624 Agriomatic....das leidige Thema

-Gerdi-

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2 Oktober 2019
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74562 Beilstein
Hallo zusammen,

ich habe einen 624 erstanden, der 30 Jahre im freien vor sich her rostete...

Mittlerweile habe ich ihn wieder soweit fahrbereit, das ich am Samstag eine Probefahrt machen konnte. Nun habe ich Probleme mit der Agriomatic festgestellt. Im kalten Zustand fährt er in der Strassengruppe normal an. Sobald er warm ist, braucht er in der Strassengruppe ewig zum los fahren. Ich habe das gefühl als er würde er "schleifen". Wen ich auskuppele und die Drehzahl etwas erhöhe, fährt er langsam an und kommt so langsam auf Geschwindigkeit.

Ich habe jetzt in meinem Werkstatthandbuch Getriebe das ich mitbekommen habe nachgeschaut, bzgl. Einstellen der Agriomatic. Leider ist dieses Buch ziemlich mitgenommen und es fehlen einige Seiten bzw. sind sie teilweise gar nicht mehr lesbar.

Ich wollte den Druck jetzt rechts messen, aber weiß leider nicht was er da genau haben muss. Gibt es beim 624 auch eine Excentereinstellung für die Lamellenkuplungen wie beim 423?

Kann mir jemand hier weiterhlefen?

Vielen Dank
 
@-Gerdi-. Wenn Du mal Dein Forumprofil etwas pflegen würdest, dann kämen hier sicherlich noch mehr Antworten, die Dir raten würden die Druckaufbauzeit an der Senkdrossel einzustellen. Gruß, Dieter, der "Linksdreher" aus Hessens Mittelpunkt.
 
Moin.

Als Erstes solltest du den großen Service machen. Vor allem das Sieb unten im Getriebe kontrollieren. Wenn das gemacht wurde kann man anfangen die Drücke zu messen und die Zeiten einzustellen.

Gruß Jürgen
 
So, meine Profileinstellungen hatte ich ganz übersehen :-) Jetzt sieht es besser aus.

Danke für die schnelle Rückmeldungen. Einen großen Service habe ich bereits gemacht inklusive Reinigung der Filter. Genau an der Senkdrossel bin ich hängen geblieben. Ich kann in meinem Werkstatthandbuch noch entziffern das der Druckaufbau in ca. 4 Sekunden erfolgen soll auf  ca 15 bar. Kann das jemand bestätigen?

Gibt es sonst noch eine Einstellung, ausser die Senkdrossel, für die Agriomatic? Weiß jemand zufällig die Größe des Gewindes für den Anschluss des Druckmanometers? Dann könnte ich mir entsprechend einen bestellen.

Danke für die Unterstüzung
 
Hallo Gerdi,

dein  geplantes vorgehen hört sich schonmal gut an.

Da Du ja schon die Siebe und die Senkdrossel gereinigt hast gehe ich davon aus das Du auch den Filter und das Öl erneuert hast (nur HYTRAN verwenden).

Eine Excentereinstellung für die Lamellenkuplungen wie beim 423 gibt es bei der Agriomatic-S wie sie in den großen CM´s 523 - 824 verbaut ist nicht.

Falls Du auf die schnelle kein Manometer zum Messen des Drucks zur Hand hast probiere doch einfach mal aus ob er in der Rückwärtsgruppe "normal" fährt oder ob hier die gleichen Porbleme wie in der Strassengruppe auftreten wenn er warm ist.

Dann kann man vieleicht das Problem schon näher eingrenzen.

Gruß Frank
 
Hallo Gerdi, kannst von mir das Werkstatthandbuch zum AGRIOMATIC-S Getriebe als pdf (gut lesbar) haben. Müsste dazu Deine e-Mail Adresse haben. Ist kostenlos!! Gruß, Dieter, der "Linksdreher."
 
Siebe hab ich gereinigt und auch einen neuen Filter verbaut. Hytran Öl habe ich auch getauscht.

Also beim fahren in der Rückwärtsgruppe fühlt es sich viel besser an. Hier scheint mehr Kraftschluss zu sein.
 
OK,

bevor Du das Getrieb öffnest, würde ich jetzt noch zur Bestätigung deines Eindruckes den Druck der Agriomatic messen.

Einmal in der Straßengruppe und einmal in der Rückwärtsgruppe. Sollte sich bestätigen das der Druck in der Rückwärtsgruppe passt vermute ich das nur der Steuerblock der auf der Welle (Betätigung) der Gruppenschaltung sitzt verschoben ist.

Dieser ist nur von den 3 Anschlussleitungen (Kupferrohre) gehalten und kann sich verschieben.

Wenn das der Fall ist geht in der Straßengruppe der Druck über die Abfräsung an der Welle die für die Umschaltung ohne Zugkraftunterbrechung in der Ackergruppe zuständig ist verloren.

Gruß Frank
 
Nein hab ich leider jetzt nicht zur Hand.

Ist bei Mir schon zehn Jahre her, ich hatte Mir damals das Manometer mit dem passenden Anschluss von einem befreundeten Landmaschinenmechaniker geliehen.
 
Moin.

Das sollte metrisch sein, also einfach Kappe ab und den Außendurchmesser messen. Dann die Schlüsselgröße der Kappe messen. Daraus lässt sich das ermitteln.

Gruß Jürgen
 
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