Wasser im Öl trotz Motorüberholung (relativ ratlos)

Dicky Moe

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7 Februar 2008
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Hallo zusammen,

wie ich bereits vor Monaten angekündigt habe, stand bei meinem 383 eine Instandsetzung des Motors an. Ich hatte immer Wasser im Motoröl was zunächst nur wenig war, aber immer drastischer wurde. Dank der guten Tipps hier aus dem Forum, war das auch kein besonders Problem. Wie hier schon oft beschrieben, hatte auch ich die üblichen Verdächtigen im Sinn (Zylinderkopfdichtung / O-Ringe der Laufbuchsen).

Nachdem die Kopfdichtung i.O. war, war ich froh als mir beim Lösen der Pleuelschrauben relativ häufig Wasser entgegen tropfte. Nach dem ziehen der Buchsen konnte man auch erkennen das eine Buchse im Bereich des O-Ringes ausgewaschen war, soweit alles schlüssig.

Ich habe also neue Buchsen und Kolben spendiert, neue Kopfdichtung (und alle Dichtungen die ich sonst noch los hatte). Habe den Kopf planen lassen und die Ventilsitze ausdrehen lassen. Nun dachte ich alles wäre super und nach der Montage lief der Motor auch wie ein Uhrwerk.

Ich habe mir genau gemerkt wieviel Öl und Wasser ich eingefüllt habe und schon nach 10 min fahren, dachte ich hier passt was nicht. Der Wasserstand war abgesunken und der Ölstand gestiegen. Ich dachte ich werd nicht mehr !!

Nochmal im Forum erkundigt, heute die Ölwanne wieder demontiert und das Kühlsystem abgedrückt. Ich dachte nun müsste es klar erkenntlich sein, wo das Wasser herkommt aber eindeutig ist es nicht.

Ich habe nach längerem beobachten festgestellt, das es am meisten tropft, wenn ich den Motor drehe (von Hand). Es tropt aus dem Ansaugsieb der Ölpumpe und im vorderen Bereich (Schnitstelle Motorblock / Aluabdeckung).

Kann sich da irgendjemand einen Reim rausmachen ? Kommt das Wasser aus Kopf und läuft in die Ansaugleitung der Ölpumpe? Und gibt es im vorderen Bereich einen Bereich wo Wasser und Öl zusammen kommen können (wenn Dichtung defekt) ?

Ich bin echt ratlos und möcht nicht ohne Sinn den Motor komplett zerlegen.

Wäre schön wenn ihr mir mit Rat zur Seite stehen könntet !!

Danke

Gruß Thorsten
 
Hallo Thorsten,

Motorblock und Stirnraddeckel haben Verschlussstopfen vorne, die solltest du mal kontrollieren. Ausserdem hat dein Motorblock seitlich eine Schraube zum Wasser ablassen, schau da auch mal nach ob alles dicht ist.

Gruß Kevin
 
Hallo Ich würde den Aludeckel hinter der Wasserpumpe Kontrollieren. Kennedas Problem von einem 844 dahatte sich vom Kühlwasser ein Loch in den Deckel Gespült. Gruß Hans Peter
 
Hallo montier nochmals deine Ölwanne ab, und drück deinen kühler ab, dann kannst du sehen wo das Wasser herkommt!

Gruss Markus
 
Hallo,

erstmal danke für eure Tipps !!  Das mit der Ölwanne und dem Abdrücken habe ich gemacht aber es gibt mir nicht wirklich Klarheit. Gestern kam noch Wasser aus dem Ansaugstutzen der Ölpumpe. heute habe ich den Rüssel abgebaut aber weder aus der Pumpe noch aus der Bohrung der Druckleitung tritt Wasser hervor. es kommt auch viel weniger Wasser nach dem Abdrücken als vorher. Ich habe fast das Gefühl das ich durch das Abdrücken die Leckstelle teilweise verschlossen habe.

Alles sehr Rätselhaft und mit normalen technischen Verständnis kaum zu erklären. Ich habe den Eindruck als ob sich Tropfen an der Nockenwelle bilden aber Kopf ist geplant und Kopfdichtung ist neu also unwahrscheinlich das es vom Kopf kommt, oder?

Frage: Wenn es aus den Stirnradgehäuse kommt, kann es dann an der Nockenwelle entlanglaufen ? Wenn das Stirnradgehäuse undicht ist, muß man auch dieses demontieren um es zu dichten. Ich frage deshalb weil dafür relativ viel auseinander muß. Muß mann für diese Aktion den kompletten Vorderwagen abschrauben ?

Danke für eure Hilfe !!

Gruß

Thorsten
 
Hallo kontrolier mal die Froststopfen im Zylinderkopf unterem ventildeckel.

Mfg Andre
 
ich hatte in meinem 2,0l -TDI mal nen Riß im Zylinderkopf, und daher auch "Wasserverbrauch", war zwar nicht viel, aber der Riß war mit bloßem Auge nicht zu erkennen!!

Ich empfehle auch mal am Wasserkasten zu schauen, und dann die Froststopfen.

Wenn dann immer noch nix gefunden ist dann würde ich mal nach Haarrissen schauen.....-was sehr ärgerlich wäre wenn Du einen finden würdest......-
 
Hallo Dicky Moe !

Ich nehme ja mal an, dass Du die Zylinderkopfschrauben mit dem im WHB vorgegebenen Drehmoment angezogen hast. Nun geht es ein bischen ins Detail. Hier im Forum habe ich schon mal gelesen, dass jemand nachdem er den Zylinderkopf hat planen lassen, die Zylinderkopfschrauben mit einem etwas höheren Drehmoment angezogen hat.

Die nächste Möglichkeit wäre, dass die Schrauben mit einem unterschiedlichen Drehmoment angezogen wurden. In Deinem Drehmomentenschlüssel hast Du zwar den erforderlichen Drehmoment eingestellt, aber eine Schraube hat noch ein bischen Öl dran und eine andere nicht. Wenn Du hier ganz sicher gehen willst, dann verwende einen Drehwinkelmesser/ Drehwinkelanzeige. Mit ihr kannst Du alle Schrauben exakt mit demselben Moment anziehen, egal ob sie verölt sind oder nicht.

Den Drehwinkelmesser bekommst Du ab ca. 25 Euro für die einfache Ausführung im Netz. Wenn ich Dir einen empfehlen dürfte, dann kaufe einen mit Magnethalter, ist zwar etwas teurer, aber auch definitiv besser. Oder Du fragst in Deinem Bekanntenkreis, ob jemand einen hat oder besorgen kann.

Mit freundlichen Schraubergrüßen, IHC-MOL.
 
Hallo wiedermal,

ich bin immer noch auf Ursachenforschung.

Danke für eure Hinweise, hier ein paar Antworten dazu:

- Die O-Ringe der Büchsen sind es definitiv nicht. Ich habe den Motor bestimmt scho 15 x abgedrückt, an den O-Ringen ist alles dicht.

- Das mit den Zylinderkopfschrauben wäre schön, ist aber relativ unwahrscheinlich. Auch ich habe mir das Motorenhandbuch besorgt und habe den Zylinderkopf wie empfohlen von innen nach aussen in drei Stufen angezogen (bis 150 Nm, Schrauben geölt) mit elektronischem Drehmomentenschlüssel.

Zur weiteren Fehlersuche habe ich Wasserpumpe und Wasserkasten demontiert. Auch hier scheint alles i.O. zu sein. Der Frostschuztstopfen ist o.k. Ich habe sogar den Motor ohne Kühler und Wasserkasten (mit ein paar Verschlußstopfen abgedrückt). Habe das bis ca. 2 bar gemacht aber im Motor inneren tropft nichts !!?

Ich meine wenn in 10 min fahren, 0,5 -1 liter ins öl laufen, muß doch eine größere Leckage feststellbar sein ?

Die einzige Idee die jetzt noch habe ist, daß zwischen der Alustirnwand vorne und dem Block etwas durchkommen kann, und das anscheinen verstärkt wenn der Motor warm ist.

Oder er muß doch irgendwo ein Riss haben, der auch nur bei warmen Motor Wasser durchlässt.

Ich weiß auch nicht ob das plausibel ist ?? Ich habe ehrlich die Nase voll, jetzt kriege ich die Riemenscheibe nicht von der Kurbelwelle um den Stirnwanddeckel zu dmontieren (trotz aller Tipps hier aus dem Forum). Werde sie wohl warm machen müssen, in Richtung Motor schlagen löst sie bei mir nicht ! Ist mir auch etwas zu gefährlich das sie nur 2 mm vom Aludeckel entfernt ist.

Ich mag es kaum hier im Forum sagen aber jetzt wäre ein luftgekühler Motor schön. Wasser im Öl hat man da wohl ehr selten.

Ich werde weiter suchen und halte euch auf dem Laufenden. Vieleicht hat ja noch der Ein oder Andere noch eine Idee.

Gruss

Thorsten
 
Dicky Moe:

Ich habe also neue Buchsen und Kolben spendiert, neue Kopfdichtung (und alle Dichtungen die ich sonst noch los hatte). Habe den Kopf planen lassen und die Ventilsitze ausdrehen lassen. Nun dachte ich alles wäre super und nach der Montage lief der Motor auch wie ein Uhrwerk.
sind die Dichtungen Orginal oder Nachbau?
Vielleicht war der Fehler (Riss im Block ?) auch schon vor der Motorüberholung und es lag doch nicht eindeutig an den O-Ringen?
Aber das ist jetzt im Nachhinein nicht mehr feststellbar.
 
Moin Thorsten,

es sieht ja wohl so aus, als ob da ein Unterschied ist, ob der Motor warm oder kalt ist. Wenn Du deinen Schlepper auch im Winter nutzt, solltest Du eine Motorvorwärmung nachrüsten. Diese kann Dir bei der Fehlersuche helfen. Wenn Du damit den Motor erwärmst (eventuell noch mit einem Heizlüfter nachhelfen), wirst Du sicher nicht das Wasser auf 90° C bekommen, aber vielleicht reicht es aus, den vermuteten Riß so weit zu öffnen, daß es wieder anfängt zu laufen. Sicherlich kostet so eine Motorvorwärmung auch Geld, aber langes montieren und experimentieren kostet Zeit und Nerven.

Olaf
 
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