Vorglüheinrichtung D320

Harry 3

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Hallo zusammen,

Ich  hab ein Problem mit der Vorglüheinrichtung.

Der Zuganlasser ist  neu u.die Batterie ist i.O.

 In Vorglühstellung wird ja die Kontrollampe etwas dunkler (klar, er zieht strom) das ist nach meiner Beobachtung nicht der Fall.

Die Glühwendel glüht nicht.

Er startet nur etwas träge , aber es ist ja im Moment noch nicht kalt.

Woran kanns liegen?

Vielleicht habt Ihr einen Tipp , bevor Ihr mir sagt ich solle auf Stabgühkerzen umrüsten.

                                                          Gruß  Harry
 
Moin Harry, alle Kontakte an den Glühkerzen fest angeschraubt?

Evtl. eeine Glühkerze durchgebrannt?

Da gibts auch  noch einen Widerstand der auch gerne mal durchbrennt.

Wo der beim 320er sitzt, kannst Du im Werkstatthandbuch leicht rausfinden.

Viel Erfolg bei der Fehlersuche vom Emslandschrauber Franz
 
Hallo Harry,

bevor Du die Vorglühanlage planlos zerlegst, kannst Du mit Voltmeter/Prüflampe messen wo die Anlage unterbrochen ist.

Eine Unterbrechung an den Glühkerzen ist naheliegend und sollte zuerst geprüft werden. Am 3. Zylinder, am Anschlussgewinde der Glühkerze, wo das Kabel angeschlossen ist prüfen, ob da beim glühen Spannung anliegt.

Wenn "ja" ist der Fehler bei den Glühkerzen zu suchen.

Wenn "nein" ist der Fehler untern Armaturenbrett zu suchen.

Gruß Demian
 
Hallo Harry, gibt es einen Grund warum Du nicht auf Stabkerzen umbauen willst? Alle Spatzen wären gefangen und Dein Schlepper hätte einen viel besseren Kaltstart. Gruß, Dieter, der "Linksdreher."eup-1136797288-b0690e3b01d29b77577b5fd0336d3c5e-1575275160_big.webp
 
Hallo zusammen,

zuerstmal danke für Eure Anworten

Komme im Moment nicht so richtig weiter 

Der Widerstand ist bei allen Kerzen  von der Spitze auf Masse  0 Ohm

Warum habe ich bei vorglühen auf Kerze 3 keine Spannung anliegen?      1.Kerze sinds  3,4 Volt   2.Kerze 1,9V    3.Kerze 0.05 V also nichts

Die Küpferbrücken u Isolatoren  sind doch richtig angeordnet ? oder?

                         Für Eure Hilfe wäre ich dankbar              Gruß   Harry

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Hallo Harry,

deine Fadenglühkerzen sollten ca. folgende Normwerte haben: 0,9V bei 7A. Daraus folgt:

Der Widerstand ist bei allen Kerzen  von der Spitze auf Masse  0 Ohm

Das ist durchaus plausibel wenn du dein Messgerät als Durchgangsprüfer nutzt, selbst wenn du wirklich Widerstand misst ist der Wert sehr klein: R=U/I --> ~130mOhm. Je nach Messgerät bzw. Messbereich geht das gegen Null.

Warum habe ich bei vorglühen auf Kerze 3 keine Spannung anliegen?      1.Kerze sinds  3,4 Volt   2.Kerze 1,9V    3.Kerze 0.05 V also nichts

Der Spannungsabfall sollte je Kerze um die 1V (0,9V) liegen, die restliche Spannung sollte über die Vorwiderstände und Glüchwächter abfallen. Bedeutet an der letzten Kerze sollten noch rund 1V ankommen. Bau doch die letzte Kerze mal aus und schau ob die Wendel glüht bzw. ob die Wendel noch vorhanden ist.

Die Küpferbrücken u Isolatoren  sind doch richtig angeordnet ? oder?

Ja das ist soweit richtig. 

Insgesamt würd ich, wie von Dieter schon beschrieben, einfach auf Stabglühkerzen umbauen. Ist schnell und günstig erledigt. Vorglühen dauert rund noch rund 10s da wesentlich mehr Leistung umgesett werden kann: 

je Fadenkerze -> ~1V*7A = 7W

je Stabkerze -> ~10V*10A=100W

Gruß

Alex
 
Hallo Harry,

Du hast an der 1. Kerze (3. Zylinder) 3,4V gemessen, danach funktioniert die Anlage. Da der Glühwächter nicht zum glühen kommt, wäre ein prüfen der Spannung über die gesammte Glühzeit sinnvoll.(eventuell verändert sich der Widerstand beim Glühen)

Dein messen an der Glühkerze vom 1. Zylinder, ist so nicht richtig, bei dieser Schaltung misst Du Masse gegen Masse.

Gruß Demian
 
Hallo Alex, hallo Demian,

Vielen Dank für Eure Mithilfe.

Sicher werd ich die glühanlage irgendwann umbauen auf Stabglühkerzen. Muß mich erst schlau machen über die Kerzen selbst ,Kabelquerschnitt u

entsprechende Kabelverbindungen

Mußte mir zuerst einen Spezialschlüssel anfertigen um die Dinger auszuschrauben.

Optisch sehen sie alle gut aus.

Nur zwei Frage hätte ich noch: messen tu ich immer von der Spitze der Kerze +  gegen Masse am Motorblock,-  sowohl den Widerstand als auch

die Stromstärke

1 .Du sagst jetzt die Messung am Zylinder 1 sei Masse gegen Masse, das verstehe ich nicht ganz.

 2. Wenn ich eine Kerze prüfe wieviel Volt darf ich dann höchstens draufgeben um sie zum glühen zu bringen ?

  den + auf das m5 Gewinde , den - auf das Einschraubgewinde?

                                                      Gruß   Harry 

                                                                          
 
Hallo Harry,

Stromstärke kannst du so nicht messen, die wird in Reihe gemessen, nicht parallel. Dein Messgerät (Multimeter) wird dazu einen möglichst Niederohmigen Innenwiederstand nutzen. Wenn du doch parallel misst erzeugst du einen Kurzschluss über dein Messgerät was schnell zur Zerstörung des Messwiderstands oder der Sicherung führt. Selbst wenn du in Reihe misst (zB auftrennen einer der Drahtbrücken) muss der Messbereich für die zu erwartende Stromstärke ausgelegt sein, für hohe Ströme hat ein Multimeter dazu meist einen separaten Anschluss.

Bist du sicher das deine Skizze stimmt? Am 1. Zylinder ist normal die letzte Drahtbrücke vom Schraubgehäuse zur Masse (WaPu). Bin mir hier nicht sicher wie es an den 3 Zylinder Motoren ist, technisch macht es  auch keinen Unterschied. Den Spannungsabfall der letzten Kerze (1. Zylinder) kannst du hier aber dann nicht von der Spitze messen sondern musst die letzte Drahtbrücke gegen Masse messen, sonst misst du Masse gegen Masse (wie Demian schon sagte).

Für einen Messaufbau brauchst du entweder ein passendes Netzteil was bei ~1V (je Kerze) min. 10A liefern kann oder mit einer Autobatterie wobei du die Spannung vorher durch geeigenete Leistungswiderstände, welche min. 10A aushalten, auf ~1V (je Kerze) runterbringen musst. Die Polung (+/-) spielt keine Rolle solange rein Ohmische Verbraucher im Stromkreis sind, was hier der Fall ist (deshalb spielt es auch keine Rolle ob die Drahtbrücken am Schraubgewinde oder an der Spitze sind etc.)

Da derartiges vermutlich fehlt, kannst du die Kerzen auch am Schlepper testen. Hierzu würd zB die letzte Kerze ausbauen und die Leitungen (Drahtbrücken) durch dicken Draht (min. 2,5mm²) ersetzten und Kerze im Schraubstock oder ähnliches beobachten.

Meine Meinung: Das ganze wäre aber wegen 3 Kerzen unnötig aufwendig. Bau alle 3 Kerzen aus, entweder durch drei neue ersetzten oder gleich Umbau, ist wie gesagt absolut kein großes Ding. Wenn du die alten Kerzen weiterverwendest riskierst du am Ende noch ne abgebrochene Wendel in der Vorkammer/Brennraum. Der Ausbau sollte am 3 Zylinder eigentlich recht unkompliziert sein. Mach das auch am 4 Zylinder immer mit einfachem gekröpften Ringschlüssel (SW21).

Grüße Alex
 
Hallo Harry und Alex,

das Schaltbild von Harry ist so richtig.

Das Messen am 1. Zylinder von Spitze Glühkerze nach Masse, ist so nicht richtig da die Verbindung von der Spitze auf Masse gelegt ist.

Das Messen der Spannung, an den einzelnen Glühkerze, muss an der Glühkerze erfolgen. Von der Spitze zur Weiterleitung an die nächste Glühkerze, aber direkt an der zu messenden Glühkerze, sollte um 0,9V sein, pro Kerze.

Das Messen des Widerstands an der Glühkerze funktioniert nicht nach Masse.(Spitze und Masse dürfen keine Verbindung haben)

@ Harry,

Du hast an der 1. Glühkerze 3,4V, so hat die Anlage eine Funktion, wobei da nur knab 3V sein sollte, was auf eine schlechte Verbindung, an den Glühkerzen schließt.

Wie schon geschrieben, ist das Messen über die gesammte Glühzeit sinnvoll, da so der Wächter glühen sollte.

Gruß Demian
 
Hallo Alex, hallo Demian,

Jetzt hab ichs kapiert, klar messe ich am 1 Zyl von Masse auf Masse das funktioniert natürlich nicht

Vielen Dank Ihr habt Euch da mächtig reingehängt und mir geholfen.

                                                        Gruß   Harry
 
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