Ungeliebte Lärche loswerden?

ihc353s

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6 Dezember 2024
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Hallo,

hab mal eine Frage, ist zwar nicht IHC speziell, aber es sind ja doch einige Grundstücksbesitzer hier. Es geht um folgendes:

Mein "neuer" Nachbar hat eine Lärche in seinem Garten stehen, so weit gut. Leider verliert die Lärche mehrere Monate im Jahr ihre Nadeln, letzte Woche gings los, das dauert meist so bis Januar, bis die letzten Nadeln dann ab sind. In der Zeit sind die Strasse und sämtliche Nachbargrundstücke, mit Lärchennadeln bedeckt, son richtiger brauner Teppich.

Die Dinger findet man überall, in allen Ritzen vom Haus, in der Dachrinne, überall. Bevor ich da gebaut habe, wurde ich zwar, von einigen anderen Nachbarn drauf hingewiesen, aber so schlimm hab ichs mir nicht vorgestellt. Als ich heut früh zum Haus gefahren bin, war der 353, der zur Zeit aus Platzgründen draussen steht, über und über voll mit Nadeln, sogar aus dem Kühlernetz hab ich sie rausgepustet.

Sämtliche Nachbarn sind stinkig wegen des Baumes und haben schon mehrfach versucht, mit dem Besitzer des Hauses zu reden, ob man denn die Lärche nicht entfernen könnte. Sie hat etwa einen Stammdurchmesser von 70cm und hat sich auch im letzten Jahr etwas auf meine Grundstücksseite geneigt.

Ein ortsansässiger Schreiner hat ihm Geld dafür geboten und die Nachbarn hätten sich bereiterklärt, die Fällung zu übernehmen, wir sind hier aufm Dorf, da hat jeder ein Stück Wald und weiß mit der Stihl um zu gehen. Es würde ihn nichts kosten, allerdings weigert er sich beharrlich, etwas zu unternehmen.

Das Beste dran ist, das er nicht mal in dem Haus wohnt, sondern es vermietet hat, er selber und seine Frau, kommen nur mal gelegentlich vorbei.

Per Mietvertrag hat er den neuen Mieter, der vor etwa 3 Monaten eingezogen ist, verpflichtet die Nadeln der Lärche von der Strasse zu entfernen. Vor kurzem hab ich noch mit dem neuen Mieter gesprochen, wegen dem Thema, und er sagte, das der Vermieter meinte, das wäre nur ein Passus, der Baum würde kaum was verlieren. Der Mieter kam heute vom Urlaub zurück und war kurz vor der Schnappatmung, als er das gesehn hat. Mit kehren geht da nicht mehr viel, da muss schon die Schaufel ran.

Die letzten Mieter sind deswegen auch gleich wieder ausgezogen, so wie die anderen Mieter vorher auch. Freu mich schon wieder auf den nächsten.

Die Vermieter sind eigentlich nette Leute, und man will ihnen ja nix schlechtes. Regelmäßig, wenn sie da sind, schauen sie auch bei mir auf der Baustelle vorbei, wenn sie mich draussen sehn, und man unterhält sich, kommt aber das Gespräch auf den Baum, dann blocken sie ab. Die anderen Nachbarn hatten eigentlich gehofft, sollte das Haus an den Sohn übergeben werden, das man sich vielleicht dann einigen könnte.

Allerdings Fehlanzeige, er und seine Freundin, auch schon um die 40, sind dermaßen Grün, die werden nicht beerdigt, die werden mal kompostiert.

Originalaussage der Freundin: "In dieser Welt ist Platz für jeden Baum", und im gleichen Atemzug fragte sie mich, wieviele Bäume denn für mein Haus (Holzrahmenbauweise), sterben mussten und wie ich das mit meinem Gewissen vereinbaren könnte. Lustigerweise wohnen die aber mitten in der Großstadt, und sind nur gelegentlich mal da. In der Zeit, wo die Lärche nadelt, lassen sie sich nicht sehn.

Die Nadeln verteilen sich in etwa einem Umkreis von 100-150 Meter, je nach Wind, kaum ein Haus, in der Nachbarschaft, das nicht betroffen ist.

Als bekannt wurde, das ich da bauen werde, wurde ein weiteres mal versucht, mit dem Nachbarn zu reden, denn es wäre die letzte Möglichkeit gewesen, den Baum zu fällen und zwar auf mein Grundstück. Mittlerweile steht das Haus, wenn der Baum jetzt weg sollte, muss ein Kran her, dann wirds teuer.

Mir ist bewusst, das es gesetzlich geregelt ist, das man mit den Hinterlassenschaften, von Nachbarbäumen leben muss. Gegen Blätter ist ja nix einzuwenden, die fegt man einmal weg und dann hats sich, aber die Lärche nadelt ja über längere Zeit.

Der Rechtsweg wäre, wenn überhaupt, nur das letzte notwendige Mittel, was eigentlich keiner, der Nachbarn gerne anwenden würde.

Gäbe es eurer Meinung nach Möglichkeiten, das Problem zu lösen?

Gruß Schorsch
 
Ha,

bei uns war es genau das gleiche! Lärchennadeln sind eine "Riesensauerei" die man in den unmöglichsten Ritzen wieder findet und fast nicht weg kriegt wenn es dazu auch noch nass ist.

Ich hatte mich auch darüber geärgert und wollte mit meinem Nachbarn schon darüber reden, aber in diesem Frühjahr hatte er es wohl selbst eingesehen.... und sie entfernt! .

Und mich würde es auch noch mehr ärgern weil Sie nicht mal da wohnen!, denn wären sie selbst betroffen, dann hätten sie wohl schon längst gehandelt. Von den grünen Nachkommen mal ganz zu schweigen.... die aber bestimmt 3-4mal in Urlaub fahren bzw. fliegen.

Aber das hilft Dir ja nicht weiter.... 

Ich würde versuchen die Leute mal JETZT vor Ort zu holen und ihnen die Plätze mal zeigen wo man die Nadeln überall finden kann und Ihnen klar sagen dass man sich sehr darüber ärgert weil es eine ganz schöne Sauerei/Belästigung ist.

Vielleicht "bei der Ehre packen" weil Sie doch selbst nicht mal da wohnen und es ihnen doch gar nicht von Bedeutung ist ob die Lärche da steht oder nicht.... weil nicht vor Ort....

Sollte das alles nicht helfen ggf. Fotos und eine Unterschriftenliste und dann noch einmal in guten Absichten und Ton vernünftig mit Ihnen sprechen und klar machen welche Belästigung das doch ist.

Wenn das alles nichts hilft, dann hilft echt nur noch die vorgeschlagene Methode der aktiven Unterstützung....!
 
Hallo Schorsch, das fällt unter Nachbarschaftsrecht und ist von Bundesland zu Bundesland anders geregelt. Frag mal bei Deiner Gemeindeverwaltung (Ordnungsamt ,Bauamt) wie Du Dich verhalten sollst. Der Baum darf, je näher er an Deinem Grundstück steht, eine gewisse Höhe nicht überschreiten. Die ganz "totsicheren" Lösungen würde ich erst mal vermeiden, denn wenn die Nachbarn überzeugte Grünlinge sind, dann werden die sich auch auskennen und sich mit allen Mitteln wehren. An der Neubaustrecke der Autobahn Kassel - Eisenach hatten mal genervte Anlieger ein Transparent aufgehängt mit dem Text: Der BUND schützt die Natur, wer schützt uns vor dem BUND? Gruß vom "Linksdreher".
 
Hätte das ein anderer geschrieben, hätte der Beitragsersteller gesagt, stell dich nicht so an. Der gleiche Müll mit Atomkraftwerken, windrädern, Flüchtlingen und Umgehungsstraßen. Jeder wills haben, aber bloß nicht bei “mir“.

Mit anstiften zu Straftaten wäre ich hier auch vorsichtig. Sind doch alle immer so rechtmäßig hier in dem Laden. 

Ist doch überall das Gleiche, keiner will die Nachteile haben und kann die Wahrheit sagen und vertragen. 

In diesem Sinne, viel  Spaß beim fegen/schaufeln. 

Schönen Tag noch. 
 
Hallo Schorsch!

Ich würde in jeden Fall auch erst noch einmal sehen, ob es nicht mit legalen Mitteln zu bewerkstelligen ist.

Genaue Regelungen zu solchen Sachen stehen in den nachbarschftsgesetzen der einzelnen Bundesländer.

Mit freundlichen Schraubergrüßen, IHC-MOL.
 
Erstmal vielen Dank für die Hilfe von euch, auch an die, die mir PNs geschickt haben. Ich bin eher der Fan von rechtmäßigen Lösungen, als von illegalen Handlungen.
 
Habe auch so ein kleines Problem. Die Gemeinde hat unmittelbar neben meinem Grundstück eine Baum gepflanzt. Jetzt machen sie nichts mehr.

Er wird nicht zurückgeschnitten. Mit der Laubentsorgung gibt es jedes Jahr Ärger. Normal sind sie verpflichtet das Laub zusammenzukehren und zu

entsorgen. Großzügig bedanken sie sich bei den Bürgern im voraus für die Laub Entsorgung. Nicht mit mir.

                                                             Gruss Harry

 
 
@Harry,

bei uns geht das anders. Vor etwa 25 Jahren wurden die Bauern hier, vom zuständigen Landratsamt gezwungen, Bäume zu pflanzen. Man wollte wieder mehr Flurbäume haben. Wer sich weigerte, bekam einen Bußgeldbescheid, also haben mein Vater und ich mehrere Bäume gepflanzt, was auch kontrolliert, und in ein Baumkataster eingetragen wurde.

Vor ein paar Wochen bekam mein Vater einen Brief vom selben Landratsamt, mit Androhung eines Bußgeldes, sollte er nicht in den nächsten 4 Wochen, einige der Bäume zurückschneiden, da sie die Strasse beeinträchtigen würden.
 
Hallo Leute!

Tja, wir leben in Deutschland, da werden die Gesetze so gemacht, wie sie gebraucht werden.

In Berlin ist das noch schlimmer, da sind Land und Kommune ein und dasselbe. In Brandenburg gibt es ja wenigstens noch die Kommunalaufsicht, aber da in Berlin beides eins ist, hat man schlechte Chancen.

Vielleicht sollte man mal den rechtlichen Status der Zwangspflanzungen klären!!!

Mit freundlichen Schraubergrüßen, IHC-MOL.
 
Hallo Schorsch

je nach Bundesland ist das " öffendliche Baurecht" anders ausgelegt;

bei uns in Bayern gilt ein anderes;

auf Grund des Stamm-Ø von 0,7 Metern wird hier wohl ein Bestandsschutz geltend gemacht werden können,

das diese Lärche schon viele Jahre auf dem Buckel hat

wie unser Kollegen hier schon andeuteten, sind Kupfernägel ware Heilsbringer.Grüße aus Franken

Reinhold
 
Hallo Schorsch.

Es ist sicher immer unangenehm und ärgerlich die Nadeln und Blätter anderer wegmachen zu müssen.

Aber es ist der Baum des Nacharn und somit sein Eigentum.

Das einschlagen eines Kupfernagels ist sicherlich bei kleineren Bäumen Wirksam, aber immernoch eine Straftat.

Ich denke das sich auch diejenigen die diese Methode anraten sich auch dessen bewusst sein müssen.

Es ist zumindest Sachbeschädigung. 

Und diese Vorschläge hier auch noch schriftlich hier im Forum zu bekunden ist sicherlich auch nicht Klug.

Du kannst eigentlich nur über das zuständige Ordnungsamt das Verursacherprinzip geltend machen.

Bei Verschutzung von öffentlichem Raum, insbesondere Verkehrswege und somit gefährdung von Verkehrsteilnehmern

werden diese eigentlich sehr Schnell.

Es gibt einfach Sachen die bespricht man nicht in Foren.
 
Hallo,

"...und hat sich auch im letzten Jahr etwas auf meine Grundstücksseite geneigt."

Das ist doch der wichtigste Satz! Steht der Baum noch stabil? Besteht nicht die Gefahr, daß er auf Dein Grundstück fällt und Personen verletzt oder tötet? Da würde ich doch eine jährliche Kontrolle vom Irgendwas-Amt verlangen. Die sollte dann so teuer wie möglich werden ...

Vielleicht hilft das.

Ich habe damals das Grundstück mit der Lärche gekauft und eine Woche später lag sie auf der Erde.

Viele Grüße

Thomas
 
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