1246 blauer Rauch nur bei Standgas und Maß vom Getriebeolstand

Hallo

Du hast 100 Stunden gefahren und dann schon drei Ölwechsel?

 Kolbenringe und Materialfehler istt unwahrscheinlich, warscheinlicher ist ein Einbaufehler.

MfG

Alwin
 
Danke für die Antwort Alwin,

ja! 3x Ölwechsel! Den 1246 habe ich September 2015 überholt da mir das ewige leiern einfach zu doof geworden ist bis der angesprungen ist - dann hat er seine Arbeit im Herbst gemacht - 12ha , Grubbern, Ackern plus Güllefahren 7qm-Fass (ich weis net grat viel - brauch den Kollegen wegen der langen Schnauze, sonst steigt jeder IHC wegen dem steilen Weg einfach vorn trotz Frontgewicht auf und ist unlenkbar - 90° Kurve) . Frühjahr 2016 und 2017 Ölwechsel vor beginn Ackern, Gareegge, Güllefahren, ... und halt jetzt beim Wechsel des Turbos - eigentlich schon der 4te ...

Einbaufehler - an was denkst Du??? Ich bin momentan auf der Schiene das ich minderwertiges Material bekommen habe, das ich eingebaut habe  - definitiv kein Kolben Schmidt - Granit Material ...

Gruß

Ralf
 
Hallo

Es gibt Kolben und Buchsen die Minderwertig sind aber halten schon eine Zeitng und sind nicht nach 100 Stunden hinüber. Es könnte sein das beim einsetzten der Kolben Kolbenringe

beschädigt sind und nun gebrochen.

eventuell Zylinderkopfdichtung durch? das kann schon bei 100 Stunden vorkommen wenn man die billigen einbaut.

MfG

Alwin
 
Moin Alwin,

danke für die Rückmeldung.

Bin eigentlich nach WHB des DT358 Motor vorgegangen - geölt eingesetzt, vorsichtig mit Spannband und das andere übliche Szenario (dazu brauch ich Dir ja nichts zu erzählen, da weist Du ja mehr bescheid als ich) - gleiches Vorgehen wie vor gut 8 Jahren bei unseren 844 mit entsprechenden WHB. Hatte damals auch Kolbenringbruch und hat dadurch auch recht Öl gespuckt, da Entlüftung ja an der Seite ist - beim 1246 ist die ja oben auf‘m Ventildeckel.

Weil Du die Kopfdichtung ansprichst: Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass mein LAMA gesagt hat, dass diese Dichtung (Dichtungssatz Granit - hatte rote Einsätze) nicht mehr nachgezogen werden muss. War auch die Erste, die ich in der Hand hatte, die man nicht mehr nachziehen muss/soll. Vielleicht hat‘s da Crux. Wasser war definitiv nicht im Öl - schwarz und nicht helle Emulsion. Vielleicht hat er auch auf dem Zylinder zusätzlich recht Ölkohle angesetzt, so daß die Ventile auch net mehr recht dicht sind - dann is halt auch nix mehr mit Kompression.

Hatte gestern von einem Kollegen gehört das er schon mal einen durchgebrannten Kolben hatte und das eine Einspritzdüse das Problem hervorgerufen hatten - hat jetzt umgerüstet von Nachbau auf Original Bosch.

Mich begleitet düster das Gefühl das da was größeres ist und wieder gscheit Arbeit is!

O.k. werd mich, wenn ich wieder zu Hause bin, mal dran machen die Kompression zu messen, bevor ich den Kopf runterreise ...

Gruß aus Franken und schönen Sonntag

Ralf
 
Guten Abend in die Gemeinde!

So, dann will ich mich wieder mal melden - die Stimmung geht bei mir langsam in den Keller!

Habe die Düsen ausgebaut, bin aber noch nich dazu gekommen diese abdrücken zu lassen. Optisch sehen die bei den Problemen wie neu aus. - die anderen halt wie wenn eine Verbrennung stattgefunden hat.

Weiterhin habe ich jetzt mal Kompression gemessen. Beim ersten Zylinder war ich ja noch echt guter Dinge ...

Zyl. 1 = 30bar

Zyl. 2 = 22bar

Zyl. 3 = unter 10, somit Problem

Zyl. 4 = unter 10, somit Problem

Zyl. 5 = 21bar

Zyl. 6 = 22bar

Somit ist kopfabheben von nöten! Bin schon gerade drüber alles um den Kopf abzubauen.

Bin schon im Gedanken, wenn er offen ist werd ich mal die Büchsen genauer ansehen, evtl. bei gutem Aussehen Benzin rein schütten und sehen was passiert. Läuft das ab wie in einem Gully wars das mit Kolben und Büchsen, denn ich denke Benzin hat nen kleinen Kopf und kriecht überall rein/durch, vielleicht wäre Wasser da besser ...

Hoffentlich hat Alwin recht, das es nur die Kopfdichtung ist und das keinen Schaden an Kopf und Block entstanden ist. Das mit der billigen und schlechten Kopfdichtung kann ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall weis ich das der DT358 mächtig schwitzt wenn er mal ran genommen wird. Hat jemand in der Gemeinde einen Hersteller von "guten/nicht billigen" Kopfdichtungen? Anscheinend sind die Granit Dichtungen nicht die langlebigsten, oder hat hier jemand Erfahrungen, gerade auf den Motortyp, was sich bewährt hat?

Wäre für jede Info dankbar, denn es ist schon echt nicht recht wirtschaftlich und bestimmt auch für den Motor nicht besonders gesund andauernd die Kopfichtung zu wechseln ...

Gruß aus Franken

Ralf
 
Hallo Ralf,

wenn man jetzt mal den Ausreisser der Kompression des ersten Zylinders nach oben hin außen vor lässt, würde ich fast behaupten, dass die Kopfdichtung zwischen 3. und 4. Zylinder durchgebrannt ist. Ich habe zwar dein Thema mitverfolgt, aber weiß nicht mehr, ob der Kopf vor der Montage geplant wurde. Evtl. nochmal prüfen, ob der Kopf nicht verzogen ist und somit die Pressung der Kopfdichtung zwischen Zyl. 3 und 4 zu gering ist.

Was den Hersteller anbelangt würde ich nach Reintz oder Elring ausschau halten. Vielleicht hat hier im Forum auch noch jemand eine originale Dichtung auf Lager, die er verkaufen möchte. Stell doch einfach mal eine Anfrage in der Suche ein.

Auch schöne Grüße aus Franken,

Christoph
 
Hallo,

das ganze hört sich eher danach an, dass die Buchsen abgesackt sind oder sich der ganze Block verzogen hat. Ist bei den Turbomotoren keine seltenheit. Musst du einfach mal die Überstände messen.

Gruß Christian
 
Hallo in die Gemeinde,

 

erstmals, danke für die Infos von allen!

Habe gestern den Kopf mit einem Kollegen abgehoben.

Am Motorblock hat man zwischen den 3ten und 4ten Zylinder "Brandstellen" gesehen. Büchse und Büchsenüberstand ist nicht beschädigt!

Beim Umdrehen des Kopfes (Kopfdichtung klebte am Kopf) hat man auch schon deutlich gesehen das die Kopfdichtung durchgebrannt ist.

Somit hat sich Alwin‘s Verdacht bewiesen. Danke für die Einschätzung!

Brandstelle werde ich mit einem feinen Sandpapier wieder plan machen und den Kopf werde ich wieder schleifen lassen.

Habe gestern abend die betreffenden Kolben ziemlich auf gleiche Höhe gestellt und die Zylinder mit Wasser aufgefüllt. Nach einer Stunde hat sich der Wasserstand minimalst geändert. Somit denke ich das die Kolben, Ringe und die Büchsen keinen Schaden erlitten haben.

Hat noch jemand eine andere Idee dies zu prüfen?

Möchte nicht unbedingt die größere Aktion starten und den Motor zerrupfen.

 

Gruß aus Franken

Ralf

 

 
 
Ich kann Paylodoc nur beipflichten. Wir haben auch lange genug experimentiert. Zu 90% sind die Blöcke verzogen, da kannst du noch so oft den Kopf planen und Dichtungen wechseln.

Gruß Christian
 
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