423 S Drehzahlabhängiges Motorstolpern

Hallo

Nun ist ein wenig Zeit vergangen und ich habe eine Menge zu berichten.

Ein Freund, der auch hier im Forum zu finden ist, hat mir eine Verteilereinspritzpumpe von einem D155 IHC423 Motor, der ein Pleul herausgestreckt hat, zum Vergleich geliehen.

Wir sind davon ausgegangen, dass die Pumpe soweit einwandfrei funktionieren müßte.

Also haben wir die Pumpen getauscht. Wir dachten erst, wir hätten vielleicht einen Fehler gemacht, weil der Motor nur im oberen Drehzahlbereich nur einigermaßen lief,

jedoch im unteren Drehzahlbereich wie ein Sack Nüsse. Bei genauerem Hinschauen haben wir an der Hubscheibe und an den Laufrollen der Einspritzpumpe gröbere Einlaufspuren entdeckt,

die so aussehen als wenn die Pumpe längere Zeit ohne Kraftstoff betrieben wurde.

Wir habe also die Pumpe wieder ausgebaut und die Alte wieder eingebaut. Der Urzustand war somit wieder hergestellt und der Motor lief wieder wie gewohnt.

Nun habe ich mir über EbayKleinanzeigen eine gebrauchte Verteilereinspritzpumpe gekauft. Diese sieht äußerlich, wie auch innerlich (das was man durch die Einstellkappenöffnung sehen kann) sehr gut aus.

Wir haben diese Pumpe also eingebaut und alles fein nach Werkstatthandbuch eingestellt. Der Motor sprang sofort an und läuft sehr gut.........doch das Motorstolpern in leicht höherer Drehzahl als das Standgas ist exakt das Selbe!

Der Förderbeginn wurde auf 1mm Vorhub eingestellt. Wir haben die Einstellung von 10°vor OT auf 12°vor OT verändert, doch das hat nichts an dem Verhalten geändert. Das Stolpern kommt nach ca. 3 bis 5 Sekunden wieder zum Vorschein, sobald die Drehzahl etwas über Standgas erreicht wurde. (Wie in den oben eingefügten Link zu hören)

Ich möchte behaupten, dass die Ursache für das Problem nicht direkt an der Einspritzpumpe liegt.......

Kann es vielleicht noch etwas mit dem Kraftstoffförderdruck vor der Einspritzpumpe zu tun haben???

Oder wie wirkt sich ein falsch eingebauter Kompressionsring eines Kolbens aus??? (Wobei beim Einbau der neuen Kolben haben wir peinlich genau auf diese Details geachtet. Ist somit eigentlich ausgeschlossen)

Was kann ich jetzt noch machen???

 

 
 
Sportsfreund73:

Hallo

Nun ist ein wenig Zeit vergangen und ich habe eine Menge zu berichten.

Ein Freund, der auch hier im Forum zu finden ist, hat mir eine Verteilereinspritzpumpe von einem D155 IHC423 Motor, der ein Pleul herausgestreckt hat, zum Vergleich geliehen.

Wir sind davon ausgegangen, dass die Pumpe soweit einwandfrei funktionieren müßte.

Also haben wir die Pumpen getauscht. Wir dachten erst, wir hätten vielleicht einen Fehler gemacht, weil der Motor nur im oberen Drehzahlbereich nur einigermaßen lief,

jedoch im unteren Drehzahlbereich wie ein Sack Nüsse. Bei genauerem Hinschauen haben wir an der Hubscheibe und an den Laufrollen der Einspritzpumpe gröbere Einlaufspuren entdeckt,

die so aussehen als wenn die Pumpe längere Zeit ohne Kraftstoff betrieben wurde.

Wir habe also die Pumpe wieder ausgebaut und die Alte wieder eingebaut. Der Urzustand war somit wieder hergestellt und der Motor lief wieder wie gewohnt.

Nun habe ich mir über EbayKleinanzeigen eine gebrauchte Verteilereinspritzpumpe gekauft. Diese sieht äußerlich, wie auch innerlich (das was man durch die Einstellkappenöffnung sehen kann) sehr gut aus.

Wir haben diese Pumpe also eingebaut und alles fein nach Werkstatthandbuch eingestellt. Der Motor sprang sofort an und läuft sehr gut.........doch das Motorstolpern in leicht höherer Drehzahl als das Standgas ist exakt das Selbe!

Der Förderbeginn wurde auf 1mm Vorhub eingestellt. Wir haben die Einstellung von 10°vor OT auf 12°vor OT verändert, doch das hat nichts an dem Verhalten geändert. Das Stolpern kommt nach ca. 3 bis 5 Sekunden wieder zum Vorschein, sobald die Drehzahl etwas über Standgas erreicht wurde. (Wie in den oben eingefügten Link zu hören)

Ich möchte behaupten, dass die Ursache für das Problem nicht direkt an der Einspritzpumpe liegt.......

Kann es vielleicht noch etwas mit dem Kraftstoffförderdruck vor der Einspritzpumpe zu tun haben???

Oder wie wirkt sich ein falsch eingebauter Kompressionsring eines Kolbens aus??? (Wobei beim Einbau der neuen Kolben haben wir peinlich genau auf diese Details geachtet. Ist somit eigentlich ausgeschlossen)

Was kann ich jetzt noch machen???
 
Hallo

Solche Sachen kenne ich auch aber da muß man durch und da hilft einem auch kein Lehrbuch. Du gehst jetzt bei und baust die Leitung die vom Tank kommt und zur Einspritzpumpe geht aus. Dann besorgst du dir eine Ringöse die vorne am Zulauf von der Einspritzpumpe montiert wird oder nimmst die ausgebaute Leitung und entfernst die alte flexible Leitung so das nur die Ringöse überbleibt. Du kannst nacher am besten Meterware Kraftstoffschlauch mit zwei Schellen wieder dazwischen bauen. So nun nimmst du 1 m Kraftstoffschlauch und steckt diese auf die Leitung vom Zulauf Einspritzpumpe. Der Schlauch muß aus Gummi mit Gewebeeinlage sein kann man überall bekommen Nun mußt du irgend ein Behälter haben z. Cola Flasche hier bohrst du ein Loch im Verschlussdeckel so das der Kraftstoffschlauch da schwer reingeht und somit abdichtet. den Boden von der Flasche schneides du ab und hängst die Flasche Kopfüber auf so ca. 1m über die Pumpe. Nun füllst du Diesel in die Flasche und startes den Motor. Durch solch eine Methode, egal was für eine Konstruktion das auch immer ist, gehst du auf Nummer sicher das die Zuführung vom Kraftstoff ok ist. Wenn der Motor dann immer noch nicht vernünftig läuft dann sehen wir weiter. Mit den Kolben hat das nichts zu tun.

Mfg

Alwin
 
Hallo,

gibt es hier Neuigkeiten?

Hört sich wie mein Problem an http://334647.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_334647.1132264171.1124350994.1124350994.1.unrunder_lauf_drehzahl_1100umdr_min-international_harvester_neuss.html

Gruß

Bernd
 
Hallo miteinander.

Kurzes Update.

Nach langer Zeit habe ich mich doch mal wieder mit meinem IHC beschäftigt. War so verzweifelt, dass ich den Schlepper schon ein schmelzen lassen wollte. Macht man(n) aber ja nicht....

Habe nun die Verteilereinspritzpumpe zu Boschdienst geschickt. Dort wurde die VEP für rund 700 € aufbereitet und justiert. Es sollen die Mengen nicht gepasst haben.

Nun habe ich die überholte VEP eingebaut und siehe da, der Motor läuft noch schlechter und ist dabei noch empfindlicher. Auch das Ventilspiel wurde erneut kontrolliert. Die Kompressionsprüfung ergab auf allen Zylindern 26 bar. Die Kraftstofffilter wurden nochmals getauscht. Nur leider alles vergebens.
 
Bleiben eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten.

1.) Die neuen pseudo originalen vom CASE-Händler gelieferten noname Einspritzdüsen gegen neue von Bosch tauschen. Abspritzdruck auf 200 bar belassen, da die VEP ja nicht mehr die Jüngste ist....?                    2.) Oder kann es an den Stirnrädern liegen, als dass die vielleicht verschlissen sind und zu viel Spiel aufweisen???

Immerhin hat der kleine 423 bereits rund 11500 Stunden laut verbauten Traktometer gearbeitet.....

Was haltet Ihr von der Theorie?

Oder gibt es vielleicht sogar noch weitere Ideen, oder Tipps?.

Viele Grüße

Thomas
 
Hmm, hättest du dir das nicht sparen können  nachdem du mit zwei verschiedenen Pumpen den selben Motorlauf hattest ? Da hätte ich mein Augenmerk nicht mehr auf die Pumpe gelegt.

Hast du den Test von Alwin mal durchgeführt mit dem "Ersatztank" ? Nicht dass du irgendwo undichte Verbindungenen hast.

Hast du nochmal ein Video auf dem man das Geräusch hört ?
 
Das hätte ich mir im Nachhinein sicher sparen können. Beide VEP waren ähnlich alt und hatten zudem schon eine hohe Laufleistung hinter sich gebracht. Somit habe ich diesen Wunderwerken nicht viel Vertrauen entgegenbringen können. Ich wollte auf Nummer sicher gehen.

Die Beschreibung, bzw. Das Experiment vom Allein habe ich ausprobiert. Leider hatte das keinerlei Veränderung gebracht. Aber es war den Versuch wert.
 
Hallo ich habe natürlich nicht die komplette Lösung aber der einzustellende Druck an den Duesen beträgt max 209 bar. Verschleiß an den Zahnräder kann sein aber wenn man den Motor in Drehrichtung dreht ist das Spiel null und wenn dann der Voerderbeginn passt sollte es gehen. Man sollte aber auch berücksichtigen, dass ein Dreizylinder von den Kräften und Momenten erster und zweiter Ordnung von Hause aus nicht so rund läuft wie ein Reihensechszylinder, und die haben auch keinen Balancer wie die Vierzylinder. Ich würde mir nochmal genau die Einstellung des Ventiltriebes und des Voerderbeginn ansehen. Das steht alles genau im Werkstatthandbuch. Ich meine meiner läuft im kalten zustand auch etwas und und kurz über standgas. Ist eben kein Sechszylinder.

Gruß Markus
 
So liebe Leute

Nun haltet Euch fest.

Ich habe ja nun alles zum wiederholten Male geprüft, eingestellt, ausgetauscht, überholen lassen, etc.Nun kommt die Lösung:

Die Einspritzdüsen, die ja schon zum zweiten mal gegen Neue ersetzt wurden ( originale cnh vom Freundlichen mit Made in Italy Prägung) habe ich erneut reklamiert.

Ich habe diesmal darauf bestanden, welche von Bosch zu bekommen. Mit murren habe ich diese dann auch bekommen.

Siehe da...... der Motor schnurrt wie ein Kätzchen.

Unglaublich aber wahr!

Ich habe eine Menge dazugelernt.

Zukünftig werde ich mir die Teile vom Händler genau anschauen. Die handeln tatsächlich mit B-Ware und verscherbeln diese als highquality original Produkt. Das hat mich einiges gekostet. Die können sich warm anziehen........

Ich bedanke mich für Eure tolle Unterstützung!

Viele Grüsse

Thomas
 
Gibt es hier auch eine   Gefällt mir!  Taste ?  :-)      Das muß ich mir merken,

Irgendwann kommen wir alle mal in eine Situation wo man ganz tief ins Klo greift,    aber hier im Forum ist immer einer der schonmal die Lösung rausgefunden hat..  
 
Ich arbeite bei Bosch. In der Fertigung von Dieselmagnetventilen.

Und..... ääähhm..... jaaa..... sagen wir mal so, es wird ein sehr hoher Aufwand betrieben was Qualität betrifft. Allerdings dauert es bis man die Prozesse in den Griff bekommt und hohe Qualität zu marktüblichen Preisen herstellen kann.

Somit sind neue Produkte oft nicht besser oder schlechter wie die von anderen Herstellern. Bei alten Produkten die schon lange auf dem Markt sind macht sich dann die die Erfahrung bemerkbar.

Aber Einspritzdüsen im 200bar bereich in vernünftiger Qualität hinzubekommen sollte heute doch kein Problem mehr sein.

Gruß

Philipp

www.kaninchen.cc
 
Hallo

Die alten Einspritzdüsen hatten die Prägung cnh (CaseNewHolland)

Made in Italy

Die nun verbauten von Bosch haben einen Druck von 210bar eingestellt bekommen.

Viele Grüße
 
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