Verständnißfrage Hydraulikpumpe

633er

Bekanntes Mitglied
Registr.
8 Juni 2011
Beiträge
203
Ort
9473 Lavamünd
Hallo Leute

Bin ja gerade dabei meinen Bandrechen mittels Traktorhydraulik anzutreiben.

Um auf die richtige Drehzahl des Ölmotors zu kommen (ca. 360U/min), brauche ich 20l/min bei 50ccm, 

Die Pumpe vom 633er bringt ja um die 28l bei Nenndrehzahl nehm ich mal an.

Also bringt die Pumpe bei 1500U/min vom Motor um die 20l-> stimmt das?

Das wäre nämlich ideal.

lg michael
 
Hallo Michael,

 

warum willst du das machen?

Das wird so nämlich nicht funktionieren!

 

1. Die übertragene Leistung ist viel zu gering, bei einem Delta p von 100bar erhältst du im Idealfall ca. 2,5kW an der Welle des Hydromotors.

2. Das Hydrauliköl wird sehr schnell Überhitzen.

3. Die Heckhydraulik funktioniert nicht mehr, da das Öl vorher abgezweigt wird.

 

Hydraulische Antriebe haben einen sehr schlechten Gesamtwirkungsgrad, vom Antrieb der Pumpe bis Abtrieb Hydromotor ca. 50-70%, die ungenützte Energie wird dabei fast vollständig in Wärme umgesetzt.

Für ständige hydraulische Antriebe braucht man große Volumenströme, große Leitungen, wenn möglich geringe Druckunterschiede, Ölkühler,...

 

Schöne Grüße ins Lavanttal!

Gerhard
 
Hallo Gerhard

Will das deshalb machen da ich keine Frontzapfwelle habe, und den Bandrechen zum "hereinputzen" vor dem Kreisseln brauche.

Der Rechen war vorher auf einer selbstfahrenden Reform M11 Heuraupe mit insgesamt 8PS.

Habe auch schon an ein Zapfwellengetriebenes Hydraulikaggregat im Heck gedacht, aber dann verlier ich wieder die Möglichkeit mit beiden Geräten gleichzeitig zu fahren.

Darum ginge es nämlich.

Wie würdest du es lösen? Das permanente "umhängen" geht mir nämlich auf den Geist.

Der Rechen würde immer nur kurz laufen 10-15min, dann wieder nicht.

Hier hatte ich schon mal nachgefragt:

http://334647.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_334647.1132264171.1133292222.1133292222.1.mit_633er_hydraulik_bandrechen_antreiben-international_harvester_neuss.html?onsearch=1

lg Michael 
 
Also ich würde es versuchen. Haben auch nen hydraulischen Kehrbesen mit zwei Metern an der Hydraulik. Der braucht auch ordentlich Power an der Hydraulik. Aber mein 633E packt das ganz gut.

Gruss

Georg
 
Michael, du kannst es auf jeden Fall versuchen, da ja am Traktor keine Umbauten notwendig sind und für kurzen Einsatz die Erhitzung des Öls noch nicht so gravierend ist.

Wichtig: Druckloser Rücklauf, die Hydraulikleitungen auf jeden Fall groß genug auslegen, da sonst schon hohe Leitungsverluste da sind.

Für eine Dauerhafte Lösung stellt sich die Frage, wie aufwendig bzw. teuer darf das sein.

Ich würde eine eigene Pumpe mit entsprechender Fördermenge, falls möglich direkt von der Kurbelwelle angetrieben, vorne einbauen, mit Zusatzöltank und natürlich DBV und Steuergerät.

Muss natürlich geprüft werden, ob sowas Platzmäßig möglich ist, und, und , und ....

 

Gruß, Gerhard
 
Hallo

Druckloser Rücklauf sowie Ew Steuergerät rastend ist alles vorhanden, nur zum anstecken, da die Leitungen eh auch nach vorne gehen. 

Ich werds versuchen und dann berichten ob es funzt. 

Lg 
 
Guten Morgen!

 

Eventuell würde ich empfehlen, direkt am Hydromotor ein Nachsaugventil einzubauen, ist aber bei einem drucklosen Rücklauf nicht unbedingt erforderlich.

Das ist ein einfaches Rückschlagventil, das zwischen Vor- und Rücklauf, ganz nah am Verbraucher sitzt, und im normalen Betrieb den Vorlauf gegen den Rücklauf absperrt.

Wird jetzt die Hydraulik abgeschaltet, läuft durch die Massenträgheit das Gerät nach und der HyMotor wirkt wie eine Pumpe. Da öffnet jetzt das Rückschlagventil und lässt das Öl im kurzen Kreis zum Volauf.

 

lg, Gerhard
 
Sehr gut.

Bin schon gespannt auf Bilder (sehen die Anderen auch sehr gerne) und Erfahrungsbericht nach dem Einsatz.

 

lg, Gerhard
 
Zurück
Oben Unten