844XL am Schredderer unbefriedigend...

Jochen4

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Bin gerade in Italien und habe meinen 844XL (Bj.87) verliehen. Gerade erreicht mich eine SMS vom Leiher, der einen Schredderer mit hydraulischem Einzug dran hat:

"Hydraulik von Deinem Trecker ist zu schwach. Der Schredderer zieht nur schwer bis gar nicht ein. Fehlt der drucklose Rücklauf?"

Ich muss sagen, dass ich da gar nicht richtig drauf antworten kann. Der Schlepper hat 2 DW Steuergeräte mit Schwimmstellung. Bisher habe ich immer nur einen Kipper an der Hydraulik dran, aber wenn der 844 keinen drucklosen Rücklauf hätte, dann bekäme ich die Ladefläche des Kippers doch nie wieder runter, oder? Was ist da los?

Hier ein Foto von der Kombination:
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Naja, der Kollege sollte sich schon vergewissern Wo er WELCHE Schläuche anschliesst.... - das ist nun aus der Ferne nicht ersichtlich.

Ein Kipper kann jedoch auch an einem einfach-wirkendem Steuergerät und auch ohne separaten drucklosen Rücklauf angeschlossen werden. Ein Rücklauf des Öles erfolgt dann beim "entlasten" des Hydraulikkreislaufes. So ist es in der Regel bei den meisten "alten" Schleppern. (Wo soll das Öl auch hin wenn nur ein Schlauch zum Anhänger vorhanden ist...)

Keine wirkliche Hilfe für jetzt für Dich, aber vielleicht ein kleines Puzzleteil...

Gruß

Carsten
 
Hallo,

allgemein gilt:

Ein druckloser Rücklauf ist ein Rücklauf in dem der Staudruck ich meine maximal 1-3Bar erreichen darf. Dieses ist mit einem Rücklauffilter meisten nicht möglich weil sich das Öl im Filter staut. Für normale Anwendungen wie z.B Anhänger kippen oder Holzspalten also wo Zylinder oder ähnliches Angetrieben werden ist ein druckloser Rücklauf überflüssig und nicht gerade vorteilhaft, weil das Öl nicht gefilter wird. Ein druckloser Rücklauf ist eigendlich fast immer nur bei Hydraulikmotoren notwendig, weil diese oft eine Leckölleitung haben  auf die kein Druck kommen darf, weil der Motor sonst undicht wird. Bei einem normaler Rücklauf der über das Steuerventil oder auch direkt auf den Rücklauffilter geht sollte der Staudruck nicht über 20-30 Bar steigen.

Ich denke hier ist die Pumpe verschlissen, die Ölmenge reicht nicht aus oder der Einzug ist nicht ganz inordnung

mfg Michael
 
Hallo

Wieviel Hydraulikschläuche hast du bei deinem Kipper dran.Ich vermute mal du hast nur einen und den Kipper kannst

du mit einem Einfach wirkenden Steurgerät bedienen, das Öl läuft wenn du den Kipper wieder runter lässt durch die Gleiche Leitung wieder zurück.

Bei 2 doppelwirkenden Steuergeräten müsstest du 4 Hydraulikanschlüsse haben.

Der 5 wäre dann wenn er überhaupt verbaut ist ein druckloser Rücklauf.

Mfg
 
Hallo,

es muss ja aber nicht zwangläufig so sein das der Schlepper einen drucklosen Rücklauf besitzt! Meistens wir soetwas als externe Leitung nachgerüstet. Bei dem 844 sollte eine ggf. Nachrüstung doch rel. einfach sein.

Gruß
 
Ja, der Kipper hat nur eine Hydraulikleitung. Der Schredderer hat 2 Leitungen.

Es sind leider nur 4 Anschlüsse am Schlepper. Vom Frontlader-Einhebel-Steuergerät geht eine Leitung direkt in den Hydrauliktank. Ich schätze da muss ich dann mal einen weiteren Anschluss anbinden. Ich hatte gedacht, dass ein Hydraulik-Anschluss, wenn er nicht unter Druck steht, quasi zum drucklosen Rücklauf wird. Eben wie beim Kipper auch. Da lege ich ja auch nur den Hydraulikhebel um und schon senkt sich die Ladefläche wieder, eben WEIL das im Hydraulikstempel des Kippers befindliche Öl nun wieder DRUCKLOS in den Tank zurück fließt...
 
Hallo Jochen,

ob dein 844 einen drucklosen Rücklauf hat oder nicht kann ich nicht sagen, das musst du wissen.

Ab Werk bzw serienmäßig hat ein 844XL keinen drucklosen Rücklauf. Wenn dann müsste er einen nachgerüsteten Rücklauf haben. Dann hättest du bei 2 doppelwirkenden Steuergeräten 5 Hydraulikkupplungen am Heck.

Wie mein Vorredner schon sagte, hat das mit dem Kipper nichts zu tun. Beim senken des Kippers fließt das Öl durch das Steuergerät zurück. 

Theoretisch kann man einen Hydraulikmotor oder Ähnliches an ein DW Steuergerãt anschließen. Das Öl fliesst durch das Steuergerät und einen Anschluss zum Verbraucher, dann durch den anderen Anschluss und durch das Steuergerät zurück in den Tank. Dieser Rücklauf durch das Steuergerät ist genau das Problem. Hier herrscht ein Wiederstand, der das Öl unnötig ausbremst und zu Leistungsverlust und Erhitzung des Öls führt ( Strömungswiderstand ).

Das wird die mangelhafte Hydraulikleistung am Schredder erklären.  Wird das Rücklauföl drucklos in den Tank geführt hast du mehr Leistung für das angetriebene Gerät.

Holger
 
Das ist auch weit verbreitet und etwas irrefürhrend. 

Aber lässt man den Kipper runter so entsteht in der Rücklaufleitung durch den Leitungsquerschnitt, dem Steuergerät und dem Rücklauffilter (falls vorhanden) ein Staudruck. Grundsätzlich hat jeder Hydraulikmotor eine Leckölleitung, welche aber auch intern angeschlossen sein kann, hierbei muss auf den maximal zulässigen Staudruck in der Rücklaufleitung geachtet werden.

Einen druckloser Rücklauf ist in deinem Fall nicht nötig.

mfg Michael
 
Bei meinem IHC ist der drucklose Rücklauf einfach über die Getriebegehäuseentlüftung gelegt. Hierzu würde auf dem Deckel eine Schraube angeschweißt die mit dem Hydraulikrohr/Leitung bis hin zur Abreißkupplung verbunden ist. Nebenbei ist ein kleiner Abzweiger mit einer externen Entlüftung. Sehr einfach gelöst und funktioniert wunderbar!

Wie man das am besten beim 844 löst kann ich nicht ganz genau sagen, aber so schlimm kann es nicht sein:-)

Gruß
 
Hallo,

ich habe an meinem d439 auch 2DW nachgerüstet.

Wenn ich einen EW "Verbraucher" anschließe, stecke ich einen zusatzschlauch auf die 2te Druckseite.

Die ist am zusätzlichen Drucklosen Anschluß des Steuergerätes angeschlossen.

So fördert die Pumpe beim Senken das Öl im Kreis.

Gruß

Jörg

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Prima! Tolle und schnelle Antworten! Vielen, vielen Dank!

Ich werde demnächst ein T-Stück an den Rücklauf des Frontlader-Einhebel-Steuergerätes bauen. Dann habe ich einen echten drucklosen Rücklauf.
 
Hallo

dieser Schredder war sicherlich schon an Schleppern im Einsatz, an denen es funktioniert hat;

hätte oder hat der Ölmotor eine Leckölleitung, würde der Betreiber einen "freien" Anschluß an deinem Traktor suchen,

findet er keinen, müsste es  ihn stutzig machen;

eine Leckölleitung bringt Vorteile ((wie hier schon empfohlen (Staudruck)), ist aber nicht für alle Ölmotoren oder -motorentypen zwingend erforderlich,

mfG.  Reinhold
 
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