Welche Umkehrfräse/Bodenfräse für einen IHC 423?

Calenberger-IHC

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30982 Pattensen
Liebe Mitglieder,

ich bin auf der Suche nach einer Umkehrfräse/Bodenfräse für einen IHC 423, um unsere Weidebereiche, die von unseren Vorgängern leider nicht gepflegt wurde und daher völlig fest und verkrautet sind umzufräsen. Es gibt leider keine Fräse im Verleih, so dass ich wohl eine kaufen muss.

Nun bin ich bei folgenden Parametern unschlüssig, was das beste für meinen Fall ist.

- Schlepper mit 40 PS

- keine gewerbliche Nutzung

- Rasen und Krautbewuchs

- Gartenland mit mittelschwerem Boden

- Fräsenbreite?

Was würdet ihr mir empfehlen oder womit habt ihr gute Erfahrungen gemacht (Stark, Geo, Deleks, ...). Welche Breite wäre für meinen Schlepper eine passende Breite?

Danke für eure Tipps.

Gruss Joerg
___
„Wenn Informationen von Menschen im Dialog oder in einer Diskussion verarbeitet wird,
dann ist dies nach allem, was wir wissen,
die tiefstmögliche Art der Verarbeitung.“
(Manfred Spitzer)
 
Moin.

Ich will hier nicht den Klugscheißer spielen aber wir haben in Niedersachsen ein  Grünlandumbruchverbot. Theoretisch musst du das also erstmal beantragen das du umbrechen und neu anlegen möchtest. Mir persönlich ist das egal was wer macht, ich wollte es nur erwähnt haben. 

Zum Thema, frag einen Bauern/Lohner mit richtigem Gerät. Selber kaufen lohnt nicht. Fräsen macht es nicht besser, da keimt nachher wieder alles was vorher auch da war, Ampfer vielleicht noch mehr, ist ein Lichtkeimer. Früher hat man die alte Grasnarbe mit Glypho tot gespritzt, und mit der Schlitzdrille neu eingesät. Irre teuer. 10 kg Grassamen kosten ca 50 Euro, mindestens 30 Kg/ha müssen rein. 

Regelmäßig kurz mulchen, am besten absammeln, dann nachsähen und gut düngen bringt auch einen Erfolg. Der beste Dünger dafür ist  Kalkstickstoff, auch irre teuer aber für Pferdeweide sehr gut weil es auch gegen Parasiten und gewisse Unkräuter wirkt. Außerdem versäuert er den Boden nicht. Bodenproben schaden auch nicht, kann man hier im Reiffeisenmarkt machen lassen.

Haupttip: machen lassen! Pflügen, Kreiselegge, einsähen und anwalzen.

Gruß Jürgen 
 
Hallo Joerg,

die Arbeitsbreite sollte zur Schlepperbreite (Spur) passen, also vermutlich rund 2m mindestens. Für eine "richtige" Bodenfräse von 2m auf gewachsener Wiese sind 40 PS aber zu mager.

Wenn du das Thema trotz der berechtigten Hinweise von Jürgen weiter verfolgen willst, würde ich mich nach einer alten Spatenegge zB. von Fahrhttps://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/fahr-spatenegge-se/3091785687-276-8071 umsehen. Die wurden früher nach dem Pflügen oder zum Stoppelumbruch eingesetzt und haben eher sichelförmige Messer mit deutlich weniger Kraftbedarf. Nutze selbst eine Fahr SE1 Spatenegge mit AB 1,8m in Kombination mit einem D430 in schwerem Tonboden. Sofern der Acker nicht knochentrocken ist, geht das sehr gut.

Beispiel:

https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/fahr-spatenegge-se/3091785687-276-8071

Grüße,

Alex
 
Hallo Joerg, da du ja auch Gartenland hast und die Fräße vielseitig einsetzen möchtest, würde ich die eine 1,80 m empfehlen. Howart, Krone, Rau 

Gruß Hawi 
 
Hallo Joerg,

ich habe mir dieses Jahr eine Bodenfräse von Stark RS 115 zugelegt. Ziel war es unsere Waldwege, welche von Wildschweinen in Berglandschaften verändert wurden zu begradigen. Ging ganz gut. Ich musste im Anschluss jedoch nochmal mit einer schweren Schleppe drüber. Danach sah es ganz ordentlich aus und die Wege wurden wieder grün. Sie sind nur zum Teil mit Schotter befestigt. Der hat den Messern aber offensichtlich keinen Schaden zugefügt. Sie sind ohne Einschläge.

Zum Pflegen der Wege, als dann die Vegetation wieder schön einsetzte habe ich auch noch einen Mulcher GeoTech Pro KFM 130 gekauft. Der schneidet nicht nur, er glättet die Wege sehr schön. Er ist von Hand verschiebbar. Aber etwas mühselig. Für meine Zwecke aber durchaus ausreichend. Auch hier nehmen die Messer trotz des Schotterbesatzes kaum sichtbare Schäden.

Beide Geräte werden mit einem IHC 353 bewegt. Dabei ist die Leistung der Maschine mit den 34 PS aus meiner Sicht grenzwertig. Dauernde Höchstbelastung unserer alten Schätzchen wird nicht zum ewigen Leben beitragen.  Deshalb eher der Mulcher, der geht auch mit nicht Höchstdrehzahl ganz gut.

Die Geräte wurden neu gekauft, da ich das gleiche Problem hatte was Passendes gebraucht zu erstehen.

Den Mulcher würde ich diesen Erfahrungen vorziehen. Mehrmaliges überfahren der Fläche ergiebt tatsächlich das gewünschte Bild.

Durch die Verschiebung am Mulcher komme ich auf der rechten Spur bis zum Außenrand des Reifens. Die Arbeitsbreite beträgt dabei 127 cm. Durch die hohe Drehzahl der Messer ist es aber kein Problem von überfahrenden Bewuchs. Die Qualität sieht tasächlich wie ein Fußballplatz aus.

Schöne Grüße vom Dirk aus Ostthüringen
 
Danke euch für die Antworten. Ich werde es wohl erstmal so machen wie Jürgen gesagt hat und jemanden das Fräsen lassen. Da es sich um Gelände handelt, was direkt an unser Haus grenzt und zum Grundstück gehört, darf ich umbrechen. Wenn es sich um eine landwirtschaftliche Grünfläche handeln würde, dann dürfte ich es nicht, weil wir ja hier in NDS dieses "Grünlandumbruchverbot" haben. 

Gruss Joerg
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„Wenn Informationen von Menschen im Dialog oder in einer Diskussion verarbeitet wird,
dann ist dies nach allem, was wir wissen,
die tiefstmögliche Art der Verarbeitung.“
(Manfred Spitzer)
 
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