Wildretter

case 940

Bekanntes Mitglied
Registr.
29 Dezember 2008
Beiträge
118
Ort
59071 Hamm
Hallo,

Es hat zwar nix direkt mit IHC oder Case zu tun aber ich finde es ist ein wichtiges Thema momentan. Jeder von uns der im Frühjahr mit dem Mähwerk/Mähkombination unterwegst ist hat das Problem wie schneide ich leistungsfähig mein Gras/Grünroggen oder ähnliches ab ohne junge und alte Wildtiere zu gefährden oder ga zu verletzen/töten.

ich würde mich über eine sachliche und interessante Diskusion freuen und vielleicht kann der ein oder andere noch was lernen. ( Bitte keine Beleidigungen oder ähnliches hier ).

 

Michael Stockei
0151/11528050
Michael.Stockei@t-online.de
mst-technik.npage.de/

Bei mir sind Schlepper Arbeitsgeräte und keine Ausstellungsstücke
 
Die Idee ist nicht schlecht. Leider würde sie bei uns das "Primärproblem" nicht lösen. Unsere Flächen liegen direkt am Waldrand und somit sind bei uns hauptsächlich Rehkitze, die im Gras zusammengerollt liegen, am stärksten gefährdet. Letztes Jahr habe ich auf auf rund 4 ha ca. 60 Kuhlen zur Ablage der Kitze gefunden (natürlich nicht belegt).
Ein Signalton würde wohl ein Kitz nicht zur Flucht bewegen. Wir behelfen uns damit, am Abend vor dem Mähen und direkt vor Arbeitsbeginn mit unserem Jagdhund kreuz und quer über die Flächen zu streifen. Entscheidend ist dabei der Abend vorher, da die Ricke den Jagdhund natürlich bei Rückkehr noch "riechen" kann und somit einen anderen Ablageort für das Kitz sucht.

Natürlich hilft sowas nur bei unseren Verhältnismäßig kleinen Flächen. Bei großen Flächen bleibt wohl wirklich nur der hilfsbereite Jäger mit einer ganzen Armada an Helfern.

Für die anderen Wildtiere ist der Signaltongeber natürlich eine Sinnvolle Ergänzung, kann aber meines Erachtens nicht das Absuchen ersetzen... Leider!

Gruß

Jens
 
Hallo,

die Idee ist nicht schlecht. Aber wie mein Vorredner schon sagte, wird das System nicht viel bringen, da sich die Rehkitze bei Gefahr ducken und nicht flüchten.

Da ist wirklich Handarbeit angesagt.

Holger
 
Guten Morgen

Aber auch bei der Handarbeit findet man nicht immer alle Kitze da sie sich gut verstecken können und selbst ausgebildete Jagthunde finden die dann nicht.

Aber laut verschiedener Jagtzeitschriften und anderen Artikeln soll es schon erfolgreich getestet worden sein ,wenn man einen Tag vorm Mähen die Wildretter Soundbox in die Wiese stellt fühlt sich die Ricke gestört und bringt ihr Kitz/Kitze woanders unter. Das ganze werde ich mal testen und sehen ob was dran ist.

Und da das Gerät mit Versand nur 17,40€ kostet kann man sich auf Dauer davon auch 3 oder 4 zulegen.

Michael Stockei
0151/11528050
Michael.Stockei@t-online.de
mst-technik.npage.de/

Bei mir sind Schlepper Arbeitsgeräte und keine Ausstellungsstücke
 
Hallo,

da wir meistens relativ spät mähen, haben wir bisher noch nie soetwas gehabt.

Trotz allem beschäftigt mich dieses Thema auch, da das Wetter immer instabiler wird und man vielleicht in die Bedrängnis kommt auch mal früher zu mähen.

Hat jemand schonmal eine (Rechen-)Konstruktion vor den Mäher gebaut und hat Fotos davon? Ich stelle mir da soetwas vor, dass man Zinken von einem Schwader nimmt und in ca. 1m Abstand zum Mäher davor installiert und damit die Wiese "durchkämmt" bevor gemäht wird. Würde soetwas überhaupt etwas bringen? Sind Kitze & anderes Getier schnell genug auf der Flucht wenn man mit dem Kreiselmäher ankommt?

-----------------------

Gruß Sven

"Ich bin der Schlepper aus dem Neusser Land, und hab geschleppt schon allerhand, die größten Pflüge weit und breit, zum Schleppen hab ich immer Zeit."

Unser 946
 
case 940:

Guten Morgen

Aber auch bei der Handarbeit findet man nicht immer alle Kitze da sie sich gut verstecken können und selbst ausgebildete Jagthunde finden die dann nicht.
Moin Michael,

wenn man aber mit dem Jagdhund (oder auch jedem anderen Hund) am Abend vor dem Mähen querfeldein läuft, fühlt sich die Ricke in nahezu allen Fällen, allein durch den Geruch des Hundes, ausreichend gestört um das Kitz vom Gründlandstück zu entfernen. Es ist also nicht einmal zwingend nötig, alle Kitze aufzufinden - man muss ihnen nur nahe genug gekommen sein.

Wir haben bisher nur beste Erfahrungen damit gemacht (Noch kein Kitz im Mähwerk gelandet - Gott sie Dank!). Die Nachbarn machen das seit gut 15 Jahren so und hatten bisher nur ein Kitz, dass nicht von der Ricke entfernt wurde. Der Nachbar hat es damals aber rechtzeitig gesehen.

Gruß
Jens 
 
js_624:

Die Idee ist nicht schlecht. Leider würde sie bei uns das "Primärproblem" nicht lösen. Unsere Flächen liegen direkt am Waldrand und somit sind bei uns hauptsächlich Rehkitze, die im Gras zusammengerollt liegen, am stärksten gefährdet. Letztes Jahr habe ich auf auf rund 4 ha ca. 60 Kuhlen zur Ablage der Kitze gefunden (natürlich nicht belegt).
Ein Signalton würde wohl ein Kitz nicht zur Flucht bewegen. Wir behelfen uns damit, am Abend vor dem Mähen und direkt vor Arbeitsbeginn mit unserem Jagdhund kreuz und quer über die Flächen zu streifen. Entscheidend ist dabei der Abend vorher, da die Ricke den Jagdhund natürlich bei Rückkehr noch "riechen" kann und somit einen anderen Ablageort für das Kitz sucht.

Natürlich hilft sowas nur bei unseren Verhältnismäßig kleinen Flächen. Bei großen Flächen bleibt wohl wirklich nur der hilfsbereite Jäger mit einer ganzen Armada an Helfern.

Für die anderen Wildtiere ist der Signaltongeber natürlich eine Sinnvolle Ergänzung, kann aber meines Erachtens nicht das Absuchen ersetzen... Leider!

Gruß

Jens
Das mit dem Rechen habe ich auch schon probiert hat nix genutzt hatte trotzdem zwei Kitze im Mäher. Leider

Und direkt davor würde eh nicht viel nützen weil es schafft kein Kitz oder anderes Jungtier bei einer Fahrgeschwindigkeit von mehr als 6 bis 7 km/h schnellgenug weg zu sein.

@ js624 Wir sind auch Abends vorher mit dem Hund durch die Wiese gegangen ( kreuz und quer ) hat leider nix genützt und da die Flächen und Maschienen ja immer größer werden würde da vorher schon ein Tag für draufgehen um alles abzusuchen.   Daher versuche ich es jetzt so und hoffe mal das es klappt.

Michael Stockei
0151/11528050
Michael.Stockei@t-online.de
mst-technik.npage.de/

Bei mir sind Schlepper Arbeitsgeräte und keine Ausstellungsstücke
 
Moin zusammen, habe mit Interesse die vielen Kommentare gelesen mit denen der Mähtod von zahlreichen Tieren verhindert werden soll.

Habe in der Zeitschrift Rheinisch-Westfälischer Jäger 5/2014) einen interessanten Artik gefunden der sich  auch mit akustischen Wildrettern beschäftigt.

Anfragen an: artenschutzzentrum@ljv-nrw.de

oder www.rwj-online.de

Frohes Schaffen Allen!!
 
Zurück
Oben Unten