Etwas wichtiger finde ich, dass die Kinder überleben, für die Du mit Original-Geschwindigkeit vielleicht so gerade noch bremsen kannst.
Wenn so ein alter Schlepper nur schlappe 25% schneller fährt, möge man bitte bedenken, dass die erforderliche Bremsleistung genau wie der Luftwiderstand mit einer Exponential-Funktion (auf gut deutsch "zum Quadrat") mit zunehmender Geschwindigkeit steigt.
Will heißen, Du brauchst nicht ein Viertel mehr Bremse, damit Du gleich gut zum Stehen kommst, sondern gut das Doppelte!
Wo willst Du die her nehmen?
Mag sein, dass große Transportschlepper wie ein 1455 reichlich "Brems-Reserve" haben, ein D436 aber eher nicht!
Mir ist vor über 30 Jahren mal ein Kind seitlich ins Motorrad gelaufen, auf einem Markt in Schwarz-Afrika, wo ich als Entwicklungshelfer tätig war.
Ich fuhr schlappe 25-30 km/h und konnte das Kind noch reflexartig mit dem Arm wegschlagen.
Der Kleine war nur k.o. geschlagen, hatte noch blutige Knie und kam recht schnell wieder zu sich.
Dass ich nicht von dem Marktleuten gelyncht wurde, war reiner Zufall.
Die 2-3 Minuten, die das Kind ohnmächtig da lag, waren die allerschlimmsten meines Lebens, obwohl ich eigentlich keine Schuld hatte....
Menschen neigen leider dazu, das "Beharrungsvermögen fester Körper in Bewegung" vor allem bei den niedrigen Geschwindigkeiten unserer alten Schlepper maßlos zu unterschätzen.
Vielleicht kommt das daher, weil wir als Autofahrer alle an deutlich höhere Geschwindigkeiten gewöhnt sind.
Aber selbst die schlappen 2 Tonnen eines kleinen Schleppers bei 20 km/h können ‘ne Menge Unheil anrichten!