisen wickeln damit er die Schläge / Impulse nicht voll abbekommt.

Erst mal nicht ganz so fest schlagen und schauen wie es der zweiten Person bekommt........... in der Schlaglinie sollte er auch nicht unbedingt stehen...... falls du nicht richtig trifst und der Hammer abrutscht....

Alternatich mit eimem Spanngurt oder ähnlichem Vorspannen und dann schlagen.

Ein paar mal schlagen und dann Rostlöser drauf, ein bischen warten, usw.

Ich wurde es evtl. noch mal mit mehr Wärme vorsuchen und zwar an den Seiten vom Halteblock auf der Linie wo die Achse des Zugmauls läuft, da darf die Stelle schon mal rot glühen.

Das ist auch die dünnste Stelle um Wäme an den Bolzen zu bekommen.

Auf dem Bild ist die Farbe noch ziemlich intakt bei richtig Wärme ist da normalerweise die Farbe mehr in Mitleidenschaft gezogen.

Du könntest das Teil auch mal bei 250°in einen  Backofen legen und dann anbauen oder fest einspannen und die Stoßeisen / Schlag Methode anwenden.

MfG Hannes
 
Schanks:

Hallo Michael,

ich habe das Zugmaul jeweils wieder in den Traktor eingebaut und ein 1,80m langes Stoßeisen senkrecht eingesteckt und versucht zu drehen. Bei genügend Kraft hätte ich den Traktor umgeschmissen, aber bewegt hat sich nichts.

Da ist guter Draht teuer. ;-)

Gruß

Schanks

Mit freundlichen Grüßen
Schanks
Senkrecht hast du nicht genügend Kraft. Deswegen muss der Hebel wagerecht sein. In Kombination mit dem Brenner, wie der Kollege Engelbart schreibt, wird es schon los gehen.
 
Hallo Schanks,

ich würde da mal folgendes versuchen:

Das Zugmaul nach unten zwischen zwei Steine, Holzbalken o.ä. setzen so dass der Block darauf aufliegt und dann mit einem Vorschlagjammer kräftig draufschlagen, dann umdrehen und zurückschlagen:

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Mein Zugmaul war auch fest, aber eins mit der Kronenmutter hinten. Wenn ich die Mutter nicht losbekommen hätte (war auch ein Kampf) wäre das mein nächster Versuch gewesen...

Gruß Markus 
 
Hallo Markus,

vielen Dank für den Tipp und die Arbeit mit der Zeichnung.

Dort sieht es so einfach aus, dass Problem ist jedoch, dass der feste Block nicht so lang ist und somit die Unterlagen so nicht umsetzbar sind.

Ich habe es in einem massiven schweren Schraubstock gemacht. Zusätzlich richtig heiß und wieder in den Diesel. Irgendwann hat sich bei Schlagen etwas minimal bewegt.

Und dann immer wieder im Schraubstock umgespannt und von der anderen Seite härtestens bearbeitet (schwerer Hammer und 30er Dorn).

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Jetzt dreht sich das Zugmaul von Hand. Damit es normal die Richtung behält habe ich mir was Anderes einfallen gelassen (siehe Bilder).

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Hoffe, beim nächsten Tüv schaut er sich das mal an, damit die Arbeit nicht umsonst war.

Wieder was zum Abhaken.

Gruß

Schanks

Mit freundlichen Grüßen
Schanks
 
Hallo Schanks,

dass das mit dem Unterlegen so nicht geht, dachte ich mir nach dem Zeichnen auch, aber das Prinzip war ja erkennbar :-)

Ich hatte mein Zugmaul nicht wegen dem TÜV gängig gemacht (der hatte bisher auch an anderen Traktoren nie darüber "rumgemängelt"),  sondern meiner Sicherheit wegen.

Ein umgekippter Hänger gibt Sachschaden und Schreck, aber ein umgekippter Trecker.... ich mag gar nicht dran denken!

Solche Arbeit lohnt sich auch ohne "das Lob des TÜV"!

Gruß Markus 
 
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