55er Mutter gesichert? Lösen? Anzugmoment?

W 124

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Hallo Experten,

es geht nicht um einen IHC sondern um ein Radlager von einem Slipwgen / Trailer auf dem

mein Schiff steht. Die Radnarbe (siehe unten) wird mit einer 55er Mutter gehalten; die Mutter

muss ab, da das Kegelrolleninnenlager verschlissen ist. Den entlasteten Reifen kann ich mind. 5cm

hin und her "wackeln".

In der Achse ist eine kleine Nut erkennbar, in der eigentlich ein Sicherungsstift stecken sollte.

Der Stift ist nicht vorhanden, kann der Stift, wie auch immer, in die Achse gedrückt worden sein?

Wenn ja, gibt es einen Trick den Stift wieder raus zu bekommen?

Oder ist die Mutter anders gesichert?

Kann jemand von früher berichten mit welchen Anzugmomenten diese Mutter angezogen wurde / wird?

Zum Lösen wäre ein Akkuschlagschrauber mit 540 NM, eine entsprechende Nuss, oder aber entsprechendes Hebelwerkzeug vorhanden.

Mit Hitze kann ich nicht arbeiten.

Selbst wenn ich die Mutter aufbohren/ fräsen müsste, die bekomme ich schon ab.

Vorsorglich frage ich gleich auch nach einer 55er Mutter mit Feingewinde, sollte jemand so einen Exoten "zufällig" liegen haben;

da hätte ich ein vitales Interesse diese Mutter zu kaufen.

Für eure Tipps und Ratschläge bedankei ch mich schon im voraus,

liebe Grüße Ralph a. SH

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eup-1136626985-e0ad6dc61ba7130d947156927776711a-1554630938_big.webpHallo Ralph die Mutter wird durch das Sicherungsblech hinter der Mutter gesichert. Dieses Blech hat eine kleine Fahne die in die Nut eingreift. Weiter ist das Blech an einer stelle nach vorne auf eine Fläche der Mutter geschlagen,so sollte es sein! (Verdrehsicherung für die Mutter) Mutter entfernen,Sicherung längs der Welle entfernen, Rad ab, Lager und Wedi Falls vorhanden erneuern. Endmontage: Rad aufsetzen Mutter anzeihen ohne S-Blech Handwarm, Mutter ab Sicherungsblech einlegen,Mutter Handwarm anziehen und eine viertel Umdrehung lösen.Wenn Du jetzt ein kleines Spiel am Rad verspürst Sicherungsblech auf eine der sich anbietenden Fläche der Mutter umklopfen.So ist die Einstellung und Sicherung richtig montiert.Viel Erfolg und freundliche Grüße vom Paylodoc.
 
Danke Paylodoc,

das Fähnchen kann also nicht in der Radnarbe „verschwunden“ sein?

Habe an dem Lager noch nichts gemacht, wie auf den Bildern zu sehen

ist das die vorhandene Situation. 

Würdest du gleich die Mutter ausfräsen bzw. bohren oder den Verlust der

55er Nuss bei entsprechenden Hebelweg in Kauf nehmen?

Werde von diesem Miniprojekt mit weiteren Bildern berichten. 

(Fühlt sich gut an in der Hinterhand fachliche Kompetenz zu haben!)

LG Ralph a. SH
 
Das Fähnchen kann nicht in der Nabe verschwinden.Großzügig Rostlöser verwenden. Mutter an flacher Seite mit schwerem Hammer gegenhalten und an der gegenüberliegenden Seite mit Hammer bearbeiten. Das ganze an mehreren Stellen. Solltest Du beim entfernen der Mutter Späne oder sonstiges Metall finden Mutte sprengen.LD v.Paylodoc.
 
Moin.

Die Beschreibung vom Paylodoc ist richtig. Daraus ergibt sich auch, dass die Mutter nicht fest sitzt. Man stellt da nur die Vorspannung der Lager ein. Die ist nur so groß, weil der Wellenzapfen so dick sein muss.

Viel Erfolg.

Gruß Jürgen

Edit: Bei Problemen kann ich Firma Bobertz in Nanndorf/Gremersdorf bei Heiligenhafen empfehlen, die können viel besorgen. Hab da mal 3 Jahre gearbeitet.
 
Hallo

wenn du dich da nicht rantraust, oder von sowas keine Ahnung hast, würde ich da nicht selbst Hand anlegen,

wenn du dann das Rad mitsammt Nabe verlieren solltest bist du selbst Haftbar,

wenn es eine Werkstatt macht und es kommt zum Radverlust, Haftet die Werkstatt,

da du von denen eine Rechnung in der Hand hast.

Mfg...Anton
 
Kleiner Zwischenbericht zum Lager / zur Lage:

Wie ihr unten sehen könnt, die Mutter ist ab und heile! Konnte mir von unserem freundlichen

LaMa (Philp Cords) hier in Appen einen Schlagschrauber mit 1000 KN ausleihen.

Zwei Sekunden Schlagschrauben und die Mutter war gelöst! Unglaublich.

Nach dem Enfernen des Sicherungbleches konnte ich das Elend schon sehen;

das vordere Lager war auch schon total ausgegniedelt, einzelne Rollen kamen mir entgegengeflogen.

Nachdem ich die Nabe gezogen hatte, war des hintere Lager gar nicht mehr da.........

die einezelnen Rollen / Klemmringe und sonsigte metallische Sachen waren feinsäuberlich im Fett verteilt.

Bestelle Mittwoch die beiden Lager, dann gehts an den Zusammenbau. Eine Lagerschale mit gut erkennbarer Nummer habe ich schon

rausgehauen; durch zwei vorhandene "Nasen" / Aussparungen war dies leichter als ich dachte.

Auf der Achse ist eine Art Muffe (siehe Bild) aufgeschoben.

Ist es möglich die Nabe mit den neuen Lagern auf diese Muffe zu schieben? Sollte diese Muffe ggf. auch neu kommen? Oder muss die Nabe mit den neuen Lagern gepresst werden?

Danke für eure Hilfe!

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LG Ralph a. SH
 
Moin.

Normalerweise kann man alles insgesamt auf den Zapfen schieben, da sollte nichts gepesst werden. Bremse gängig machen und ganz zurück stellen nicht vergessen.

Ich bin zum Einstellen des Lagerspiels folgendermaßen vorgegangen. Rad mit Nabe aufgeschoben, Mutter unter drehen der Nabe fest angezogen bis die Nabe sich nur mit Kraft drehen lässt damit sich alles nochmal setzt und dann die Mutter wieder leicht gelöst wie von Anton schon beschrieben.

Viel Erfolg, Gruß Jürgen
 
Hallo Leute, möchte kurz vollzug melden:

Das einschlagen der Lagerschalen ging leicht von der Hand ; wenn die Schale auf Stoß anliegt merkt man dies am "Widerstand" am Hammer.

Ich hatte schon im Vorbeitrag gefragt, wie ich am besten die neuen Lager mit der Radnabe auf die Welle bekommen. Leider war der Laufring vom Innenlager bombenfest.

Mit geliehenem extra langen Abzieher und zusätlichen Warmmachen (2 Katuschen m. d. Bunsenbrenner) konnte ich nach einer gefühlten Ewigkeit den Laufring lösen.

Schaut mal unten.

Nachdem ich diese Arbeit erledigt hatte, habe ich nachhaltig die Sitzflächen der Laufringe auf der Nabe mit Schmirgelpapier bearbeitet.

Dann habe ich mir mit einem Rollbrett eine Ablage für die Radnabe (nebenbei, die wiegt fast 70 Kilo) gebaut , konnte ich die Nabe Richtung Welle schieben.

Leider flutschte da gar nichts!

Aber mit sorgfätliger Ausrichtung, dem innenliegenden Flansch und den alten Laufring (außen) konnte ich mich mit der 55er Mutter cm für cm voranarbeiten.

Als ausreichend Luft für das außenliegende Lager vorhanden war konnte ich alles "leicht" auf die Welle schrauben.

Fazit: Würd ich wieder machen dank eurer tollen Hilfe!

Deeen: Irgendwann ist immer das Erste Mal

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LG Ralph a. SH
 
Moin.

Herzlichen Glückwunsch. 

Wenn man so einen Laufring ab haben möchte, kann man da auch eine Schweißnaht drauf schweißen, dann hat man die Spannung raus und es geht dann eigentlich ganz leicht.

Alternativ kann man die auch sprengen. Eine Stelle mit der Flex dünn schleifen und dann mit einem guten Meißel und einem großen Hammer an der Stelle sprengen.

Gruß Jürgen
 
Hallo Jürgen, flexen war auch mein erster Gedanke; war aber leider aufgrund

der beengten Verhältnisse nicht möglich. Habe „ausschließlich“ Winkelschleifer mit 125er Scheiben. 

Einen Abzieher musste ich haben, hatte versucht mir einem langen Meißel und entsprechenden Winkel

das Lauflager rauszuhauen. Ging gar nicht. 

Das festsitzende Lauflager ist, glaube ich, aus ganz festen Stahl. 

Obwohl ich wie ein Großer darauf umgehauen habe war da noch nicht mal ein Kratzer zu sehen. 

LG Ralph a. SH
 
Moin.

Hat ja so geklappt. Hab das nur geschrieben falls mal jemand so ein Problem hat und über die Suchmaschine in diesem Thema landet ;-)

Der Laufring ist natürlich aus gehärtetem Stahl und wird auch sehr hart sein. Deshalb geht er ja zu sprengen aber nur wenn man eine Stelle dünn (ca 1mm) schleift. Dann hält man den Meißel längs zur Achse und zimmert einen drauf. Wenn man Glück hat platzt der Ring dann an der Stelle auseinander.

Gruß Jürgen
 
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