2-Taktöl dem Diesel beimischen ?

1056xla

Bekanntes Mitglied
Registr.
16 Februar 2014
Beiträge
111
Ort
nörtlichstes Unterfranken
Hallo , wer hier mischt dem Diesel ein 2-Taktöl bei ?

Habe darüber schon viel im Netz gelesen und finde die geschriebenen Erfahrungen interesant.

Aber es gibt ja auch negative Meinungen .

Bringe dieses Theme jetzt hier weil es bei mir speziell um IHC-Motoren/Schlepper (453/733/1056) geht.

Leiter macht auch keiner genauere Angaben über das verwendete 2-Taktöl und das genaue Mischungsverhältniss .

Es ist halt wie immer , wenn man im Netz stöbert hat man irgendwann soviel Info ( wiedersprüchliche ) daß man nicht mehr weiss

was jetzt Sache ist. Also bin ich vor allem dankbar für " Erfahrungsberichte " und genaue Angaben über das "was" und "wieviel" unsw.

Ob oder ob nicht beimischen habe ich eigentlich schon entschieden.

Wenn ich hier jetzt mit diesem Thema jemanden auf den Sack gehe , möchte ich mich vorne weg entschultigen , aber ich hoffe halt

das ich genau HIER , bei den Praktigern , die entsprechenden Antworten bekomme.

MfG. 1056xl
 
es wird ja immer geredet das der heutige Diesel nicht mehr die Schmierwirkung für ESP etc hat. Aber ich will nichts behaupten. mfg
 
Hallo,

Der heutige Diesel hat sehr wohl gute Schmiereigenschaften . Das ist für die hochmodernen Einspritzpumpen (Common Rail, od Pumpe Düse)

enorm wichtig.

                                                             Gruß  Harry
 
Hi. Schaden tut es nicht, also rein damit. 1:100 reicht. Es geht im Netz eigentlich nur um  die Schmierung der neuen Hochdruckpumpen in den Commonrail Pumpen. Beim Benziner soll es die  Einspritzdüsen reinigen und bei meinem alten Auto mit K-Jetronik pflegt es die empfindliche Einspritzanlage von innen, da kommt es auch rein. In meinen 523 nicht. 

Gruß Jürgen
 
Hallo Alwin

Probleme gibts eigentlich keine .

Bin halt zufällig auf dieses Thema gestossen , und das

die Motoren durch den zusatz von Zweitaktöl zum Diesel

hörbar ruhiger laufen. Auch von besserem Startverhalten

und auch einer geringen Leistungsteigerung ist die Rede.

Hauptgrung wäre aber die bessere schmierung der Einspritzpumpe.

Aber darum geht es mir gar nicht , die Motoren meiner Schlepper

haben zwischen 8000 und 14000 Std. und da wollte ich ihnen mal was gutes tun.

Wenn sie durch diesen zusatz von Zwt-öl doch weicher laufen wäre doch nicht schlecht.

Nochmal , mir geht es nicht darum irgend ein Problem zu lösen , sondern

darum die angeblichen positiven Auswirkungen auszuprobieren. 

Schaut euch mal im Netz um , negativ reden nur die , die es noch nicht versucht haben.

Aber jeder der es gemacht hat berichtet nur gutes , und das sind Beiträge (hunderte) die zum Teil

schon älter als 10 Jahre sind. Die Berichte sind teilweise von Meistern aus Landtechnik-

Werkstätten und auch Autowerkstätten.

Ich bin nun auch der Typ "probieren geht über studieren" deswegen möchte

ich das eben auch versuchen, aber auch nicht auf Teufel komm raus , deshalb 

informiere ich mich eben gerne ausführlicher .

MfG. 1056xl
 
Hallo

Also irgendwelchen Öl im Diesel kippen ist in meinen Augen alles unsinn. Die Schmierfähigkeit von Diesel ist heute gut, wie schon gesagt die Commonrail Pumpen spritzen heutzutage  mit 2000 bar ein. Da ist die Anlage natürlich wesentlich Anspruchsvoller bezüglich Schmierung usw. wie eine Pumpe mit nur 220 bar. Zusätzliches Öl im Diesel bei alten, einfachen Enspritzanlagen schadet nicht, aber die Verbrennung ist schlechter und darum auch weicher und man hat mehr Rückstände, Leistungssteigerung bringt es nicht, eher im Gegenteil.

Na ja, wenn die Leute nur gutes berichten die es gemacht haben frage ich mich was wäre denn gewesen wenn die es nicht gemacht hätten, wäre deren Anlagen denn alle kaputt gegangen?

Nur mal so aus Spaß, man könnte die Reifen vom Schlepper ja auch mit Öl oder Fett einstreichen um den Verschleiss zu minimieren.

Wenn jemand seine Einspritzanlage was gutes tun will, was durchaus richtig ist, der sollte regelmäßig die Dieselfilter tauschen und den Tank bei längeren Standzeiten voll tanken um Kondenswasserbildung zu vermeiden. Was richtig was bringt ist Diesolite verwenden, das ist eine professionelle Maßnahme.

MfG

Alwin
 
Hallo 1056xl,

ich rate Dir vom zusetzen von 2takt-Öl zum Diesel ganz klar ab.

Als Erstes kann ich Dir versichern, dass die Schmiereigenschaft des heutigen Diesels besser ist als vor Jahren. Zwar hat man den Schwefelanteil, der ja bekanntlich für die Schmierung zuständig war, minimiert. Man fügt aber dem heutigen Diesel ( Superdiesel ) sehr hochwertige Additive zu, die die Schmierung gewährleisten.

Zum Zweiten könnte es passieren dass, das 2takt-Öl genau diese Eigenschaften negativ beeinflußt. Zumindest die Eigenschaft von Winterdiesel, erst bei ca.minus 22° Celsius auszuflocken ( Bildung von Parafinen ), wird definitiv negativ beeinflußt.

Als Drittes zählt der Umweltschutz-Gedanke, unnötig Öl zu verbrennen und damit zusätzlich Schadstoffe in die Luft zu blasen.

Damit nicht gleich wieder das Geschrei losgeht, ich bin seit 23 Jahren in der Mineralölbranche tätig, und schreibe hier aus eigener Erfahrung.

Gruß

Uli
 
Ich hab auch nur Gutes gehört, vom 2T Öl zumischen, gerade jetzt wo der Biodieseldreck beigemischt wird

Wie es sich aber bei den (empfindlichen) Comonrails verhaltet kann nicht sagen

Nach 8 bzw 14 Tsd Std was Gutes tun is wohl reichlich spät ?
 
Moin,

überall wo Metall auf Metall läuft und dichtet ist zusätzliche Schmierung verschleißmindernd.

Meinen C5 170 HDI fahre ich mit ca. 1% Low-Ash-2-Taktöl.

Ich habe vorgemischte Diesel/Öldosen in der Reserveradmulde.

Meine Trecker kriegen sporadisch einen Schluck, wenn ich beim Tanken dran denke.

Superdiesel tanke ich nicht, das ist mir zu teuer.

Gruß

Jörg
 
Hallo Jörg,

natürlich tankst Du Superdiesel, weil es eigentlich gar kein anderes Diesel an der Tankstelle mehr zu kaufen gibt ( auch wenn Ihr eine Hoftankstelle habt, so beliefert euch Euer Händler nur noch mit Superdiesel ).

Ich spreche nicht von Aral ultimate oder shell V Power oder wie das Zeug heist.

Alle Mineralölkonzerne haben sich irgendwann darauf geeinigt ihr Diesel nun, da es jede Menge Additive enthält und ausserdem fast schwefelfrei ist, es als Superdiesel anzubieten.

Ausserdem enthält Dieselkraftstoff ( Superdiesel ) bis zu 7% Biodiesel. Ich warne noch mals davor 2takt-Öl dem Dieselkraftstoff zuzumischen. Sollte es zu Regressansprüchen kommen, fallt Ihr hinten runter.

Im Dieselkraftstoff ist genügend Schmierstoff vorhanden, es gilt hier nicht der Grundsatz " viel hilft viel und noch mehr hilft noch mehr ".

Bitte seid so gut und vertraut mir einfach.

Gruß

Uli
 
Hallo Uli,

das hat nichts damit zu tun, ob ich dir vertraue oder nicht.

Da ich dich nicht persönlich kenne, fehlt mir jede Basis für Miss- oder Vertrauen.

Ich bin davon überzeugt, daß du aus Überzeugung deine Meinung vertrittst.

Wenn du so lange in der Branche tätig bist, würde ich mich auch wundern, wenn du deren Produkte schlecht redest.

Sicher werden die Motoren und die Einspritzanlagen ohne Zusatz nicht massenweise nach kurzer Zeit ausfallen.

Trotzdem verspreche ich mir einen Schoneffekt in der Einspritzanlage.

Ich habe das Thema im Netz intensiv beackert.

Ich konnte nicht einen negativen Beitrag zum Zumischen von 2-Takt-Motoröl finden.

Wo bleiben die Warnungen der Mineralölkonzerne, wenn es so schädlich ist?

Gruß

Jörg
 
Habe mittlerweile einen Golf 3 SDI  1,9l Saugdiesel und habe Versuchsweiße diesen Super Schelldiesel getankt mit dem Ergebnis bringt nichts nur 30 Cent mehr für den Liter!

Halte mehr vom Beimischen von Desolite DW,von dem ich sowohl im Golf als auch in meinem Schleppern was Spüre !  Habe und werde es auch Sporanisch machen mal etwas Motorenöl beizumischen zum Schmieren der Pumpen und Düsen!

Kurti
 
...mangelnde Schmierwirkung der dieselfördernden Komponenten durch schwefelarmen Diesel ist sicherlich ein nicht ganz von der Hand zu weisender wichtiger Aspekt, der die Beimischung von ca. 1 li. Zwetaktöl auf 100 li. Diesel durchaus rechtfertigen würde, macht es m. M. nach aber nicht zu einem absolut zwingenden Bestandteil einer guten Motorpflege!

Es wurde zum Thema Diesel schon viel geschrieben, aber ein wie ich finde wichtiger Punkt kam bisher immer zu kurz: Wasser!!
Man hat es schon oft in der Presse gehört/gelesen u. kann es auch den Spezifikationen an der jew. Tanksäule entnehmen, daß in heutigem Diesel ein gewisser Wasseranteil enthalten ist, aber nicht die Konsequenzen, die sich daraus ergeben im Detail erläutert (außer Dieselpest, die aber auch immer nur nebenbei erwähnt wurde):

Bei der ersten Generation von CDI-Motoren gab es massive Probleme mit den Einspritzsystemen, die zu einem großen Teil auf Wasser zurückzuführen sind. Denn das Wasser läßt bekanntlich Metalle korrodieren, was bei den hoch präzisen Teilen im Einspritzsystem mitunter fatale Folgen hat. Neben der Verbesserung der Einspritzsysteme hat vor allem eine Maßnahme weitgehend Abhilfe geschaffen: Wasserabscheider im Kraftstoffsystem!
Hier ist auch einer der Ansatzpunkte für die Beigabe von Zweitaktöl: Das Öl kann Teile des Einspritzsystems vor Korrosion schützen, oder diese zumindest deutlich herauszögern. Das gilt natürlich nicht nur für die CDI´s, sondern für alle Einspritzsysteme!

Ebenfalls kein Fehler ist das Verbauen eines besseren Kraftstofffilters, z.B. aus der (da ist sie wieder...) CDI-Generation. Diese sind deutlich feiner und leistungsfähiger als die normalen Kraftstofffilter, was angesichts der Eigenschaften der pflanzlichen Öle, die ja schon beschrieben wurden, auch Sinn macht.

Auch sind Diesel-Additive eine interessante Alternative (die kleine silberne Dose für den Tank...) . Es hat dazu auch schon Untersuchungen gegeben, wo z. B. 2 gleiche Motoren die die gleichen Betiebsstunden und Arbeiten machten, die Düsen erneuert wurden. Nach ca. 500 Betreibsstunden wurde dann die Düsen erneut ausgebaut und überprüft. Das Ergebnis war wohl recht eindeutig, denn in Hinsicht auf Ablagerungen waren die Komponenten die mit Additiven liefen sehr viel sauberer.
Auch der Preis gegenüber 2-Takt Öl ist im Verhältnis günstiger, da das Mischungsverhältnis der Additive bei 1:1000 liegt. 

Dies alles soll aber keine Empfehlung, oder Anleitung sein! Jeder muß für sich selbst entscheiden was er macht. Am Ende sind wir éh Alle davon abhängig was die Industrie uns liefert...

gruß

__________________________
Gaggenau / Neuss / Freising
 
Hallo Kollegen,

natürlich habe ich mich auch schon mal mit dem Gedanken beschäftigt Zweitaktöl dem Diesel bezumischen. Außerdem wird dieses Thema hier ja regelmäßig wieder angesprochen. Ich hatte dazu einen recht guten Bericht darüber in der "Schlepperpost" (etwa Ausgabe 2014/3) gelesen. Hier war beschrieben, dass sich die Mineralölkonzerne irgendwann mal auf bestimmte Eigenschaften des Diesels geeinigt haben. Natürlich wurde auch eine  Mindestschmierfähigkeit vereinbart, die weit über dem liegt was bis dahin üblich war. Der Diesel hat demnach eine bessere Schmiereigenschaften also vorher, damit ist es überflüssig weitere Zusätze zur Erhöhung der Schierfähigkeit beizumischen. Mit diesem Artikel war für mich das Thema dann einfach erledigt.

Gruß Albrecht

Mitten in Berlin und ohne Land, aber mit Traktor!
 
Bin da mit meiner Meinung ganz bei Dir Linksdreher. Wenn so ein Pumpenelemt an der Einspritzpumpe mal matte Stellen hat dann hilft auch kein Zweitaktöl mehr.  Nur die Tankstelle  freut sich übern Umsatz. Was bei mir viel mehr Eindruck hinterlassen hat ist das Beimischen von Brennspiritus einmal im Frühjahr und einmal im Herbst (ca 2ltr auf 50ltr Diesel ) weil der Spiritus wohl  Wasser bindet und auch brennt . :-))

Gruß ausm Süden
 
Zurück
Oben Unten