Waldpreise?

Alex-523

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Nürnberger Land
Guten Abend zusammen, 

Ich wollte einfach mal eure Meinungen zu einem Wald haben den ich beschreiben werde, was würdet ihr zahlen?  (Ich habe die Möglichkeit ihn evtl. zu kaufen)

Es handelt sich um ein Grundstück von ca. 5000m².

 Der Wald besteht aus Fichten (60 %), Kiefern(25 %), Eichen (10 %) und ein paar Buchen (5%), die Bäume haben ein alter von ca. 30 bis 300 Jahre, viele sehr mächtige Fichten mit Stammdurchmesser ab 60 cm. Es gibt keinen Jungwald, nur Altbestand. Die Bestandsdichte ist mitteldicht würde ich sagen, teilweise gibt es Lichtungen. 

Der Wald ist absolute Hanglage, man kann also mit einem Allradtraktor nicht nach oben fahren, er würde nur quer zu befahren sein. Von oben kommt man über einen schmalen Weg, von unten kommt zwar auch ein Weg aber da braucht man eine Seilwinde um Holz herunter zu bekommen. Mit großen Maschinen ist da nichts zu machen und rauffahren mit normalen Maschinen nicht möglich. 

Ich dachte mir das ganze so:

Normalpreis bei uns in der Gegnd ist 1 € für 1 m² Boden plus das was darauf steht. 

Da extreme Hanglage, kein Jungwald und schwer zu erreichen würde ich pauschal nicht mehr wie 1,30 bis 1,70 € für den m² zahlen wollen. Wäre das grechtfertigt? Ich denke schon da es ebene gut erreichbare Wälder mit Jungwald und dichtem Bestand für 3,00€ bis 3,50 € pro m² gibt. 

Ich bin mal gespannt was ihr dazu sagt, klar besteht auch die Frage soll man sich so einen Hang überhaubt antun? 

Lg Alex

 

 

 
 
Moin Alex

so wie du das Gelände beschreibst, ist es eine extreme Hanglage;

abgesehen vom Bestand, der sicher einen >Wert< hat wäre der Quadratmeterpreis mit einem Euro schon hoch;

lass doch mal einen Förster aus deiner Nähe den Bestand ermitteln, dann hast du eine Grundlage;

Angesichts der jährlichen >Zuwachsrate< an Holz und dessen Güte ist ein Urteil aus der Ferne schwierig;

Ich habe selbst die Absicht Ackerland in unsere Gemeide zu kaufen, wenn denn Jemand was anbieten würde.

mfG.  Reinhold

 
 
Hallo,

ich hatte auch vor, etwas Wald in der Gegend um Koblenz zu kaufen. Auch dort extreme Hanglage. Der Preis war dort 0,90 Euro/qm.

Bestand war Buche / Eiche. Ich weiß ja nicht wie die Preise bei euch sind. Pauschal würde ich sagen, zu teuer.

Für das Geld bekomme ich hier Wald ohne Hanglage mit guter Erreichbarkeit (Wege), sogar fast vor der Haustür.

Gruß

Roxin
 
Oha, ihr Glückspilze!

Bei uns hier gibt es zwar viel Wald, aber nix zu kaufen.

Da sind die offiziellen Preise zwar das eine, aber Angebot und Nachfrage reden da auch noch mit.

2 - 3 €/qm mit Bestand und Hanglage sind bei uns auch durchaus machbar...
 
Danke euch drei für die Antworten!

Im Grunde sind bei uns die Preise momentan auch sehr hoch und man zahlt für gute Flächen um die 3 €. 0,90€ fürn m² wäre ja ein Traum. 

Allgemein wird viel Gesucht bei uns hier unten. Da zahlt man dann schon mal für eine Wiese 2 bis 3 € und für einen Acker 3 €. Aus erster Quelle erfahren ein Nachbar hat erst etwas gekauft.  Deswegen hoffe ich darauf das der Verkäufer eine realistische Preisvorstellung hat und nicht vom utopischen ausgeht. Kann dann ja berichten was daraus geworden ist. 

Gruß Alex
 
Bei Hanglage ist ja auch noch die Frage ob die Grundstücksgröße "horizontal-" oder "höhenvermessen" worden ist.

‘ne Aussage zu den Preisen zu machen ist wohl sehr schwierig. Die variieren hier in der Gegend schon von Ort zu Ort erheblich. Im Nachbardorf hat es ‘n neuen Gewerbepark gegeben und lt. Satzung dürfen die Kompensationsflächen dafür nur in der gleichen Gemeinde ausgewiesen werden. Dort ist in den vergangenen Jahren auch schon mal mehr als 4 Euro für Wald bezahlt worden. Zugegeben ist das jetzt ‘n Extrembeispiel.

Gruß

Klaus
 
So wie versprochen teile ich euch nun das Ergebnis mit. Ich habe nur abgewartet bis alles unter Dach und Fach war. 

Nachdem ich mit dem Besitzer noch einmal durch den Wald gelaufen bin und er mir die Grenzverläufe genau gezeigt hatte wurden wir uns eigentlich relativ schnell einige. Er hat wirklich eine gute Preisvorstellung gehabt und hat auch gut eingeschätzt was der Wald wert ist. Natürlich ging es nicht ganz ohne Handeln aber wir wurden uns einig. 

Somit hat mich der Quadratmeter 1,36€ gekostet. Ich hatte mir vorher ein Limit gesetzt und es ist alles im grünene Berreich gewesen. Ab sofort kann ich nun sagen das dieser Wald mein Eigentum geworden ist. Das mit der Zufahrt hat sich auch geklärt. 

Vielleicht hilft das ja dem ein oder anderen selbst beim einschätzen von Wäldern.

Gruß Alex

 

 
 
Moin Alex

mit dem Preis von 1,36€ hast du, meine ich, einen >guten Fang< gemacht;

die Einschätzung von einem Euro pro m² plus Bestand war zu erwarten.

mfG. Reinhold
 
Hallo Zusammen,,

Gratulation, Alex!! Ich bin auch der Überzeugung, dass Du da einen sehr fairen Preis bezahlt hast! Daumen hoch!

Mein Schwager wollte ein Stück Wald dazukaufen, das an seinen Wald angrenzt. Fläche waren knapp 1ha und der 

Bestand mittelmäßig; Zufahrt wäre okay gewesen, da er seine Zufahrt nutzen könnte.

Der Verkäufer hatte angesagt, an den Höchstbietenden zu verkaufen. Ich vergass zu erwähnen, dass der Wald im Hohelohe Kreis

liegt, wo sehr viele Landwirte leben und viele eigenen Wald haben. Also kaum "Städter" ;-) die die Preise hochtreiben (als Kapitalanlage)

Jedenfalls bot mein Schwager 2,40€ per qm - und bekam den Zuschlag NICHT!!!!!!

Somit ist der Preis von 1,36€, mein Dafürhalten, SUPER!!! Lage hin, Lage her.

Willkommen im Club der Waldbesitzer :-)))

Gruss

Jürgen
 
Danke für den Zuspruch Jürgen. =)

 Ja denke ich wie gesagt auch das es ein sehr fairer Preis war. Ein befreundeter Landwirt kaufte sich erst Ackerland für sage und schreibe 2,80€ pro m² und das handelte sich da um fast 1,5 ha. es ist schon der Wahnsinn.

Naja bei uns ist Nürnberg nicht wirklich weit 30 km und da ist alles teurer auch Bauland ist bei uns mit 200 bis 250 € pro m² schon recht ordentlich. 

Gruß Alex

 
 
Hallo Alex 523,

Auch einen Glückwunsch von mir.

Ich bin auch seit längerem auf der  Suche, ein Waldstück zu kaufen.

Aber hier in der Nord-Eifel  - rund um den Rursee - ist kaum etwas zu bekommen.

Zum einen heitzt hier fast jeder Zweite auf den Dörfern mit Holz und zum anderen liegen wir hier in einem Naturschutzpark..

Vor zwei Wochen wurde bei uns in der Presse ein Foto gezeigt, wo das Forstamt etwa 100 Stück 200 Jahre alte Nordamerikanische Eichen "geschält" hat, da sie nicht aus der Eifel stammen. ( In Zukunft sollen in der Eifel nur noch "heimische" Bäume bestehen dürfen ) Wenn du dieses Foro gesehen hättest, würde es dir in der Seele wehtun.

Vor 3 Jahren habe ich mit meinem Bruder noch etwa 170 rm Duglasie gefällt. Als wir im nächsten Jahr wieder an diesen Ort zurückkehrten, waren auch die noch stehenden atwa 1000 qm/2 "geschält" Wie man uns sagte, sollen auch diese Bäume in der Eifel nicht mehr wachsen, da es sich nicht um heimische Pflanzen handelt.

Ich weiss zwar nicht, wer da oben in den Forst-Ämtern das Sagen hat, aber meiner Meinung nach haben die alle einen an der Waffel.

PS.: In eigenwerbung - suche wie gesagt ein walddstück

Holz Herbi

 
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