agressiver Diesel, Korrosionsschutz im Tank?

bohrmeister

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Tag zusammen!

Habe am WE den Tank vom D430 ausgebaut zur Reinigung. War innen total verrostet. Selbst die Metallenden des Filters nach nur 1 Jahr fast durchgerostet. Daher ständig Rostbrösel im Wasserabscheiderglas.

Liegt das am modernen Diesel? Was kann helfen? Opferanoden aus Zink im Tank anbringen? Tankinnenbeschichtung? Frisst der Diesel auch die ESP innen auf?

Grüße, Lutz
 
Der Diesel hat seine Schmierfaehigkeit verloren. Durch die Beimischung von Biodiesel zieht der Kraftstoff Wasser. Der Verbindungsstoff der dafuer sorgt das sich Bio mit normalen Kraftstoff mischt, zieht Wasser an. Des weiteren hat der Bio- Diesel selber Eigenschaften, die nicht immer vorteilhaft für die alten Schlepper sind.
 
Laut Einspritzpumpe Fachmann, soll man bei jeden Tanken Öl in den Tank kippen um die Schmierfaehigkeit zu verbessern. Bei Fahrzeugen mit Stahltank und bei Tankanlagen, sollte man regelmäßig Additive zum Schutz in den Tank kippen. Bei modernen Fahrzeugen mit empfindlichen Einspritzanlagen sollte man, bei einer Kilometerleistung von 10.000km/Jahr den Kraftstofffilter alle 1/2 Jahr wechseln.
 
Ich hatte vor Jahren ähnliche Probleme mit meinem 633.

Ich bin dann seinerzeit auf Biofreien Diesel umgestiegen, und habe fortan nie wieder solchen Ärger gehabt.

Ich fahre außschließlich Future-Power Diesel von Hoyer.

Ultimate Diesel von Aral ist auch Biofrei.

Zumindest lt damaliger Auskunft von Aral.

Wer eine Hoyer Tankstelle in der Nähe hat sollte auf den FuturePower Diesel umsteigen, und Ruhe ist.

Die alten Ing. von IHC konnten ja nicht wissen, was für einen Blödsinn die Leute 40 Jahre später mal in ihre Schlepper kippen.

Gruß Jürgen 

Gruß Jürgen / Jogi633
 
Moin,

2Takt Öl hat mir auch mein Unimogschrauber geraten, allerdings eher wegen der Einspritzpumpe.

Auf 60Liter gebe ich 100ml Öl.

Habe aber noch keine Langzeiterfahrung.

Gruß

Bernd
 
Tag zusammen!

Ich habe Folgendes gemacht: Öffnungen des Tanks dicht gemacht mit Holzpflöcken, Tank mit alten Spax-Schrauben und verrosteten Nägeln beschickt, Dann auf einen Betonmischer gezurrt, 1/2 Flasche Klofrei und Wasser dazu (Na-Hydroxid, ätzend!) ,1 Tag in verschiedenen Positionen laufen gelassen.

Kies wollte ich nicht nehmen, die mineralischen Partikel bekommt man nie wieder ganz aus dem Tank heraus -->befürchte Verschleiß an ESP.

Danach war der Tank innen fast rostfrei, noch einmal gefüllt mit Wasser und 2 Spülmaschinentabs, nochmal laufen gelassen--> Tank innen sauber, fettfrei und weitgehen rostfrei. Letzte Rostreste mit Zitronensäure entfernt, ca 1/2 Tag.

Dann wollte ich für Korrosionsschutz sorgen: Tank wieder mit Wasser gefüllt, wieder Na-Hydroxid  aufgelöst dazu als Elektrolyt. Dann Zinkblech (Dachrinne) reingehängt (kein Kontakt zum Tank!) und ungeregeltes 12v Ladegerät angeschlossen. Zink an Pluspol,  Meine Chemiekenntnisse reichen nicht mehr ganz aus das zu erklären aber eine Anleitung bei Youtube besagt, dass man so eine elektrolytische Verzinkung produzieren kann. Das Zink oxidiert, geht in Lösung und schlägt sich am Stahltank nieder.

Obs was bringt weis ich nicht. Hat jedenfalls etwas gebrodelt. Den Tankdeckel auseinandergebaut und die Stahlteile ebenso behandelt. Hierdran kann ich neuen Rostbefall am ehesten erkennen.

Zum Schluss musste ich noch 2 kleine Löcher am Boden des Tanks  (weich) löten.

Am Haltestab des Tankfilters habe ich dann noch eim Zinkblech als Opferanode angebracht. Könnte mir vorstellen, dass sich durch den Bio-Anteil im Diesel (Ölsäureester?) in Verbindung mit Feuchtigkeit Säuren bilden und diese den Tank von innen anfressen. Vielleicht hilft das Zinkblech dagegen.

Zinkreste im Diesel sehe ich als unproblematisch an. Wird nicht Zinkoxid dem Motorenöl beigegeben als Säureschutz? Neuen Tankfilter besorgt. Trecker läuft erstmal wieder, Schauglas des Wasserabscheiders ist sauber

Vielleicht hat einer der Forumiten mehr Durchblick und kann noch was beitragen dazu.

Grüße und frohe Ostern wünscht Lutz
 
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