[D436] Lenkhebel an Achsschenkel sitzt fest - wie demontieren?

peterschn44

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27 April 2020
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Hallo zusammen,

ich möchte bei meinem D436 die Vorderachse überarbeiten bzw. neue Buchsen verbauen.

Dazu muss ich den Lenkhebel am rechten Achsschenkel demontieren, damit ich den Achsschenkel nach unten herausnehmen kann.

Das Kugelgelenk der Lenkstange habe ich bereits gelöst aber ich bekomme den Lenkhebel nicht nach oben "abgezogen".

Habe bereits verschiedenes probiert: Mit 2-Arm Abzieher vorgespannt und mit gezielten Hammerschlägen auf das Auge der Lenkstange gehämmert. Desweiteren die Vorderachse mit einem Wagenheber angehoben und versucht, den Achsschenkel nach unten rauszuklopfen. Selbst das Erwärmen der Lenkstange mit einer Lötlampe und anschließenden Ansetzen des Abziehers und zusätzliches Klopfen mit einem Hammer führte zu keinem Erfolg.

Mit diesen Möglichkeiten hatte ich bisher immer alle Konusverbindungen bei PKWs und Traktoren gelöst bekommen. Nur leider sitzt dieser Lenkhebel zu fest auf dem Achsschenkel...

Habt ihr ggf. noch eine Idee wie ich diesen lösen kann?
 
Moin Peter, versuch es mal mit 2 Hämmern .Einer als Schlaghammer  und ein größerer als Gegengewicht . Seitlich vor den Lenkhebel schlagen und als Gegengewicht den größeren Hammer dagegen halten. Falls möglich etwas unter Spanunnung halten damit der Lenkhebel agbeht.

Viel Erfolg beim Abheben des festgewachsenen Lenkhebels.

Schönen Abend vom Emslandschrauber Franz.
 
Genauso geht das
 
Hallo Emslandschrauber Franz,

wie meinst du das mit dem seitlich vor dem Lenkhebel schlagen bzw. dagegen halten?

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Sind demnach die Position der beiden Hammer die blauen oder die roten Pfeile?
 
Hallo Peter,

bei mir half nur mit dem Schweißbrenner ordentlich heiß machen (gefühlte 3-5 Minuten)! Hatte das Ganze mit einem Abzieher unter Spannung gesetzt.

Vorsicht, macht einen höllisches Geräusch wenn es sich schlagartig löst!!!

Grüße aus Südhessen

McCormick Rolf
 
Moin, wie Emslandschrauber beschreibt sollte es klappen.

Heißmachen macht doch das Metall spröde oder nicht? Alternativ gibt es für sowas einen spezial Abzieher. Ich weiß aber nicht wie so ein Ding aussieht oder wo man einen bekommt. Sicher in der Landmaschinenschlosserei zum leihen..?
 
...das Hämmern usw hatte ich auch alles probiert! Bei mir war es reine Zeitverschwendung! Weil ich nicht auf guten Rat eines Mechanikers hörte!

Also, das war doch nur ein Tipp, wenn es nicht klappen sollte. Bei mir hat es mit hämmern nicht funktioniert!!!

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so sieht ein Abzieher aus! Viel Spass beim hämmern und hast vielleicht Glück beim Kalttrennen.

Noch einmal, es war nur ein Tipp!

McCormick Rolf
 
Moin,

mit vernünftigen Prellschlägen bekommt man jeden Konus los. Hämmern ist völlig falsch, das sind ja Nietschläge! Max. fünf richtige Schläge, dann sollte sich der Konus lösen. Aber nicht mit einem 250g Hammer, das sollte min. ein 1000g Hammer sein. Und was Ordentliches zum gegehalten, am besten einen Vorschlaghammer. Die Prellschläge müssen richtig sitzen, da darf man nicht zu zaghaft sein.

Gruß

Frank
 
Es war nur eine Frage ob heiß machen das Metall nicht evtl. spröde macht. Wären wir alle Fachmänner, bräuchten wir das Forum nicht.

Spezialabzieher meinte ich. Mit so einem normalen wurde es doch schon versucht.eup-1136919482-725852e2af752c1789bfa11da657c8d3-1589196773_big.webp
 
Moin.

Warm machen von Stahlwerkstoffen kann unterschiedliche Wirkungen haben. Normalem Stahl macht es nichts wenn man ihn erwärmt. Wir reden da von Temperaturen um 600-900 Grad. Vergütungsstähle reagieren da ganz anders, die verlieren ihre speziellen Eigenschaften die durch die Wärmebehandlung extra hergestellt wurden. Bestes Beispiel sind Schrauben in 8.8 oder höherer Qualität. Die sollte man nach dem Erwärmen besser ersetzen. Noch schlimmer wird es bei gehärtetem Stahl, der verliert die Härte..Ganz speziell wird es bei den unterschiedlichen Gusswerkstoffen. Da gibt es welche den Wärme nichts macht und welche die einfach zerplatzen bei falscher Erwärmung.

Ich wäre bei Fahrzeugteilen immer sehr vorsichtig mit Wärme, man sieht den Bauteilen ihre Zusammensetzung nicht an.

In dem Fall Lenkhebel würde ich auch Prellschläge empfehlen. Hammer in der 2 Kg Klasse, 6 Kg zum Gegenhalten. Die Schläge müssen sitzen und kernig klingen. Viel Erfolg.

Gruß Jürgen
 
Hallo Peter, du bist auf dem richtigen Weg.

ich bin genauso vorgegangen an meinem G 30

zunächst mehrere Male Rostlöser gut einsprühen. Dann Wagenheber unter den Achsschenkel. Mit einrm schweren Vorschlaghammer geziehlt zuschlagen. Gewinde entweder durch ein Hartholz und oder die Mutter schützen. Es gibt echt einen tollen knall wenn es klappt.

Abzieher und Montiereisen hat bei mir versagt!

Ich persönlich mache an Lenkung und Unter- Oberlenker nichts heiß!

Gruß Hawi
 
Nachdem ich es nochmals mit einem 3kg Abzieher + Prellschläge auf das Konusauge des Lenkhebels versucht hatte und dies nichts gebracht hat,

hatte ich nochmals die bereits vorherige Variante versucht. Also zuerst die alten Reste des Vulkollanpuffers entfernt, danach mit einer Lötlampe den Lenkhebel ca 2 Minuten warm gemacht, anschließend schnell mit einem Wagenheber die Vorderachse aufgebockt, sodass der Achsschenkel in der Luft war und der Lenkhebel durch die Vorderachsfeder und das Gewicht  des Achsschenkels nach oben gedrückt wurde. Danach sofort mit 2 schweren Hammern (je ca. 1kg) abwechselnd von rechts und links (mit entsprechenden gegenhalten) auf das Auge des Lenkhebels (an den blau markierten Stellen des vorher von mir geposteten Bildes) Prellschläge ausgeführt.

Nach ca. 6 Prellschlägen löste sich der Lenkhebel vom Achsschenkel. Endlich! ;-)

Leider ist mir am oberen Ende ca. 1/3 des im Achsschenkel verbauten Keiles ("Woodruff-Keil") abgebrochen, der den Lenkhebel auf dem Achsschenkel in Position hält. Evtl war dieser Keil auch irgendwo über die letzten Jahrzehnte festgerostet oder kaltverschweißt, sodass der Lenkhebel mit einem Abzieher o.ä. nicht nach oben rausgepresst werden konnte...

Laut Ersatzteilkatalog könnte man diesen Keil auswechseln, aber ich bring das restliche 2/3 Stück ebenfalls nicht mit vorsichtigen Versuchen (Zange, Hämmerschläge, ...) aus dem Achsschenkel heraus. Normalerweise sollte sich der Keil doch problemlos herausziehen lassen...

Das abgebrochene 1/3 Stück des Keiles lässt sich problemlos wieder einsetzen, bevor der Lenkhebel auf dem Achsschenkel draufgesteckt wird. Das habe ich bereits versucht und der Formschluss zwischen Achsschenkel und Lenkhebel ist auf jeden Fall gegeben.

Was würdet ihr machen? Evtl. versuchen den restlichen Teil (ca. 2/3) des Keiles aus dem Achsschenkel zu bekommen, mit der Gefahr, dass der restliche herausragende Teil des Keiles ebenfalls abbricht?
Oder den bereits abgebrochenen Teil (ca. 1/3) wieder vor der Montage einsetzen (wie im vorherigen Satz bereits erläutert)?
 
HALLO peter, das DING SOLLTEST du rauspopeln und durch einen NEUEN ersetzen.

Evtl.mit  Rostlöser einwiken lassen und mit kleinem Werkzeug in der Nute von Oben oder Unten raustreiben.

Notfalls reicht auch ein etwas größerer Staghlnagel.

Beim freundlicen IHC Händler solltest Du den Keil neu bekommen.

Viel Erfolg vom Emslandschrauber Franz
 
Wenn du ein Bild mit den Maßen schickst, kann ich schaun, ob ich evtl. noch nen neuen da hab,

Gruß Schorsch
 
Danke ihc353s,

war gestern beim nächstgelegenen IHC-Vertragshändler und habe dort mal nachgefragt. Die hatten den "Halbmondkeil" noch auf Lager.

Den abgebrochenen habe ich nach 2 Tagen Einwirkzeit mit Rostlöser mit einem kleinen Schlitzschraubendreher von unten nach oben raushebeln können. :-)

Gleich mal zwei neue mitgenommen, denke bei dem anderen Achsschenkel wird es ähnlich sein. Wenn nicht, kommen trotzdem mal zwei neue rein. ;-)
 
Wollte das Thema nochmal kurz ergänzen.

Den Lenkanschlag auf der anderen Seite (linken Seite) ist relativ kurz und man kann diesen schlecht mit Hammerschläge von links bzw. rechts demontieren (so wie Anfangs beim Lenkhebel auf der rechten Seite erwähnt).

Ich habe diesen Lenkanschlag (linke Seite) lösen können, indem ich zuerst die Spurstange/Lenkstange demontiert hatte, dann die linke Seite der Vorderachse mit dem Wagenheber aufgebockt hatte, sodass das Vorderrad in der Luft war. Der Lenkanschlag liegt nun auf Vorderachse auf. Dann die Achsschenkelmutter etwas nach oben geschraubt, damit diese bündig mit dem Ende des oberen Gewindes des Achsschenkels ist. Einen 1500g Hammer mittig gerade auf die Mutter gelegt und mit einem großen Vorschlaghammer kräftig draufgeschlagen. Beim dritten Mal war der Lenkanschlag locker. Vorher und dazwischen immer von oben Rostlöser/Multiöl in die Öffnung des Lenkanschlages (beim Woodruff-Keil) gespritzt.

Jeglicher vorheriger Versuch mit einem großen 2 Arm-Abzieher bzw. zusätzliches Erwärmen des Lenkanschlages schlug fehl...
 
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