Allgemeines zum Thema "springt schlecht an"

"Trotz reichlich vorglühen (ca. 40 Sekunden) war nichts zu machen. Allerdings dreht der Anlasser sehr sehr langsam"

Hier sehe ich schon mehrere Probleme, der Glühwendel im Ansaugtrakt (keine Glühkerze) glüht wirklich erst richtig nach 60 Sec.

Bitte überprüfen, sonst ist wahrscheinlich der Kontakt im Zünschloss defekt

Langsam drehender Starter, reinigen auch den Anker bisschen abschmirgeln und reinigen

Bei neuen Starter ist dann natürlich die Stromversorgung zu Prüfen

MfG.
 
Was für eine Batterie hast du denn verbaut ? Bitte die genauen Bezeichnungen. Kann sein dass der Wert vom Kälteprüfstrom einfach zu gering ist
 
Hallo.

Ich hab die Erfahrung gemacht das es meistens am Magnetschalter liegt. Da sind die Deckel aus Kunststoff und die beiden dicken Kontakte nur eingegossen. Wenn man nun die Kontakte zu sehr anknallt oder nach Jahren versucht zu lösen, drehen sich die Kontakte gerne mal ein klein wenig mit. Dadurch entstehen Risse im Kunststoff durch die Feuchtigkeit eintritt. Dadurch korrodieren die Kontakte und der Strom zum eigentlichen Starter wird sehr reduziert. Kann man testen in dem man die beiden dicken Kontakte einfach mal mit einem dicken Schraubendrehen brückt. Dreht der Starter dann schneller als sonst, kann man den einzeln tauschen.

Außerdem haben nur voll geladene Batterien eine vernüftige Leistung. Wenn eine Batterie nur zu 60% geladen ist, bricht die Leistung bei Kälte extrem ein. Deshalb muss auch die Größe der Batterie zur Lima passen, groß und größer sind nicht immer gut. Wenn der Schlepper dann nur 2 Stunden am Tag läuft, am besten dafür 3 mal gestartet wird, kann die kleine Lima die riesige Batterie nicht mehr zu 100% laden. Also am Besten die Batterie bei kaltem Wetter nach der Arbeit an ein Ladegerät hängen. Aber nicht eines mit 20A Ladestrom, 6 A reicht da aus. Oder diese neuen kleinen Erhaltungsladegeräte, die kann man auch über Wochen da dran lassen.

Gruß Jürgen 
 
Hallo Jochen 4 Ich hätte mal eine Frage wieviel BetrStd. hat dein Ihc644?Habe selbst einen IH644 der springt bei kalten Temperaturen nach 30sec.Vorglühen ohne Mehr menge an.Ichmeine wenn mann zu starten einen Warmluft Föhn benötigt solte mann sich mal über eine Motor Überholung Gedanken machen.Gruß HP
 
so, möchte meine Hilfe auch da zu geben:

mein 654 As Bj 8/73 mit den Km. stand von 7328 können auch schon 8000 sein - ist ja egal,

hat einen 12V - 4 Ps Anlasser diesen Starte ich mit einer 12V 100AH 760A/EN Batterie.

Machte Heute nach 4 Wochen Ruhepause bei -6° und 30 sec. Vorgeklühzeit einen Start versuch,

Anlasser und Motor drehten schön gleichmäsig durch und ging mit Jock sofort an,

lief natürlich noch etwas zögerlich, aber nach einigen sec. konnte ich den Jock wieder los lassen und nahm das Gas Kraftvoll an.

Mfg Thomas
 
Hallo,

da ich ja vor ein paar Beiträgen nach dem Startverhalten von meinem 533 gefragt wurde, und da ich es mangels Minusgraden nicht wirklich testen konnte, hier mal das Startverhalten bei leichten minus Graden bzw um 0 Grad.

Es muss weder vorgeglüht noch die Startmenge betätigt werden. Er stand gesten den ganzen Nachmittag von 14 bis 19:30 draußen. Er startet natürlich nicht so freudig wie bei höheren Temperaturen, läuft auch kurz etwas unruhig, nach einem kurzen Gasstoß ist dies aber vorbei. 

Werde aber, wenn es weiter so kalt ist, bzw kälter wird mit Startmenge starten, allein schon um die Batterie und den Anlasser zu schonen, er braucht halt 1-2 Umdrehungen mehr. Mal schauen obs diesen Winter so kalt wird, dass man auch mal vorglühen muss :-)

Gruß Markus
 
Aly1:

"Trotz reichlich vorglühen (ca. 40 Sekunden) war nichts zu machen. Allerdings dreht der Anlasser sehr sehr langsam"

Hier sehe ich schon mehrere Probleme, der Glühwendel im Ansaugtrakt (keine Glühkerze) glüht wirklich erst richtig nach 60 Sec.

Bitte überprüfen, sonst ist wahrscheinlich der Kontakt im Zünschloss defekt

Langsam drehender Starter, reinigen auch den Anker bisschen abschmirgeln und reinigen

Bei neuen Starter ist dann natürlich die Stromversorgung zu Prüfen

MfG.
Hallo,

nachdem in der Anleitung von IHC die Rede von "10 - 15 Sekunden" vorglühen die Rede ist, dachte ich dass 40 Sekunden mehr als reichlich sein sollten. Die Vorglühung müsste funktionieren, immerhin werden die Instrumente deutlich dunkler, wenn man den Punkt "Vorglühen" beim Herausziehen des Anlasser-Hebels erreicht hat (kommt aber erst sehr knapp vor dem Anlasser). Werd das demnächst mal mit längerem Vorglühen probieren. In der Anleitung ist auch die Rede von "Handgashebel auf obere Leerlaufdrehzahl (Vollgas) stellen" - macht ihr das auch so? Mit Vollgas starten? O_o Hab ich bisher eigentlich nicht gemacht.

Solange der Anlasser aber noch so langsam dreht, wird mir wohl das ganze schöne Vorglühen nicht viel helfen.

Zur Batterie:

Hab grad mal nochmal gemessen:  12,4 V Ruhespannung

Werd die jetzt auf jeden Fall noch mal voll laden.

Das Modell kann ich leider nicht mehr erkennen - der Aufkleber mit diesen Informationen ist so abgewetzt, dass nur noch teilweise zu lesen ist:

...0Ah - EN 70....

Könnte 100 Ah - EN 700 A heißen, oder?

"Hersteller" ist "Deutz Fahr", Länge ca. 51 cm

@Jürgen

Wenn es der Magnetschalter wäre, müsste er aber bei normalen Temperaturen auch so schlapp drehen? Da ist er aber deutlich besser.

Zu dem Motorenöl hat jetzt noch keiner was gesagt - heißt das, dass ich mit dem 15W40 nicht so schlecht lieg?

Gruß

Andreas
 
Wenn es nur Der Magnetschalter wäre, wäre es bei warmen Wetter auch so. Hier kommen sicher mehrere Faktoren zusammen. Das Öl ist so in Ordnung. Die Spannung der Batterie sagt nichts über deren Startleistung  oder den Ladezustand aus, dafür müsste man die Säuredichte messen. Der Strom entsteht durch chemische Prozesse, und das funktioniert bei Kälte eben nicht so gut.

Gruß Jürgen
 
Um diesen Thread kompletter zu machen, möchte ich, passend zur Jahreszeit, nochmal den Kaltstart mit Mehrmenge in Erinnerung rufen! Vorglühen kennt jeder, die für Direkteinspritzer wesentlich effektivere Methode aber wird häufig vergessen oder man kennt sie gar nicht weil die Bedienungsanleitung nicht gelesen wurde. Hier der Startvorgang mit Mehrmenge:

1.) Totmacher halb rausziehen (bis zur ersten Raste)

2.) Vollgas geben

3.) Kupplung treten

4.) Starten (bei tiefen Minusgraden kann man auch vorglühen)
 
Hallo

Hier meine erfahrung zum Motorforwärmen über Tauchsieder. Ich habe vor ein paar Jahren meinen Deutz damit ausgestattet weil ich um die 0 Grad auch immer Probleme hatte. Da ich Tiere Füttern muss und nur diesen Schlepper habe zur Zeit bin ich von ihm abhängig. Seit ich die Motorforwärmung habe ist das kein Thema bei jedet Temperatur nur eine vorwärmung innerhalb einer Stunde ist zu wenig. Es dauert mindestens 2-3 Std. bis er so warm ist das er wie im Sommer anspringt.

In  meinem Motorblock war hierzu schon ein Stopfen vorgesehen den Stecker habe ich mir an die Kabine gelegt.

Gruß

Daniel

 

 
 
Hallo,

dann misch ich mich bei dem Thema jetzt auch mal ein. Seit Ende November fahre ich einen 745XL (3400 BS) und habe bisher festgestellt, dass er immer sehr unterschiedlich anspringt.

Manchmal zwischen 3° und 10° tut er sich recht schwer, dann ist es mal wieder kälter und er springt schnell an.

Grundsätzlich starte ich im kalten Zustand mit Mehrmenge und ca. 10 bis 20 sec. vorglühen.

Sobald der Motor warm ist, ist alles fein.

Mal sehen wie sich das ganze im Frühjahr/Sommer so entwickelt.

Gruß Michael
 
Hallo,

in dem Fall würde ich Kabel und die Verbinder sowie den Magnetschalter genauer ins Auge nehmen, Wenn es im kalten Zustand mal gut geht und nächsten Tag wieder nicht

ist meist die Elektrik irgendwo nicht optimal . Selbst Massekabel die äusserlich noch nicht schlecht aussehen können innen abgegammelt sein hatte ich bei meinen 844 auch schon.

Grüße Fred
 
Bei meinem beiden 733er 433er ist es so, irgendwann zwischendrin klackt es nur beim Starten , dann ziehe ich so 5- 15 mal am Startknopf und er startet, danach geht es wieder einwandfrei und irgenwann kommt es wieder. Woran liegt es Magnetschalter , Kontakt  oder Stromprobeleme.
 
Hallo michael

Bei den XL Modellen und allen, die den Tank unten beim rechten Hinterrad haben, kann die Ursache  

Auch die Dieselförderpumpe sein. Ist sie nicht mehr dicht, und der schlepper steht 2 Tage oder mehr,

fällt die Dieselsäule ab. D.h  bevor der Motor anspringen kann muss erst Sprit neu hochgepumpt werden.

Das kann speziell bei Kälte die Batterie schnell überfordern.

Neue Pumpe ca. 25 bis 30 Euro und das problem ist weg.

Grüsse Wolfgang
 
Hallo zusammen,

jetzt muss ich das Thema leider schon wieder bemühen.

Nachdem beim letzten mal (Ende 2014/Anfang 2015) der Kauf einer neuen, größeren Batterie die Lösung war (jetzt 135 Ah, "Fabrikat" Deutz, vorher 110? Ah), geht das gleiche Drama wieder los. Mit der neuen Batterie war damals auch bei unter -10 °C ein Starten (relativ) problemlos möglich. Jetzt schaffe ich es nicht mal bei +5 °C. 

Nach gerade einmal drei Jahren, verhält er sich wieder genau so. Der Anlasser steht nahezu, bzw. quält sich ruckartig gefühlte viertel-umdrehungs-weise vorwärts. Das der da nicht anspringt wundert mich gar nicht.

Habe die Batterie nun schon mindestens 5 mal voll geladen (wobei da jeweils nicht viel rein ging - Ladestrom war nach weniger als 2 Stunden schon wieder bei 0 und das bei max. 10 A Ladestrom). Trotzdem ist nichts zu machen. Die Masseleitung ist sehr gut (quasi neu, 1-2 Jahre). Die Plus-Leitung habe ich am Sonntag auch neu gemacht (bei der alten waren etwa 50% der Adern am Pol abgerissen). Das Ganze hat jedoch überhaupt nichts gebracht.

Ich war mir bis heute Nachmittag eigentlich sicher, dass die Batterie wohl (schon wieder) zu schwach geworden ist, aber dann habe ich heute mal den Strom mitgemessen, den der Anlasser ziehen kann. Beim Vorglühen waren es 45 A. Beim Anlassen war der Strom dann zwischen 500 A und 950 A (aber sehr unterschiedlich, wohl wegen der sehr unrunden Drehbewegung des Anlassers). Kann das wirklich die Batterie sein, oder habe ich ein ganz anderes Problem? Einen Strom in der Größenordnung hätte ich von einer "schwachen" Batterie eigentlich nicht erwartet - der Kaltstartstrom auf der Batteri ist mit 1000 A angegeben.

Danke euch schon mal.

Gruß

Andreas
 
Hast du irgendwann schon mal einfach einen neuen Anlasser probiert? Evtl mal vom freundlichen IHC Händler einen holen und rein bauen? Ich hab das vor 2 Jahren gemacht und seitdem Is Ruhe. Davor wurde mein alter Anlasser 3 mal repariert von 2 verschiedenen Firmen. 
 
Hallo

So wie schon erwähnt ist es der Anlasser wenn alle Kontakte und die Batterie gut sind. Hole dir einen vernünftigen Markenanlasser die Kosten im Verhältnis nicht viel und wirken Wunder.

Zahnkranz vom Schwungrad würde ich noch mit Fettspray einsprühen das bringt einiges.

MfG

Alwin
 
Hallo Andreas,

den angegebenen Kälteprüfstrom muss die Batterie erreichen bei 2 stelliger Minusgraden, wobei die Zellenspannung nicht unter 1,7V kommen darf. (es gibt dafür eine Formel die ich nicht genau im Kopf habe) Wenn Du jetzt schon die Ampere gemessen hast, ist die Spannung noch wichtig. (sie düfte nicht unter 10V kommen, am Anlasser gemessen)

Gruß Schrottigel
 
Hallo zusammen,

hab grad noch mal geschaut und die Spannung an den Batterie-Polen mit gemessen. In Ruhe lag die Spannung bei ca. 12,7 V. Beim Vorglühen (45 A) viel die Spannung schon auf ca. 12 V ab, was mir viel erscheint. Beim Startversuch zog der Anlasser wieder zwischen 500 und über 900 A (aber eher um die 600 A rum), wobei die Spannung an den Batteriepolen schon auf knapp über 9 V einbrach. Vielleicht ist die Batterie doch nicht mehr so gut - oder der Anlasser hat doch ne Macke und zieht deswegen zu viel Strom.

Zusätzlich hab ich jetzt noch mal den Anlasser ausgebaut und werd versuchen zumindest den Kommutator und die Kohlen anzuschauen. Vielleicht sieht man da ja auch noch was. Wenn ich versuch den im nicht ausgerückten Zustand von Hand zu drehen so geht das auch ziemlich schwer - hätte eher gedacht das müsste ganz leichtgäng sein?

Gruß

Andreas
 
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