China kauft ein

Harry 3

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Hallo zusammen,

Ich bin kein Wirtschaftsexperte aber mir macht der Einkauf von Deutscher Hochtechnologie durch die Chinesen richtig Sorge und ich verstehe auch nicht

warum die schlauen deutschen Manager das tun. Bei uns ganz in der Nähe war es der Betonpumpenhersteller Putzmeister, jetzt der Industrieroboter

Hersteller KUKA und noch viele andere.

Beispiel auch die Solarzellenindustrie, eine deutsche gibt es praktisch nicht mehr.

Natürlich müssen wir Handel treiben mit China(war selber schon dort) aber müssen desshalb gleich Firmen verkauft

werden? Die Chinesen haben in Deutschland den vollen Schutz von unserem Rechtsstaat d.h. was sie kaufen gehört Ihnen.

In China darf kein Ausländer z. Bsp. Grund erweben. Die Hallen deutscher Frimen sind alle nur gemietet. Es gehört Ihnen nichts.

Bis jetzt zeigt sich der chinesische Drache ja recht sanftmütig, Arbeitsplätze werden erhalten, in die Belange der Mitarbeiter mischen sie sich nicht groß ein,

aber was passiert wenn der Drache mal seine Krallen ausfährt?

Eure Meinung würde mich mal interessieren.
 
Hallo Harry,

…ja deine Gedanken kann ich gut nachvollziehen, da habe ich eine ähnliche Sorge…bin mir auch nicht sicher was wir als deutsche Bürger wirklich davon halten sollen. Bin mir gar nicht sicher ob wir schon so fest und gemächlich schlafen, dass es am Ende nur noch ein großes Erwachen für uns gibt?
 
Hallo Zusammen,

da kann ich euch beiden nur Recht geben.

Aber eines kann ich aus eigener Erfahrung sagen, lieber von einem Chinese geschluckt werden als von einem Amerikaner.

Die Amis kommen sauen einen aus, wenn nichts mehr zu holen ist, lassen sie einen fallen.

Verkaufen wieder oder machen die Bude zu. Der deutsche Staat darf dann Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld an die ehemaligen Mitarbeiter bezahlen.

Der Chinese will natürlich auch bei dem Geschäft nicht drauflegen, aber er hat noch etwas Anstand und läßt in der Regel das Geschäft weiterlaufen und agiert nur im Hintergrund.

China ist so groß und mächtig, die könnten auch die Amis in die Knie zwingen wenn sie es wollten.

mfg WFB
 
Solange wir eine Kultur der staatlich geschützten Großkonzerne mit ihren nur dem Kapital verpflichteten Managern fördern und den Mittelstand systematisch gegen die Wand fahren, wird sich nichts ändern. Das ist politisch so gewollt.

Die Gründer der Bundesrepublik und unsere Grundgesetzverfasser würden sich im Grabe rumdrehen, wenn sie sehen könnten, was unsere Politiker seit Mitte der 60er und ganz besonders seit den 80ern daraus gemacht haben. Momentan kann nur jeder selber schauen, wo er bleibt, am Staat vorbei. Was das Ganze zwar verschlimmert, aber hoffentlich bald zu einem Kollaps führt. Gewaltfrei wäre wünschenswert, glaub ich aber nicht.

Aus der "Zeit": "In Kontinentaleuropa kenne ich niemanden, der die Absicht hat, Bargeld abzuschaffen", sagte Schäuble.

Sowas ähnliches schonmal gehört? :D

Gruß

Michael
 
...ja, dieses mehr u. mehr aufflammende Phänomen ist sicherlich ein ernstzunehmendes Problem! Es gibt aber auch schon andere Beispiele wie z, B. Übernahme Flughafen Haan, wo die "Reisesser" in ihrer Vorgehensweise enttarnt und wieder nach Hause geschickt wurden! Beim Thema KUKA hat man sich wohl nicht mehr "wehren", sondern nur noch hohe Auflagen zur Standortsicherung einbringen können...

gruß

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Gaggenau / Neuss / Freising
 
Die Reise wird weitergehen und auch die chin. Investoren werden, wenn sie genug an Technologie gesaugt haben, Geld saugen. Das ist die Natur einer Heuschrecke. Weltweit.

Im Textilbereich, wo ich daheim bin, ist es seit Jahren so, dass brauchbare Textilien immer häufiger wieder in Europa produziert werden. Schrott bleibt in Bangla oder Indien für Kik oder Primark. Die Chinesen wollen gar nimmer gern nach Europa liefern, weil sie ihren Mist mit Löchern im Inland zum gleichen Preis loswerden und keiner drüber mault.

Abgesehen davon, wenn ich irgendwo im Hotel frühstücke und entdecke, dass im Raum ein Chinese sitzt, setze ich mich weitestmöglich von ihm weg. Sonst wird mir bei dem widerlichen Gefresse schlecht. Es gibt Kulturen, die sind in meinen Augen einfach keine. Aber das mögen andere anders sehen. Und die angebliche Höflichkeit ist auch nur ein Märchen. Wir waren mit bei den ersten, die in den 80er Jahren dort produziert haben und wenn ich eins gelernt habe, dann dass der Chinese immer versucht, Dich zu bescheißen.

Gruß

Michael
 
Moin Sascha,

wenn wir hier schon über das Thema schreiben, sollten wir auf beleidigenden Bezeichnungen wie Kamel...... verzichten.

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. "Auslandsengagement" war und ist auch eine übliche vorgehensweise westlicher

Unternehmen.daran stört sich niemand. (VW-Skoda-Seat....., Renault-Dacia....)

Der Kolonialismus war eine der tragenden Säulen bei der Industrialisierung Europas.

Unsere Vorfahren haben aber keine Verträge in den Kolonien geschlossen, sie haben sie bestetzt und ausgebeutet.

Noch heute sind viele Entwicklungsländer wichtige Rohstofflieferanten der westlichen Industrie.

Es bleibt für diese Länder nur nichts vom Profit übrig, den streichen die großen Unternehmen ein.

Warum sollen also nicht die Chinesen und die Inder nicht versuchen den Fuß in die westliche Tür zu bekommen?

Ich denke, denen geht es hauptsächlich um Knowhow.

Das kann im Falle von KUKA nach hinten losgehen.

KUKA ist ein bedeutender Roboter-Lieferant für die Automobilindustrie.

Da stellt sich die Frage, ob diese zu anderen Anbietern wechselt, da sie befürchten, daß zu viel ihres Knowhows nach China geht.

Viel schlimmer finde ich die weltweite Invasion von IT-Unternehmen wie goolge und Amazone, die reichlich Reibach machen und nicht einen Cent

Steuern zahlen.

Gruß

Jörg
 
Hallo,

kann euch gut verstehen. Ich transferiere meinen Arbeitsplatz auch gerade nach China. Das ganze geht noch bis nächstes Jahr.

Man bildet die Leute aus und weiß nicht, was in 6 Monaten kommt.

Erschreckend ist aber, dass die Chinesen sehr schnell lernen und auch gut sind. Die stecken uns mittlerweile in die Tasche und überholen uns.

Die Lohnkosten sind dort mittlerweile ähnlich wie hier, aber die arbeiten 7 Tage und haben nur 10 bis 13 Tage Urlaub.

Und alles nur, weil in US die Anleger entschieden haben, unsere Produkte gehören nicht mehr zum Kerngeschäfft und werden ins Land der aufgehenden Sonne verlegt.

Gruß

Roxin
 
...technhologisch sind sie (mit) vorn, die Lohnkosten sind aber (noch) weit von unseren entfernt, das ist ja das Problem! Wir rechnen in der Automobilindustrie in Vergleichskalkulationen je Minute Fertigungszeit pro Mitarbeiter derzeit für Beijing/Peking: €0,32.- , in Ungarn €0,56.- und in Deutschland (je nach Standort) €1,45-1,55.- je min. FTZ pro AK. Das sagt wohl alles...

gruß

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Gaggenau / Neuss / Freising
 
Hallo,

die Ingenieurstunden liegen aber ähnlich. Auch die Gehälter (zumindest in Shanghai) liegen fast auf unserem Niveau.
 
Hallo Westi644,

korrigier bitte den Ausdruck "Kamel..." über die EDIT-Taste.
Beleidigungen werden hier nicht geduldet.
Bitte zeitnah korrigieren, sonst lösche ich deinen Beitrag.

matbush
 
KUKA hat in den letzten Jahren im Roboterbereich schon viele Anteile an FANUC (Japan) und ABB (Schweiz) verloren.

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten!
 
Lanz_4016:

...technhologisch sind sie (mit) vorn, die Lohnkosten sind aber (noch) weit von unseren entfernt, das ist ja das Problem! Wir rechnen in der Automobilindustrie in Vergleichskalkulationen je Minute Fertigungszeit pro Mitarbeiter derzeit für Beijing/Peking: €0,32.- , in Ungarn €0,56.- und in Deutschland (je nach Standort) €1,45-1,55.- je min. FTZ pro AK. Das sagt wohl alles...

gruß

Immer dieses Gejammere mit der Entlohnung von Industriemitarbeitern in der Automobilproduktion ! I H R seid alle völlig überbezahlt und merkt es erst wenn der Ast abgesägt ist. Siehe Opel in Bochum !
Immer große Fresse wenn es es um Lohnerhöhungen ging, dann über 12% Krankenstand, da haben die Amis erst Antwerpen und anschließend Bochum den Stecker herausgezogen. Vermutlich wird das Werk in Polen der nächste Kanidat sein.
Gruß Zackie

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Gaggenau / Neuss / Freising
 
Zackie,

dass man in der Industrie besser verdient als woanders ist richtig. In Pharma und Chemie wird noch besser bezahlt. Allerdings stimme ich Dir wegen Opel nicht zu. Das war und ist ein hausgemachtes Problem bei GM. Andere Automobilisten bezahlen mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser. Opel hat aber nicht den Zugang zu den Märkten wie andere, es wurde sogar seitens GM versucht weitere Marken in Europa zu platzieren. Opel darf ja nur in Europa und Rußland verkaufen, was den Zugang zu anderen großen Märkten verhindert. Und als die Krise kam, gepaart mit einer schlechten modellpolitik sowie einem damals schlechten Ruf, stand alles auf der Kippe. 

Die Werke wurden geschlossen, weil GM selbst fast an die Wand gefahren war. Der US-Steuerzahler hat die gerettet. Seitdem aber Rüsselsheim Europazentrale wurde und richtig Geld in die Forschung und Entwicklung gesteckt wurde, geht es denen besser und die Absatzzahlen sind ordentlich.  Ich behaupte sogar, dass nach Änderung der Unternehmensrichtung bei Opel, die beiden Werke nicht geschlossen worden wären.

Nochmal zurück zu den Stundenlöhnen in China usw. Ein schöner Indikator, wie sich der Stundenlohn entwickelt, ist der Automatisierungsgrad. Niedrige Löhne = viel Handarbeit, hohe Löhne = viel Automatisierung. Und in China findet immer mehr Maschinenbau statt (auch von Firmen aus D). Klar wird in China noch viel kopiert, ist aber in anderen Ländern, sogar im Inland nicht anders. Aber man hat in Fernost auch gemerkt, dass nicht alles kopiert werden muss, sondern man es für passendes Geld kaufen kann.

Gruß

Sascha

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten!
 
Hallo zusammen,

war mir eigentlich schon bewußt daß ich mit dem Thema eine rege Diskussion entfache. Wie gesagt ich bin in keinster weise gegen Handel mit China.

Nur die vielen Firmenaufkäufe stören mich.Mehr wie 49% sollte eigentlich nicht möglich sein .

Wenn deutsche Firmen im Ausland investieren, dann haben sie ,zumindest in demokratisch regierten Ländern, eine gewisse Rechtssicherheit dass Ihnen

das auch gehört. Und diese Rechtssicherheit besteht m.Erachtens eben in China oder Russland nicht.

Bei diesen Länden besteht auch die Gefahr ,dass alles durch die jew. Regierungen subventioniert wird.Daimler kann nur eine Firma aufkaufen, wenn sie

das dazu nötige Geld vorher erwirtschaftet haben. Und bei solchen Ländern helfen die Regierungen oft mit nach.

Wir haben es ja bei der Solarzellenindustrie gesehen. Wir haben ihnen ja die Fertigungsanlagen zur Herstellung geliefert. Kurz darauf war unsere Solarzellen

industrie tot. Im Moment ist die europ.Stahlindustrie betroffen. Ganz Europa ächzt unter den Importen aus China.Die Firmen fordern Schutzzölle.von den Regierungen.

Das lässt sich bei einer auf Export eingestellten Industrie wie der unseren nur  schwer durchführten, denn dann kommen die Chinesen sofort  mit Gegen-

massnahmen,Es würde in einem Handelkrieg(den wir alle nicht wollen)enden.

Aber auch selbst in der EU gibt esProbleme Wir hätten einen zu hohen Handelsüberschuss( wir führen viel mehr aus als wir einführen) und müssen dasshalb

bestraft werden.Aber die Firmen verkaufen unsere Waren ja nicht weil sie so teuer sind, sie sind eben auch gut.

 Na ja, es sind eben alles Problem die bewältigt werden müssen.

                                                   Gruss Harry

                                                                               
 
Lanz_4016:

...technhologisch sind sie (mit) vorn, die Lohnkosten sind aber (noch) weit von unseren entfernt, das ist ja das Problem! Wir rechnen in der Automobilindustrie in Vergleichskalkulationen je Minute Fertigungszeit pro Mitarbeiter derzeit für Beijing/Peking: €0,32.- , in Ungarn €0,56.- und in Deutschland (je nach Standort) €1,45-1,55.- je min. FTZ pro AK. Das sagt wohl alles...

Immer dieses Gejammere mit der Entlohnung... ! I H R seid alle völlig überbezahlt....
Immer große Fresse wenn es es um Lohnerhöhungen ging, dann über 12% Krankenstand....
...da hat mal wieder jemand einen Kommentar zu einem vorherigen Beitrag, wo es um das eigentliche Thema ging, komplett falsch verstanden u. am Thema vorbei ein anderes Problem kommentiert! Ungerecht bezahlte Industriearbeiter u. Funktionäre vom Arbeitgeberverband hatten sich bisher auch noch nicht zu dieser Thematik zu Wort gemeldet...!?
Also insofern, gerne wieder zurück zur Einkaufstour der Chinesen... 
 
Dafür, dass du auch Mitarbeiter der Automobilindustrie im Bremer Raum bist, reisst du den Hals ganz schön weit auf !

Ich bin auch nicht (wie von dir fälschlicherweise vermutet) Mitarbeiter eines Arbeitgeberverbandes, sondern ein Mensch der seine Augen benutzt.

Ich kenne einige ehemalige Opelmitarbeiter schon viele Jahre und als das Werk Antwerpen geschlossen wurde habe ich denen auf den Kopf zugesagt was als nächstes geschehen wird. Nämlich die Schließung der Bochumer Produktionsstätten. Deren Reaktion : Lautes Gelächter ! Wo sind die Leute heute ? Ich lache deswegen nicht. Die Arbeitsplätze sind weg. Das war eine Entscheidung von GM in Detroit, eingemischt ins Europageschäft haben die Sch...amis sich sowieso immer viel zu viel. Ahnung von den

in Europa gewünschten Fahrzeugmodellen hatten die Amis noch nie, das interssiert überm Teich auch keine Sau. Hauptsache die geforderten Zahlen wurden rechtzeitig zur Zentrale überwiesen. Dann wurde auch noch der direkte Konzernwettbewerb beschränkt. Opel durfte nicht nach Russland und anderen dazugehörigen Satellitenstaaten verkauft werden. Asien als Wachstumsmarkt war ebenfalls für Opel gesperrt. Also freier Wettbewerb geht anders innerhalb eines Konzerns.

Und wer glaubt, dass die Chinesen besser sind . . . ?
 
Ich würde jetzt nicht ein Unternehmen (GM) mit ganz China vergleichen. Es gibt überall solche und solche.

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten!
 
Moin.

Jetzt möchte ich auch mal meinen Senf dazu geben.

Der macht uns bestimmt nicht kaputt:

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Es sind nicht "die Chinesen", es sind die Chinesischen Unternehmen die durch unsere "Geiz ist Geil" Mentalität Milliarden verdient haben, damit an die Börse gegangen sind und jetzt ihren Aktionären Dividenden zahlen müssen. Deshalb expandiert der Mark international und wir merken die Folgen.

Das Gleiche gab es bei uns in den Wirtschaftswunderjahren auch. Unsere Unternehmen wurden zu AG’s und somit Profitorientiert. Erschlossen internationale Märkte und verdienten Milliarden. Obern drauf die Banken, die durch Milliardenkredite einen Haufen Geld verdient haben. Den Kredit haben sie dann bei großen Versicherungen versichern lassen, so das die auch noch mitverdient haben. Oder meint einer das die deutsche Autoindustrie nach China gegangen ist um den Leuten dort zu helfen?

Das war alles in Ordnung, solange es uns gut ging bzw. geht. Seit Jahren ist der Zenit dieser Geldmacherei überschritten, bei uns geht es rückwärts. Unsere Löhne werden nach unten korrigiert, mit Hilfe von Zeitarbeitsfirmen und ängstlichen Gewerkschaften. Die Firmen die international aggieren machen in der Gesamtbilanz noch Geld, das kommt aber nich bei den Meisten an, sondern bleibt oben irgendwo hängen. Glück wer in so einer Firma einen soliden Job hat.

Genau das wollen die Chinesen auch, ist den Leuten doch nicht zu verdenken, hat bei allen anderen doch auch gut geklappt. Und auch bei denen wird es wieder anders, geht nicht anders.

Fazit: Geld regiert die Welt, nicht DER Chinese, DER Ami oder DER Russe. 

China ist ein sehr schönes Land mit imposanten Städten, schönen Landschaften und netten Leuten. Ausnahmen bestätigen die Regel, wie immer.

Das ist der Blick aus dem 53. Stock des Tomorrow Tower Shanghai morgens um halb 5 auf den "neuen" Teil der Stadt Pudong. Man sieht das Word Financiel Center, den Oriental Pearl, Central Plaza und den noch im Bau befindlichen Shanghai Tower.

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Gruß Jürgen
 
Hallo Leute!

Ich finde es amüsant, dass Ihr immer redet, dass Daimler zum Beispiel erst Geld verdienen muss, um dann auf Einkaufstour zu gehen.

Bei meinem Arbeitgeber war es, laut Betriebsrat, ganz anders, eine Investorengesellschaft aus A. hat einen Kredit aufgenommen und unsere Firma gekauft. Die haben nicht in ihre eigene Tasche gegriffen und das Geld aufgebracht, nein, die sind zu einer Bank gegangen und haben sich dort das Geld besorgt. Und jetzt dürfen wir noch ein paar Jahre deren Kredit abbezahlen, mit dem Sie uns aufgekauft haben. Klingt eigentlich ein bisschen "komisch", ist aber nun heute mal so ( hier könnte man auch ein anderes Wort schreiben).

Um nochmal auf dir Chinesen zu kommen: Schaut Euch mal die Umwelt in China an, die Chinesen beuten ihre Umwelt radikal ohne Rücksicht auf Verluste aus. Mir drängen sich da Parallelen zum deutschen Rhein in den siebziger Jahren auf, da konnte auch niemand mehr in dem Fluss baden gehen, da er total mit Industrieabwässern verseucht/ belastet war. Und heute, nachdem viel Geld in Projekte geflossen ist und endlich mal ein Umdenken stattgefunden hat, geht es ja wieder. Die Löhne und Nebenkosten werden auch in China nicht ewig auf dem jetzigen Niveau bleiben, aber dann ziehen die Investoren halt in das nächste Land weiter.

Als schönes Beispiel kann man hier auch die Firma Trigema nennen. Deren Eigentümer hat in diversen Interviews gesagt: Ich habe schon viele Firmen aus Deutschland weggehen sehen, aber ich habe mittlerweile auch schon Firmen gesehen, die zurückgekommen sind. 

Und genau an dieser Stelle ist jeder einzelne von uns gefragt. Das man sich Produkten aus China nicht ganz verschließen kann ist mir klar, aber bei bestimmten Produkten kann man doch ohne Probleme regional kaufen. Ein schönes Beispiel sind hier Obst und Gemüse. Warum muss das Zeug mit dem Flugzeug (man will es ja schließlich frisch haben) um die halbe Welt geflogen werden, wenn es extrem frisch bei uns vor der Haustür wächst. Ich setze mich lieber ins Auto und halte, wenn ich zu meinen Schwiegereltern fahre, mal schnell am Obstgut an. Man hat sogar 2 Nutzen bei dieser Geschichte, zum einen habe ich sehr frisches Obst und zum anderen spare ich auch noch Geld.

Wie gesagt, wir müssen  nur ein bisschen mehr auf Produkte aus Deutschland/ Europa achten, man kann nicht Alles in China oder der dritten Welt produzieren. Das muss allen klar werden.

Ein anderes schönes Beispiel: Talkrunde im Fernsehen, der frisch studierte Manager: Ich muss doch aber in China produzieren ,wenn ich mir die Zahlen anschaue. Der Gewerkschafter: Sie können so viel in China produzieren wie sie wollen, wenn hier niemand mehr das Geld hat ihre Waren zu kaufen, dann nützen ihnen ihre schönen Zahlen auch nichts, dann bleiben sie auf ihren waren sitzen.

In dem Sinne, IHC-MOL.
 
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