436d Erst Öl im Kühler und weißer Dampf aus dem Auspuff dann Wasser im Zylinder

the cormick

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13 August 2013
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Hallo liebe IHC Gemeinde,

ich bin etwas hoffnungslos. Vor einem Jahr war mein Schlepper zur ZKD Reparatur bei einem Schrauber. Jetzt hat er wieder angefangen nach dem Kaltstart in den Ersten 30 - 40 Sekunden stark weiß zu Rauchen /Dampfen aus dem Auspuff. Dann lief er eigentlich ganz gut. Nun habe ich mir gedacht dass die ZKD schon wieder kaputt ist. Mein guter Bekannter, der in einer Autowerksatt arbeitet, hat mich bei dem Vorhaben unterstützt. Beim Abschrauben waren die ZK - Muttern schon nicht so fest laut seiner Aussage. Nun gut, Der Zylinderkopf wurde geplant und auf Risse untersucht. Da war nichts festzustellen. Beim Zusammenbau wurden neue Dichtungen von Michaelis / Reinz verbaut. Alles lief gut und wir haben uns an das WHB gehalten. Beim Anmachen haben wir festgestellt dass die Batterie wohl etwas schwach war. Also Ladegerät dran über nacht. Beim nächsten Startversuch drehte sich der Motor nicht mehr. Es war wohl in alle 4 Zylinder Wasser eingelaufen. Jetzt meine Frage an euch liebe IHC Gemeinde, wie kann dass nur sein. Wir haben alles beachtet, das nach und nach anziehen der Schrauben, die Reihenfolge und und und. Das die Zylinder jetzt komplett voll gelaufen sind ist schon schlimm. Aber das kann doch nur ein fehler unserer Seits sein. Das Wasser ist übrigens nicht ins Kurbelgehäuse gelaufen, Die Kolben Ringe und Laufbuchsen sind scheinbar noch schön dicht :-).

Ich hoffe ihr könnt mir helfen

lg aus dem Herzen der Natur

Walter
 
Hallo Walter habt den Laufbüchsenüberstand über dem Motorblock vor der Montage gemessen? Fragt Dieter, der "Linksdreher" aus Hessens Mittelpunkt. Der sollte 0,08 bis 0,18 mm betragen.
 
Guten Morgen Dieter,

danke für deine Antwort. Ich habe den Laufbüchesnabstand gemessen. Da meine Ventillehre nur in 0,05er schritten geht, habe ich 0,20 nicht durchschieben können. 0,15 ging noch. Also müsste es dazwischen liegen.

lg

Walter
 
Hallo, wenn dir die Zylinder trotz neuer Dichtung über Nacht voll Wasser gelaufen sind, dann ist da was ganz korioses falsch gelaufen. Hilft ja nix, ich schätze der Kopf muss nochmal runter, vielleicht sieht man dann die Ursache.  Ein Thema war hier schon mal heiß diskutiert, Kopfdichtung zusätzlich kleben ja, oder nein.... Was habt ihr gemacht? 
 
Hallo,

ich hatte vor einigen Jahren ein ähnliches Problem bei einem D214.

Hier stellte sich heraus, dass der Zylinderkopf einen Riss hatte.

Das konnte nur durch Abdrücken des Kopfs in einer Fachwerkstatt festgestellt werden, Der Riss war mit dem

blossen  Auge nicht zu erkennen.

Zur Info,  die Dichtung des Zylinderkopf setze ich immer mit Dichtmassse auf der Motorseite ein.

Gruss werner
 
Hallo

Kann sein das im Bereich der Gewindebohrung im Block wo die Stehbolzen eingeschraubt sind ein feiner Riss

von der Gewindebohrung weglaufend, vorhanden ist. Dieser ist fast nicht zu erkennen, wenn nun der Kopf aufgebaut ist und die Kopfmuttern werden angezogen, zieht der Stehbolzen nach oben und der Riss öffnet sich,somit gelangt Wasser im Zylinderraum

Gruss

Alwin
 
Hallo, das problem wird der geplante Kopf sein. Block rund Kopf gerade, das klappt mit den neuen dünnen kopfdichtung nicht. Entweder Block planen oder beidseitig dichtmasse auf die Kopfdichtung. Grüße Tim 
 
Guten Morgen,

vielen Dank für die zahlreichen Antworten. 

@V Tim: Wenn der Block auch geplant würde, wie verhält sich das mit den Büchsen? Wenn die Büchsen einen Überstand haben, dann würde ich das ja nie mehr dicht bekommen, oder?

welche Dichtmasse würdest du denn da empfehlen?

@cvxdriver: Ist nur erstaunlich dass die Zylinder binnen kurzer Zeit vollgelaufen sind, Welcher Riss wäre denn dazu in der Lage soviel Wasser durch zu lassen, oder?

@Peter744: Wir haben den Kopf wieder abgeschraubt und nochmal genau unter die Lupe genommen. Der sieht astrein aus. Geklebt hatten wir ihn nicht. Fehler wie knicke oder so an der ZKD hat es keine. Ich könnte mir vorstellen dass die ZKD falsch herum eingebaut wurde. Nur wie erkenne ich ob oben dien richtige seite liegt?

lg an alle

Walter
 
Bei meiner letzten Kopfdichtung war, wenn ich mich recht erinnere, ein Pfeil drauf, welcher "Front" anzeigte. Und da die Kanäle nicht auf beiden Seiten gleich sind, gab es nur eine einzige Möglichkeit die Dichtung einzulegen. Ich weiß nicht mehr welcher Hersteller meine Dichtung geliefert hat, ich hab damals beim Motoreninstandsetzer einen kompletten "Dichtsatz oben" gekauft. Ich hab dem Profi da voll vertraut und war auch alles super Qualität. 
 
Hallo, ich habe jetzt den zweiten Dichtsatz von der Firma Reinz gekauft. Mein Kumpel meint dass da Top drauf stand. Ich habe nicht so genau zugeschaut wie er es gemacht hat. Aber man kann die sozusagen auch anders rum drauf legen bei dem Motor. Nur da sind zwei Kupferringe um die Stehbolzen. Da verändert sich die Position beim drehen.
 
Mich wundert schon, daß hier niemand konkret fragt:

"Es war wohl in alle 4 Zylinder Wasser eingelaufen."

Das ist doch wohl eher eine Vermutung, oder?

Walter, woher weist du denn, daß alle Zylinder vollgelaufen sind? Zum Blockieren des Motors brauchts nur den Einen, der gerade verdichten will. 3 Stück sind völlig irrelevant.

Für eine sinnvolle Diagnose ist das aber schon wichtig.

Gruß +Matthes+
 
the cormick:

Hallo, ich habe jetzt den zweiten Dichtsatz von der Firma Reinz gekauft. Mein Kumpel meint dass da Top drauf stand. Ich habe nicht so genau zugeschaut wie er es gemacht hat. Aber man kann die sozusagen auch anders rum drauf legen bei dem Motor. Nur da sind zwei Kupferringe um die Stehbolzen. Da verändert sich die Position beim drehen.
Ja genau, Front oder Top. Jedenfalls eine unverkennbar Markierung die ein falsches einbauen beinahe unmöglich macht. 

Ob nun einer, oder alle vier Zylinder, das sieht man ja erst wenn der Kopf wieder runter kommt. Und vielleicht dann auch den Grund dafür.  
 
Hallo Peter744, es ist schon alles wieder abgebaut und gereinigt. Es soll morgen der zweite Versuch gestartet werden. Ich hoffe diesmal etwas trockener. Mein Bekannter hat auch nochmal ein Haarlineal mitgebracht um zu schauen ob die Büchsen schön gleichmäßig raus schauen. Und das tun sie auch. Wie gesagt was erstaunlich ist, ist die Tatsache, dass kein Wasser ins Öl gedrungen ist :-). Wenigstens etwas. lg
 
"@Peter744:


Wir haben den Kopf wieder abgeschraubt und nochmal genau unter die Lupe genommen. Der sieht astrein aus. Geklebt hatten wir ihn nicht. Fehler wie knicke oder so an der ZKD hat es keine. Ich könnte mir vorstellen dass die ZKD falsch herum eingebaut wurde. Nur wie erkenne ich ob oben dien richtige seite liegt"

Wer lesen kann........:-)
 
Hallo,

ich krieg noch die Krise. Mein bekannter hat den Traktor wieder zusammengebaut. Und was soll ich sagen :-(. Es ist schon wieder Wasser im Brennraum. Das gibts doch nicht, ich verzweifle noch. Er hat die Einspritzdüsen ab gelassen. Wenn man mit der Taschenlampe reinleuchtet, sieht ma im Kopf auch wasser stehen.

Gruß Walter
 
Wer hat den Kopf geplant und wo wurde das gemacht und die Druckprüfung?

Deine Überschrift lautet ja : erst Öl im Kühler... Was war da denn los? Hast noch garnichts zu geschrieben, oder hab ich es nur wieder überlesen?
 
Der D-436 hatte 1961 ab Seriennummer 354940 Änderungen am Kurbelgehäuse, längere Stehbolzen für Zylinderkopf und im gleichen Jahr leichte Änderungen am Zylinderkopf.

Besteht vielleicht die Möglichkeit, das es nun Baujahrbedingt verschiedene Kopfdichtungen gibt und du nun vielleicht eine falsche drauf hattest?  Ich hab das nur grad gelesen und wäre ja eventuell möglich...?
 
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