Austausch Kreuzgelenke ZF APL 1251

Bogge

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Hallo zusammen,

habe eine APL 1251 (Version mit Doppelgelenken), bei der zumindest ein Gelenk pro Seite ausgeschlagen ist. Mein Werkstatthandbuch vom 633 erklärt diese Vorderachse nur unzureichend, es gibt nur ein Schnittbild von der Nabe (siehe Bild).

Eine Reparaturanleitung konnte ich nirgends auftreiben, habe auch das ganze Forum durchsucht, aber für mein Anliegen nichts gefunden. Deswegen möchte ich hier fragen, wie ich vorgehen muß, um die Wellen mit den Gelenken auszubauen. Reicht es, die 12 Schrauben (Nr. 43 auf dem Bild) zu lösen und dann das Ganze herauszuziehen? Wie ist die Achse im Differenzial, wie in der Nabe befestigt? Nur gesteckt, bekommt man die dann wieder problemlos eingeschoben?

Würde mich sehr freuen, wenn mir hier jemand von euch weiterhelfen könnte.

mit hoffnungsvollen Grüßen

Markus

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Meine Schätzchen: IHC 633 (Bj.75) , Unimog 411 (Bj.66) , Ehefrau (Bj.71)
 
Hallo,

wenn du die Schrauben rausdrehst kannst du die ganze Welle mitsamt den Gelenken rausziehen. Am Besten dabei alle Simmerringe Pos. 37 neu machen. Dein 633 Bj. 76 hat aber noch die einfachen Kreuzgelenke, oder?

Gruss

Georg
 
Georg, danke für Deine Antwort!

Mein 633 hat momentan eine ganz normale, nicht angetriebene Vorderachse. Aber im Zuge der Aufrüstung auf Allrad kommt eine APL 1251 von einem 833 rein, die hat bereits die Doppelgelenke. Das ist mir natürlich nicht unrecht, da das Lenkverhalten in engen Kurven deutlich besser ist. Dafür kosten leider die Kreuzgelkenke ein Vielfaches. Die Simmerringe kommen selbstverständlich neu rein.

Grüße und nochmals Danke, Markus

Meine Schätzchen: IHC 633 (Bj.75) , Unimog 411 (Bj.66) , Ehefrau (Bj.71)
 
Hallo

Du muß den Endantrieb auch öffnen um einen Seegering zu lösen damit du die Welle aus dem Planetengetriebe ziehen kannst.

Hast du den Allradabtrieb hinten am Getriebe schon angebracht und wenn ja wie?

MfG

Alwin
 
Ja das mit dem Endantrieb würde mich auch interessieren. Das ist die größte Kunst bei der Umrüstung auf Allrad. Gerne viele Bilder.

Gruß 
 
Habe ein Getriebe von einem 733 besorgt, komplett mit Allradabtrieb. Alles andere wäre -meines Erachtens- Quatsch. Ich dokumentiere den Umbau, Bilder werde ich gerne nach dem Umbau hier posten, gemeinsam mit denen von der Restaurierung.

Alwin, danke für den Hinweis.

Markus

Meine Schätzchen: IHC 633 (Bj.75) , Unimog 411 (Bj.66) , Ehefrau (Bj.71)
 
Stimmt, habe das so noch gar nicht gesehen..............

Doch nun wieder ernsthaft. Habe die Gelenkwelle ausgebaut. Ging prima. So wie es aussieht ist nur jeweils ein Kreuzgelenk pro Seite futsch.

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Aber nun bin ich mir nicht sicher, wie ich die Kreuzgelenke rausbekomme. Habe schon mal an meiner Unimogzapfwelle eines getauscht, aber das war ein Éinfaches.

Hier gibt es auch Bolzen mit Schrauben an beiden Enden, wofür sind die da?

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Ehe ich hier was falsch mache bitte ich um etwas Hilfestellung und Tipps für den Ausbau. Die Seegerring habe ich schon mal eingeweicht, sitzen sehr fest.

Grüße, Markus

Meine Schätzchen: IHC 633 (Bj.75) , Unimog 411 (Bj.66) , Ehefrau (Bj.71)
 
Hallo, ich würde so vorgehen:

Die Welle mit den Kreuzgelenken reinigen (ich bin damit zum Hochdruckwaschplatz gefahren)

Danach schraubst Du die beiden Schrauben aus dem Lagerdeckel der defekten Kreuzgelenke und schraubst einen Schlagabzieher oder auch Ziehhammer genannt ein und schlägst die Deckel nach aussen raus. Dann kannst Du das ganze schonmal trennen. Um die beiden anderen Deckel auf zu bekommen müssen die Seegeringe raus, dann den Sitz so gut es geht reinigen und mit Rostlöser einsprühen und über Nacht einweichen lassen. Dann von aussen mit dem Hammer immer wieder auf die Gabel hauen, dann kommen die Buchsen langsam nach aussen raus. Es gibt auch gute Youtube Videos dazu. 

Gruß

Michael
 
Danke für Deinen Rat Michael, die Seegerringe sind nach zwei Tagen Einweichen nun tatsächlich alle gelöst. Morgen werde ich dann mal probieren, die Buchsen mit dem "Wixer" (so nennt man bei uns den Ziehammer.....) heraus zu bekommen. 

Grüße , Markus 
 
So, habe gestern Abend etwas Zeit gehabt und das Gelenk demontiert. Ging problemlos, bis auf einen Seegerring, bei dem beide Ohren abgebrochen waren und der mühsam herausgpuhlt werden musste. Der Tip von Michael mit dem Ziehammer war klasse, nach kurzem Hin-und Herklopfen der Buchsen ließen sie sich einwandfrei "rauswixen".

Es ist definitiv nur ein Kreuzgelenk defekt, das andere ist spielfrei. Die Nadellager waren alle noch komplett und unbeschädigt. Aber die Zapfen des Kreuzes waren ziemlich eingelaufen, teilweise um 0,3mm. Ist auf dem Bild zu sehen.

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Wo habt ihr denn eure ZF- Ersatzteile bezogen? Von einem Händler oder direkt bei ZF in Saarbrücken?

Gruß, Markus

Meine Schätzchen: IHC 633 (Bj.75) , Unimog 411 (Bj.66) , Ehefrau (Bj.71)
 
Hi,

bei den Doppelgleenk sind die Preise etwas höher, als bei der einfachen Ausfühurng.

Ich würde den Uli (IHC-Schlosser) hier im Forum als Quelle empfehlen.Er liefert CASE Teile

zu sehr guten Preisen.

Gruß Matthias
 
Hallo Markus,

wende dich direkt an ZF Saarbrücken. Du sparst etwa 25% gegenüber deinem IHC Händler und die Teile passen zu 100% was bei meiner Bestellung beim Händler nicht der Fall war.

Gruß Volker
 
Danke für eure Tipps. Habe Kontakt mit ZF Saarbrücken aufgenommen, bekam dann aber kurze Zeit später eine nette Mail von einem Mitarbeiter von ZF Friedrichshafen, mit der Auskunft, sie wären für mich zuständig. Hat mir dann umgehend eine Ersatzteilliste gemailt. Kann ihm meinen Bedarf mailen, dann macht er ein Angebot.

Uli Lübber kenn ich auch, habe zwei Vorderräder von ihm erworben. Mir Sicherheit auch keine schlechte Adresse.

Habe heute noch etwas an der Achse geschraubt um die Achsschenkel abzubauen (zur Lagerkontrolle/-reinigung, die hakeln ein bisschen). Als ich den Lenkhebel abgeschraubt habe, um die Einstellschraube zu lösen, bot sich mir folgendes Bild:

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Rost pur, keine Ahnung, ob ich die jemals aufbekomme. Habe den Rost so gut wie möglich abgeklopft, die Sicherungsscheibe mit dem Meisel entfernt und dann mit WD40 geflutet. Lasse ich nun ein paar Tage einwirken und probiere dann mein Glück. Sollte es nicht klappen, wäre ich für "Special effects" dankbar. Mir fällt im Moment nur folgendes ein: Zapfen ausbohren und anschließend Achsschenkel auf die Maschine nehmen und Bohrung neu machen, ggf. mit neuer Gewindebuchse. Wer was Besseres weiß, bitte gerne melden.

Grüße, Markus

@Volker, schön von Dir zu hören. Hoffe es geht Dir wieder besser! Hast Du Deinen Super-633 noch?

Meine Schätzchen: IHC 633 (Bj.75) , Unimog 411 (Bj.66) , Ehefrau (Bj.71)
 
Hallo

Wie schon gesagt, Gehäuse heiß machen und ordenlich draufklopfen zum lösen, dann mit Schlagschrauber versuchen. Falls das Gewinde dabei vernichtet wird kann man im Gehäuse eine Gewindegröße höher schneiden/drehen und den Zapfen gibt es in Übergröße. Man kann auch den vorhandenen Zapfen aufschweißen und entsprechend Gewinde drauf drehen.

MfG

Alwin
 
So, hatte heute abend endlich mal wieder ein paar Stunden Zeit zum Schrauben und habe eure Ratschläge befolgt. Zuerst stärkeren Schlagschrauber besorgt (ca. 1400 Nm Lösemoment, laut Angabe), kurzen dicken Schlauch an den Kompressor, mit Heißluftgebläse die Sache erhitzt. Resultat:

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Der erste Versuch nur mit dem Schlagschrauber war erfolglos. Immer wieder erstaunlich, was ein bisschen Hitze bewirkt. Nun noch zwei Fragen:

1. Wie bekomme ich die Lagerschalen am besten heraus? Der Bohrungsdurchmesser ist kleiner als der Lagerinnendurchmesser, von innen herausklopfen scheidet also aus. Klar, aufschleifen geht immer, aber bei vier Lagern.................Gibt es eine einfachere Lösung?

2. Es sind zwei unterschiedliche Simmerringe verbaut. Ein metallummantelter mit 6mm Breite und ein gummierter mit 10mm Breite.

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Muss diese Kombi wieder verbaut werden oder gehen auch zwei gleiche mit jeweils 8mm Breite?

Freue mich wieder auf eure Antworten.

Grüße, Markus

Meine Schätzchen: IHC 633 (Bj.75) , Unimog 411 (Bj.66) , Ehefrau (Bj.71)
 
Hallo

Genau das Gleiche wie vorhanden wieder einbauen, das ist ein original Simmeringpaket, dieses dichtet am besten ab.

Den Lageraußenring, einfach eine Schweißnaht im Lageraußenring einmal in der Runde ziehen dadurch lößt sich dieser. Nun in den Ring ein Flacheisen schweißen und von innen heraus schlagen.

MfG

Alwin
 
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