Turbokupplung

MeickelJU

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Glauberg
Hallo,

ich habe mir schon paar mal die frage gestellt warum IHC keine Turbokupplung (außer 1255 & 1455) verbaut hat.
Fendt hat die ja auch im kompletten Schlepper programm verbaut.

Die Kupplung kam ja von Voith.

Ne schöne Sache ist das ja

Weis zufällig jmd was dadrüber?

gruß Michael
 
naja ZF wird darauf Patent haben..

...aber davon mal abgesehn, warum ist das ne schöne Sache? Ich finde es einfach nur daneben, weil in Kombination mit der undefinierten Fendtschaltung, man nie weiß in welchem Gang man sich befindet (speziel 300er und 600er...bei den 500 und 800e hat man mehr das Gefühl nen Salat umzurühren) 
 
Hallo,

nicht nur IHC, auch nahezu alle anderen hatten keine Turbokupplung in Ihren Schleppern. Ob es was mit Patenten zu tun hat, weiß ich nicht, aber glaube eher nicht, da ja schon Anfang der 50er Jahre der als "Volksschlepper" geplante Allgaier (Typ wieß ich jetzt nicht auswendig) eine solche Turbokupplung verbaut hatte. Ich denke eher das es eine Preisfrage war, diese Kupplungen kosten einfach Geld und Fendt konnte diese Kosten eher in Ihrer Preisgestaltung unterbringen, da diese Schlepper ja bekanntlich teurer sind und waren.

Vielleicht haben die anderen Hersteller aber auch die Nachteile einer Turbokupplung höher bewertet als die Vorteile und dann darauf verzichtet. Der größte Nachteil ist nämlich, dass eine Turbokupplung eine Verschlechterung des Wirkungsgrades mit sich bringt, gerade im unteren Drehzahlbereich und dadurch den Spritverbrauch erhöht.

mfG Georg

 
 
Das Patent für die Turbokupplung liegt ja nicht bei fendt, das liegt bei ZF.

Fend hat ja fast ausschließlich ZF Getriebe mit TK verbaut, IHC nur mit TK bei den 1255/1455 warum das bei den 46ern nicht war verstehe ich auch nicht.

Evtl. einen vereinbarung mit fendt?
 
Hallo,

ein Patent läuft max. 20 Jahre, d.h. wenn Allgeier in den 50ern schon eine Turbokupplung verbaut hatte, dann war es in den 70ern bereits abgelaufen, so daß ab dann jeder hätte eine Turbokupplung einbauen dürfen.

mfG Georg

 
 
es muß ja nicht zwangsläufig gleich funktionieren nur weil es sich so anhört. Allgeier könnte ein System mit einer variable Flüssigkupplung verwendet haben ähnlich den Amerikanischen ww2 4x6 Trucks während Fendt ne starre(also mit Festem Stallpunkt) Flüssigkupplung mit eine trockenen Kupplung und Später (Turbo E meine Ich) mit Wanderbrücke verwendet hat.

weil so schwer wie die Kupplung an einem 614/615 zu treten geht kann ich mir nicht vorstellen das das ne Flüssigkupplung ist die man da betätigt.

 

... Übrigens Unsere Verwandschaft kaufte anfang der 80er Jahre einen neuen 614 als ergänzung für 2 (bis zur Grenze gedrehte) 1046. Das Ergebniss ist gewesen das die nächsten 3 Jahre immer in der Ernte der Fendt in der Werkstatt stand weil er bei schweren zugarbeiten mit überhitzter Turbokupplung nicht mehr weiter fuhr. Danach wurden alle schweren Arbeiten von nurnoch von den 1046 erledigt und in unserer Familie hat Fendt seit dem nur noch seine Berechtigung in Orange ;)

...worauf ich hinaus wollte, deswegen wird Fendt auf die Wandlerbrücke umgestellt haben.
 
Hi,

ich habe vor 1 Woche bei mir die Turbokupplung ausgebaut, weil eine Dichtung gerissen war. Für 2 neue Dichtungen habe ich 230€ bezahlt - absoluter Wucher. Die Kupplung wurde von der Firma Voith für Fendt gebaut. Ich habe im Netz gelesen, dass jemand die Dichtung über Beziehungen zu Voith für 50€ bekommen hat. Doch weil es vertragliche Vereinbarungen gibt, darf Voith Ersatzteile offiziell nur an Fendt verkaufen.



Erfunden wurde die Turbokupplung von Porsche, doch da hat sie nicht richtig funktioniert, weil der Neigungswinkel der Lamellen nicht stimmte. Fendt hat das Patent von Porsche abgekauft und weiterentwickelt.

Meine Fendt sind gerade beim Anfahren schon etwas träger als mein IH, doch wenn die Ölmenge in der Turbokupplung genau stimmt, ist es nicht so dramatisch. Wir haben früher in einer Brauerei in Stuttgart Biertreber geholt und sind mit dem IH 423 im größten Gang den Berg stadtauswärts gefahren. Als wir uns den Fendt 106 mit 23 PS mehr angeschafft haben, musste dieser am Berg bei gleicher Menge Treber schalten. Der Meister in der Werkstatt meinte, dass es an der Turbokupplung liegt und am höhereren Eigengewicht. Das konnten wir nicht akzeptieren, so dass der Schlepper etwas aufgedreht wurde, worauf wir ohne zu schalten den steilen Berg nach Leonberg erklimmen konnten.  

Beim zerlegen haben wir auch noch gleich die Fahrkupplung angeschaut und die sieht nach 12.600 h noch richtig gut aus. Ein Bekannter hat bei seinem 312er mit 14.000h (bei vorschriftsmäßigem Ölwechsel) mal das Getriebe angeschaut - ohne Verschleißspuren.  Also ich denke dass die Vorteile einer TK doch überwiegen.

Gruß Christian
 
Hallo,

Für mich macht nur ne Turbokupplung sinn, wenn genug Leistung vorhanden ist, denn sie kostet nun mal Kraft und das ist bei den kleinen nicht gegeben( Genauso wie 60 PS im Auto und denn noch ein Automatik-Getriebe, das passt meines erachtens auch nicht). Ich sag nur Fendt 102s hat 45 Ps und ne Turbokupplung, wenn der richtig ran muß, kotzt der ab. Zb. Stroh fahren kannste mit nem 353 besser als mit dem Fendt 102s.Und die Schaltung von dem Fendt finde ich auch bescheiden, aber das ist meine Meinung, zum Glück darf ja jeder ne andere Meinung haben.

Gruß Andre
 
Die Turbokupplung ist verbaut worden um die normale Fahrkupplung beim anfahren mit hoher belastung zu schonen.

Diese hohen Belastungen habe ich natürlich hauptsächlich bei großen Schleppern und möchte sie bei meinen 14ern auch nicht missen. Letztendlich wird auch so mancher Schaltvorgang entbehrlich.

Bei den kleineren vermiße ich sie keinesfalls. Daher finde ich es sehr sinvoll so wie es verbaut wurde.

 
 
Tach zusammen;

Schlüter verwendete auch die Voith-Turbokupplung. Da hieß sie nur Hydromatic und wurde bei vielen Modellen auf Wunsch zusätzlich angeboten. Gewisse Vorteile hat die TK schon, ist halt was für schaltfaule Piloten. Ohne Last im größsten Gang anfahren und stufenos hoch beschleunigen hat schon was, ausserdem hielt die TK Stösse und Schläge aus dem Antriebsstrang vom Motor fern.Nachteilig ist das aber, wenn man diese Gangart auch mit dreißig Tonnen am Haken betreibt, dann ist Ruck Zuck das Getriebe platt. Weiterer Nachteil ist(vor allem im heißen Sommer) die Wärmeentwicklung der TK unter Last. Trotz entkoppelter Kabine treibt es einen die Schweißperlen auf die Stirn. Habe ich so erlebt mit 1455; Fendt Farmer und Favoriten sowie Schlüter Super-Baureihe

 

 

 
 
Fendt hatte immer das Problem das mit der Tk die fahrkupplung zu klein ausfiel.

Die Tk ist ja nur der Fahrkupplung zwischengeschaltet, es ist ja nicht so das es die Fahrkupplung nicht mehr gibt!

Das Patent der Kupplung hat alleine ZF inne und bis heute auch noch weiter verlängert, so das nur über Lizenzvereinbarungen die Kupplung von anderen im programm weitervertrieben werden kann, Voith baute sie nur und nicht mehr! Das Patent der TK ist in einigen Teleskopladern immer noch vertreten, vor allem viele die ein Lastschaltgetriebe haben.
 
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