Aufarbeitung meines 644

Da hab ich bisher eig keine bedenken gehabt, das getriebe wird ja nur von oben verschalt, drei seiten bleiben ja offen. Die Dämmung unterm blech muss halt schwer entflammbar sein. Bei den Kabinen von der 40er serie sind die tunnel ja auch verschalt

Aber grundsätzlich kein schlechter einwand, was meinen die restlichen mitleser dazu? 
 
Hallo, 

hätte jetzt auch keine Bedenken wegen der Temperatur.

Gruß Benjamin 

Unsere Fahrzeuge:
IHC 423
IHC 644
IHC 1246
MAN 4S1
MAN 4N2
Allgaier A 22
Eicher ES 400
Eicher EM 235 S
Hanomag R 19
Bungartz T 5
Lanz D 2816
Ford 5000 A
Holder B10/S
Hanomag-Henschel/Mercedes L307

Und, und, und
 
Hi Benjamin,

ein Traum, was Du für möglichkeiten hast und Respekt vor Deiner Arbeit.

Ich bin der Meinung, das Du diese Schallwerte nur erreichen kannst, wenn Du die Kabine

entkoppelst vom Fahrzeug. Sprich, die Trittbleche noch vom Block ab und an die Kabine.

Dann wir die Kabine der Nächste sein, der Geräche überträgt. Ist diese auf silentblöcken gelagert?

Modene Kabinen sind ja ein Teil komplett entkoppelt ist vom rest.

Gruß Matthias
 
Hallo Matthias,

Erstmal danke fürs Lob.

Ich gebs zu, die DB-Werte sind schon hoch angesetzt, ob ich das schaffe steht noch in den sternen. Die Entkoppelung hätte ich gleich bei Bauen machen müssen, jetzt gehts nicht mehr da ich ja sonst untenrum auch noch nen Rahmen schweißen müsste und der Tank müsste auch wo anders hin damit es vorne platz gibt. Was ich auf jeden Fall noch mache sind gummimatten vorne und hinten an die Befestigungspunkte sowie zwischen Kotflügel und Überrollbügel. Evtl bringt das ja auch eine kleine Verbesserung.

Gruß,

Benjamin
 
Hi Benjamin,

hast Du schon aktuelle Meßwerte, so das ein vorher/nachher vergleich möglich ist?

Darf ich fragen, was Du beruflich machst, bzw. auch gelernt hast. Ich schaue mit Begeisterung

zu, wie man so etwas realisiert.

Gruß Matthias
 
Also vor der Motorrevision lag es mit geschloßener Kabine bei 104db, offen bei 96db, beides Mal mit dem Handy gemeßen. Das größte Problem war halt einfach das der Schall nicht gebrochen wird, das trägt ziemlich zur Ermüdung beim Fahren bei. Ich mag es nicht mit Gehörschutz zu fahren da ich einfach den Motor hören will, nur so wird man aufmerksam auf iwelche Geräusche wo nicht sein sollten.

Zu deiner anderen Frage, also ürsprünglich gelernt habe ich Feinwerkmechaniker, dann hab ich zuerst in meinem Lehrbetrieb gearbeitet, danach hab ich in eine große Industriefirma bei uns in der Nähe gewechselt wo ich zuerst im Kabinenbau, danach in der mechanischen Bearbeitung und zum Schluß im Vorrichtungsbau gearbeitet hab.

Vor 3 Jahren bekam ich dann durch Zufall von meinem jetzigen Chef ein Angebot das ich nicht verneinen konnte und so bin ich dann im Stahlbau gelandet. Jetzt gehört Schweißen, Bleche und Rohre biegen zu meinen Aufgaben. Nebenher arbeite ich noch in einer kleinen Schloßerei wo ich Geländer und Treppen schweiße. 

Gruß,

Benjamin
 
Hallo,

Die Blecharbeiten im Innenraum sind mittlerweile abgeschloßen.













Am Mittwochabend konnte ich noch die Kurbelwelle vom Instandsetzer holen, diese hab ich dann noch in Ruhe eingebaut und laut WHB geprüft



Zu guter Letzt hab ich gestern abend noch die Klimatisierung der Kabine nachgerüstet :-)





Nächste Woche gehts dann an die Kolben und die weiteren Motorenteile.

Gruß,

Benjamin
 
Moin Benjamin,

Wahnsinnig tolle Arbeit. Gabs mit diesen Stahlbaukünsten in diesem Ausmaße hier auch noch nie. 

Ärgerlich mit dem Motor, da steckt man aber nicht drinne leider.

Weiter so!

Gruß Pascal
 
Hallo Pascal,

erstmal danke für die lobenden Worte. Er ist zwar nicht mehr ganz original aber dafür hab ich den Schlepper jetzt so wie ich ihn will.

Diese Woche ging etwas vorwärts, nachdem es abends immer etwas später wurde konnte ich den Kopf nach dem Planschleifen wieder zusammenbauen



Dann gings am Block weiter, der Alukasten kam wieder an seinen Platz



Die Büchsen wurden gesetzt, die Kolben montiert und zu guter Letzt noch den Zylinderkopf drauf



Die Ölwanne wieder platziert 



Jetzt ist der Motor einbaufertig



Nach vielen Schrauben gings dann an den Testlauf, alles sauber entlüftet, danach der erste Sartversuch.

Nach ca 5 sekunden orgeln kam er direkt, ich mus zugeben das hab ich selber nicht erwartet, ich hätte mit längeren Startproblemen gerechnet.

Aber so wars natürlich auch recht, erstmal aufatmen, ich hab keine Fehler beim montieren gemacht. 

Als erstes hatte ich einen digitalen öldruckmanometer angeschloßen, der hat mir gesagt das kein öldruck herscht. 

Somit war meine entspannte Stimmung vorerst wieder dahin. Daraufin hab ich den Öldruckschalter weggeschraubt und georgelt, hier kam dann direkt Öl, das war dann wieder beruhigend. Somit konnte ich ausschließen das der nächste Schaden kommt wenn ich weitermache. Ich hab dann noch einen alten analogen Manometer aufgetrieben, der schlug sofort aus beim Starten.

Standgas kalter Zustand über 4 bar, Halbgas über 5 bar. Gemeßen wurde am Zylinderkopf neben dem Auspufffkrümmer.

Im warmen Zustand ging der Manometer runter auf 2,5 bar und Halbgas über 4 bar. Meines Erachtens ist der Druck in Ordnung, aber wenn die Spezialisten hier Bedenken haben bitte ich um Rückmeldung.





So sieht der Rote aktuell aus, nächste Woche noch die fehlenden Teile anschrauben und die Ernte kann kommen



In diesem SInne wünsche ich euch ein schönes Wochenende und einen ruhigen Sonntag.

Gruß,

Benjamin
 
Hallo Jürgen,

danke für die Rückantwort mit dem Öldruck, dann kann ich das Projekt abschließen.

Was macht dein Problemkind? Hast du mittlerweile die Ursache gefunden?

Gruß,

Benjamin
 
Hi.

Der steht in der Ecke. Ich musste die ESP vom “neuen Motor“ anden Alten tauschen, weil die sehr undicht wurde. Wahrscheinlich passen ja meine neuen Lager nicht zur KW. Dazu werde ich nicht vor dem Winter kommen. Jetzt ist erstmal Erntezeit und dann hab ich noch eine große Baustelle auf dem Hof.

Gruß Jürgen
 
Hallo Benjamin,

damit das mit dem Schallpegel in der Kabine was wird, musst du alle Blechteile verkleiden.

Besonders die komplette Lenksäule, die Getriebeabdeckungen, die Kabinenrückwand, die Kotflügel, das Dach.

Zumindest mit so etwas wie eine "Antidröhn Matte", die kannst du, wenn Platz ist, auch auf der Unter- bzw. Hinterseite anbringen.

Es gehr hier ja nicht um den Schall, der durchdringt, sondern damit die Bleche nicht selbst zum Schwingen kommen.

Die geraden Bleche wirken wie ein Lautsprecher, verstärken die Geräusche wie zB. der Resonanzkörper einer Gitarre, deshalb gehören diese Flächen gedämpft.

Und damit die Schallreflexionen in der Kabine weniger werden, brauchst du weiche, offene (unebene) Oberflächen (ev. Stoffbezug über festem Schaumgummi im Dachhimmel).

Gruß, Gerhard
 
Hallo Gerhard,

ich hab mit der Dämmung jetzt mal so angefangen:

Ins Dach hab ich Alubutyl eingeklebt und aufs Butyl kommt noch ein gewellter Akustikschaumstoff. Die Trittbretter wurden mit Gummimatten versehen und zwischen den Tank und die Haubenverkleidung kommen Schwerschaummatten. 

Bei den Kotflügeln bin ich mir noch nicht sicher ob Butyl oder Schaumstoff als Zwischenschicht draufkommt, das wäge ich noch ab.

Bilder folgen dann bei nächster Gelegenheit.

Gruß,

Benjamin
 
Hallo,

am Freitagnachmittag war ich beim Tüv, die Kabine und die Lenkung sind nach 2 1/2 Sunden Prüfung abgenommen, die HU wurde auch gleich erledigt, nun ist der Rote wieder Straßentauglich und darf sich auf die Ernte freuen. Gewogen wurde er auch, mit angebautem Frontlader bringt er stolze 3860 kg auf die Waage. Also das Heckgewicht kann ich mit glaub sparen :-).

Der Motor läuft auch schön ruhig und zuverlässig, der weiße Rauch aus der Kurbelwellenentlüftung ist weg im warmen Zustand.

Gruß,

Benjamin
 
Grüß dich Benjamin

Toller Beitrag, die Kabine Gefällt mir besonders.

eine Frage wenn du den schon neu Lackierst, warum schaust du nicht vorher den Motor genau an und vergewisserst dich das der auch in ordnung ist damit man nachdem er so schön funkelt,

ihn wieder zerlegen musst weil doch etwas def. ist ?

Schöne Grüße Michael
 
Hallo Zusammen,

bei mir geht s in der letzen Zeit wieder um den Roten. Die Baas Shwinge hat mir Probleme gemacht, sie knickte mir langsa aber sicher zusammen, das heißt auf einer Seite an der Haube ist die Schwinge weggewandert und auf der anderen Seite wurde der Abstand weniger, das war so stark das ich den Rammschutz abmontieren musste da die Schwinge dort sonst eingehängt hätte. Ich schätze das  die Schwinge beim Vorbesitzer schonmal einen Schlag abbekommen hat in Form eines Unfalls oder ähnlichem, denn beim ersten Verssuch den Knick herauszurichten war nach kurzer Zeit wieder der gleiche Effekt wieder da.


Also war jetzt die Frage, eine andere gebrauchte Schwinge oder ein Eigenbau? Beides ist entsprechend viel Aufwand da de Parallelführung und die Gerätebetätigung ja wieder kompett angepasst werden muss. Eine gebrauchte Schwinge zu nem erschwinglichem Preis gabs im Umkreis nicht, alle waren eine längere Tagesreise entfernt. Also gings ab ans Zeichenbrett mit nem befreundeten Konstrukteur von mir, der hat auch gerechnet ob die Holme das ganze aushalten, die Hubkraft beträgt 1000 kg. Danach hab ich mit den Zeichnungen noch ein Gespräch gesucht mit dem Tüv Prüfer meines Vertrauens der mir bisher alle Eigenbauten abgenommen hat, anders war von vorneherein klar das der Eigenbau nicht umgesetzt wird, denn wenn es zu Unfällen oder ähnlichem kommt werd ich nicht mehr glücklich werden.

Nachdem diese ganzen Hürden gemeistert waren gings an die Umsetzung, die Holme wurden gekantet und verschweißt, sowie das Grundgerüst fertiggeschweißt.

Hier die Schwinge im Detail:













Die erste Anprobe:





Nun gehts an die Konsolen, da der Lader viel an und abgebaut wird erleichtere ich mir das ganze mit einem Einfahrsystem, die ganze Bolzenzieh- und Drückerei macht auf dauer keinen Spaß.

Der erste Schritt war mit Probeteilen zu schauen ob die Konsolen ausreichen wenn ich sie trenne



Die Haken sind aus 960er Feinkornstahl, also von der Belastung her halten sie einiges aus



Hier die Anprobe vor dem Zerschneiden





Nun konnte ich von einem Freund einen Plasmaschneider ausleihen der mühelos 50mm Stärke schneidet, ich muss gestehen so ein Spielzeug würde mir auch gefallen, die Aufdoppelung an der Konsole mit 35mm war zu schneiden als ob ich mit dem Messer Butter abgeschnitten hab.











So ist nun der aktuelle Stand, nach dem gestrigen Abrisstag gehts jetzt an den Wiederaufbau. 

Gruß,

Benjamin
 
Moin,

 Respekt , ich glaub meine grauen Haare werden wieder blond.

Da schweißt der mal eben nen neuen Lader zusammen. Sogar neue umgebaute Koppeltürme. Da kannst du mit in Serie gehen.

Gruß Uli 
 
Hallo Ulli,

danke fürs Lob, ich sag mal man wächst mit seinen Aufgaben. Ohne den Maschinenpark auf den ich zugreifen kann wären solche Umbauten aber auch nicht möglich. Im Endeffekt muss ich zugeben das ich es damals leichter gleich so gemacht hätte anstatt die Rundschwinge umzubauen, aber Erfahrung ist ja bekanntlich die Summe aller Reinfälle. Das Koppelsystem war mir bei dem Neubau einfach wichtig da es das An- und Abbauen einfach erleichtert. 

Was noch kommt ist das ich die Steuerstangen der Parallelführung im Bereich der Motorhaube unter die Schwinge setze das der Sichtbereich noch etwas besser wird und die Hydraulikleitungen werden unter die Schwinge platziert. Alles in allem noch genug Arbeit.

Imfall jemand von euch Interesse an den alten Steuerstangen und Umlenkhebel hat darf er sich gerne bei mir melden, mir sind sie zu Schade für den Schrott da auch einiges an Arbeit drin steckt.

Gruß,

Benjamin
 
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