D 155 - Motorentlüftung in Ansaugkanal legen?

Mac353

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Hallo,

was würde eigentlich dagegensprechen, die Motorentlüftung an den Ansaugkanal anzuschließen?

Hat das jemand hier aus dem Forum schon mal praktiziert?

An meinen Einzylindrigen Fendt Dieselross war dies 1954 schon so gelöst.

Und ich kenne dies eigentlich auch noch aus meinen Kadett B und C Zeiten so, das die Kurbelgehäuseentlüftung

, innerhalb des Luftfilters wieder eingeleitet wurde!

Gruß, Jochen!
 
Dafür sprechen würde aus meiner Sicht, das man ein kleines bischen weniger "Umweltferkel" sein würde!

Gruß, Jochen!
 
Dafuer sprechen wuerde auch,das kein Überdruck bzw. sogar leichtes Vakuum im Kurbelgehaeuse den Ölverlust minimiert.

Gruss Hermann
 
Ok, das mit dem Umweltferkel leuchtet ein, aber haut deiner so viel Öl aus der Entlüftung, dass es dieser Aufwand lohnt ? Wenn es wirklich so viel sein sollte, ist doch eher eine Motorüberholung angesagt, oder ?

Herrmanns Argument kann ich nicht nachvollziehen. Wiso soll der Ölverbrauch sich minimieren, wenn ich die Kurbelhehäuseentlüftung in das Ansaugrohr verlege ? Wiso verringert sich der Ölverlust, wenn ich ein leichtes Vakuum aufs Kurbelgehäuse gebe ? Das Öl aus der Entlüftung ist doch verloren, egal ob ich es in die Umwelt tropfen lasse, oder es im Brennraum verbrenne.

Holger
 
hallo

bitte verwirrt die mitleser nicht mit vakuum im motorblock es ist legentlich ein unterdruck.

vakuum=luft leerer raum

mfg lukas
 
@Holger

Nein, mein Motor drückt kein Öl aus der Entlüftung! Aber allein schon der "Öldampf/nebel" und ein irgendwann daraus resultierender

Öltropfen müsste ja eigentlich nicht sein.Der Gedanke drängte sich eben auf, da Fendt bzw. der Motorenhersteller MWM, dies 15 Jahre bevor mein 353er produziert wurde, schon elegant gelöst hatten!

Der Aufwand dies der Verbrennung zuzuführen wäre relativ überschaubar. Im  Ansaugkrümmer ist eine Bohrung vorhanden, die mit einem "Stöpsel"

verschlossen ist.

Aber vielleicht gab es ja einen technischen Grund (oder es waren evtl. Kostengründe), warum McCormick / IHC das so gebaut hat.

Daher stellte ich diese Anfrage!

Gruß, Jochen!
 
Hallo Kollegen,

die Kurbelraumentlüftung dient wie der Name schon sagt der Entlüftung des Kurbelraums. Im Kurbelraum soll sich weder Über- noch Unterdruck bilden, dafür ist diese Entlüftung. Normalerweise treten hier leichte Ölnebel aus und natürlich kondensiert dieser Ölnebel im Entlüftungsrohr und tröpfelt dann nach unten. Wird das Rohr nach oben verlegt, so fließt das kondensierte Öl in den Kurbelraum zurück, wo es hingehört. Die Verlegung in den Ansaugkanal ist eine elegante Variante, der einzige Nachteil ist, dass ein Blowby nicht so schnell erkannt wird. Wichtig bei der Verlegung der Entlüftungsleitung ist, es darf kein Sack (Syphon) in der Leitung sein, da sonst die Entlüftung gestört ist.

Gruß Albrecht

Mitten in Berlin und ohne Land, aber mit Traktor!
 
Und was sagt das Ansaugrohr und es sagen die Einlassventile dazu, wenn ständig Ölnebel kommt ? Macht das auf Dauer nichts, oder "vermockt" der Ansaugtrakt ?

Bei meinem Tiguan ( 2.0 TDI ) z.B. wird die Abluft der Kurbelgehäuseentlüftung ja auch letztendlich in den Brennraum zurückgeführt. Aber diese Abluft aus dem Kurbelgehäuse wird hier in 3 Stufen aufbereitet bevor die Abluft der Verbrennungsluft wieder zugeführt wird. In diesen 3 Stufen der Aufbereitung wird das letzte bisschen Öl abgeschieden und dem Ölkreislauf wieder zugeführt.

Holger
 
Hallo Holger, 

das was du da an Hand eines Tiguan‘s beschreibst ist absoluter Mist! Im Verdichtungstrakt gibt es beim Tiguan keine 3 Stufen, der das Öl wieder dem Haushalt zu führt. Da gibt es nur Eine Stufe und die heißt Druck! Da sammelt sich mit der Zeit im Ladeluftkühler etwas Öl, das sind etwa 2 cl auf 200 000 km. Gelegentlich wird auch was an der Drosselklappe mit durchgeschoben aber das wird durch den Ladedruck so stark zerstäubt das es nicht der Rede wert ist. Und genau so sehe ich das auch beim Traktor auch wenn es ein Sauger ist aber da macht es der Hub. Denn auch die 1.9er Sauger von Vw haben ihre Kurbelgehäuseabgase dem Brennraum zugeführt. Jetzt ist es wirklich eine Überlegung wert ob sich der Aufwand lohnt da die Abgase wirklich belastender sind. Aber deswegen würde ich bei solch einem Gedanken nicht den Kopf schütteln. Es ist zwar nur ein bisschen, aber jedes bisschen hilft.

Gruß Pepe
 
So, jetzt muss ich auch mal was dazu schreiben.

An sich ist der Grundgedanke - die Umwelt zu schonen - ja nicht schlecht, aaaaber:

Normalerweise soll die Ansaugluft eines Motors so sauber und kühl, wie möglich sein. Durch das Zusetzen der der Blow-by Gase in die Ansaugluft verändert mann die Sauerstoffkonzentration und somit die "Brenneigenschaften" der Ansaugluft. Soll heissen: Durch das Zusetzen der Blow-By Gase verbrennt die Ansaugluft etwas schlechter, da etwas weniger "reiner Sauerstoff" vorhanden ist. (Dieser Effekt wird sehr gering sein und bei einem Schlepper nicht auffallen.)

Desweiteren schmiert einem der Ölfilm irgendwann die ganze Ansaugbrücke - und schlimmer die Einlassventile voll. Beim Auto will man dass schon gar nicht haben, speziell bei Turbomotoren, da die Blow-By Gase die Turbolader vollschmieren und im heissen Zylinderkopf Ablagerungen bilden. Früher hat das noch nicht so sehr interessiert, aber heute haben fast alle Motoren einen Abscheider oder ein Ölfangsieb in der Kurbelgehäuseentlüftung.

Also wenn man diese Blow-By Gase schon umweltfreundlich nachbehandeln möchte, dann nimmt man sich z.B. Ölabscheider und leitet die Gase dahinein. Danach kommt dann nurch noch heisse Luft, die man in die Umwelt ablassen kann. Die Ölabscheider (Zyklonabscheider oder sog. Oil-catch-Tanks) haben meistens einen Ablauf, so dass das Öl wieder ins Kurbelgehäuse zurückfliessen kann (Oil-catch-Tanks haben eine Füllstandsanzeige und man muss sie regelmässig entleeren).

Bei meinem Audi 200 20v habe ich das z.B. so gelöst, dass 2 Zyklonabscheider (originale Porsche Teile) in Reihe angeordnet sind und danach die Luft ins Freie gelangt. Super Sache und kein Öl in der Ansaugbrücke.
 
Hallo Pepe,

vielen Dank für die Blumen. Ich finde es Klasse, dass du offenbar keine Ahnung hast, meine Aussage aber als "absoluten Mist" bezeichnest.

Hier mal ein Auszug aus dem Selbststudienprogramm von VW zum 2.0 TDI:

Die Kurbelgehäuse-Entlüftung

Bei Verbrennungsmotoren entstehen durch Druckunterschiede zwischen Brennraum und Kurbelgehäuse Luftströmungen zwischen Kolbenringen und Zylinderlaufbahn, die so genannten Blow-by-Gase. Diese ölhaltigen Gase werden über die Kurbelgehäuseentlüftung wieder in den Ansaugbereich zurückgeführt damit die Umwelt nicht belastet wird. Die gestiegenen Anforderungen an den Umweltschutz stellen hohe Anforderungen an eine wirkungsvolle Ölabscheidung. Durch eine stufenförmige Abscheidung entsteht nur ein geringer Öleintrag in der Ansaugluft und somit auch weniger Rußemissionen.

Die Ölabscheidung erfolgt in drei Stufen:

-die Grobabscheidung

-die Feinabscheidung

-das Dämpfungsvolumen

Die Komponenten der Kurbelgehäuse-Entlüftung sind, neben dem Öleinfüllstutzen und dem Druckspeicher für das Unterdrucksystem des Motors, in der Zylinderkopfhaube integriert.

Zitat Ende.

Vielleicht verstehst du jetzt auch, dass es so ist.

Mir ist völlig klar, dass die Motoren ( VW 2.0 TDI und jeder IHC Motor ) recht anders sind und ca 50 Jahre zwischen den Konstruktionen liegen. Aber ich wollte damit zeigen, welchen Aufwand man betreiben kann, bevor man Blowbygase in die Luftzufuhr lenkt.

Ich möchte damit erreiche , dass der Threadersteller sich Gedanken macht über die Folgen des ölnebels in der Ansaugbrücke. Die Luftfilter unserer IHC Schlepper reinigen die Verbrennungluft nicht zu 100 %. Was passiert wenn diese Schmutzpartikel an einem in der Ansaugbrücke vorhandenen Olfilm und ggf auf den Einlassventilen kleben bleiben. Was passiert wenn der Glühwendel und seine Umgebung geölt wird ?

Holger
 
Tach zusammen

Ich bin jetzt kein Motorenspezialist, meine aber das die Motoreneentwickler aus Neuss sich

schon etwas dabei gedacht haben die Entlüftung ins Freie zu legen;

für mich ist dieser >Schnorchel< wie ein Indikator, der den Betreiber erkennen lässt, wann mit zumehmender Absonderung

von Dämpfen und Ölen eingegriffen werden sollte. Die ölhaltige Luft (wie bereits angesprochen) über die Glühwendel zurück zu leiten

lag sichelich nicht im Sinne des Erfinders.

mfG. Reinhold
 
Die Glühwendel wäre eigentlich nicht betroffen, diese liegt ja sehr weit oben im Ansaugkrümmer.

Die Öldämpfe könnten also ein ganzes Stück weit, nach der Glühwendel in den Ansaugtrakt eingeleitet werden!

Gruß, Jochen!
 
Hallo,

mein Vorbesitzer eines 844 meinte auch er könne so den Qualm umleiten/kaschieren das Ende vom Lied war ein zugesetzer Ansaugkanal um die Einlassventile mit starkem und schlechten Start/Rauchverhalten (blau). Also das kommt bei mir nicht in die Tüte der Schlauchwurde schnell wieder entfernt.

Grüße Fred  
 
Hi,

ein Kollege hat einen 633 gekauft, der diese Lösung hatte. Somit konnte er den defekten Motor nicht erkennen. Also ein wenig 

gefählich um motorschäden mitzubekommen. Bei meinen defekten Zylinderdichtungen kam aus der Entlüftung ordentlich Wasserdampf, auch nicht so gut.

Bei meinem 624 geht das Rohr direkt nach unten. Um nicht den Lenkzylinder (Calzoni) zu besabbern, habe ich das Rohr mit einem Schlauch verländert.

Ich meine bei einigen IHC eine Entlüftung gesehen zu haben, die erst ein Stück nach oben ging und dann nach unten. Vielleicht ist das ja schon ein Weg in die Richtige richtung.

Gruß Matthias
 
@ Holger

Ich spreche nicht von Oelverbrauch sondern von Oelverlust,das ist nicht dasselbe.

Kannst Du Dir desweiteren vorstellen das aus einem Vakuum was ausläuft?

Ausserdem versaut jeder Tropfen Oel im Boden das Grundwasser.

Gruss Hermann MB36
 
Ich habe mich immer geärgert wenn dort wo der Schlepper Stand die Öltropfen ( es war nicht wirklich viel, nur das was sich durch den Ölnehbel im Rohr abgesetzt hat) auf den Boden Tropften. Ich habe dann einen Schlauch von der Entlüftung nach oben über den Ventildeckel gelegt. Am Ende habe ich die Brause einer Gieskanne montiert in die ich leicht mit Filterwolle ( die in Ölbadluftfiltern verbaut ist) gefüllt. Der Druck aus dem Gehäuse kann sich in dem Kopf entspannen, das Öl verfängt sich in der Wolle und kann bei abgestelltem Motor wieder zurücklaufen. Dämpfe gehen immer noch ins Freie, die Sauerei gehört aber der Vergangenheit an.
 
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