Eigenbau eines Holzwagens

apemaster

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17 Februar 2010
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48231 Warendorf
Moin zusammen,

ich bin momentan fleissig damit beschäftigt, einen kleinen Wagen für meinen Holztransport zu bauen. In der Hauptsache möchte ich damit künftig Holz fahren, das auf 2 Meter Länge geschnitten ist und somit (meistens) noch von Hand verladen werden kann. Langes Stammholz bis zu 4,5 m soll ebenfalls damit gefahren werden. Der Wagen wird ausschließlich auf privaten Wegen und Strassen eingesetzt, bekommt aber dennoch eine komplette Beleuchtung (man weiß ja nie...). Eine Auflaufbremse bekommt der Hänger nicht, da hier im Münsterland alles sehr flach ist und der Cormick gute Bremsen besitzt.

Die Achsstummel habe ich von einem Bekannten bekommen; der hatte hierzu eine alte Achse auseinander geflext und die Stummel für einen Frontpacker (Eigenbau) verwendet. Die Reifen (12,5 x  kommen vom Betrieb meiner Eltern, ebenso ein paar ‘Kleinigkeiten‘, wie das hintere 140er U-Eisen, etc...

Da ich keine Basis (wie z.B. Miststreuer, Ladewagen) hatte, kam nur ein kompletter Neubau in Frage. Allerdings mit möglichst vielen ‘gebrauchten‘ Teilen, um die Kosten möglichst gering zu halten. Vorab habe ich das ganze im 3D-Programm konstruiert, damit nachher keine bösen Probleme auftreten und ich mir gerne so mehrere Möglichkeiten aufzeichne, wie ich etwas bauen kann.

Und dann ging es vor 2 Wochen mit dem Bau los (leider nicht mit Bildern dokumentiert).

Zuerst habe ich die Achse gebaut; verwendet habe ich dafür ein Vierkantrohr mit 70x70x8 mm. Darin wurden die Achsstummel eingesetzt und anschließend mehrlagig verschweißt.

Anschließend ging es mit dem Rahmen los. Die äußeren Längsträger sind aus U-Stahl U100, die Länge beträgt 3,0 m. Die mittleren Verbindungsstreben sind aus U80, damit ich später noch einen bündig abschließenden Holzboden (Dicke 20 mm) aufbauen kann. In dem hinteren U-Stahl wird später die komplette Beleuchtung sowie Reflektoren montiert - diese ist dadurch vor Anfahrschäden geschützt.

Das Zentralrohr, das unterhalb des Rahmens verschweißt wird, ist aus 80x80x4 mm Rohr hergestellt. Zusätzliche Knotenbleche dienen natürlich zur Abstützung sowie zur besseren Kraftumleitung.

Die seitlichen Rungenhalter (Längsseite 6 Stück, Querseite 4 Stück) sind aus 70er Vierkantrohr, damit die Rungen aus 60er Vierkantrohr aufgenommen werden können. Zusätzliche Schrauben innerhalb der Rungenhalter dienen zur Befestigung; um ein Durchrutschen der Rungen zu verhindern, bekommen diese noch ein zusätzliche Sicherung. Insgesamt werden 6 Rungen gebaut, damit beim Transport von Stammholz ausreichend Befestigung zur Verfügung steht.

Innerhalb der Längsträger habe ich 1/2"-Rohre eingeschweißt. Diese dienen zum einen zum späteren Verlegen der Kabel, zum anderen kann ich an diesen die Spanngurte einhängen.

Der momentane Stand ist so, das alles gepunktet ist. Mit dem Fertigschweißen werde ich heute starten, da das Gas doch ein wenig auf sich warten lassen hat.

Und dann gibt es natürlich noch Bilder vom aktuellen Stand, wenn das von Euch erwünscht ist...

Mfg Micha
 
Moin Anton,

Bilder vom Zusammensetzen habe ich leider nicht gemacht, aber vom jetzigen ‘Rohzustand‘ vor dem letzlichen Verschweißen dürfte ja auch ausreichen...

Grus
 
So, dann gibt es wat auf die Augen.

Vorab die Konstruktion, wie das Schätzchen mal aussehen soll

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Und die Rungen, die jetzt komplett verschweißt sind; nur noch schleifen, dann kann lackiert werden...

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Im Anschluss wurden die Halter der Achse verschweißt; hier fehlten noch die jeweiligen Decknähte...

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Und der komplette Rahmen musste heute auch aus der Werkstatt ausziehen und nebenan rein. Damit ich diesen aber besser verschweißen kann, liegt er momentan auf dem ‘Kopf‘...

Frontale:

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Heck:

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Und der Unterfahrschutz im Detail - alles ist bereits für die Verkabelung und die Blinker vorbereitet.

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Alle Kabel werden - wie bereits geschrieben - in Rohren verlegt. Dadurch soll möglichst verhindert werden, das beim Abfahren direkt im Wald Äste o.ä. was abreißen kann...

Gruss Micha
 
Hallo,

wenn du den Rahmen jetzt noch Feuerverzinken lässt, ist die Idee mit den Kabeln durch die Rohre zu verlegen "ideal"!

Beim Feuerverzinken müssen ja bekanntlich überall Bohrungen sein, damit das ganze nicht explodiert im Becken.

(Nur mal so ein Gedanke von mir...)

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
Moin Torsten,

da habe ich auch schon drüber nachgedacht, mich aber jetzt letzlich dagegen entschieden. Warum? Bei dem Gewicht des Rahmens incl. der Rungen (ohne Achse) wird vermutlich das ganze um die 400 € kosten, und das ist es mir nicht wert... Der Anhänger soll eh in einem kleinem Anbau übernachten und dort trocken stehen, wenn ich Ihn nicht brauche.

Gruss Micha
 
Moin Männers,

gestern bin ich mit dem Rahmen (fast) fertig geworden; alles ist verschweißt und von Schweißpickeln befreit.

Das neue Stützrad ist ebenfalls gestern bei mir eingetroffen und an die Deichsel verschweißt worden; eigentlich wollte ich das ganze geschraubt ausführen, damit man im Notfall mal was wechseln kann. Das hat aber leider aufgrund der geringen Bodenfreiheit nicht geklappt - und einen Tod muss man ja sterben...

Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Schutz, damit beim Laden von Meterholz nichts in die Reifen gerät. Das ist aber nur ne Kleinigkeit und wird morgen erledigt.

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Die Rungen sind ebenfalls fertig geschweißt und geschliffen. Hier stellt sich mir allerdings die Frage, ob ich diese evtl. noch mit einem Knotenblech versehen muss und so die Kräfte, die auf den unteren Winkel (45°) wirken, abfange. Was meint Ihr? Tut dat Not? Auf den ersten Bilder sieht man die Rungen...

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Die Ladehöhe beträgt ca. 61 cm und ist im Gegensatz zu dem Miststreuer, auf den ich vorher mein Holz per Hand geladen habe, der pure Luxus!

Bilder mache ich heute abend, ich habe es gestern einfach nicht mehr geschafft...

Mfg Micha
 
So, hier die versprochenen Bilder...

Die grundierte Achse (wird später ‘schwarz‘ werden)

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Weiter geht es mit dem Zugmaul, das mittlerweile an seinem Platz ganz vorne sitzt

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Das neue Stützrad ist - wie bereits geschrieben - fest verschweißt mit der Deichsel. 

Die beiden Rundeisen dienen zum Einhängen der Spanngurte, wenn später mal Holz geladen ist. Die Bohrung (mit den 3 kleinen Löchern) ist für die 7-polige Steckdose; das Kabel dafür wird später zum Teil im Rahmen verlegt.

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In den U-Profil-Längsträgern ist ein 1/2" - Rohr verschweißt. Das dient zum einen zum Durchführen des 7-poligen Kabels; zum anderen allerdings auch zum Einhängen der Spanngurte. 

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Und hier noch das Heck. Auch hier wurde ein Rohr angebracht, in dem später das Kabel für die Beleuchtung verlegt und geschützt ist. 

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In dem hinteren U-Stahl ist ebenfalls oberhalb ein Rundstahl verschweißt. Auch dieser dient nur zum Einhängen der Spanngurte.

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Die Achse sitzt später hier - befestigt mit jeweils 2 M20er Maschinenschrauben...

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Der Abstand zur Unterkante U-Stahl beträgt genau 10 mm; so liegt nachher das Achsrohr direkt unter dem U-Stahl. 

Und bitte nicht über dat ‘weiße Zeugs‘ wundern - das ist Sikaflex. Ich habe damit den Rahmen an den offenen Fugen / Schnittstellen abgedichtet. Lieber einmal richtig, als sich in einem Jahr über Rostläufer zu ärgern...

Morgen wird noch schnell der Schutzrahmen für die Räder gebaut sowie die Streben für die Rungen, und dann geht‘s ans lackieren.

Der Rahmen soll ein schönes Enzianblau bekommen - die Anbauteile wie Stützrad, Rungen und Achse werden schwarz.

Das wars erstmal von mir - viel Spaß beim Bilder schauen. 

Gruß Micha

Über Kritiken bin ich dankbar, denn jetzt ist es noch früh genug...
 
Hallo Jörg,

ich habe von einem Kollegen noch ein Rest an Korrosionsschutzfett bekommen - und zwar das gute von Mike Sanders... Zusätzlich werden die Enden mit Stopfen aus Kunststoff geschlossen... Das sollte ausreichend sein

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"Egal wie tief man die Messlatte des geistigen Verstandes eines Menschen legt, es gibt jeden Tag jemanden, der bequem darunter durchlaufen kann!"
 
So, es gibt Neues zu berichten - Bilder folgen wie gewohnt heute abend...

Der ganze Rahmen ist mit Brantho Korrux in RAL 5010 lackiert worden. Status Jetzt: eine gute Empfehlung, danke Jörg für Infos dazu... Sehr einfach und problemlos zu verarbeiten, trocknet schnell ab, bildet kaum Läufer (trotz der dicken Schicht), und es ist keine Grundierung/Rostschutz nötig...

Die Achse ist ebenfalls fertig lackiert; die Rungen müssen noch eine 2te Schicht bekommen.

Auf das Anbauen des "Schutzblechs" für die Räder habe ich erstmal verzichtet. Es ist schon recht wüst bedingt durch die Größe der Räder und nimmt mir im ersten Anschein zuviel Platz weg. Zudem benötige ich es eigentlich nur für das Fahren von Meterholz; beim Stammholz werden die Räder durch die Rungen geschützt... Sollte ich dennoch eines besseren belehrt werden, baue ich es nachträglich an.

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Und da (fast) alles fertig gelackt ist, kann es heute abend ans montieren gehen. Zuerst kommt die Achse drunter, dann geht es ans Verkabeln. Das ganze dürfte in 2-3 Tagen erledigt sein...

Gruss Micha
 
Und hier nun die letzten Bilder vom Projekt Holzwagen/Holzanhänger. 

Zwischenstand vom Anfang der Woche.

Die Rungen sind verstärkt

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Die Achse wurde zwischenzeitlich drunter gebaut, und es kann ans verkabeln gehen...

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Kurz nochmal nach draußen zum Trocknen des Lacks

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Und dann konnte schlussendlich noch der Holzboden drauf. Gewählt wurden Lärchenbohlen, die mit Abstand verschraubt wurden...

Hier das fertige Resultat:

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Und passt auch gut zu Jopp und Konny

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So, das wars dann an dieser Stelle von mir - it’s done.

Mfg Micha
 
Nicht schlecht Daumen hoch ;-)

Ein kleiner Verbesserungsvorschlag: würde auf die Schrauben die die Rungen halten noch kurze Bolzen aufschweißen so kann man sie ohne Werkzeug lösen und anschrauben :-)

Grüße aus dem Westerwald Dominik
 
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