Unterschiedliche Technik bei Wienschleppen / Erfahrungen?

Jochen4

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24966 Hardesby
Meine alte konventionelle Wiesenschleppe ist wohl verschlissen und ich gucke mir gerade Alternativen an. Immer wieder sieht man Geräte wie diese:

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Diese Joskin Wiesenschleppe hat mehrere Bezeichnungen: Wiesenschleppe, Striegel, Reitplatzabzieher.
Ist jene Wiesenschleppe ein probater Ersatz für eine konventionelle Wiesenschleppe? Ich habe teilweise schlimm mit Maulwurfhügeln verseuchte Wiesen. Mit der alten Wiesenschleppe geht man einmal rüber und die Hügel sind eingeebnet. Ich könnte mir vorstellen, dass die Maulwurfshügel müssen mit der auf dem Bild abgebildeten Wiesenschleppe mehrmals überfahren werden bevor sie eingeegbnet sind. Oder täusche ich mich da? Wie sind Eure Erfahrungen?
 
Ich habe mir dieses Jahr ein uraltes Ding von einem Landwirt ausgeliehen so eine zum manuell aufwickeln. Es hat lang lang gedauert bis ich eine solche

auffinden konnte. Aber sie hat gute Arbeit geleistet.(leider kein Foto gemacht) Ein Kollege hatte auch so eine, aber die wurde Ihm geklaut.

Obwohl er diese nie mehr verwendet will er sie mir trotzdem nicht verkaufen.Mein Vater hatte auch mal so eine und hat sie weggegeben. Für meine kleine

Obstwiese völlig ausreichend.

                                                                         Harry
 
Hallo!

Die Pflugfabrik Landsberg (heute Pöttinger) hatte auch mal so ein "Joskin Ding" im Programm. Wir hatten an der Agrarschule mal so einen Vergleichstest gemacht. siehe: www.technikboerse.com/view/gebrauchtmaschine/wiesenegge/1534512/poettinger-landsberg-we-240-ackerschleppe.html?search_id=39802&item_position=119

Die Landsberg war relativ scharf und hatte auch relativ viele Grobverletzungen gemacht, für Maulwurfs- und Wühlmaushügel eigentlich gut.

Die Wölfleder www.woelfleder.at/typo3/index.php?id=20 schnitt damals relativ gut ab, weil sie nicht so stark verletzt, und eine gute Planierwirkung hat.

Heute laufen eigentlich zu 80% die günstigen polnischen Dinger mit dem Gussteil-Netz, wie Sie Fricke/Saphir vertreibt saphir-maschinen.de/titel-8/ , und machen eigentlich problemlose Arbeit, zum Einebnen eine gute Schiene, zum Vertikutieren gute Werkzeuge, Preis - Leistung gut.
 
Was gut geht und preiswert ist, ist eine alte Saategge, die Felder so drehen das die Zinken nicht auf Griff stehen, und hinter der Egge eine Schleppe aus geteilten LKW Reifen zum planieren
 
Hallo,

also wenn du wirklich etwas für deine Wiesen tun willst, dann wirst du um eine Striegelschleppe nicht drum rum kommen.

Laut Grünlandberatung/Berater der Landwirtschaftskammer das A und O.

Und dann nicht nur einmal drüber und gut, sondern Kreuzstriegeln!

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
Moin Jochen,

also zum reinen Maulwurfshügel einebnen sollte die abgebildete Maschine doch mehr als ausreichen - das Dingen sieht sauschwer aus mit den 3-Reihen haben die Maulwurfshügel keine Chance.

Ich habe einen kleinen Wiesenstriegel mit einer Planierschiene (aus Gummi) - auch dort bleibt kein Maulwurfshügel über... Meine alte Schleppe (ähnlich zu dem, was Ralf) geschrieben hat, habe ich verkauft, da diese nicht mehr benötigt wird. Ich setze ausschließlich den Striegel ein und habe seitdem eine sehr akurate und gesunde Grasnabe. Im Frühjahr wird relativ aggresiv gearbeitet, im Sommer nach dem ersten/zweiten Schnitt nur noch relativ leicht und lediglich zur Belüftung.

Neuwarendorfer Impressionen - Jopp berichtet aus seinem Alltag...

Mein Credo: Ich ziehe einen Striegel einer Schleppe in allen Fällen vor!

Gruss Micha
 
Hallo,

 

auf die BErater darf man(n) auch nicht immer alles geben. Die Beraten oft und gerne was grad modern ist. Ich würde auch zur Saategge greifen, die Felder umdrehen das die Zinken nach oben schauen. Also kurz und Bündig, mit minimalsten Aufwand, das meiste erreichen..

 

Bernhard
 

t844:

Hallo,

also wenn du wirklich etwas für deine Wiesen tun willst, dann wirst du um eine Striegelschleppe nicht drum rum kommen.

Laut Grünlandberatung/Berater der Landwirtschaftskammer das A und O.

Und dann nicht nur einmal drüber und gut, sondern Kreuzstriegeln!

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
Mein Credo: Ich ziehe einen Striegel einer Schleppe in allen Fällen vor!
Genau so ist es!ich habe vor ein paar Wochen bei einem befreundeten Betrieb einige Wiesen übergesät. Jahrzehntelang wurde dafür eine 6m Netzschleppe eingesetzt. Vorteil war klar der geringe Leistungsbedarf, die 6m konnte man bequem mit 65PS fahren und machte trotzdem gut Fläche.Seit einem Jahr wird nun ein 3m Güttler Striegel mit Prismenwalze verwendet. Den muss man bei halber Arbeitsbreite zwar mit 100PS fahren, holt damit aber Unmengen an Material aus der Narbe. Selbst aus einer augenscheinlich gesunden Wiese kommt nach einem Striegeldurchgang mehr abgestorbenes Gras als mit 3 Durchgängen mit Schleppe. Das Teil arbeitet mit 2 Reihen 12mm Zinken auch recht agressiv, was in der Regel auch gut so ist. Durch die Prismenwalze hinter dem Striegel ist der Aufgang der Nachsaat auch wesentlich besser als nur mit Schleppe.Meiner Meinung nach ist ein Striegel für professionelle Grünlandwirtschaft Pflicht. Die Schleppe hat eigentlich nur noch durch den günstigen Anschaffungspreis und die einfache Bauart ihre Berechtigung. Die bessere Arbeit leistet der Striegel. mfg Georg
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Ein bisschen Spaß muss sein, auch wenn der Spaß nur 20 fährt!
 
IHC 844 A:

Hallo,

 

auf die BErater darf man(n) auch nicht immer alles geben. Die Beraten oft und gerne was grad modern ist. Ich würde auch zur Saategge greifen, die Felder umdrehen das die Zinken nach oben schauen. Also kurz und Bündig, mit minimalsten Aufwand, das meiste erreichen..

 

Bernhard
 

t844:

Hallo,

also wenn du wirklich etwas für deine Wiesen tun willst, dann wirst du um eine Striegelschleppe nicht drum rum kommen.

Laut Grünlandberatung/Berater der Landwirtschaftskammer das A und O.

Und dann nicht nur einmal drüber und gut, sondern Kreuzstriegeln!

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!

Die Zinken der Saategge sollen nicht nach oben schauen sondern nur nach hinten zeigen, sprich nicht auf Griff stehen
 
@ schorsch320:

Genauso meinte ich das.

Sicherlich kann man auch nur einen schweren Träger oder ne Bahnschwelle hinter sich her ziehen.

Macht auch eine bestimmte Wirkung aber eben nicht das Optimum.

Und wenn man mir vor kurzem erzählt hat, das ein GPS System auf einem Schlepper Kostenersparniss einbringt so behaupte ich nun, dass bei einem Einsatz von einem Striegel bei Grünland weniger Düngergabe oder eben mehr Ertrag zu erwarten sein darf.

Finde es nebenbei sehr lustig, wenn Leute etwas bis auf das ii Tüpfelchen haben oder haben wollen (Schleppertechnisch), aber wenn es um Anbaugeräte geht die ja eigentlich die Arbeit verrichten müssen und es denen egal ist ob von roten oder grünen Schleppern gezogen, können es auch plötzlich alte Feldeggen sein.

Klar, wenn dass das Optimum wäre, würde nur noch alte Feldeggen zum Schleppen eingesetzt.....

 

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
Ich danke für Eure sehr informativen Hinweise! Doch leider beziehen sich die meisten auf reine STRIEGEL. Aber das oben abgebildete Gerät ist aber kein Striegel, oder sehe ich das falsch? Scheint als hätte das Teil lediglich federnde, blecherne Winkel, die über‘s Gras kratzen. Kann man jenes Gerät also für eine Wiese gebrauchen oder taugt es nur zum Reitplatzabziehen?
 
t844:

@ schorsch320:

Genauso meinte ich das.

Sicherlich kann man auch nur einen schweren Träger oder ne Bahnschwelle hinter sich her ziehen.

Macht auch eine bestimmte Wirkung aber eben nicht das Optimum.

Und wenn man mir vor kurzem erzählt hat, das ein GPS System auf einem Schlepper Kostenersparniss einbringt so behaupte ich nun, dass bei einem Einsatz von einem Striegel bei Grünland weniger Düngergabe oder eben mehr Ertrag zu erwarten sein darf.

Finde es nebenbei sehr lustig, wenn Leute etwas bis auf das ii Tüpfelchen haben oder haben wollen (Schleppertechnisch), aber wenn es um Anbaugeräte geht die ja eigentlich die Arbeit verrichten müssen und es denen egal ist ob von roten oder grünen Schleppern gezogen, können es auch plötzlich alte Feldeggen sein.

Klar, wenn dass das Optimum wäre, würde nur noch alte Feldeggen zum Schleppen eingesetzt.....

 

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
Hast Du schon eine Kombination aus Saategge und Schleppe aus geschnittenen Reifen eingesetzt?

Ich meine so wie Du dich hier äußerst müsstest Du das ja schon gemacht haben, dann wäre es doch prima wenn Du hier deine Erfahrungen berichten würdest
 
Hallo,

@ Ralf:

Wenn deine Kombination so super wäre, dann frage ich mich warum die Landmaschinenhersteller nicht alte Saateggen bauen und diese dann mit aufgeschnittenen Autoreifen an den Mann bringen...?

Und nein, sowas habe ich noch nicht dran gebaut und werde es auch nicht. 

Ich kann dir aber versichern, dass ich bis ich eine Schleppe mit Netz bekam auch Saateggen benutzte. Alleine das war schon ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Glaube kaum, dass da Autoreifen noch was aufwerten könnten.

 

 

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
Jochen4:

Ich danke für Eure sehr informativen Hinweise! Doch leider beziehen sich die meisten auf reine STRIEGEL. Aber das oben abgebildete Gerät ist aber kein Striegel, oder sehe ich das falsch? Scheint als hätte das Teil lediglich federnde, blecherne Winkel, die über‘s Gras kratzen. Kann man jenes Gerät also für eine Wiese gebrauchen oder taugt es nur zum Reitplatzabziehen?

Ich glaube das ist schwierig zu sagen ob das Gerät was taugt, das Problem beim schleppen ist das jeder „Standort“ unterschiedlich sein kann

Als Beispiel, wenn die Grasnarbe recht geschlossen ist und gut mit dem Boden „verbunden“ ist kann man auch ein aggressiv arbeitendes Gerät einsetzen

Wenn der „Unterboden“ lehmig ist und die Maulwurfshügel dementsprechend auch lehmig sind und evt. durch Niederschläge verfestigt sind wird man ein aggressiv arbeitendes Gerät einsetzen müssen.Da werden die Zinken eines Striegels wahrscheinlich nur darüber weg laufen ohne den Hügel zu verteilen

Auf einem moorigen Standort wo die Grasnarbe keinen große Bindung zu Boden hat wird aber eben dieses aggressiv arbeitende Gerät mehr Schaden machen als Nutzen

Wenn ich das Bild richtig interpretiere sind die Schienen des Gerätes ja wohl gezackt, ich denke schon das geht und die Bleche auf der Grasnarbe dadurch eine vertikutierende und einebnende Wirkung haben und wenn man mit den Kurbel auch noch den Anpressdruck der Schienen verstellen kann ist das mit Sicherheit auch eine guten Sache

Aber wie ich oben probiert habe zu beschreiben, Versuch mach klug, Du wirst nicht das Gerät auf deinen Standorten ausprobieren müssen
 
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