D-239 Motor dreht schwer

schlueternils

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Hallo,

nach der Überholung dreht der Motor in meinem 744 sehr schwer. Den Zylinderkopf habe ich bereits abgenommen, immer wenn die vier Kolben auf etwa gleicher höhe sind, tritt dieses Problem auf. Ist der Punkt überwunden, lässt er sich einfacher drehen. 

Ich muss zugeben, dass ich nach einbau der Kurbelwelle das Axialspiel nicht geprüft habe, kann es daran liegen, dass das Passlager zu stramm sitzt?

Ich würde mich sehr über Hinweise freuen da ich zurzeit etwas ratlos bin.

Gruß Nils
 
Hallo Nils, der Begriff "sehr schwer" ist relativ. Wenn der Kopf ab ist sollte der Motor nur mit leichtem konstanten  Wiederstand zu drehen sein (Kolbenringe) Das Axialspiel der Kurbelwelle ist 0,15 bis 0,23 mm Grüße vom Paylodoc.
 
Was wurde am Motor alles gemacht und woher hast du die Teile bezogen?
 
IHC - Engelbart:

Moin,

ruf an....  04402 4010

Frank
Ein Telefonat ist sicherlich manchmal einfacher als hier zigmal hin und her zu schreiben. Aber ist  sinnvoll in einem Forum ? Mich interessiert sowohl die Lösung als auch der Weg zur Lösung. Von daher bitte so viel wie eben möglich hier im Forum fuer alle sichtbar ausdiskutieren.

Holger
 
Hallo,

danke schon einmal für die Antworten.

Der Zylinderkopf ist ab und man kann ihn nicht konstant durchdrehen, bis zu dem Punkt an dem die Kolben auf gleicher Höhe sind, dieser Punkt lässt sich auch nur schwer überwinden, wenn man von Hand an der Riemenscheibe dreht.

Beim Balancer habe ich das Flanken- und Axialspiel gemessen, beides war im Toleranzbereich.

Erneuert wurden Kurbelwellen- und Pleuellager, Kolbenringe und natürlich sämtliche Dichtungen. Die Teile habe ich bei  N. Peterson gekauft.

Gruß Nils
 
Meines erachtens gibts da 2 Möglichkeiten:

1. Die Zylinderbüchsen, (1 oder mehrere), sind nicht genau gefertigt und verengen sich in der Mitte. Deshalb nur Markenteile verbauen, (Mahle oder Kolbenschmidt). Keinen billigen Nachbaukrempel!!!!!!!!!1

2. Die Kurbelwelle ist leicht unrund eingelaufen, und die neuen Lager tragen etwas zuviel auf, da kann dieses Phänomen auch auftreten. Hatte ich mal beim Motor von meinem gelben Cub Cadet, da musste die Welle nachgearbeitet werden.

Ich tippe bei der Welle auf die Pleuellagerzapfen. Die Hauptlagerzapfen sind so groß dimensioniert, die halten in der Regel ewig.
 
Kolben und Laufbuchsen sind noch die alten drin, das kann man also ausschließen.

Aber dein zweiter Tipp klingt für mich gerade am plausibelsten.

Wie würdest du jetzt weiter vorgehen? Zuerst natürlich Ölwanne wieder abnehme und dann jeden Plauelzapfen mit einer Messuhr auf Rundheit prüfen?

Sollte die Welle unrund eingelaufen sein, müssen dann Untermaßlager verwenden oder besteht die Möglichkeit weiterhin Standardlager zu verwenden?
 
Moin,

du brauchst nur die Pleyelschrauben leicht zu lösen um festzustellen ob dort das Problem ist. Wenn er dann leichter dreht glaube ich aber eher daran, dass die Grundbohrung der/ einer Pleyelstange/n (68,00 - 68,02 mm) eierig ist, wodurch das Lager sich auf dem Zapfen "festbeisst", weil wenn die gehärtete Oberfläche des Zapfen io ist kann sie nicht verschlissen sein. Und Verschleiss bedeutet Verlust von Material also eher mehr Luft, oder weniger Öldruck... Wenn länger mit stark verschlissenen PL gefahren wurde, können die PST an der Grundbohrung eierig "geschlagen" sein, ohne das ein offensichtlicher Lagerschaden entstanden ist. (schon gehabt beim D268, der sich nach einer Grundsanierung gar nicht mehr drehen lassen wollte) Vielleicht siehst Du dann auch schon Kratzer ist den neuen Pleyellagern?

Da Du nur die Kolbenringe erneuert hast...... hast Du die Ölkohle aus den Sitzen der Kolbenringe akurat entfernt? Kolben kann auch klemmen....

Frank
 
Hallo, habe ich richtig gelesen, auf alte Büchsen neue Kolbenringe????? ist wenigsten das Spaltmaß der einzelnen Ringe gemessen worden????? Ich glaube eher nicht,sollte man tun um Probleme auszuschließen.GrüßePaylodoc.
 
Hallo,

ich komme gerade aus der Werkstatt.

Die Pleuel lassen sich alle, an dem Punkt wo die Welle harkt, leicht axial verschieben. Auch wenn ich die Pleuelschrauben löse ändert sich nichts.

Allerdings hat die Welle nur ein Axialspiel von 0,09mm vorgegeben sind mindestens 0,15mm.

Ich habe alle Ringnuten von Ölkohle befreit, allerdings nicht bei jedem Ring das Spaltmaß gemessen. Ich bin davon ausgegangen, dass dieses bei alten Buchsen und neuen Ringen immer ausreichend ist.

Gruß Nils
 
Moin,

wenn bei gelösten Pleyelschrauben immer noch das Probblem da ist löse die Hauplagerböcke. Allerdings kommst Du an das hintere im eingebauten Zustand nicht ran... aber vermutlich liegt es im Bereich der Kolben... also Kolben raus und dann probieren...

Frank
 
Ich habe die Pleuel jetzt ganz abgeschraubt, trotzdem war noch ein deutlicher Widerstand beim Drehen zu spüren.

Ich denke ich werde jetzt erstmal das Passlager abfräsen lassen um das geforderte Axialspiel zu erhalten, sollte das nichts bringen wird es wohl wirklich an den Kolben liegen.

Gruß Nils
 
Hallo,

die Kurbelwelle hat jetzt das geforderte Axialspiel und lässt sich ohne Kolben sehr gut durchdrehen.

Mit Kolben allerdings das gleiche wie vorher. Ich habe jetzt die Kolben einzeln ausgebaut, je mehr Kolben eingebaut sind, desto größer wird der Widerstand an der besagten Stelle. Dabei ist es egal welche Kolben ich benutze.

Da sich die Welle ohne Kolben sehr leicht und gleichmäßig  drehen lässt, gehe ich davon aus, dass die Hauptlager und Zapfen in Orndnung sind.

Außerdem lassen sich die Pleull in jeder Position sehr leicht axial verschieben, wären die Pleuellzapfen undrund und würden zum klemmen führen dürfte dies doch auch nicht möglich sein.

Bei den Kolbenringen habe ich jetzt das Stoßspiel gemessen, das liegt im Toleranzbereich, allerdings hatte ich keine Möglichkeit die Winkligkeit vom Ring zur Buchse zu messen.

Vielleicht kann mir jemand meine Gedanken bestätigen bzw. sagen wo mein Fehler liegt und wie ich weiter vorgehen könnte.

Gruß Nils
 
Hallo Nils,

mach doch mal eine Angabe, mit welchem Drehmoment sich die Kurbelwelle drehen lässt. Einmal wenn die Kolben alle auf gleicher Höhe sind und zum anderen, wenn die Kolben oben bzw unten sind.

In gewissen Massen halte ich das für normal. Wenn die Kolben oben / unten sind, haben die bei gleicher Kurbelwellendrehzahl eine wesentlich geringer Geschwindigkeit als wenn die Kolben in der Mitte sind. Wenn die Kolben alle in der Mitte sind, haben diese bei gleicher Kurbelwellendrehzahl die höchste Geschwindigkeit. Demnach musst du doch mit der KW ein höheres Drehmoment aufbringen wenn die Kolben in der Mitte sind.

Holger
 
Moin Holger,

wenn die Kolben auf gleicher Höhe sind, benötige ich etwa 55-60Nm um die Kurbelwelle weiter zu drehen, oben bzw. unten weniger als 30Nm.

Sobald die Kurbelwelle sich dreht, kann man diesen Punkt auch leichter überwinden.

Ich habe jetzt nur bedenken, dass wenn ich den Motor zusammen gebaut habe der Anlasser es wieder nicht schafft den Motor durchzudrehen.

Gruß Nils
 
Es ist doch klar das die aufzubringende Kraft für die Kurbelwelle zu drehen am größten ist wenn der Kolben sich in der Mitte des Hubs/Laufbuchse befindet, da hier der wirkende hebelarm an größten ist also ist an dieser Stelle auch das Drehmoment an der Welle am größten, obwohl sich die Kolben von Hand gleichmäßig durch die Buchsen ziehen lässt! Der Anlasser sollte eing. Kein problem damit haben, denn der Motor lässt sich ja von Hand fast garnicht drehen wenn er zusammen gebaut ist wegen der Kompression... das packt der Anlasser auch
 
Hallo,

habe auch gerade einen Motor vom 744 erneuert. Beim Durchdrehen des Motors muss man schon einiges an Kraft aufwenden, da die Kompression ja im Weg ist :-)

Der Anlasser hat es jedenfalls ohne Probleme geschafft.

Gruß

Jenny
 
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