Hallo Thomas, ob ich da Glück gehabt habe wird sich noch zeigen, deshalb hier ein kleiner Zwischenstand. Das Abholen hat absolut super funktioniert. Mein Bekannter hat einen sogenannten Hakenabroller. Das sind LKWs, die diese großen Abfallcontainer auf und abladen können. Für Maschinentransporte hat der eine extra Plattform, auf die man Maschinen bis 12t daraufstellen kann. Damit hat er diese Plattform hinter den Traktor abgestellt und dann mit dem Lkw vor den Traktor und den Traktor an den Haken gehängt und mit dem LKW auf die Plattform geschoben/gehoben. Festgezurrt und die Plattform wieder auf den LKW und fertig. Und ich hatte mir schon Gedanken gemacht wie wir den Traktor ohne Lenkung bewegt bekommen. Dann kam allerdings die Überraschung, alles gut geklappt und dann war der Traktor auf dem LKW so geschätzte 4,50m hoch und leider auf dem Heimweg mehrere Tunnel unter 4m. Gottseidank ist ein anderer Bekannter von mir Forstwirt und kennt die Wälder bei uns sehr gut, so dass wir den Heimweg dann auf Forstwegen, die bei uns super ausgebaut sind, ohne nennenswerte Probleme zurückgelegt haben. Dann zu Hause das ganze umgekehrt und die Sache war alles in allem in 2,5h erledigt. Nun hab ich den Traktor zu Hause stehen und muß mir Gedanken machen, wie ich den Traktor dahin bekomme wo er eigentlich hin soll, weil es da leider so eng ist, daß wir nicht mehr mit dem LKW rangieren konnten. Ist schon lustig, jetzt steht er quer vor dem Schuppen und will nicht rein, da der Boden unbefestigt ist und ich noch keine Idee habe, wie ich den jetzt rumgedreht bekomme. Die Frontladertraktoren, die wir auf dem Hof haben, auf dem ich wohne, werden den nicht rumbekommen. Da wird noch der eine oder andere Versuch nötig sein. Aber trotz allem, haben wir noch den Hochdruckreiniger rausgeholt und die erste Maschinenwäsche seit der Herstellung durchgeführt. Ich habe noch nie eine Maschine gesehen, die so vergammelt war und ich habe wirklich schon viele gesehen. Außer Regen, war das wohl das erste Wasser was der Traktor gesehen hat. Es gibt keinen einzigen Abschmiernippel der überhaut schon mal benutz worden währe, alles trocken. Nirgends, wo Öl reingehört ist Öl drin, Wasser Fehlanzeige, selbst Bremsflüssigkeit sucht man vergebens. Da hab ich mich gewundert warum mir der Nachbar von dem Vorbesitzer erzählt hat, der Motor währe fest, der lenkt und bremst nicht. Ja wie denn, wenn nirgends, ein einziger Tropfen Öl oder Wasser drin ist. Aber jetzt weiß ich auch wie man einen solchen Motor überhaut kaputt bekommt, denn der Wellendichtring der Wasserpumpe ist undicht und sicherlich hat auch keiner Wasser nachgeschüttet, geschweige denn die Pumpe gewechselt. So sind sie die Adligen, der Vorbesitzer war ein Baron von und zu, einen auf dicke Hose machen und nix dahinter. Jetzt ist mir auch klar, warum der Pleite gegangen ist, wenn der alles andere auch so gemacht hat. Der arme Traktor, was wird der gelitten haben, bis er dann endlich sein Leben ausgehaucht hat. Ich habe gestern mal anfangen in die Innereien vorzudringen, um zu sehen was an dem Motor fest ist und was sonst noch dabei kaputt gegangen ist, aber selbst die Schrauben sind so fest, dass das sicherlich nicht so einfach werden wird.
Gruß
Peter