Wiese/Böschung mit zu viel Moos

IHC_Bubi

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28 Juli 2016
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Süd Hessen
Nabend,

suche Rat und Ideen zum Thema Grünland bzw. wie ich der Vermoosung besser entgegenwirken kann.

Hab nen knapp 2ha Gelände mit zum Teil Wiese und Böchung was zunehmend vermoost. Langsam wird es stellenweise so extrem das man beim drüber laufen nur noch Moos sieht und mehrere Zentimeter einsinkt. Gerade der Böschungsbereich und zwischen Bäumen (weil schattig) erodiert der Boden deutlich. Bisher fahre ich im Frühjahr mit einem alten Netzstriegel bissel spazieren was zwar den Boden etwas lüfttet und die Maulwurfhügel etc. ebnet aber dem Moos nicht wirklich beikommt. Um das Moos zumindest auf den ebenen Flächen auch tiefgründig zu entfernen hatte ich den Gedanken an eine Art Zapfwellen-Vertikutierer. Sowas gibt es zwar aber eher selten und damit auch auch preislich nicht in Relation. Zudem wird es für den Böschungbereich vermutlich kaum eine andere Lösung als den gezogenen Netzstriegel geben. 

Nun gibt es ja für Rasentraktoren so Spielzeug Zinken-Rechen (1 reihig). Gibt es sowas auch 2-4 reihig für 3-Punkt mit entsprechend stärkeren Zinken (ggf. bastel ich auch was selbst) bzw. hat da jemand Erfahrung ob das für Wildwiesen und starker Vermoosung zielführend sein kann?

Alternative Ideen/Erfahrungen würden mich auch interessieren.

Danke und Gruß aus Südhessen,

Alex 
 
Hallo Zzusammen,

ja mechanisch entfernen ist mit einer Wiesenegge ideal oder auch eine Ackeregge mit umgedrehten Feldern.

Wichtig danach ist dann das Moos aufladen und wegbringen.

Die Schattenbäume und Hecken ausschneiden , dass licht einfallen kann.

Danach Gras nachsäen und düngen.

Dann sollte es wieder besser werden.

mfg Wilhelm

Deutz D30 S Bj. 1958
Unimog 406 Bj. 1975
John Deere Bj. 1978
Ehefrau Bj. 1979
IHC 633AS Bj. 1981
 
Moin Alex,

Zapfwellenvertikutierer sind gebraucht eher selten zu finden. Nun kann man aber jeden Schlegelmäher/-mulcher mit Y-Messern natürlich auch mit geraden Vertikutiermessern ausrüsten. Vielleicht findet sich da ja eher was unter diesem Suchbegriff? Ich bin schon etwas länger "raus"; früher gabs im Odenwald die Fa. "agritec". Da konnte man auch Maschinen leihen.Möglicherweise gibts die auch leihweise bei dem ein oder anderen GALA-Bauer (Fa. Gala-Bau Weiland in Mannheim gabs damals) Die Problemstellen sind locker an einem Tag "durchgeschrubbt" Kostet vielleicht 150€ Leihgebühr plus Messer. Lohnt sich dafür eine eigene Anschaffung?

Beste Grüße +Matthes+
 
Genau, der in der Praxis unübertroffen erfahrungsreiche Pitter/Stefan wieder :-)

Gerne natürlich auch nen "Strahl Gülle" ins südhessische Wasserschutzgebiet der Städte Frankfurt/Darmstadt/Wiesbaden. Das machst du nur ein mal!

Vermute mal, das ist in Ostfriesland anders?

Fürn "Landung"s- Sack Ammoniak kriegste hier momentan en halbes Dutzend manuelle Moosrupf/-zupfer.

Beste Jrüße
+Matthes+
 
Danke an alle für die schnellen Rückmeldungen!

@Wilhelm: Mit umgedrehter Egge hatte ich auch mal probiert, war aber zu grob, mehr Schaden als Nutzen. Daher war ich bisher beim umgedrehten Striegel geblieben (siehe Bild-1). Trotzdem Danke für den Tip!

@Peter: Wie beschrieben hab ich u.a. ne vermooste Böschung, also direkt am Gewässer und schon aus Eigeninteresse besser keine Chemiekeule. Hier im hessischen Ried ist man aber tatäschlich fast immer an irgend einem Gewässer, rechtlich sowieso.. Aber auch Dir Danke für deine Rückmeldung!

@ Matthes: Das mit der Maschinenleie wär ne Idee, ist für passende Zapfwellenvertikutierer aber wohl eher Glücksache. Das mit dem Umbau eines Schlägelmulchers mit Y-Messern ist aber ne ggf. ideale  Idee! Hab seit paar Jahren nen Böschungsmulcher mit Heckenschere und Mulchkopf. Letzterer hat Y-Messer und 1m Arbeitsbreite (Bild-2), da wär der Umbau auch nicht jedes mal so aufwendig. Wollte dem eh nen Satz neue Schäkel spendieren (der ist mal etwas zu flach gelaufen). Dabei dann gleich passende gerade Vertikutiermesser beschaffen, dann klappts bestenfalls sogar mit der Böschung! Anschließend die "gezupfte Moosrupferei" fleißig zusammenrechen und ab in den Grünkübel der Gemeinde, dann ggf. hier und da etwas nachsäen. Da sollte klappen!

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So, mir wurde geholfen. Danke nochmal an Alle und angenehme Woche!

Grüße, Alex
 
Moin Alex,

hast mich neugierig gemacht.

Kannst du mir zu dem Auslegermulcher noch ein paar Details nennen? Wie weit kommst du mit dem raus? Reicht der bis an die Wasserfläche auf deinem Bild oder fährst du in die Böschung rein?

Hast du davon vielleicht noch ein paar Einsatzbilder?

Gruß +Matthes+
 
Gude Matthes,

Ist ein GEO AM100 mit 1m Mulchkopf bzw. AMD150 mit 1,5m Heckenschere, also eins der bösen Gesamtproduktimporte aus Fernost. Die verbauten Komponenten, insbesondere der Kleinkram wie Bolzen, Hydraulikverschraubungen etc. sind insgesamt ein Normenhybrid bzw. etwas aus der Reihe gefallen (bsp. M12 Schraube mit 18er 6-Kant aber 19er Mutter). Hört sich aber schlimmer an als es ist, hab schon ein paar Reparaturen dran gemacht bzw. die Hydraulik etwas umgebaut, keine große Sache. Insgesamt bin ich damit für meinen... nennen wir es Hobbygebrauch.... recht zufrieden. Klar wer täglich sein Brot damit verdient gibt dann bei Dücker das 3-4 fache aus.

Auf die Böschung kann ich nicht fahren, zu steil und letztes Jahr waren die Karnickel auch zu fleißig... Die Auslage mit 1m Mulchkopf beträgt geschätzt rund 3m. Damit bleibt im Sommer, je nach Wasserstand, wie in den Bildern ca. 1m für die Motorsense übrig. Kann das ggf. gern mal nachmessen da ich Schnittkante recht gut kenne. 

Die Schnittleistung finde ich sehr Zufriedenstellend, sowohl für den Mulcher als auch die Schere. Selbst in hüfthohem verkrautetem Wildwuchs mit Schilf, runtergefallenen Ästen und Bodenwellen bleibt eine annehmbare Schneise (siehe Bilder). Fahre den GEO am 430, funktioniert dank Agriomatik einwandfrei.

Hab dir mal 3 Bilder rausgesucht. Bei Interesse melde dich per PN, dann kram ich mal nen Video raus. 

Gruß in den Taunus

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...die Nutzung auch als Baum/Ast- u. Heckenschere macht die Sache noch interessanter!

Gruß

__________________________
Gaggenau / Neuss / Forstern
 
Servus,

Nachtrag: Aus dem Umbau des Muclhskopfs zum Vertikutierer wurde nichts da der Bauraum zwischen Schlägelwelle und Gehäuse für Schlägel und Messer zu gering ist. Ohne Schäkel verklemmen sich die Messer, aufgrund des typischen Langlochs, teilweise mit der Welle. Immerhin lässt die Alternative (siehe Bilder) nach einem ersten Testlauf deutliches Potential erkennen. Noch ein paar kleine Anpassungen der Eigenbau-Achse zur Höheneinstellung und auf geeignetes Wetter warten.

Damit klappts zwar nicht mit der Böschung aber dafür mit den eher unzugänglichen Bereichen. Arbeitsbreite ist ebenfalls 1m.

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Grüße, Alex
 
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