Case 844XL: Untenanbindung?

Jochen4

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Bin gerade dabei, mich nach einer Rundballenpresse umzusehen. Dabei habe ich festgestellt, dass es da meist 3 verschiedene Anbindungen gibt:

  • Zugmaul
  • Ackerschiene
  • Untenanbindung
Die meisten gebrauchten Rundballenpressen scheinen eine Art Untenanbindung (einfache Öse) zu haben. Gibt es dafür eine Untenanbindung mit der ich meinen 844 nachrüsten kann? Oder wo wird die Kupplung befestigt (falls ich mir das Teil wegen überhöhter Preise selber bauen möchte)?

Im Übrigen bin ich verwundert über so manche Ackerschienenanbindung. Bei den normalen HD-Pressen kann ich das verstehen. Aber bei den schweren und vor allem hohen Rundballenpressen? Macht das da Sinn? Ich kann meine Ackerschiene nicht so festmachen, dass sie nicht nach rechts und links schlägt. Also muss eine Anbindung an die Ackerschiene doch ein ganz schön loses und schlingerndes Unterfangen sein, oder?
 
Hallo Jochen,

ich denke die meisten Pressen haben eine normale Anhängung im Zugmaul.

Untere Anhängung, denke du meinst ne Hitch oder im Zugpendel. 

Zugpendel kann man glaub ich bei deinem Trecker problemlos nachrüsten. 

mfg Tim
 
Hallo Jochen,

ebenso ist es; die von dir beschriebene "einfache Öse" wird ins Zugmaul gehängt und fertig. Oder meinst du etwas anderes?

Gruß,
Henrik
 
Hallo in die Runde,

egal ob Zugöse oder wie auch immer. Unten/Obenanhängung unterscheidet sich an der

Position der Zapfwelle/Zapfwellenstummel an der Presse. Läuft diese unter-oder oberhalb der

Anhängung oder ist durch Höhenverstellung der Zuggabel beides möglich? Die schlechteste Variante ist die Anhängung

an der Ackerschiene. Die Ackerschiene ist zwar relativ einfach mittels Spannschlössern/Ketten seitlich zu stabilisieren,

nach oben ist aber nicht so einfach. Und wenn eine relativ hohe Rundballenpresse z.B. beim Bergauffahren unter Last nach hinten kippt,

dann gute Nacht Zapfwelle.

Gruß +Matthes+
 
Zur besseren Veranschaulichung habe ich mal entsprechende Bilder beigefügt.

Hier die "normale" Variante mit der Öse oben für‘s normale Zugmaul (Gelenkwelle geht unten durch):
rn7i7rrk.jpg


Und hier die gleiche Öse aber unten angebracht (Gelenkwelle geht oben drüber)
tzsfeshc.webp

Und schließlich die Ackerschienen-Variante mit einer Art ‘Gabel‘ an der Deichsel der Presse
qxlretc4.webp

Gut, die letzte Variante ist klar. Da nimmt man idealer Weise Hitch oder Zugpendel. Das ist mir bekannt. Auch die Variante ganz oben ist klar: Zugmaul! Aber was ist mit dem Beispiel in der Mitte (Öse unten und Gelenkwelle oben)? Wie realisiert man das am CASE 844XL? Eine Variante, die ich bei meiner Suche nach einer Rundballenpresse sehr oft sehe. Sollte die Anbindung an den alten CASE nicht zu realisieren sein, kann ich jene Rundballenpressen von vornherein ausschließen, was schade wäre, da es eine häufig vorkommende Befestigungsart ist. Zur Not kann man natürlich selbt zu Flex und Schweißgerät greifen und die Deichsel entsprechend an die Gegebenheiten am CASE anpassen. Aber mich interessiert, ob es grundsätzlich möglich wäre, den CASE mit der passenden Zugvorrichtung auszustatten.
 
Hallo Jochen.

Ich würde sagen das du für die mittlere Variante einen Hitchhaken oder Zugpendel verwendest. Die letzte Variante ist für die Ackerschiene gedacht wie auf dem Bild zu sehen ist. Eine Presse mit der letzten Anbauvariante hatten wir auch mal gehabt und wir haben sie an der Ackerschiene angebaut. Die obere Variante ist klar wie du schon gesagt hast für das Zugmaul.

Gruß Tilo
 
Hallo!

@Tilo:
Wie hängt man denn die Presse auf dem mittleren Bild in das Zugpendel ein? Die hat doch eine normale Zugöse, die eben weiter unten sitzt als beim oberen Bild und keine "Gabel", die man eigentlich für die Benutzung des Zugpendels bräuchte!? Ich hab da zwar selbst noch nie so genau drauf geachtet bei den Rundballenpressen, die ich arbeiten sehe, aber ich denke, dass man für die Anhängung auf dem mittleren Bild ein Zugmaul mit Rasterschiene verwendet, welches ja mithilfe der Schiene ohne Probleme unter der Höhe der Zapfwelle angebracht werden kann.

Hilf mit mal bitte auf die Sprünge. Wär auch klasse, wenn du mal ein Bild von dem Zugpendel reinstellen könntest. Das beim 844er verbaute Zugpendel ist genauso zu nutzen wie eine Ackerschiene, daher überhaupt meine Anmerkungen.

Gruß,
Henrik
 
Thilo, hattet Ihr denn keine Probleme bei der Ackerschienen-Anbindung? Ich meine, Matthes hat schon Recht wenn er Bedenken anmeldet. Wie er schon sagte: einmal den Hang hoch und die Presse kippt nach hinten und die Ackerschiene drückt in die rotierende Gelenkwelle. Oder einmal zu hart Anfahren und es passiert das Gleiche. Keine schöne Vorstellung... Einige RBP (Rundballenpressen) sind ja auch recht hoch gebaut. Bei einer HD-Presse stelle ich mir das problemlos vor. Die sind leichter und flacher. Doch die RBP hat einen recht hohen Schwerpunkt. Würde mich freuen, wenn Du mal erzählen würdest, ob es bei Euch schon mal zu Problemem mit der Ackerschienen-Version gab.

Henrik, Du schreibst:
Das beim 844er verbaute Zugpendel ist genauso zu nutzen wie eine Ackerschiene...
Da möchte ich etwas widersprechen: das Zugpendel ist starr, während die Ackerschiene nach oben hin gänzlich ohne Halt ist. Leider! Ich weiß auch nicht, was sich die Kontrukteure dabei gedacht haben. Selbst unser alter D-324 aus den 60er Jahren hat eine 2-Wege Hydraulik hinten, mit der man den Trecker z.B. zu Reparaturzwecken prima anheben kann, indem man die Hydraulik lediglich absenkt.

Um mal foren-typische Beispiele zu nehmen, hier noch zwei Beispiele aus dem Hause International. Zunächst die ‘Gabel‘-Version für das Zugpendel:
4b149707-9ba3-4a49-b028-7f1ac4dc56f2.jpg


Und hier das gleiche Modell aber mit der Anbindung, die man so oft sieht und um die es mir hier geht: Öse unten. Hier zu sehen, die Anbringung an einen IHC:
International-241-BorderMaker.jpg
 
Hallo, bei den meisten Rundballenpressen die ich kenne kann mann die Zugöse durch drehen der Deichsel oder verstellen in verschiedenen Punkten zwischen Oben und Untenanhängung wechseln.Darum meine ich kannst du dir auch Pressen mit Zugöse unten anschauen .Und sie nach dem Umbau oben anhängen, bevor du dir unten selbst was anfertigst und keine Zulassung hast

servus Gerhard
 
Die Ackerschiene lässt sich beim 844 doch Starr stellen wenn man die Hubspindeln oben von den Hubarmen auf die beiden Aufnahmen am Hydraulikblock umsteckt. Dann kann die auch nicht mehr hochschlagen.

Gruß

Klaus
 
Ach, dafür sind die gedacht? Ist ja interessant. Bin jetzt nicht zu Hause weil ich auf Dienstreise bin, so dass ich mir da jetzt kein Bild von machen kann. Aber wenn ich mir das so vor Augen führe, scheint mir die Ackerschiene viel zu hoch wenn man sie dort anbindet. Aber wenn ich zu Hause bin, werde ich mir das mal ansehen.
 
Hallo Jochen und Henrik.

Mit einem Bild kann ich leider nicht dienen. Haben seit ca. 10 Jahren keine Presse mehr. Wir kaufen uns  das Heu für die Pferde. Hatten eine Claas Hochdruckpresse für kleine Bunde. Die hatte die Anbauvariante mit der Gabel wie auf Jochens ersten Beitrag 3. Bild. Wir haben die Presse an die Ackerschiene angebaut mit einem Bolzen mit Splint durch die Gabel. Hatten damit nie Probleme zwecks hochschlagen gehabt. Der Traktor war damals ein UTB Utus 550. Die Presse hat den Schwerpunkt nach vorn gehabt. Ich denk das es bei den Rundballenpressen mit der Zugöse nach unten auch so ist. Am 844 habe wir kein Zugpendel dran, da wir keine Anbaugeräte dafür haben. Ich würde mir ein Zugpendel besorgen und die Presse dort anhängen. Der Vorteil ist das es starr ist wie das normale Zugmaul. Aber eigentlich müsste doch die Lageregelung ein hochschlagen verhindern. 

Gruß Tilo
 
Hallo in Runde,

hier noch mal mein Senf dazu. Bei vielen RB-Pressen lässt sich die gleiche V- Zugdeisel mit Zugöse sowohl für oben als auch unten Anhängung verwenden. Die Untenanhängung im Zugmaul funktioniert nur mit der langen Höhenverstellschiene,kommt aber im hügeligen Gelände mit kurzen Kuppen schnell an ihre Grenzen, weil der Abstand Anhängung/Zapfwellenstummel am Schlepper doch recht gering ist. Wie das beim 844 ist, weiß ich leider nicht,da ich kein IHC-Fahrer mehr bin. Ich möchte aber aus Erfahrung berichten, warum ich eine Obenanhängung bevorzugen würde, wenn ich einen Schlepper mit "normaler" Bodenfreiheit besitzte.Anders ist das natürlich bei heutigen "Monsterschleppern" mit Hitchanhängung. und > 80 cm Bodenfreiheit.

Die Untenanhängung sitzt schon verdammt tief. Die Stelle mit der geringsten Bodenfreiheit,oft mehr als 10cm unterhalb der Achsgehäuse und nicht gerade "strömungsfreundlich" in Sachen Materialfluss.Besonders hinderlich in diesem Sinne ist eine "querliegende,tiefe" Ackerschiene. Wenn z.B. wegen Verunkrautung oder Nässe der Mähdrescher eine lange Stoppel stehen lässt und dazu, wie heute gerne verwendet Arbeitsbreiten oberhalb von 9m zum Einsatz kommen, erreicht ein wie gewünscht locker, flockiges Schwad in der Höhe gerne mal den Radius der Hinterräder und mehr. Diese Materialmenge muß bei einer hinterherlaufenden RB verstopfungfrei "unten drunter durch"!

Letztendlich muß jeder nach seinen Verhältnissen entscheiden.Ich wohne in Mittelgebirgslandschaft und presse mein Stroh seit über 30 Jahren selbst bei benachbartem Getreidebauern. Bin über seine Anschaffung eines 9m Hillmasters nicht so glücklich.

Gruß +Matthes+
 
Hallo,

@Jochen:
Ich meinte das mit der gleichen Nutzung bezogen auf die Art der Zugöse, die an der Presse vorhanden sein muss. Das hatte nicht dazugeschrieben, sorry dafür. Was das andere angeht, hast du selbstverständlich recht!

@Tilo:
Danke für die Erläuterung. Jetzt kann ich mir das auch vorstellen.

Gruß,
Henrik
 
es gibt noch die Piton fix.bekommt mann noch zu kaufen. ist ähnlich wie die Hitch. aber nicht zu vergleichen

Mfg Marco
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