Viel Glück beim Mais abfahren

Das wundert mich gar nicht, dass es manchmal brennzlich wird. Jedes Jahr das gleiche Bild, wehe wenn sie losgelassen, sosoehr mein Herz für die Technikbegeisterung schlägt, aber wenns um Mais oder Silage fahren geht, dann sollte man zumindest bei uns im Ort lieber einen Schrit zurücktreten auf dem Gehweg, da wird nicht gebremst.... volle Fahrt mit 50 Sachen durch die Ortsstraßen gebrettert und falls mal Gegenverkehr kommt, es gibt ja auch noch nen Gehweg...

Der Glückspilz im Video hat wahrscheinlich gar nix gemerkt vom Ausflug seines Kippers, er fährt ziemlich lässig weiter...

Grüße
 
Das möchte ich nicht erleben!! Ganz schön brenzlig!

Das wundert mich gar nicht, dass es manchmal brennzlich wird. Jedes Jahr das gleiche Bild, wehe wenn sie losgelassen, sosoehr mein Herz für die Technikbegeisterung schlägt, aber wenns um Mais oder Silage fahren geht, dann sollte man zumindest bei uns im Ort lieber einen Schrit zurücktreten auf dem Gehweg, da wird nicht gebremst.... volle Fahrt mit 50 Sachen durch die Ortsstraßen gebrettert und falls mal Gegenverkehr kommt, es gibt ja auch noch nen Gehweg... Der Glückspilz im Video hat wahrscheinlich gar nix gemerkt vom Ausflug seines Kippers, er fährt ziemlich lässig weiter... Grüße

Gehört zwar nicht unbedingt hier her, aber da fällt mir die Antwort meines Versicherungsvertreters auf die Frage warum schwarze Nummern dreimal soviel an Versicherung kosten wie Grüne Nummern, ein:

"Mit schwarzer Nummer können Sie ja überall fahren. Die Landwirte fahren ja meißtens auf dem Feld"

Bei uns fahren die grün benummerten auch mit 40 / 50 Sachen durchs Dorf. Ob das Risiko mit einem 40 Jahre alten Schlepper bei 20 kmh wohl größer ist??

Gruß

Martin
 
@Inglorion

Aber manchmal sind auch Autofahrer dabei, die EXTRA ein bisschen weiter links fahren, wenn sie nen Schlepper sehen. Hab mal bei nem Lohnunternehmer ausgeholfen und wenn du dann mit so nem 6920-er Johnny und nem 18-To. Streuer ankommst und die Autofahrer bleiben gerade so auf der Straße stehen, das du um ein paar Zentimeter an denen vorbeifahren kannst- und das beste dann noch ist, dass sie dich angrinsen und irgendwelche Grimassen machen- dann sind sie es manchmal auch selbst schuld. Ich will jetzt keinen in Schutz nehmen, bei uns gibt es auch so Spezialfahrer die auf unübersichtlichen und engen Feldwegen mit ner vollen Hächselkarre mit 50 angeflogen kommen und wehe es kommt jemand entgegen... Aber ansonsten ist die Lobby von Schlepperfahrern und LU´s nicht besonders, ist zumindest bei uns so.

Gruß Mario
 
Hallo,

jetzt kribbelts mir auch in den Fingern:

Beinahe hätte ich diesen Herbst einen kleinen Jack-Russel-Terrier (1/2 Jahr alt) unter denn Reifen gehabt!

Wie es passiert ist:

Ich fahr zum Weizen säen bei uns in die Marsch mit dem MF, Frontgewicht vorne und Kreiselegge mit hydr. Hubgerüst und Sämaschine hinten dran.

Schon aus einiger Entfernung sehe ich Herrchen mit dem Hund am Wirtschaftsweg rumtoben (Eigentlich gehört der Hund dort angeleint, aber was solls).

Ich auf jeden Fall schon mal vom Gas runter. Als ich noch so 50 m weit von den Zweien weg bin, macht der Hund bei Herrchen "Sitz". Herrchen nimmt der kleinen Racker natürlich nicht an die Leine :-( , darum runterschalten und im Standgas weiter.

Als ich dann noch so 10 m von den beiden weg bin, springt mir der kleine Beller vor die Reifen.

Ich voll in die Eisen und 4 ca. 4m lange schwarze Streifen auf den Asphalt geschrieben. Saatkorn aus dem randvoll gefüllten Saatkasten rieselt mir in den Nacken und der Schlepper nimmt kurz die Nase hoch und rummst runter. Blutdruck 180!

Die Faust und den Mund gerade noch unter Kontrolle, denn das tierliebe Herrchen grinst mich [BAD]e an... :-(

Ganz ehrlich meine Gefühle in dem Moment:

Schade, dass ich den Kläffer nicht in den Asphalt geplättet habe!

Für das tierliebe Herrchen hättes mich gefreut, wenn ich ihn erwischt hätte!

Als ich dann weiterfahre und ca. 20 m weg bin von den beiden, rennt mir der Kurze wieder hinter und neben mir her und springt mir fast vor die Pneus.

Ich gebe zu, ich habe dann Gas gegeben und nicht noch mal gebremst und so den Welpen abgehängt. Ihm ist auch nichts passiert.

5 Minuten später auf dem Acker, wo der Motor beruhigend vor sich hin dieselte, war ich dann sehr froh, dass ich den Hund nicht erwischt hatte, denn der kann nichts für die Dummheit seines Herrchens!

Was der wohl macht wenn er mit nem Kleinkind unterwegs ist?! Das Bobbycar/Dreirad mit dem Kind drauf auf die Straße schubsen, wenn ein Traktor vorbeifährt?!

Letztens wurde von einem Jäger hier ein im Wald freilaufender Hund erschossen.

Was glaubt Ihr, was hier für Berichte und Leserbriefe im Mindener Tagelatt standen...

Hätte ich den Hund mit dem Schlepper erwischt, wäre es mir genauso ergangen: "Rasender Landwirt gefährdet Spaziergänger und überfährt Welpen" oder ähnlich. Gegenwehr zweckslos.

Dies zur Lobby der Landwirte/LU und der kreischenden Neubürger, sobald ein Schlepper mit 40-50 km/h durchs Dorf rollt.

Wer damit Probleme hat soll an die Autobahn ziehen, da sind schöne Leitplanken... ;-)

‘Tschuldigung, dass musste jetzt raus!

Beste Grüße von der Weser

633fritz
 
Hallo zusammen,

mir ist sowas ähnliches auch mit einem 4 Monate alten Schäferhundwelpen passiert, als ich noch zuhause wohnte, ich war mit unserem Deutz 6507C und einem 4000l Oberberger Güllefass unterwegs. Als ich den Hund rumtoben sah, ging ich vom Gas, und die Besitzerin hielt ihn am Halsband fest, darauf gab ich wieder Gas, und im selben moment riss sich der Hund los, und wollte mir in den Vorderreifen beissen. Trotz einer Vollbremsung konnte ich nicht verhindern, das ich den Hund überfuhr, die Besitzerin heulte Rotz und Wasser, machte mir aber keine Vorwürfe, weil Sie ja selbst gesehen hatte, das ich nix dafür konnte. Mir tat das ganze auch Leid, da ich auch Hundebesitzer war, und es sich wirklich um ein schönes Tier gehandelt hat.

Da mein Hund kurz drauf 10 Junge bekam, alles schöne gesunde Berner Senn Welpen, habe ich ihr dann als wiedergutmachung einen überlassen, Sie hat sich sehr drüber gefreut.

Zum Thema in den Wiesen rumsch.....n, ich habe meinem Hund beigebracht, das er fürs geschäftliche auf den Misthaufen geht, das hat er sehr schnell kapiert, und wenns beim Spazierengehen mal gedrückt hat, und er anstalten machte etwas abzulegen, reichte ein kurzes Kommando, und er hat es bis zum heimischen Misthaufen ausgehalten, man kann, wenn man sich bemüht, den Hund gut zu erziehen, dann klappt das auch. Es hat sich auch in unserer Nachbarschaft niemand über meinen Hund beschwert. Als er im März letzten Jahres an Altersschwäche starb, waren sogar die Leute aus der Nachbarschaft ein bisschen traurig, und haben mich drauf angesprochen, das er ihnen im Dorf doch ein bisschen fehlt. (und jetzt frisst auch keiner mehr um 5 Uhr früh die ganzen Katzenschüsseln der Nachbarschaft leer)

Wenn man die Leute, die mit ihren Hunden auf den Wiesen rumrennen blöd anmacht, oder zusammenschimpft, erreicht man meistens nur das Gegenteil, ich hab immer versucht mit den Leuten zu reden, und ihnen zu erklären, warum die Bauern darauf empfindlich reagieren, und meistens mit Erfolg, weil die vorher garnicht wussten, was sie eigentlich mit dem Hundekot im Futter anrichten können, und wer mal miterlebt hat, wie grausam so ein Rind mit Hundekotvergiftung verendet, weiss wie das ist.

Zum eigentlichen Thema, ich habe letztes Jahr auch bei meinem Bruder Maisfahren geholfen, da mussten wir auch durch ein Wohngebiet, anders gings halt nicht, waren ja nur 300 Meter, der Häcksler, und 2 Gespanne kamen durch, dann stand das erste Auto auf der Strasse, und eine Rückfahrt war nicht möglich, es dauerte geschlagene 1,5 Stunden, die Dame, erst mit Hilfe des Ehemannes, und dann der Polizei, davon zu überzeugen, ihr Auto wegzufahren.

Das ganze ging vor Gericht, und Sie musste alle Standzeiten vom Häcksler, und 5 Gespannen bezahlen, weil die restliche Strassenbreite, von 3 Metern, die beim Parken vorgeschrieben ist, deutlich unterschritten wurde

Ein anderes Beispiel, vor etwa 10 Jahren fuhren wir auch in unserem Betrieb Mais, da mussten wir auch an einem Wohngeniet vorbei, dort wohnte ein Mann, dem passte das garnicht. Als ich durchfahren wollte, lagen etwa 5 Kinderräder auf der Strasse, (es war normal, das die Kinder in der Strasse alles da liegen liessen, wo es ihnen aus der Hand gefallen war, da hattest du öfter was im Mähwerk), also ich abgestiegen, und schön der Reihe nach in die Garageneinfahrt gestellt, als ich mit dem vollen Wagen zurückkam, lagen sie wieder da, also das selbe nochmal, und als ich nach dem abladen wieder aufs Feld fuhr, lagen sie schon wieder da, ich fuhr um die Ecke, ging ein Stück zurück, und schaute, da kam er, und legte die Fahrräder wieder schön auf die Strasse. Beim zurückfahren hab ich sie dann glatt übersehen, seitdem ist Ruhe, eigentlich schade, denn für solche Leute, hab ich immer die tollsten Ideen.

gruss Schorsch
 
Ja, unsere lieben Mitmenschen haben öfters mal wenig einsicht für landwirtschaftliche Arbeit.

Wohnen aber auf dem Lande und finden es ja so toll. Was meint ihr, wie ich ausflippe wenn ich bei der Feldarbeit Wanderer/Vorbeifahrende ertappe, die nur das Plastikzeug der Zigarettenpackung fallen lassen.

Ich werde ungehalten und versuche den leuten dann mal zu erklären, dass ich auch nicht durch ihren Garten schlendere und mein Zeug fallen lasse.

Wenn die Erntschlacht beginnt, dann kann jede STunde Erntezeit zählen. Ich will nicht sagen, dass ich dann wie ein Hirnverbrannter durch die Gassen rausche, aber ich habe nicht die Zeit wie sonst. Ich bin ein sehr ruhiger und bedachter Schlepperlenker.

Das passiert ja auch nur an wenigen Tagen im Jahr und wenn die Leute den Großstadtstau lieber haben, es zwingt sie ja keiner zu bleiben. Ich wohne momentan auch in Hamburg und weiß was ich meine (obwohl Uhlenhorst an der der Alster zu den ruhigeren Stadtteilen gehört).

Am schlimmsten sind Zugezogene. Der Hahn kräht, der Mist müffelt, es ist zum verrückt werden. Trauen sich nicht persönlich zu kommen, sondern schicken eine Unterlassungserklärung. So beginnt dann gute Nachbarschaft.

Zum Kernthema: Ich habe nur einmal eine unangenehme Begegnung mit meinem Schlepper gehabt. Damals war ich mit dem 312LSA Fendt unterwegs und der Feldweg (ist eigentlich erlaubt öffentlich zu befahren/alte Kreisstrasse) ist an zwei Stellen durch eine S-Kurve und Randbewuchs recht unübersichtlich. ....wie immer vom Gas, langsam durchtuckern, PADAUTZ...

Ein Golf II hast sich unter meinen rechten Vorderreifen platziert. Bis auf Prellungen ist dem Golfpiloten nichts weiter passiert, sein gerade getunter Golf, war hinüber. Am Fendt fehlte ein stück Gummi aus der Stolle.

Der Kamerad meidet noch heute diesen Weg, obwohl er eine deutlich Abkürzung zwischen zwei Ortschaften ist.

Die Geschichte von Schorch ist mal wieder typisch für die Ignoranz der Leute. Selbst meisten spießig bis hinter die Ohren und dann sowas. nach dem 3. Mal hätte ich acuh die Fahrräder "übersehen"/styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif
 
Donnerwetter, da steckt ja unglaublich Potenzial drin. Ich wollte mit meiner Äußerung eigentlich nur auf die etwas "hinkende" Argumentation meines Versicherungsonkels hinweisen und hab halt den Eintrag von Inglorion439 aufgenommen. Keinesfalls aber wollte ich jemandem auf die "Füße" treten. Sorry!!

Es ist doch völlig klar, das zum Leben auf dem Land Landwirtschaft gehört. Leider Gottes wird es ja immer weniger.

Bei der Geschichte vom Schorsch (mit dem Auto) wär mir aber sicher auch der Kragen geplatzt.

Gruß

Martin
 
Hallo,

entwickelt sich ja zu einem richtig interessanten Thema.

Solche Leute kenne ich auch, speziell die, die von der Stadt aufs Land ziehn, und sich dann wegen jeden bischen beschweren.

War bei uns auch so, der nachbar hinter uns, wir wohnen direkt an der Dorfstraße, der Nachbar hat hinter uns neu gebaut (ist ca. 20 Jahre her)

Neben unseren gebäuden führt ein Weg hin zu unseren nachbarn, den Weg benutzen wir auch.

Früher war unsere alte große Mistgrube direkt an dem Weg gelegen, diese Grube war natürlich offen, und die feine Frau Nachbarin älteren Semesters klagte ständig wegen der vielen Fliegen und des Gestanks und verlangte man sollte das Mistloch doch überdachen (Obwohl wir natürlich eher hier waren als die)

Jedenfalls wurde die Mistgrube dann überdacht und endlich war Ruhe.

So sind se´ halt die Stadtmenschen.

Grüße Tobias
 
mal abgesehen davon ob er nun richtig oder falsch gebremst hat, was wäre wohl passiert wenn die Bankette wie es im herst eigendlich üblich ist, aufgeweicht wäre?
 
Eigentlich sollte man aus dem "Sekundärthema" einen eigenen Thread machen!

Aber mir brennts jetzt auch ein wenig in den Fingern!

Ich lebe in einem 200 Seelendorf! Da gehören Kinder, wenn man Glück hat, dazu. Wenn in einem Dorf keine Kinder leben: Dann gute Nacht. Was soll dann daraus werden. Schon deswegen sollte man etwas Vorsicht walten lassen und eben nicht "voll Stoff" durch die Ortschaft brettern auch wenn die Zeit drängt und Zeit Geld ist.

Mir fällt dazu ein sich jährlich wiederhohlendes Beispiel ein.

Wir haben noch zwei Vollerwebslandwirte im Dorf. Aufgrund des zunehmenden Erwebsdrucks (traurig, traurig) werden natürlich auch die Bewirtschaftungsmethoden entsprechend angepasst und die Maschinen werden größer und schneller um die entsprechende Leistung zu bringen.

Oftmals ist es aber so, das die großen Maschinen gar nicht in die Infastruktur eines historisch gewachsenen Dorfes passen. Die Strassen sind halt zu eng. Um Tobias zu zitieren: "wir waren halt zuerst da" (in dem Fall meine ich die Gassen im Dorf).

Und wenn jedes Jahr zur Erntesaison der Großlandwirt mit seinem Riesen-Fendt Mähdrescher (den Typ weiß ich momentan nicht) nach hause kommt, und etwas steht im Weg, dann wird eben gehupt bis etwas passiert. Auch wenn es nacht´s um zwölf ist und man auch den Weg durch die Feldmark wählen könnte.

Aber nicht jeder hat das "Privileg" sein Geld zu Hause in der eigenen Umgebung verdienen zu dürfen. Und da nervt es schon, wenn man deswegen aus dem Bett geschmissen wird, da man am nächsten Tag um 5 Uhr den Weg in die 30 km entfernte Großstadt wählen darf.

Die Sache mit den Hunden ist eine ganz andere (Wär auch ein Thema für´n eigenen Thread).

Ich denke es sollte halt von jeder Seite etwas Toleranz geübt werden. Sonst kommt man ja eh nicht weiter.

Im übrigen glaube ich, daß jeder irgendwann, irgendwie einmal zugezogen ist. Und sei es in Form der Groß-, Urgroß-, oder auch Ur-Ur-Großeltern.

Unser Dorf hätte ohne die Zugezogenen mal eben 2/3 weniger Einwohner, weil die Alteingesessen einfach aussterben und deren Kinder gezwungen sind ihr Glück woanders zu suchen. So ist halt die Zeit. Und damit sollte man sich arrangieren!

Musste ich jetzt auch mal loswerden!

Gruß

Martin
 
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