D-326 Motor: Spalt an Laufbüchse

Ulli326

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13 Juni 2006
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Hallo zusammen,

vor einiger Zeit hatte ich mal eine Anfrage wegen Kühlwasserverlust (Druck im Kühler) an meinem D-326. Siehe auch folgenden Thread: http://www.forumromanum.de/member/forum/forum.php?action=ubb_show&entryid=1095658420&mainid=1095658420&threadid=1132264171&USER=user_334647&cron=1

Nun habe ich das gute Stück mal geöffnet und siehe da: die Kopfdichtung hat tatsächlich einen weg. In der Galerie habe ich auch ein Bild dazu eingestellt, man sieht es am mittleren Zylinder. Nun wäre das alleine nicht so tragisch. Nach dem Wegnehmen der Kopfdichtung zeigte sich allerdings ein hässlicher Spalt zwischen Laufbüchse und Motorblock, genau an der Defektstelle. Auch dazu gibt es ein Bild in der Galerie. Ich habe mal grob mit dem Messschieber nachgesehen, es scheint so, dass wirklich die Bohrung im Motorblock an dieser Stelle aufgeweitet ist (Durchmesser in Fahrtrichtung 105 mm, quer zur Fahrtrichtung 104 mm).

Und schon tauchen reichlich Fragen auf...

Erstmal, was kann die Ursache sein? Von der defekten Kopfdichtung wird das ja sicherlich nicht herrühren, oder etwa doch? Könnte das Hitzeverzug sein?

Frostschaden? Es gibt aber keine Risse oder gedrückte Stopfen. Bei mir hat er den auch definitiv nicht erlitten. Ich habe das Teil jetzt ca. 2 Jahre und der Vorbesitzer hat was von neuen Kolben, Laufbüchsen und Kopfdichtung erzählt. Dann müsste dar Schaden ja damals schon vorhanden gewesen sein. Könnte die Dichtung bei dem Zustand des Blockes gerade so lange gehalten haben (ca. 50 - 100 Betriebsstunden / Jahr).

Und dann natürlich die spannendste Frage: was ist zu tun? Neue Dichtung rein, bissel HT-Silikon um die Büchsen und gucken wie lange es hält?

Ansonsten läuft der Ofen prima, mit dem Schrottgedanken kann ich mich irgendwie nicht anfreunden...

Viele Grüße,

Ulli.
 
Hallo Ingo,

heißt das, da oben liegt gar kein Kühlwasser an? Und dann bleibt die Frage, warum die Kopfdichtung gerade an dieser Stelle den Geist aufgegeben hat. Wie sieht es aus mit (elastischer) Verformung an der Laufbüchse. Könnte es sein, dass die sich wegen des fehlenden Gegenhaltes am Spalt durch den Verbrennungsdruck minimal verformt und so die Dichtung langsam aber sicher "durcharbeitet"?

PS:

Wie ich eben auf Deiner HP gesehen habe bist du ja bestens mit der Materie vertraut. Glückwunsch zu der gelungenen Restauration...
 
Könnte es sein, dass da mal Übermaßbüchsen eingebaut wurden (gibt es so was beim D-326?) und dabei Murks gemacht wurde?

Viele Grüße,

Ulli.
 
Also für mich schaut das aus als wurde da beim Buchsenwechsel was vergeigt!Damit man die neue wieder reinbekommen hat,hat man zur Feile oä Hilfsmittel gegriffen!Den Schaden ansich könnte ich mir noch so erklären:und zwar liegt der Metallring nich über die komplette Fläche auf,bedingt durch den Spalt und kann somit die Wärme mit der er in Kontakt ist nicht optimal ableiten und stirb so nach und nach!
 
Ja, wenn man weiss, wo man gucken muss... Nach Euren Hinweisen habe ich es nun auch mit eigenen Augen sehen müssen: er ist tatsächlich an den beiden Stehbolzen gerissen. Neben dem großen Spalt hab ich die kleinen Risse erstmal nur für Dreck gehalten. Das war‘s dann wohl oder?

Ist das nun ein Frostschaden? Kann sowas auch passieren, ohne dass die Stopfen kommen?

Jedenfalls erstmal vielen Dank für Eure Hilfe, jetzt muss ich mich wohl auf die Suche nach einem anderen Motor(block) machen.

Viele Grüße,

Ulli.
 
Hallo 624+946,

Da Du nun eine genauere Inspektion vorschlägst, heisst das, Du siehst eine Reparaturmöglichkeit?

Das die Bolzen momentan nix halten, glaube ich eigentlich nicht. Die Kopfmuttern waren beide mit ca. 120Nm fest. Das Gewinde sitzt doch bestimmt weiter unten.

Dagegen spricht auch, dass die Kopfdichtung wirklich genau über dem Laufbüchsenspalt gestorben ist, also nicht, weil sie nicht richtig angedrückt wurde, sondern eher weil einfach die "Unterlage" gefehlt hat.

Viele Grüße,

Ulli.
 
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