Wie man einen Rückewagen baut - sowas wie eine "Anleitung"

echterAkim

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10 August 2020
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Moin Freunde der Überladung,

vor einiger Zeit haben wir uns einen Holzladekran gekauft. Das Ding war echt super zum Laden, aber hatte einige Nachteile:

- Dadurch das er in der Dreipunkt angebaut war, wackelte er beim Laden stark hin und her (Unterlenker heben nur und drücken nicht)

- Der An- und Abbau war nervig. Besonders durch die Hebelage (weil die so elendig schwer war) konnte man den Kran nur mit 2 Personen anbauen. Dauerte immer mindestens 20+ Minuten

- Man sitzt auf dem Rücksitz der XL Kabine. Fand ich eigentlich ganz muckelig, aber die Sicht war schlecht. 

Und, und, und 

Hatte aber auch Vorteile:

- man konnte jeden Drehschemel anhängen, da das Schlepperzugmal frei bleibt

- Man könnte auch ohne Anhänger (nur mit Kran) ladearbeitena ausüben (oder Gräben ausheben oder so)

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Naja jedenfalls wollte mein Vater dann unbedingt einen alten Ladewagen kaufen und diesen umbauen zu einem Rückewagen. Ich hatte derzeit mal im Forum geschaut, wie sowas geht. (Und ob sowas überhaupt geht, ging aber wohl). Es sollte ein 8t Ladewagen sein.

Das Glück war wohl auf unserer Seite: In unserem Ort verkaufte jemand einen Krone HSD-5003. An einem verregnetem Nachmittag haben wir uns das Ding mal angeschaut. Sehr solide Kiste. Könnte man wohl was draus machen. 

Jedenfalls wurde das Gerät gekauft und an einem noch verregneterem Tag hab ich mich entscheiden, das Ding nach Hause zu holen. Gesagt getan - die Kiste stand bei uns Zuhause. 

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Und schon begann das Abwracken. Wir konnten noch folgende Sachen sogar verkaufen: Alle Bordwände, Pickup, Höhenförderer, Messerkasten

Eigentlich wurde bis auf den Rahmen, den Holzboden und die Achsen alles entfernt und zum Schrott gebracht. 

Die Idee war, den Kran vorne in den Rahmen einzusetzen und damit zu verbinden. Am besten in der 3-Punkt.

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In das große Rechteck sollte der Kran kommen. Genug Platz sollte eigentlich da sein. Der Pickup und die dazugehörigen Teile hatten bestimmt in etwas das Gewicht des Kranes. 

Auf gut Glück haben wir versucht das Teil reinzuheben. Dafür das Stützrad abgebaut und den Anhänger an der Deichsel bis auf den Boden kippen. 

Kleiner Tipp für Nachahmer: Leiht euch nen Teleskoplader aus, damit geht das bestimmt einfacher. 

Jedenfalls hat das dann auch wieder geklappt (ein Wunder eigentlich) und der Traum vom eigenen Rückewagen "rückte" immer näher.

Nach ein paar Wochen kam dann der Tag des Einbaus. 

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Unten links kann man die Bleche sehen, die dafür angefertig wurden. Die Bleche werden mit dem Rahmen mit Bolzen verschraubt. Zwischen die beiden Bleche kommt ein U-Träger, für den die Form ausgelasert wurde im Blech. An dem Träger kommen dann Halteeisen für die Dreipunkt. Der Oberlenker wird mit festgeschweisten Eisen verbunden.

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Ich hoffe man kann das nachvollziehen. Mit dem Oberlenker kann man das ganze dann noch ein bisschen ausrichten.

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So sah das dann in etwa aus. Komplikationen gab es soweit nicht und ich war froh, das alles so reibungslos geklappt hat. 

Das Stützrad konnte auch ab, dafür haben wir jetzt die ausfahrbaren Stützen.

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Für das Rücklicht hab ich mir dann noch was spezielles überlegt: Ein Ausziehbarer Lampenträger. Jeweils zwei Vierkantrohre, die man ineinander stecken kann. Mit zwei großen Schrauben gesichert. Außerdem mit einer Ausziehsicherung, dass es nicht komplett herausfallen kann. 

Dazu kommen noch Gitter, um die Lampen vor Ästen zu schützen. Der Kratzboden kam dann auch noch mit Runter. 

Nicht zu vergessen: Ein Schutzgitter einschweißen, das zwischen Kran und Ladefläche ist. Machen alle so.

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Heute also die ersten Lärchen holen. Ich war ja schon das Laden mit Kran und Trecker gewöhnt. Aber das mit dem Wagen ist nochmal um Welten besser. 

Durch das hohe Eigengewicht steht der Kran jetzt viel stabiler.

Es wurde noch schnell eine Platform gebaut, um auf der Deichsel vernünftig zu stehen. Wir wollen das ganze jetzt erstmal erproben und dann verbessern. Aber das Grundkonstrukt steht ja und das ist die Hauptsache. 

Ich denke, ich werde noch ein wenig von den Umbauten hochladen. Vielleicht mach ich auch ein Video vom Laden. 

Falls ihr Fragen habt, stellt sie gerne. 

Euch noch einen schönen Abend.
 
Hallo Akim,

danke für deinen Bericht und deine Vorschau, dass es noch weitere Bilder geben wird. Ich finde von sowas lebt das Forum und motiviert einen auch mal wieder ein Projekt zu starten.

Bis jetzt sieht der Rückewagen doch schon gut aus. Mir persönlich wären die Rungen etwas zu schwach für eine volle Holzbeladung, da dir durch den Abbau des hinteren Aufbaus und der Seitenwände etwas die Stabilität abhanden gekommen ist. Bei deinem 8t-Anhänger ist man ja immer wieder bestrebt noch ein Stämmchen mehr aufzuladen, weil der Anhänger ja kaum Anzeichen macht überladen zu sein.

Aber das ist nur mein Gefühl. Vor Ort und nicht auf Bildern sieht das Ganze wahrscheinlich ganz anders aus.

Bitte weiter berichten.

Gruss Joerg
 
Hallo Jörg,

vielen Dank für dein Feedback. So ein Projekt haben wir auch nicht alle Tage und ich glaube das ist es dann auch wert zu teilen. Mit den Rungen hast du vollkommen recht - da muss was massiveres her. Sind nach einer Ladung auch schon bisschen verbogen. Ich hätte da vielleicht an was zum stecken gedacht? 

Die Liste mit Änderungen, die ich jetzt noch vornehmen will ist nicht allzu lang:

- stärkere Rungen

- Arbeitsscheinwerfer - montiert habe ich sie schon (2 am Drehturm und 2 am letzten Ausleger, bin auf das Ergebnis gespannt)

- kleine Orange leuchten an der Seite (für mehr Sicherheit Nachts, vorallem auf Kreuzungen)

- Eine Rückenlehne an dem Bedienpult. 

Der Anhänger hat Übrigens auch eine Knickdeichsel (noch vom Ladewagen, man kann das Heck sozusagen damit absenken) Ich hab mich gefragt, was man damit nützliches machen könnte. Vielleicht habt ihr Ideen. 

Noch was anderes: Hat jemand schonmal Erdbohrer mit so einem Forstkran benutzt? Ich hätte daran gedacht, so einen Bohrer einfach in die Zange oder direkt in den Endlos-Rotator einzuspannen. Genug Kraft müsste der Rotator ja haben? In meinem Kopf könnte man dann verschiedene Bohrer auf Paletten mitnehmen, Löcher borehn und direkt Zaunpfähle setzen. 

Jedenfalls auf wiederhören!
 
Moin Akim,

nach meinen Erfahrungen mit einem ZW-getriebenem Erdbohrer in der Heck-3-Punkt wird das mit dem Kran nicht funktionieren, dazu reicht das Drehmoment des Hydromotors nicht aus. Ist natürlich eine Frage auch des Bohrerdurchmessers und "Vorschubs". Ich kann dir allerdings verraten, daß ich bei 25 cm Bohrerdurchmesser (für Eichenpfähle) und einem Sekundenbruchteil Unachtsamkeit anfangs mehrmals zu Fuß nach Hause gelaufen bin die größte Rohrzange zu holen, um den Bohrer damit rückwärtsdrehend wieder aus dem Boden zu bekommen. Die Heckdreipunkt hat den nicht mehr rausbekommen.

Beste Grüße +Matthes+
 
So sieht übrigens der Lampenträger im Gebrauch aus:

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Ich war heute das erste Mal richtig im Wald, um den Wagen ein wenig auszutesten. Lässt sich auch echt entspannt fahren. Vorallem mit dem Frontgewicht und ein wenig Stämmen hinten drauf liegt der Zug sehr schön im der Spur. Der Trecker schaukelt sich halt nicht so auf, wie sonst. Beim Einbiegen muss man natürlich ein wenig ausholen.

Jetzt hab ich auch bemerkt, dass Teleskopspiegel dann doch ganz schön wären, weil man gar nicht mehr an der Seite vom Anhänger vorbei schauen kann. 

Was ich mich zusätzlich noch Frage: Hat der Krone Ladewagen (HSD 5003) eine Rückfahrautomatik? Beim Bremsen schiebt er ganz normal auf, aber beim Rückwärts fahren tut sich da gar nichts. Ich kann einfach so rangieren. Ich dachte das hätten nur die modernen PKW-Anhänger. 
 
Hallo Akim,

ich hab einen Erdbohrer in meinen Holzgreifer gebaut.

Das Ding ist leicht einzuhängen und wird mit 2 Schrauben fixiert.

Bisher hat das recht gut funktioniert.

Ich habe einen kleinen 3t Rotator am Greifer.

Gruß

Heinz

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Hallo Freunde der verdichteten Kranplätze, 

über ein halbes Jahr ist nun vergangen seit dem Bau des Rückewagen. Es wurde einiges an Holz damit bewegt und nun ist es an der Zeit für ein kleines Update:

1. Die Rungen sind zu dünn. Hatte ich auch schon erwähnt, dass die einfach zu klein ausfallen. Ich habe jetzt erstmal alle auf halber Länge eingekürzt, aber bald kommen alle ab und stattdessen kommen stärkere Rungen zum Einsatz. 

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Der Boden ist auch raus, der war zu morsch und war nachher nur noch ein Flickenteppich. Wenn neue Rungen ran kommen, müssen zeitgleich auch noch Träger quer zur Fahrtrichtung eingebaut werden, die das Fahrgestell verstärken. Sonst biegen die Rungen den Wagen noch auseinander.

2. Licht am Kran - Gutes Licht kann einem ja mal schnell den A retten, besonders wenn es in die Wintermonate geht. 

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Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch die alten Scheinwerfer in Benutzung gehabt. 2 am Turm, 2 am letzten Arm. Das Licht lässt sich über einen Knopf am Bedienpult anschalten. Den Strom hole ich von dem Standlicht des Anhängers. Auf dem Foto lässt sich erkennen, wie gut die Zange angeleuchtet wird. Jedoch habe ich um die Scheinwerfer keinen Schutz gebaut, also sind natürlich alle (!) Scheinwerfer abgebrochen. 

Im Internet gibt es nicht so viel Material zu Schweinwerfern an Rückewagen, aber eine Idee hatte ich aufgegriffen: 

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Ein bisschen dickeres Blech 4 mal Kanten und den Scheinwerfer dort einbauen. So können die Äste nicht mehr den Scheinwerder abbrechen. Mal gucken wie lange das gut geht. Ich muss aber zugeben, dass die vorherigen Scheinwefer die biligsten von eBay waren, die man finden konnte. Jetzt habe ich welche von einem bekannten Anbieter für Arbeitsscheinwerfer gekauft, ich denke da hat man mehr von.

Nachts sieht das so aus:

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Der Scheinwerfer zeigt immer auf die Zange

3. Die Aufhängung für das Bedienteil war provisorisch aus Holz, jetzt hab ich es aus Stahl gebaut. Hält also vernünftig jetzt.

Ich halte euch auf dem Laufenden, hier noch ein paar Fotos aus dem Einsatz:

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Moin zusammen, 

es ist wieder etwas Zeit vergangen und die finalen Umbauen am Rückewagen sind nun endlich geschehen. 

1. Es sind endlich bessere Rungen vorhanden

2. Es wurden bessere Querträger für die Ladefläche eingebaut

3. Es wurde ein Holzboden verbaut (mit Halter für die Zange)

- Holzboden finde ich wichtig zum Sträucher fahren und Feurholzkisten transportieren

4. Ein richtiges Prallgitter wurde eingebaut

Ausserdem wurden noch kleine Änderungen am Lampenträger vorgenommen und der Wagen hat einmal frische Farbe bekommen

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Was jetzt noch fehlt ist die Aufstiegsleiter. Dazu müssen wir uns noch was ausdenken, am besten klappbar. Wer eine Idee hat, immer her damit. Hier und da kommen auch bestimmt noch ein paar Anbauten dazu (Staukiste, Seilwinde zum ranziehen, usw)

Euch noch einen schönen Abend

LG
 
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