Anhänger

spike436

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17 Februar 2008
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Was darf ich eigentlich für einen Anhänger mit meinem 436 ziehen? Also ich meine Gewicht, gebremst und ungebremst. Und was würde er max cirka packen?

Gruß Spike436
 
Ich glaube aufs Gewicht ist da nichts begrenzt, zumindest in meinem Führerscheinlehrbuch steht nichts. Nur die 40 Tonnen Gesamtmasse solltest du nicht überschreiten, könnte aber wohl eh schwierig werden. Wenn du noch mit Getreide voll beladen vom Acker kommen möchtest würde ich sagen reicht ein 5,7 Tonner wohl ganz sicher aus, kommt aber auch auf die Landschaft an. Alles was über 750 kg zulässige Gesamtmasse geht muss auflaufgebremst sein, unter 750 kg ist auch ungebremst erlaubt. Auflaufgebremste Anhänger müssen ein Folgekennzeichen des Schleppers tragen sowie ein Geschwindigkeitsschild "25". Diese Geschwindigkeit darf auch nicht überschritten werden. Das ganze gilt aber meines Wissens nur bei land- oder forstwitschaftlicher Nutzung, also Steuerfreiem Kennzeichen. Bei privater Nutzung gibts da noch andere Bestimmungen.
 
Hallo zusammen,

sorry einmal, aber genau diese Frage ist hier schon mal diskutiert und ausschweifend beantwortet worden.

Aber dennoch noch einmal:

Gebremst bestimmt sich die zulässige Anhängelast bei kleinen Schleppern ohne Druckluftanlage nach dem zul. Gesamtgewicht der möglichen Anhänger. Da diese max bis 8t wiegen dürfen bei Auflaufbremse und 2 Anhänger nur möglich sind, ergibt sich 2 * 8 t = 16 t mögliche maximale Auflaufgebremste Anhängelast.

Praktisch möglich sollten sein sollten auf ebenem Gelände (Straße) zwischen 10 und 12 t. Mein 35er Eicher geht mit 2 gut ausgeladenen 5,7 t Kippern ohne Probleme los, auch anfahren vor einer Bahnüberführung ist kein Thema. Ein 436 dürfte das auch schaffen.

Ungebremst sind die 750 kg eine Grenze bei PKW-Anhängern bei mehr als 25 km/h.

Bei Schleppern gelten meines Wissens 3 t, aber nur bei älteren Fahrzeugen, die bauartbedingt über keine Bremse verfügen. Das waren i. d. R. Miststreuer, Jauchfässer, Leiterwagen o. ä.

In heutiger Zeit rate ich dringend davor ab, weil die Verkehrsdichte viel höher ist und ein 436 mit 3 t ungebremst nicht verantwortungsvoll zum Stehen gebracht werden kann, auch wenn viele es sicher anders sehen.

Es gilt für mich, Auflaufbremse i. O., Zugöse schmieren, Bremssperre lösen, entspannt bremsen können, glücklich sein !!

Hoffe geholfen zu haben

Karsten
 
Karsten, du hast es glaube ich gut zusammen gefasst.

Gibts nicht eine Faustregel, nach der man ungebremst nicht mehr als das Treckergewicht anhängen sollte?

Bei der D-Serie mit 4 Zyl. also knapp 2 Tonnen.

Gruß

Jörg
 
Hallo Jörg,

das Schöne an einer "Faust"-Regel ist, dass eine Faust mehr als oft leider daneben trifft. So kann ich zumindest eine solche Regel nicht aufstellen oder vertreten, weil viele Faktoren eine Rolle spielen. Z. B. haben viele EICHER-Schlepper auch als alte Hinterrad-Schlepper eine 4-Radbremse, es kommt auch die Brems-Systeme an, z. B. bremst mein 633 viel besser als ein gleich schwerer 30 Jahre älterer Schlepper. Das Leergewicht spielt eine große Rolle, Last auf der Hinterachse (Frontlader oder ohne), die Form des Geländes oder die Form der Straßen.

Letzlich sehr wesentlich ist die Geschwindigkeit, denn nur 5 km/h mehr machen schon eine ganze Menge aus.

Was ich nur versuchen möchte zu zeigen, es kommt auf die Gesamtumstände an und "Faust"-Regeln kann ich nicht nennen.

Ich zumindest fahre immer öfter mit dem "kleinen Gedeck" von 450 kg in der Hydraulik, da es mit Frontlader und inzwischen ca. 35 km/h sicherer ist, als ohne

Aber bitte nicht falsch verstehen, keine Anhänger hinten an den Betonklotz anhängen, das ist schlimmer als ungebremst !!!!!!!

Karsten
 
Hallo Karsten, danke für die Antwort.

Ich überlege gerade, was ich mir als Anhänger zulege. (für D439)

Möglichst 1-Achser und natürlich mit Auflaufbremse. Damit wäre ich bei meinen Anforderungen aus dem Schneider.

Da ich den auf meinem Grunstück (1000qm)unterbringen muß, sollte der nicht zu groß sein. Mir reicht eine Ladefläche von ca- 1,5x3,5m, und eine Nutzlast von 1-1,5to.

Alternativ kann ich natürlich meinen Bauwagen umbauen, der ist ungebremst, paßt aber von der Größe.

Und genau das ist mein Problem, drückt der mich in einer ungünstigen Situation von der Straße, oder reicht die Schleppermasse und die Bremswirkung aus?

Der Bauer, auf dessen Hof ich früher war, hat mit seinem D432 den Heuladewagen ohne Auflaufbremse gefahren, und hat nur bei Gefälle > ca. 6% die Handbremse angezogen.

Hast du Erfahrung was da geht?

Gruß

Jörg
 
Ich habe einen Einachs 5 tonner, und den 323 davor. Ist für den Schlepper aber auch schon obere Grenze, wir werden ihn demnächst mal austesten indem wir ihn mit Holz beladen, bergab zeigt sich dann wie der Schlepper damit fertig wird, aber mit Auflaufbremse sollte das alles kein Thema sein.

Grüße Tobias
 
Hallo Jörg,

also bei der Größe des Anhängers und wenig Gefälle sollte es auch ohne Bremse gehen, da du den Anhänger sicher nicht mit Beton ausladen willst, sicher eher zum Holz fahren.

Allerdings kenne ich viele ähnliche Fälle, wo aus dem kleinen Anhänger dann doch mehr werden sollte, längere Strecken, mehr Gewicht, am besten ein zweiter Anhänger hinten dran usw. obwohl ein richtiger 4-5 t Anhänger sinnvoller war, zumal die heute auch günstig zu bekommen sind.

Zu der Geschichte mit der Handbremse: naja das sind so Glücksritter. Wie soll denn da die richtige Bremswirkung dosiert werden? dann doch lieber ganz ohne Bremse, dann hast du wenigstens Gefühl für das Gewicht....

Es bleibt bei meiner Empfehlung: Investiert in eine Bremse, egal wie, auch die Schlepper werden es Euch danken, auch wenn sie beim Bremsen nur einmal nicht auf der Seite liegen....

Karsten

PS: Beim Autokauf würde auch niemand auf die Hinterrad-Bremse verzichten, wenn das Auto 1.000 € billiger wäre und stattdessen ein Bremsklotz im Kofferraum läge oder?
 
Übrigens, ohne Bremse ist ein zu großes Risiko, zum grünschnitt fahren braucht ihr keine bremse, bei schwereren Sachen schon, wir haben am Holzwagen nur ne Handbremse, die wir anziehen wenn es berg ab geht, ohne würde der Hänger den trecker weg schieben, es sei denn Du hast nen min. 60 PS Schlepper davor.

Nachbar fährt sein Holz mit einem 5,7 tonner und nem 423 davor, der hänger ist auflaufgebremst, Nach längerer Bergabfahrt qualmen bei dem die bremstrommeln.

Grüße Tobias
 
Hallo Tobias,

ich halte es für vernüftig bei solchen Gefällen einen gebremsten Anhänger zu haben, auch wenn die Bremsen warm werden. Wofür sind die Bremsen denn da? Wer oder was soll die Bremswirkung denn aufbringen, wenn nicht die Bremsen am Anhänger? Dei Bremsen des Schleppers doch wohl nicht..., denn dann qualmen die und die Beläge sind auch nicht billiger.....

Ich bin immer amüsiert, wenn man mir erzählt, dass an einem Kipper nach 30 Jahren die Beläge noch wie neu sind.... ja, dann haben die Bremsen entweder nie funktioniert, die Auflaufvorrichtung war krumm oder die Rückfahrsperre angedrahtet.

Früher haben sie bei uns Holz aus dem Berg runter gefahren mit einem Schlepper vor dem Wagen im 2. Gang und einen dahinter mit ner Kette im 1. Gang. Darauf schwören einige heute noch. Ob es allerdings weniger verschleißt als wenn am Anhänger die Bremsen warm werden, das bezweifle ich.

Karsten

Übrigens: Wenn ein 40 t LKW von Hannover nach Würzburg die A7 fährt, dann werden auf den Gefällstrecken bei 95km/h auch die Bremsen heiß, denn ohne zu bremsen würden die da mit 140 km/h runterbrettern.....
 
Hi carsten,

ja so ist es. Und die bremsen werden verdammt heiß, nach 2-3 Km bergab dampfen die da könnte man bequem ein Ei auf den Trommeln braten, hab das speziell bei nachbars 5,7 tonner gesehn, immer wenn die bremse gepackt hat, bei dem 2 achser bremsen die Räder ja nur vorne, dadurch macht der Hänger immer kleine Nickbewegungen, jedesmal kam Qualm aus den Trommeln raus, zu hause angekommen ließen sich die Trommeln nicht anfassen.

Früher wurde bei uns immer Schotter vom Steinbruch gefahren, da qualmten bei den Bauern alle die bremsen am Hänger. Ohne ne Bremse ist das Selbstmord.

Bin mal gespannt wie sich unser 5 tonner macht, werde darüber berichten.

Grüße Tobias
 
Hallo Tobias,

da ich mit dem 633 und zwei Kippern sehr viel auf der Straße unterwegs bin und der 633 auch leicht flott läuft, sind bei mir gängige Bremsen oberste Priorität, alles andere wäre Selbstmord. Und Kosten-Aspekte sind da für mich ehrlich gesagt nachrangig, denn mir fällt es immer schwer Sicherheit in EURO auszudrücken.

Wenn denn nämlich etwas passiert, kann man es moralisch nicht mehr verkraften, an den Euros gespart zu haben.

Karsten
 
Karsten, die Disziplin mich auf das Gewicht zu beschränken hätte ich schon, lange Gefällstrecken gibts hier auch nicht.

Ich werde mich wohl trotzdem für einen ausgedienten Miststreuer entscheiden, mit Auflaufbremse.

Ist zwar ein wenig zu groß, aber eben sicherer. Und wenn Andere zu Schaden kommen wegen ein paar Euro, macht man sich ewig Vorwürfe.

Das mit der Handbremse beim Ladewagen war so vom Hersteller vorgesehen. Der Bremshebel wurde dazu am Kotflügel des Schleppers eingesteckt, und bei Bedarf benutzt. Damit sind natürlich spontane Bremsmanöver kaum möglich, naja alles 30Jahre her.

Gruß

Jörg
 
Unser alter LKW Umbau Kipper hatte nur ne Handbremse, wir haben später einen Sibra Zug nachgersütet mit dem man bergab per hand bremsen konnte, das ging ganz gut.

Es war zwar ein 60PS Trecker davor, aber wenn man über 6 Tonnen im Rücken hat brauchte man die bremse.

Grüße Tobias
 
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