Wenn das oben von 933 angebene Igesamt von 1,4683 stimmt, drehen sich Dein kleineren Vorderäder genau 1,4683-mal schneller als Deine Hinterräder.
Du teilst den Abrollumfang Deiner Hinterräder durch 1,4683 und bekommst den idealen Abrollumfang Deiner Vorderräder. Der tatsächliche Abrollumfang sollte nicht mehr als 3% größer sein.
Willst Du umgekehrt rechnen, suchst also die passenden Hinterreifen zu vorhandenen Vorderreifen, musst Du den Vordereifenumfang mit 1,4683 malnehmen.
Du kannst auch diese Formel benutzen:
http://www.trelleborg.com/upload/wheel_systems_germany/TechnicalCDs/file/infotech/c1.htm (hier wird das alles nochmal nett erklärt)
Kleiner als Null (also negativ) darf die Voreilung auch sein, aber allerhöchsten 1,5%.
Allerdings ist es besser, wenn bei eingeschaltetem Allrad die Vorderachse "zieht", die Vorderräder als etwa 2% größer sind als es im Idealfälle wäre.
Zumal Du auch mehr Verschleiß an den Vorderreifen hast. Bei z.B. 2,5% Voreilung (Vorderrad-Umfang 2,5% größer als ideal) geht der Wert im Laufe der Zeit durch den höheren Verschleiß der Vorderräder runter, also in Richtung ideal.
Bei der Voreilung muss man vorstellen, dass die Vorderräder bei eingeschaltetem Allrad quasi mit etwas Schlupf arbeiten. Deshalb sollte man auf griffigem Boden (wie Asphalt) den Allrad grundsätzlich ausschalten. Vergisst man dass, wird man eigentlich immer durch eine deutliche Geräuschentwicklung (Heulen) des vorderen Antriebstrangs (Vorderachse, Kardanwelle) daran erinnert.
Auf dem nassen Acker sind auch 5-6% Voreilung nicht wirklich ein Problem.
Wenn man aber bei so großer Voreilung mit eingeschaltetem Allrad auf Grünland - evt. sogar parallel zum Hang - fährt, wird die Vorderachse böse "radieren", der Schlepper hinterlässt hässliche Spuren auf dem Grünland und ist nicht mehr so nett zu lenken....