WolfgangBIR
Mitglied
Hallo,
ich hatte ja bereits in einem anderen Thema vom Allradantrieb berichtet. Mehr Sorge hinsichtlich des Aufwandes bereitet mir allerdings der Motor. Wie bereits gesagt, der Schlepper gehört meinem Schwiegervater, der berechtigterweise seine eigenen Vorstellungen besitzt. Am Traktor geschraubt hat ein IHC- Schlosser, sicherlich ein erfahrener und ordentlicher Mann, der seinerzeit bei einem Lama auf diesem Fabrikat gelernt hat. Der Schlepper wurde vor ca. 30 Jahren mit einer Fronthydraulik nachgerüstet und der Kühler entsprechend geändert, wohl auch danach noch einmal von einem Kühlerdienst repariert.
Vor ca. 6 Jahren ergab es sich, dass bei warmem heißem Motor das Kühlwasser aus dem Überlaufschlauch zu laufen begann. Stellte ich bei Hilfstätigkeiten (Ballenfahren) fest. Bei einem Instandsetzer wurde der Zylinderkopf überholt. Angesichts der Stundenzahl von geschätzten 9-10000 kann das kein Fehler gewesen sein. Ein neuer Kühlerdeckel wurde auch verbaut. Vor ca. 2 Jahren machte der Motor Geräusche, hierzu kann ich nichts weiter sagen, das ging komplett an mir vorbei. Daraufhin bekam der Motor laut Schwiegervater neue Buchsen und Kolben. Letztes Jahr wurde der Traktor vorm Scheibenmäher im hohen Aufwuchs eingesetzt und überhitzt. Es habe eine Dampfwolke gegeben, dann war er fest. Anlassen-Durchdrehen unmöglich. Der Schlosser konnte eine gute Woche später vorbeikommem und diagonstizierte Wasser im Brennraum. (Ich war nicht dabei). Jedenfalls fuhr der Schlepper aus eigener Kraft auf den Tieflader. Nach Demontage des Kopfes zeigte sich eine defekte Kopfdichtung, breit durchgebrannt zu einem Kühlwasserkanal. Das konnte ich mir ansehen, der Mann ist in Ordnung und hatte keine Probleme damit. Dank dieses Forums hatte ich ihm eine Zeichnung vom Buchsenüberstand zukommen lassen. Natürlich war es mir nicht möglich, den Buchsenüberstand genau zu messen, er war aber fühlbar. Es kam dann eine neue Kd drauf. Der Motor läuft und zieht einwandfrei, beim Kaltstart ist er gefühlt etwas müde und läuft mit zunächst ein wenig Handgas rund. Das gibt sich schnell. Das Kühlwasser ist piccobello sauber, er verbraucht auch nichts. Das Öl am glatten Meßsstab ist so sauber, dass man den Stand kaum ablesen kann. Nun bläst er Öl in den Auspuff, dieses sammelt sich dort und läuft über den Krümmer und auf die darunterliegenden Filter. Er lief an der Seilwinde sauber im erhöhten Standgas, die Temperatur war knapp unter waagerecht. Auf der Heimfahrt berghoch stieg die Temperatur leicht über waagerecht und das Öl verbrannte auf dem Krümmer. Aus dem Auspuff bläut er nicht. Ich bin ganz schön erschrocken. Der Motorlauf und auch die gefühlte Leistung waren und sind immer noch einwandfrei. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie das Öl in den Auspufftrakt gelangt, bei einer defekten Ventilschaftdichtung müsste er es doch eher verbrennen? Gerissene Ventilführung? Riss im Kopf oder Block?
Ich habe schon eine PN (aufgrund der kurzen Andeutung im Allradbeitrag) hierzu erhalten, dazu meinen Dank an dieser Stelle.
Es wäre prima, wenn Ihr mir mir mit Euren Erfahrungen weiterhelfen könntet. EDIT: Die Betriebsstunden in der gesamten Zeit waren gering, sicherlich knapp 3-stellig.
Viele Grüße
Wolfgang
ich hatte ja bereits in einem anderen Thema vom Allradantrieb berichtet. Mehr Sorge hinsichtlich des Aufwandes bereitet mir allerdings der Motor. Wie bereits gesagt, der Schlepper gehört meinem Schwiegervater, der berechtigterweise seine eigenen Vorstellungen besitzt. Am Traktor geschraubt hat ein IHC- Schlosser, sicherlich ein erfahrener und ordentlicher Mann, der seinerzeit bei einem Lama auf diesem Fabrikat gelernt hat. Der Schlepper wurde vor ca. 30 Jahren mit einer Fronthydraulik nachgerüstet und der Kühler entsprechend geändert, wohl auch danach noch einmal von einem Kühlerdienst repariert.
Vor ca. 6 Jahren ergab es sich, dass bei warmem heißem Motor das Kühlwasser aus dem Überlaufschlauch zu laufen begann. Stellte ich bei Hilfstätigkeiten (Ballenfahren) fest. Bei einem Instandsetzer wurde der Zylinderkopf überholt. Angesichts der Stundenzahl von geschätzten 9-10000 kann das kein Fehler gewesen sein. Ein neuer Kühlerdeckel wurde auch verbaut. Vor ca. 2 Jahren machte der Motor Geräusche, hierzu kann ich nichts weiter sagen, das ging komplett an mir vorbei. Daraufhin bekam der Motor laut Schwiegervater neue Buchsen und Kolben. Letztes Jahr wurde der Traktor vorm Scheibenmäher im hohen Aufwuchs eingesetzt und überhitzt. Es habe eine Dampfwolke gegeben, dann war er fest. Anlassen-Durchdrehen unmöglich. Der Schlosser konnte eine gute Woche später vorbeikommem und diagonstizierte Wasser im Brennraum. (Ich war nicht dabei). Jedenfalls fuhr der Schlepper aus eigener Kraft auf den Tieflader. Nach Demontage des Kopfes zeigte sich eine defekte Kopfdichtung, breit durchgebrannt zu einem Kühlwasserkanal. Das konnte ich mir ansehen, der Mann ist in Ordnung und hatte keine Probleme damit. Dank dieses Forums hatte ich ihm eine Zeichnung vom Buchsenüberstand zukommen lassen. Natürlich war es mir nicht möglich, den Buchsenüberstand genau zu messen, er war aber fühlbar. Es kam dann eine neue Kd drauf. Der Motor läuft und zieht einwandfrei, beim Kaltstart ist er gefühlt etwas müde und läuft mit zunächst ein wenig Handgas rund. Das gibt sich schnell. Das Kühlwasser ist piccobello sauber, er verbraucht auch nichts. Das Öl am glatten Meßsstab ist so sauber, dass man den Stand kaum ablesen kann. Nun bläst er Öl in den Auspuff, dieses sammelt sich dort und läuft über den Krümmer und auf die darunterliegenden Filter. Er lief an der Seilwinde sauber im erhöhten Standgas, die Temperatur war knapp unter waagerecht. Auf der Heimfahrt berghoch stieg die Temperatur leicht über waagerecht und das Öl verbrannte auf dem Krümmer. Aus dem Auspuff bläut er nicht. Ich bin ganz schön erschrocken. Der Motorlauf und auch die gefühlte Leistung waren und sind immer noch einwandfrei. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie das Öl in den Auspufftrakt gelangt, bei einer defekten Ventilschaftdichtung müsste er es doch eher verbrennen? Gerissene Ventilführung? Riss im Kopf oder Block?
Ich habe schon eine PN (aufgrund der kurzen Andeutung im Allradbeitrag) hierzu erhalten, dazu meinen Dank an dieser Stelle.
Es wäre prima, wenn Ihr mir mir mit Euren Erfahrungen weiterhelfen könntet. EDIT: Die Betriebsstunden in der gesamten Zeit waren gering, sicherlich knapp 3-stellig.
Viele Grüße
Wolfgang