Bereifung 844 AS

*844 AS*

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Hallo,

kann mir jemand von den Profis hier sagen, ob ich am 844 as die reifenkombi

11.2-24 (95 % profil) und 480/70 r 34 (ca 50 % profil) bedenkenlos fahren kann oder ob es da probleme mit der voreilung gibt.

bin auf eure antworten gespannt.

mfg axel
 
Hallo Ralf,

auf dem Abtriebsgetriebe steht 38/45 , Vorderachse ist APL 1351 verbaut.
Die Reifen sind von Conti, Contact AC 70 G. Vorderreifen sind von Barum.

Wenn Du das für mich rechnen würdest wäre das sehr nett. Ich habe da null Plan von.

Wenn diese Kombination nicht passen sollte wäre es für mich Interessant zu erfahren welche Bereifung vorne zu den 480/70 passen würde?

Schon einmal vielen Dank im voraus.

gruß axel
 
Hallo Ralf,

ich Danke Dir ganz herzlich für die Ausführliche Berechnung. Das Ergebnis läßt mich doch gleich viel ruhiger Schlafen. /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif

gruß axel
 
Hallo Ralf,

wirklich prima Deine Berechnung, nur verstehen kann ich sie nicht..
Wie kommst Du von einem Übersetzungsverhältnis 45:38 - rein rechentechnisch - zu einem Faktor von 1,4295 ???

Ich will meinen 844 AS auf Breitreifen umrüsten und werde langsam leicht wahnsinnig über dieses Vorhaben.
Weder mein LaMa noch sonstwer kann mir helfen. Die Voreilung zu berechnen schafft wohl niemand. Der Reifenhändler schlägt irgendwelche Größen vor, nur ob‘s passt, kann er natürlich nicht sagen.

Mein LaMa hat sich meinen Schlepper angeschaut. Vorderachse ist eine ZF APL-1351, Aggregat-Nr. 14833.
ER gibt als Übersetzung 15.91 an. Keine Ahnung, wie ich mit sowas rechnen soll.
Das Allrad-Abtriebsgehäuse habe ich mir mehrfach angeschaut, abgebürstet, wo da irgendwelche Zahlen stehen sollen, begreife ich nicht (Gut, mit Deinem Tipp werde ich nochmal oberhalb des Schalthebels nachschauen, wenn ich da dran komme, ohne das Ding ausbauen zu müssen).
Im Werkstatthandbuch Geriebe von IHC steht selbstverständlich etwas völlig anderes drin (mögliche Übersetzungsverhältnisse für 844 AS sind dort 16.02 oder 16.92)
Selten so viel Verwirrung auf einmal erlebt....

Verzweifelt versuche ich übrigens noch heraus zu finden, welche Felgenbreite ich hinten habe. Mag sein, dass das mal irgendwo eingeschlagen war. Leider hat da einer Verstärkungen für Zwillingsbereifungsbefestigungen dran geschweißt, und dabei vermutlich drüber geschweißt. Die Felge ist zwischen 42,5 und 43 cm breit. Wenn ich 15 Zoll und 38,6 cm absetze, und nochmal je 2 cm für die Felgenhörner drauf packe, müsste ich eigentlich eine 15-Zoll-Felge haben. Kann mir aber auch keiner so wirklich sagen....

Ich bin mal gespannt, ob mir der Reifenhändler für die lächerlichen 3.000 Euro, die er von mir haben will, als "Service" wenigstens den Abrollumfang der angebotenen Reifen nennen kann.
WENN es in Deutschland noch echte "Service-Wüsten" gibt, DANN ist sie hier!!

Ralf, sei so gut und erklär‘ mir Deine Rechenkünste!!
 
Hallo Hanno,

ich kann Dir zwar bei Deinem eigentlichen Problem nicht weiterhelfen, habe da aber ein Tipp für Dich. Die meisten Reifenhersteller verfügen über technsiche Ratgeber, in denen solche Informationen wie Abrollumfang, Messpunkt für Felgenmaß etc. angegeben sind.

Den Ratgeber von Conti findet Du HIER . Vielleicht bringt er etwas Licht ins Dunkle.

Falls Du das schon kennst, dann vergiss ganz einfach meinen Eintrag.

Viele Grüße
Thomas
 
Ralf, Du schreibst:
"Ich habe das Übersetzverhältnis nicht ausgerechnet sondern es aus einer Kopie eines IHC Kundendienstbriefes anhand der abgefragten Faktoren ermittelt."
Nimm‘s mir nicht übel, aber das verstehe ich nicht....
Ich denke, für jeden hier im Forum mit ähnlichen Problemen ist es spannend zu wissen, wie man für seinen Allrad-Schlepper rechnen muss, ausgehend von den Angaben, die man auf seinem Schlepper findet.
Deshalb nicht per PN, sondern öffentlich:
Wie komme ich von den Angaben auf dem Allrad-Abtrieb (oder wo auch sonst immer) zu einer einfachen Berechnung?
Dass ich dazu noch den Abroll-Umfang der jeweiligen Reifen, die ich habe, oder kaufen will, ist klar......

Dein Tipp mit dem Conti-Reifenratgeber war schon mal sehr gut. Darin ist einfach verständlich erklärt, WIE man an einer Felge mit montiertem Reifen messen muss, um halbwegs genau die Felgenbreite in Zoll zu ermitteln, danke dafür!
 
Das Tool ist prima, Thomas!
Hilft aber nicht weiter!
Weil wir immer noch nicht wissen, wie wir von den äußerst geheimnisvollen IHC-Angaben wie z.B. 38/45 oder 15.91 zum Übersetzungsverhältnis kommen....

HIER liegt der Hund begraben, und wie mir scheint, ziemlich tief....

Gruß
 
Okay, ich hab‘s selbst rausgefunden.....

Lt. Werkstatthandbuch Fahrgestell für Dieselschlepper der Typen 554, 644, 744, 844 und 844 S gilt:

- die Typen 554 und 644 haben eine Übersetzung Vorder-/Hinterachse von 1,419 bei Vorderachse ZF APL 1551 und 1,414 bei Vorderachse ZF APL 3052.

- die Typen 744, 844 und 844 S haben eine Übersetzung Vorder-/Hinterachse von 1,407 bei Vorderachs-Typ ZF APL 1551 und 1,402 bei Vorderachse APL 3052

Rechenbeispiel:
Ich will einen Vorderreifen von 3200 mm Abrollumfang fahren, mein Schlepper ist ein 844 S mit Vorderachse ZF APL 1551.
Ergo nehme ich 3200 mm mal 1,407, das sind 4502,4 mm. Nun ist der Abrollumfang meines Hinterreifens aber 4600 mm, also 97,6 mm mehr als ideal.
DAS müsste einer Voreilung von rd. 2% entsprechen, wenn ich die 97,6 mm ins Verhältnis zu den 4600 mm setze....

Also gaaaanz einfach....

Denke und rechne ich richtig?
 
Hi Leute!

Mein 844 AS braucht neue Vorderreifen, im Moment sind da 12.4 R 24 drauf, aber in den Papieren steht nur etwas von 11.2 R 24. Darf ich die 12.4er dann überhaupt damit fahren? Und was sagt der TÜV dazu? Wir haben den erst vor zwei Jahren mit neuem TÜV gekauft, aber wer weiß, was der Vorbesitzer beim TÜV für Reifen vorgeführt hatte? Mein LaMa (leider nur ein Fendt-Futzi, Case hat leider keine Niederlassung in der Gegend) meint, es müsste noch ein Beiblatt geben, wo die erlaubten Größen drin stehen... Dieses Blatt habe ich aber nicht, hat wohl einer der sieben Vorbesitzer verschlampt...

Ich hoffe ihr könnt mir helfen...

LG Ole
 
Das Beiblatt bezieht sich immer auf eine bestimmte Fahregstell-Nr.!

Es gibt möglicherweise unterschiedliche Beiblätter für den 844 AS, abhängig von Baujahr.

Mein Beiblatt, welches ich mir auch nachträglich bei Case in Heilbronn besorgen musste, weil es beim Vorbesitzer verloren gegangen war, weist  3 verschiedene Typen aus, A1, A2 und B1.

Für alle Typen sind sowohl 11.2R24 als auch 12.4R24 vorne zugelassen, immer in Verbindung mit einem 16.9R34 hinten.

Ist also unwahrscheinlich, dass Du bei der nächsten HU mit 12.4R24 vorne Probleme bekommst.

Übrigens: Du musst dann Beiblatt zusammen mit der Zulassungsbescheinigung Teil 2 immer mit Dir führen, wenn Du mit Deinem Schlepper unterwegs bist.

Es kostet Geld, sich bei Case Ersatz zu beschaffen. Und die Beschaffung muss über den für Deinen Wohnort zuständigen Case-A-Händler laufen!

Aber ein Verwarnung, weil Du keines dabei hast, ist auch nicht für lau...

Gruß
 
Ach je...

Woher weiß ich denn, ob ich A1, A2, B1 oder was ganz anderes habe? Wenigstens hab ich die 16.9er hinten drauf...

Ist das mit dem Beiblatt bei jedem Trecker so? Wenn nicht, dann kann ich dem Polizisten ja einen vom Pferd erzählen. :D  Oder brauch ich das auch für den TÜV? Und wie viel kostet der Zettel?
 
Diese Beiblätter haben alle Schlepper, bei denen der Platz im Kfz-Schein (heute Zulassungsbescheinigung Teil 2) nicht reichte, alle zugelassenen Reifengrößen und andere Besonderheiten zu vermerken.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, von welchem Typ mein Schlepper ist.

Da ich aber Breitreifen montiert habe, die mir die Dekra nach Herstellerfreigabe eingetragen hat, ist mir das auch egal.

Was der Spaß kostet, weiß ich leider nicht

Ich hatte das neue Beiblatt zusammen mit der Herstellerfreigabe der Breitreifen bei Case Heilbronn bestellt.

Und für beides zusammen eine Rechnung vom Case-A-Händler erhalten....
 
Nach längerer Denkphase kommt nun mein Plan: Es kommen einfach die 11.2er drauf, dann brauch ich der blau-silbernen Rennleitung auch keinen zweiten Zettel zeigen. Bleibt nur noch die Frage, ob das Papier relevant für den TÜV ist...
 
Wir haben auf dem 844 mit der Fronthydraulik erst die 11.2er drauf gehabt, das war von der Voreilung vomm Allrad her nicht so passend,

haben dann neue 12.4er BKT Agrimax drauf gemacht, passt von der Voreilung her besser und gefällt uns auch allgemein besser.

Beim TÜV hat auch keiner gemeckert.

Gruß Sebastian
 
In der Zulassungsbescheinigung Teil 1 (früher Kfz-Schein) meines 844 AS stehen NUR die Reifengrößen 9.5-24 und 16.9-30 drin.

Diese Reifen sind auf meinem Schlepper ziemlich sicher nie montiert gewesen, ausgeliefert wurden die meisten 844 AS entweder mit 11.2-24/16.9-34 oder vorne 12.4-24.

Im §70 STVZO heißt es:

(3a) Durch Verwaltungsakt für ein Fahrzeug genehmigte Ausnahmen von den Bau- oder Betriebsvorschriften sind vom Fahrzeugführer durch eine Urkunde nachzuweisen, die bei Fahrten mitzuführen und zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung auszuhändigen ist. Bei einachsigen Zugmaschinen und Anhängern in land- oder forstwirtschaftlichen Betrieben sowie land- oder forstwirtschaftlichen Arbeitsgeräten und hinter land- oder forstwirtschaftlichen einachsigen Zugoder Arbeitsmaschinen mitgeführten Sitzkarren, wenn sie nur für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke verwendet werden, und von der Zulassungspflicht befreiten Elektrokarren genügt es, dass der Halter eine solche Urkunde aufbewahrt; er hat sie zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung auszuhändigen.

Blöderweise sind beim 844 AS die üblichen Auslieferungsbereifungen schon "genehmigte Ausnahme".

Viele Leute fahren mehr als 10 Jahre ohne Beiblatt rum und wissen gar nicht, was das überhaupt ist.

Bis sie mal an einen "Spezialisten" in Uniform geraten....
 
In meinen Papieren steht schon 11.2 drin, dann brauch ich den Zettel ja nicht. Das find ich gut, dann wird das so gemacht. Danke für die Hilfe!
 
Wenn Deine Allrad-Voreilung mit 11.2-24 gut funktioniert, ist das prima für Dich.

Hängt - glaube ich- vor allem auch davon ab, was Du für ‘ne Vorderachse drin hast (APL 1351, 1551 oder 3052).

Mit Fahrgestell-Nr. und Vorderachs-Typ kriegst Du die Gesamtübersetzung zwischen Vorder- und Hinterädern ("Igesamt") heraus.

Mit einer Schnur kannst Du die Umfänge Deiner Vorder- und Hinterräder gut ausmessen, dann musst Du ein bißchen rechnen wie Sebastian (IH-Acker) das gemacht hat.

Fährst Du viel auf hügeligem Grünland und nutzt dort den Allrad, brauchst Du eine recht "enge" Voreilung mit höchstens 3%.

Dann solltest Du Dir besser die passenden Vorderreifen und das Beibatt besorgen.

Brauchst Du Deinen Allrad nur, um Dich hin und wieder mal im Wald aus dem Dreck zu wühlen, kannst Du das lockerer sehen....
 
Ich fahre meist ohne Allrad, viel auf der Straße. Allrad hab ich eigentlich nur an, wenn wir mal wieder ein Loch graben oder ähnliches... Wenn der 844er schon mit den 11,2er ausgeliefert wurde, dann müsste es ja auch passen. Ich sehe das einfach mal locker... ;-)
 
Hallo, wird das ganze Thema mit der Voreilung nicht ein bisschen überbewertet? Wer hat denn schon den perfekten Zustand mit immer gleichbeibenden Profilstärken auf den Achsen. Was ist mit Neureifen hinten und 10% Restprofil auf der Vorderachse oder umgekehrt. Da passt ja dann nichts mehr zusammen. Und mit alten Reifen von unterschiedlichen Herstellern und Profilen dürfte man dann aus technischer Sicht gar nicht mehr fahren? Wie gesagt das ist nur eine Frage die ich stelle.

Gruß Klaus
 
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