Zugkraft IHC 453

D430Fabi

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Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage zum Ihc 453.
Wenn ich mit dem Traktor zum Beispiel eine Wurzel versuche aus der Erde heraus zu ziehen, solange bis die Räder durchdrehen (Wald und Straße), welche Kräfte (in Tonnen) wirken dann auf das Seil bzw. Kette?

Wie müssten die Ketten/Seile dimensioniert sein, damit sie nicht reißen?

D430-Fabi
 
Hallo Fabi, errechnen kann ich die Zugkraft nicht. Wenn die Kette nicht stramm ist können da gewaltige Kräfte aufkommen. Ich benuze für solch Aktionen eine 10mm Kette. Die hat bislang alles ausgehalten. Hab in der Werkstatt eine 8mm Kette hängen, die ist mit 2,8T angegeben.

Sei bloß Vorsichtig, und nehm lieber ne Kette als ein Seil zum Rausziehen, wenn ein Seil reißt kann es übel zurückschlagen, ne Kette fällt da eher in sich zusammen.

Wenn die Kette stramm ist, und du dann ziehst wirst du auch eine gute 8mm Kette nicht zerreißen.

Gruß Henry
 
Hallo D430-Fabi,

die Zugkraft berechnet sich mit der Formel








Bei einer Materialpaarung Gummi-Asphalt hast Du einen Reibungskoeffizienten von ca. 0,9  je nach Boden und Profil.

Bei einer materialpaarung Gummi-Ackerboden hast Du einen Reibungskoeffizienten von ca. 0,5 -0,6 je nach Boden und Gummimischung.

Diese Beispiele beziehen sich auf trockenen Untertgrund und Haftreibung. Bei Nässe verringern sich die Werte erheblich. Haftreibung heißt, die Räder drehen nicht durch. Wenn die Räder durchdrehen hast Du nur noch Gleitreibung - der Reibwert für Gleitreibung ist geringer als der für Haftreibung.

Als Normalkraft nimmt man das Gewicht der Angetriebenen Achse -> bei Hinterradschleppern die Hinterachslast, bei Allradschleppern mit eingelegter Differentialsperre das Gesamtgewicht des Schleppers.

Wenn Du jetzt die Normalkraft ( Gewichtskraft auf den angetrieben Achsen ) mit dem Reibungswert multiplizierst errechnest Du die max. Zugkraft. Dazu solltest Du eine Sicherheit einrechnen. Wen Du mit dem Schlepper am Hindernis "rupfst" erhöhen sich in diesem Moment die Kräfte natürlich noch.

Gruß 844XLA
 
Hallo,

das würde bedeuten:
(alle Werte stark vereinfacht)

g= 10 m/s²
m= 2/3 * Gesamtmasse
Gesamtmasse= 2100kg
Haftreibung Gummi zu Asphalt 1,3 (trocken)

Daraus müsste ja die maximale Zugkraft entstehen.

Rechnung:

FR=g*m*µH

FR=10m/s² * 2/3 * 2100kg *1,3
FR= 18200 N

Kommt mir aber ganz schön viel vor.
Aber ich brauche doch g , da F=m*g oder?

Lasse ich g weg, so würde der Traktor 1820N ziehen. Grob gesagt 2t.

D430-Fabi
 
Hallo D430-Fabi,

18200 N sind schon richtig.

Physikalisch gesehen kann man diese Zugkraft nicht in Tonnen zurückrechnen.

Teilen wir diese Kraft von 18200 N trotzdem durch g ( gerundet 10 ) kommst Du auf 1820 Kilogramm reine Zugkraft.

Dies ist der max. Wert den der theoretisch Schlepper aufbringen kann. Wie gesagt alles stark Abhängig von Boden, Reifen, Profil usw.

Ein Trecker kann maximal soviel Zugkraft aufbringen, wie Gewichtskraft auf den Angetriebenen Achsen lastet.

Gruß

844XLA
 
Hallo,
Danke für eure ganzen Antworten.

1,8t kommt mir ganz schön wenig vor.
Bin bei der Berechnung von einer maximal Haftreibung auf Asphalt ausgegangen.
Folglich ist diese Zugkraft schon sehr hoch angesetzt.

Kann ich daraus dann folgern, dass eine Kette/Seil, welche für 4t ausgelegt ist mehr als ausreichend ist?

D430-Fabi
 
Hallo,

ein Seil bzw. eine Kette für 4 to ist ausreichend.

Eine Ballastierung der angetriebenen Achse wirkt sich natürlich positiv aus. Ebenso z.B. die Stützlast eines Einachs-Anhängers oder der Angriffswinkel der Kraft bzw. Hebelwirkungen die beim Ziehen entstehen. Wenn das Zugmaul über der Achsmitte ( Drehpunkt ) liegt, wird die Vorderachse entlastet und die Hinterachse belastet. Max. Hinterachslast und damit max. Zugkraft ist somit vorhanden wenn der Schlepper beginnt vorne aufzusteigen.

Eine reine Zugkraft von 1,8 to ist schon nicht wenig.

844XLA
 
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