D436 motorinstandsetzung

Nicksaar

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27 Juni 2020
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66773 Schwalbach
Hallo liebe User 

Wünsche einen schönen Abend 

Ich bin neu hier im Forum und hoffe es kann mir jemand helfen !!!

 

Kurz zu mir, ich bin gelernter Kfz-Mechatroniker in Fachrichtung Nfz. Arbeite aber seid 8 Jahren nicht mehr in meinem Beruf.

Ich habe ein Massy Ferguson  tef20 Bj 1958 und seid kurzem bin ich stolzer Besitzer eines Mc Cormick d436. Mit einem d 148 Motor und 8+2 Gang Agriomatik Getriebe aus dem Bj 1960. Dieser stand ca.6 bis 8 Jahre und wies auf den ersten Blick eine defekte Batterie, Ölverlust am hinteren kW Wellendichtring  (Graphitschnur) sowie eine undichte Handbremswelle auf, von der mangelhaften Elektrik und schlechtem Lackzustand abgesehen.

Mit neuer Batterie und 1 min Vorglühen sprang der schlepper sogar an, beim fahren qualmte er dann einwenig. Ich weiß nicht viel vermutlich eine defekte Kopfdichtung oder wegen langer Standzeit.

Nach nicht langem überlegen beschloss ich den Motor zu zerlegen, da beim Kompressionstest der Zylinder 3 mit nur 16 bar sehr schwach abschnitt. 

Was neugemacht wurde:

  • Zylinderkopf abgedrückt im Heiß- und Kaltbad (Rissprüfung)
  • Ventile und Ventielsitze geschliffen 
  • Kopf gehplant 2/10
  • Motor gehplant 2/10
  • Büchsenbund nachgefräßt / Büchsenüberstand 0,14mm parallel und 90grad zur Motorblock Planfläche 
  • neue Laufbüchsen, neue Kolben und Kolbenbolzen inklusive Büchsen
  • Kolben gekürzt 
  • neue Standart Lager kW und Pleul Axiallager auf Maß geschliffen 
  • Nk Lager is io.
  • Kopfdichtung 
  • Wellendichtring  
  • Usw 

Nun zu meinem Problem.

Nach der Instandsetzung springt der Traktor an, nur Leerlaufdrehzahl.

Läuft 5 bis 8 min schwangt kurz in der Drehzahl, die Temperatur geht auf ca 40 bis 50 Grad hoch und dann geht er abrupt auf einen Schlag aus. Hört sich an als würde der Kolben fressen, Lager klemmen, kW lässt sich aber drehen. Ich hatte dann noch mal probiert ging dann an und direkt wieder aus.

Am nächsten Tag habe ich den Motor kalt laufen lassen und nach ca 5 min ging er wieder aus. Ich hatte vorher das alte Thermostat aufgebohrt da ich den verdacht hatte, dass eventuell beim Schalten des Thermostat die Laufbüchsen sich zusammen ziehen und die Kolben deswegen einen Klemmer hätten.

Habe den Motor heute wieder zerlegt und konnte aber nichts feststellen, weder an den Laufbüchsen, Kolben noch am Lager.

Habe das diff offen wegen einem Hydraulik Umbau und Abdichtung der Handbremswelle, ist also kein Öl, weder im Getriebe noch in der Hydraulik.

Die Hydraulikpumpe ist aber am Stirndeckel ohne Leitungen montiert, läuft dann quasi auch ohne Öl mit.

Vielleicht hat jemand eine Idee oder hatte auch mal sowas oder kennt jemanden der mir helfen oder ein Tipp geben könnte 

Schon mal vielen Dank an euch!

Liebe Grüße Nicksaar
 
Moin Jan,

hast du die Tank-Ent/Belüftung gecheckt?

Versuche es mal ohne Tankdeckel.

Wenn der D436 keine Förderpumpe hat, reicht schon ein kleiner Unterdruck um die

Dieselversorgung zu stoppen.

Gruß

Jörg
 
Moin Jörg

Vielen Dank für deine Antwort.

Handpumpe hat er leider keine, habe drauf geachtet das der Tank sehr voll und der Diesel an der Esp auch ankommt

Der Motor is im Moment zerlegt kann es leider nicht testen.

Das Symptom, wie der Motor ausgeht, hört sich nicht nach Kraftstoffmangel an dann würde er ja relativ sanft ausgehen, ähnlich wie beim Motorabstellen.

Das hier hört sich halt so an das irgend etwas bei Temperatur den Motorlauf beeinträchtigt, deswegen der kurze schwank in der Drehzahl,  ich sage mal krass als würde jemand die Riemenscheibe mit der Zange festhalten.

Dachte halt eventuell hab ich was übersehen oder dass das Getriebe, da im Moment kein Öl drin ist, warmläuft oder die Hydraulikpumpe, die dann den Motor zum stehen bringen könnten.

Lg Jan 
 
Hallo, Kühlwasser Verlust hast du nicht? Nicht das ein kolben voll mit Wasser läuft.

So das er es über die stehbolzen zur ansaugbrücke in den kolben zieht und dann ausgeht.

Grüße tom 
 
Hallo Tom 

Kopfdichtung,Stehbolzen dicht Ansaugkanal bis zu den ventielsitzen trocken und kein öl ,Zylinder nach der Montage des Zylinderkopfs auch trocken 

Hab jetzt die hydraulikpumpe mal von der stirndeckelplatte demontiert wie leichtgenig sollte diese sich dann drehen lassen von Hand kann ich diese fast nicht drehen 

Gruß jan 
 
Die Hydraulikpumpe ohne Schmierung laufen zu lassen ist deren Todesurteil.

Aus diesem Grund steht in der BA, daß man den Motor niemals ohne Hydrauliköl starten soll.

Ob das aber reicht den Motor zu stoppen, kann ich nicht beurteilen?

Gruß

Jörg
 
Ja die hydraulik Pumpe hab ich jetzt zerlegt die ist hin.

Hätte jetzt auch nicht gedacht das diese so was bewirken kann, aber passt ja zu meinem Symptom. Hätte ich mir sparen können den Block zu zerlegen, baue ihn wieder zusammen mit neuen Dichtungen aber ohne hydraulikpumpe, werde diese zum probelaufen erstmal durch einen Deckel ersetzten.

In meiner BA ist leider nichts aufgeführt über das hydraulische System, eventuell könnte mir jemand was zukommen lassen vom d436.

Wenn‘s geklappt hat werde ich mich wieder melden.

Vielen Dank für eure Mithilfe!

Gruß jan
 
Würde dir raten deine Zahnräder vom Stirntrieb genau anzusehen. Nicht das du jetzt Risse oder Ausbrüche im Nockenwellenrad hast, sonst ist der Motor bald wieder defekt.

Außerdem würde ich gerne wissen, ob dein Zwischenrad eine Bohrung hat wo zwischen 2 Zähnen rauskommt.

Grüße Manuel
 
Moin Jan,

ich würde dir zudem raten, auf jeden Fall auch Öl ins Getriebe zu füllen bevor du den Motor das nächste mal startest. Beim Agriomatik-Getriebe läuft nicht nur die Eingangswelle mit, sondern in jedem Fall auch die untere Vorgelegewelle samt Lamellenkorb (je nach Stellung des Agriomatikhebels auch noch mehr). Besser wäre es jedoch, den Schaltdeckel zu demontieren und nach zu sehen, wie viel Schaden du mit der Aktion schon angerichtet hast.

Glaube zumindest nicht, dass es allein an der Hydraulikpumpe lag. Dann hätte es dir meiner Meinung nach schon beim ersten Mal die Stirnräder zerlegt.

Ansonsten könnte es auch noch ein zu geringes Axialspiel der Kurbelwelle sein.

VG Jan
 
Hallo Manuel und Jan 

Danke für eure Tipps 

Das mit dem Getriebe war auch meine Vermutung deswegen hab ich es ja im ersten text erwähnt um zu wissen obs einen einfluss auf den Motor haben könnte .

Der motor besitzt ein zwischen Zahnrad  mit Bohrung und einer Spange 

Gruß jan
 
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