Agriomatik S mal mit anderen Problemen als sonnst

Schmied Keitel

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31162 Bad Salzdetfurth
Moin......

mein 624 den ich gekauft habe, hat laut Vorbesitzer vor gut drei Jahren einen Getriebeschaden gehabt. Das wurde überholt, durch Teilespendung aus einen anderen Getriebe, Da der Schlepper zerlegt war wurde die Kupplung und auch die Agriomatic Lammellen erneuert. Er hat mir die Altteile mit gegeben, da er sie noch liegen hatte. Also gehe ich mal davon aus, das es stimmt. Seit dem ist der Schlepper schätzungsweise nur 50-80 Stunden gefahren, weil er abgemeldet war und nur zum Mistaufladen genutzt wurde. Ich denke das der Vorbesitzer deshalb auch nur in der Rückwärtsgruppe im 1 oder 2 Gang da auf seinem Hof im Stall rum gefahren ist. Ich habe nun festgestellt, das da was im Gertriebe faul ist. Meine vermutung ist, die Agriomatik und zwar trennen wohl die Lammelenparkete nicht, es sind immer zwei Gänge drin, beziehungweise denke ich das beide Lammellen antrieb haben.

Vorweg: Drosseldüse wurde geprüft, war ok. Ansaugsieb wurde geprüft, war sauber, Nebenstromfilter wurde erneuert, Öl wurde gewechselt.

In der Rückwärtsgruppe färht er vorwärts und rückwärts wie er soll. Selle ich den Argriomatikhebel in die Mitte bleibt er auch stehen, aber man merkt das der Motor etwas in die Knie geht und da irgentwie noch reibung ist. Stehen bleibt er wohl weil sich Vorwärts und Rückwärtkräfte gegenseitig aufheben. Schalte ich wieder nach vorn oder hinten fährt er sofort in diese Richtung, also der Antrieb funktioniert gut und hat auch volle kraft, denn am Berg, mit Bremse etc...geht er los oder ich würge ihn sogar ab. Wenn ich beim Rückwärtfahren den Agriohebel ganz nach hinten in die s.g. "Schnellstopstellung" mache, müsste er eigentlich stehen bleiben. macht er aber nicht! 

In der Ackergruppe geht erst mal alles wie es soll, da er aber da sowieso immer antrieb hat und das Drehmoment auf grund der Untersetzung hoch ist, kein wunder. Allerdingst funktioniert hier der Schnellstop auch nicht. Nur mit angezogender Handbremse und Fußbremse bekomme ich ihn gerade so zum stehen.

In der Straßengruppe ist es ähnlich. Die Geschwindigkeiten wechseln so wie sie sollen...nach vorne langsam, nach hinten schnell.....Aber man merkt das da Kräfte gegeneinander arbeiten. Im 1. und 2. fällt das n icht auf, aber im 3. und 4. Gang kommt der 624 an seine grenzen. Er quält sich so als hätte man einen ganzen Rübenzug hinter gehängt. Neutral und Schnellstop geht auch nur durch zusätzliches bremsen.

Ich habe die Druckmessung gemäß WHB schon durchgeführt, alles wie es exakt sein soll. Sanfter Druckaufbau auf 8-9 bar im Standgas, bei 2000 Drehzahl 12,5 bar. Beim umschalten in Neutral oder andere Stellung sanfter abfall und innerhalb 4 sekunden wieder voller Druck. Im Schnellstop fällt der druck auf null bar ab.  Schade nur, das man nur in der Ackergruppe messen kann. In Hase oder Rückwärts fällt der Druck auf null. Da dies alles stimmt ist mein  erster Verdacht, das der Verteilerblock auf der Gruppenschaltwelle eventuell nicht auf die 78mm justiert wurde, eigentlich vom Tisch. Die hydraulische Steuerung scheint also völlig in Ordnung zu sein.

Zweiter Verdacht....eine gebrochene Lammelle....müsste die sich dann nicht verhaken, bzw. dann ist doch so wie ich lese der Antrieb völlig starr blockiert....also ein anhalten durch Bremsen in der Neutral oder Schnellstoppstellung eigentlich unmöglich. Außerdem fährt meiner ja auch noch vorwärts/rückwärts. also können die Lammellen ja noch rutschen.

Dritter Verdacht.......die Schrauber haben aus versehen eventuell eine Lammellenscheibe zu viel eingebaut!?! Und deshalb trennen sie nicht richtig.....ist sowas eventuell möglich, oder würde das grundsätzlich nicht passen?

Ich bin gespannt was ihr noch für Ideen hab........bin über jeden sinnvollen Vorschlag dankbar!

Ich denke das ich zumindes den Getriebedeckel / Schaltkulisse vorne abnehmen muss um mir die Agriomatic mal anzugucken.  
 
Ich habe mal von einem gehört, daß die in solchen Fällen eine Lamelle weg lassen und eine Distanzscheibe einbauen, da immer die erste Lamelle "auf die Ohren " bekommt.

Ob das bei dir gemacht und evtl. nicht die richtige Stärke der Distanzscheibe eingehalten wurde, kannst du wohl nur checken, wenn du das Paket zerlegst.

Gruß Alex

IF IT AIN´T RED, LEAVE IT IN THE SHED
 
...ist vielleicht das Schaltgestänge (nach hinten) von der Gruppenschaltung verstellt worden, bzw. nicht korrekt eingestellt, so das du quasi ansatzweise in 2 Gruppen arbeitest?

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Oki.....danke für die Ansätze. Sobald ich Zeit habe, werde ich den Getriebedeckel runter nehmen und mal gucken ob ich was finde. Mache dann Fotos, auch wenn ich nicht weiter komme.....
 
Neue Erkenntnisse!

Habe das Getriebe von oben soweit geöffnet. Als erster Fehler ist aufgefallen, das der Ölverteilerblock auf der Gruppenschaltstange nicht mit 78mm Abstand, sondern mit 84mm Abstand zur Gehäusekante sitzt. Das habe ich behoben und wieder provisorisch zusammen gebaut. Geändert hat sich nichts, Problem leider wie zuvor. Allerdings kommt man so gut an die Lamellen und diese sind, wenn der Motor aus ist gut entspannt und können bewegt werden. Also muss das Problem wohl an der Hydraulischen Ansteuerung liegen, das beide Lammelenpakete auch in der Neutralstellung mit Druck beaufschlagt werden. Da kommt nur noch das Steuergerät im Getriebe in Frage. Zum Glück kann man das nach Demontage der Leitungen und Pumpe so raus bekommen, ohne das Getriebe weiter zu zerlegen. Meine Theorie ist, das dort drinnen Kolben oder Dichtringe verschlissen sind und durch Lecköl immer Druck auf beiden Ölkreisen entsteht.

ich habe noch ein zerlegtes Getriebe und hab das Steuergerät mal angeguckt. Es ist anders als das bei mir verbaute oder im WHB abgebildete. Das hat nur einen statt zwei Steuerschieber und die Ölanschlüsse sind teilweise an anderen stellen. Das Gehäuse ist im groben genauso. Weiß jemand darüber Bescheid???? Gab es da mal ein Update oder Modifikation? Kann man beide Ausführungen einfach so verwenden? 

Hatte eigentlich schon mal jemand ein defektes steuergerät, und wie hat sich das bemerkbar gemacht?

gruss Mark 
 
Neue Erkenntnisse!

Habe das Getriebe von oben soweit geöffnet. Als erster Fehler ist aufgefallen, das der Ölverteilerblock auf der Gruppenschaltstange nicht mit 78mm Abstand, sondern mit 84mm Abstand zur Gehäusekante sitzt. Das habe ich behoben und wieder provisorisch zusammen gebaut. Geändert hat sich nichts, Problem leider wie zuvor. Allerdings kommt man so gut an die Lamellen und diese sind, wenn der Motor aus ist gut entspannt und können bewegt werden. Also muss das Problem wohl an der Hydraulischen Ansteuerung liegen, das beide Lammelenpakete auch in der Neutralstellung mit Druck beaufschlagt werden. Da kommt nur noch das Steuergerät im Getriebe in Frage. Zum Glück kann man das nach Demontage der Leitungen und Pumpe so raus bekommen, ohne das Getriebe weiter zu zerlegen. Meine Theorie ist, das dort drinnen Kolben oder Dichtringe verschlissen sind und durch Lecköl immer Druck auf beiden Ölkreisen entsteht.

ich habe noch ein zerlegtes Getriebe und hab das Steuergerät mal angeguckt. Es ist anders als das bei mir verbaute oder im WHB abgebildete. Das hat nur einen statt zwei Steuerschieber und die Ölanschlüsse sind teilweise an anderen stellen. Das Gehäuse ist im groben genauso. Weiß jemand darüber Bescheid???? Gab es da mal ein Update oder Modifikation? Kann man beide Ausführungen einfach so verwenden? 

Hatte eigentlich schon mal jemand ein defektes steuergerät, und wie hat sich das bemerkbar gemacht?

gruss Mark 
 
Hier das Steuergerät welches Wohl neuerer Bauart ist, die Frage ob beim Austausch auch die Gruppenschaltstange und/oder der Verteilerblock mit gewechselt werden muss??

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Hab jetzt mal die Druckleitung von der Pumpe zum Steuergerät abgeklemmt. Jetzt ist es so, das zumindest bei aufgebockten Rädern in jeder Gruppe ein leichter Vorwärtstrieb ist. man kann im straßen oder Rückwärts jedoch die Reifen von Hand festhalten.....so richtig einen Reim kann ich mir da nicht draus machen. 
 
Hast du ihn mit offenem Getriebe laufen lassen.  Ich habe den Fehler gemacht dass ich ihn nicht richtig warm gefahren bin, bevor ich daran gearbeitet habe. Komplett neu abgedichtet , Bremsen neu . Aber lange werde ich nicht mehr drann Arbeiten, dann wird er geschlachtet. Habe schon zuvill Zeit damit verbracht.
 
Hab jetzt mal die Druckleitung von der Pumpe zum Steuergerät abgeklemmt. Jetzt ist es so, das zumindest bei aufgebockten Rädern in jeder Gruppe ein leichter Vorwärtstrieb ist. man kann im straßen oder Rückwärts jedoch die Reifen von Hand festhalten.....so richtig einen Reim kann ich mir da nicht draus machen. 
 
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