Vorbereitung Lackieren

-malsehen-

Bekanntes Mitglied
Registr.
20 April 2009
Beiträge
187
Ort
65326 aarbergen
Hallo,

ich möchte meinen 523 AS neu Lackieren  da der Vorbesitzer ihn leider in nicht Original Farbe lackiert hat

und sich mittlerweile auch der übergepinselte Lack an einigen Stellen  löst.

Wie habt ihr eure Schlepper vorbereitet.

Ich hab im Internet über einen Enfetter gelesen der seine Arbeit gut verrichtet und gleichzeitig das Material aufraut sodas man nicht mehr anschleifen brauch.

Danach schön Abdampfen und nochmal Reinigen.

Muss man die Kabel und Schläuche abkleben?

Die Kotflügel wurden auch nicht sehr schön mit Blechen überschweißt.

Möchte diese vorher Spachteln und wieder schön in Form bringen da mir neue doch etwas zu teuer sind.

Für ein paar Tips wie ihr das so gemacht habt wäre ich sehr dankbar.

LG Pippo
 
Moin.

Das ist ein schwieriges Thema. Je nach deinem Anspruch ist der Aufwand sehr Unterschiedlich.

Spachtel z.B. ist eine kurzfristige Lösung und das auch nur wenn es richtig gemacht wird. Besser ist Verzinnen, geht aber nicht immer und kann auch nicht jeder. Ein Entfetter der den Lack aufrauht ist mir neu, hört sich nach einem Zaubermittel an. Was macht der denn mit losem Lack? Bei einer “Bauernblind“ Lackierung hat man am wenigsten Arbeit aber auch am wenigsten Freude. Richtig gemacht ein gutes Ergebnis, länger was davon, viel Arbeit und hohe Kosten. Die Entscheidung liegt bei dir.

Gruß Jürgen
 
Hallo Pippo,

mein 724 war auch nur überlackiert, teilweise mit Dreck und Speck.

Meine Vorgehensweise war diese:

- Demontage aller Blechteile und weitestgehend der meisten angeschraubten Mechanik (Pedale, Dreipunkt, usw.) Ohne Külhler. Dann mit Dekrustan eingeweicht und in einer LKW-Waschanlage mit Heißwasser abgedampft. Das 1-2 mal wiederholt.

- Lack ganz runter mittels Trockeneisstrahlen (Motor, Kupplungsblock und Getriebe) und den Rest geschliffen. Ein paar Teile wurden auch mit Sand gestrahlt.

Gruß
Michael
 
Hallo Pipo,

kein Originallack - hat ihn dein Vorbesitzer grün gemacht ?? (kleiner Scherz)

Lackvorbehandlung:

Möglichst viele Teile, vor allem die Blechteile demontieren.

Diese Teile zum Sandstrahlen geben. Trockeneisstrahlen ist natürlich die elegantere Möglichkeit.

Den Rest, ist meist der Rumpf vom Traktor, eigenhändig mechanisch reinigen. Also zuerst mit Motorreiniger einsprühen und mit dem Dampfreiniger so viel runterholen wie es geht. Danach die verrosteten Stellen mit Schleifpapier und Drahtbürste bearbeiten. Loser Lack sollte nirgends mehr vorhanden sein.

Lackaufbau:

Die gestrahlten Teile sollten jetzt metallisch blank sein. Der Rumpf ist teilweise blank und teilweise noch der alte Lack drauf. Jetzt alles was blank ist mit Fertan dünn einpinseln. Fertan bildet eine Phosphatschicht und somit eine solide Haftung für die Grundierung. Das Fertan min 1 Tag einwirken lassen dann mit Wasser alles abspritzen. Es sollte eine dünne schwärzliche Schicht auf dem blanken Metall sein. Nach dem Trocknen nicht mehr mit den Fingern drauf herum tatschen.

Grundierung:

Es gibt hierzu immer wieder Diskussionen von wegen Einkomponentenmaterial. Ich verwende hier kompromisslos Zweikomponenten EP Material. Alles andere ist minderwertig.

An dieser Stelle kommt dann die Frage welcher Hersteller:

Standox Lacke sind sehr gut – aber teuer. MIPA Lacke sind günstiger und meiner Ansicht nach ausreichend. Werden schließlich für LKW´s verwendet. Ludwiglacke sind am günstigsten.

MIPA bietet bei der 2K-EP-Grundierung EP 100 -20 einen entscheidenden Vorteil. Das 5kg Gebinde bekommt man in Wunschfarbe. Also habe ich mir das in RAL 3003 einfärben lassen. Wenn dann mal ein Kratzer entsteht, und das gibt es zumindest hinten am Zugmaul, dann kommt da wenigstens keine hellgraue Grundierung zum Vorschein.

Dann verspachteln.

Es ist richtig, man sollte möglichst keine Spachtelmasse auftragen. Lässt sich letztendlich aber nicht ganz vermeiden. Richtig und gut Aufzinnen können nur Karosserieflaschner. Und gute Karosserieflaschner gibt es keine mehr. Ich wollte letztes Jahr für einen Freund die Motorhaube von einem Schlüter machen lassen. Ich habe als Daimlermitarbeiter im Karosseriewerk Sindelfingen keinen gefunden der das machen wollte.

Ist die hoffentlich wenige Verspachtelung aufgebracht, muss man in der Regel noch mal grundieren.

Decklack:

MIPA Decklack Acryl PU 262-90 RAL 3002 und RAL 3003 im Verhältnis 1 : 1 gemischt.

Mit diesem Lack bin ich auf die Schnauze gefallen, weil mir der Verkäufer altes Material angedreht hat. Das Material hat ein Jahr gebaucht bis durch hart war. Ist das Ausgangsmaterial, also das Harz frisch. gibt es keine Probleme. Meine Anbauteile hatte ich dann teilweise mit Decklack von Ludwiglacke lackiert. Dieses Material lässt sich sehr gut verarbeiten.

Ach so, bevor man den Decklack aufbringt sollte man anschleifen, oder die Grundierung sollte nicht durchgehärtet sein. Lässt sich in der Praxis nie ganz konsequent durchführen, aber man sollte es etwas beachten. Schleifpapier ist auch ein Thema.

Und dann noch wichtig, die Umgebungstemperatur.

Die Umgebungstemperatur sollte nicht viel weniger als 20 Grad sein.

Bedeutet, wenn keine Räumlichkeiten zur Verfügung stehen die entsprechend beheizt werden können, warten bis Juni.

Gruß Gerd

 
Also der Entfetter soll von der FiEms Jehle sein .

Habe mich auch gewundert .

Es ist aber auf verschiedenen Foren zu lesen das das Zeug gut sein muss .

Es entfettet und löst losen Lack Und rauht die Öberflöche an .

Leider hat der Vorgänger ein Schwarz für den Motorblock-Getriebe genommen und den Rest in einem neueren IHC rot.

Die Schweißnähte der Kotflügel will ich abschleifen und dünn überspachteln .

WiKlar gibt es Unterschiede aber es soll kein Austellungsstück werden sondern nur anständig aussehen 
 
Also der Entfetter soll von der FiEms Jehle sein .

Habe mich auch gewundert .

Es ist aber auf verschiedenen Foren zu lesen das das Zeug gut sein muss .

Es entfettet und löst losen Lack Und rauht die Öberflöche an .

Leider hat der Vorgänger ein Schwarz für den Motorblock-Getriebe genommen und den Rest in einem neueren IHC rot.

Die Schweißnähte der Kotflügel will ich abschleifen und dünn überspachteln .

WiKlar gibt es Unterschiede aber es soll kein Austellungsstück werden sondern nur anständig aussehen 
 
Zurück
Oben Unten