Es wird eine Restauration werden -- 745 XL --

Hey,

ich hab mal ein bischen weiter gewerkelt und die Nocken wieder glatt und eben gemacht. Dabei wurde kaum Material abgetragen.

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...dann hab ich den Bremsautomat nochmal zerlegt und die Kanten der Gleitflächen abgerundet.

Hier vorher...

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und nachher... 

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Hier sieht man das Spiel zwischen Nocken und Bremsautomat am oberen Nocken. Das sind ca 3mm

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Dann ist mir noch etwas aufgefallen. Dadurch daß die Nocken schon etwas verschlissen sind und der Automat in seiner Position weiter nach unten kommt, reiben beim betätigen der Bremse die (ich nenne sie mal) Flügel, an denen die Bremsglieder angeschraubt sind, am Bremsgehäuse. Was natürlich auch dazu führen könnte daß der Automat dort hängen bleibt.

Hier sieht man die Reibspuren am Guß...

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... und am Automat, dort wo die Farbe weggeschliffen ist. Was auch dazu führen kann daß er sich nicht richtig öffnet weil er ja am Gehäuse ansteht, oder sich hochdrücken müsste um weiter zu öffnen.

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Die Alten sind an den Stellen schon mehr eingearbeitet.

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Jetzt stellt sich mir nur die Frage was ich dagegen tun kann.

Die perfekte Lösung wäre den Bremsautomat wieder auf die ursprüngliche Position zu bringen, was ein mega Aufwand bedeuten würde, nämlich die Bremsgehäuse ausbauen, die Nocken aufschweißen und auf das korrekte Maß auszuspindeln.

Oder...,  am Automat und am Bremsgehäuse herumschleifen und Platz schaffen bis alles freigängig ist. Was mir aber irgendwie nicht so richtig gefallen möchte.

Ich denke daß das Zusammenspiel dieser einzelnen Dinge letztendlich zu den Problemen führt.

Achja, es liegt auch nicht an den neuen Automaten. Ich hab sie übereinander gelegt und die Auflagepunkte stimmen exakt im Durchmesser überein.

Habt ihr vielleicht noch eine andere Idee zur Lösung des Problems?

Gruß Markus
 
Hi Leute,

da sich von euch ja keiner mit Anregungen zu Wort meldet hab ich mich dazu entschlossen erstmal an den Flügeln vom Bremsautomat etwas weg zu schleifen, da ich dort nichts kaputt machen kann, weil an den Stellen genug Fleisch vorhanden ist.

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Und dann mal probegesteckt. Siehe da, jetzt hat er etwas Luft zum Bremsgehäuse. Auch wenn man ihn verdreht stößt er nicht an.

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Ich weiß ja nicht wie viel Spiel der Automat von Werk aus hatte, aber etwas Luft braucht man ja um das Ding mit angebautem Zugglied überhaupt hinein zu bekommen. Und da der Traktor erst 7000 h hat und es welche mit weitaus höherem Zählerstand gibt, wo auch nicht bei einer Bremsenreparatur das Bremsgehäuse getauscht oder irgendwie aufwendig aufgearbeitet wird, hab ich damit erstmal kein schlechtes Gewissen. Zumal wenn es nicht funktionieren sollte kann man ja immer noch überlegen etwas am Bremsgehäuse zu machen.

Es sind doch hier im Forum viele die schonmal die Bremsen gemacht haben. Hat von euch schonmal jemand was an den Bremsgehäusen gemacht außer die Nocken plan zu schleifen?

Hab dann noch den Innenzahnkranz abgebaut um ihn wieder neu abdichten zu können. Dazu zuerst den Planetenträger entnommen.

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Und den Innenzahnkranz, der ja schon teilweise gelöst war, herausgehebelt.

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Jetzt kann ich alle Dichtflächen wieder putzen und dann diese Seite wieder zusammenbauen bevor ich die Andere öffne.

Bin jetzt doch guter Dinge daß am Ende alles funktioniert wie es soll.

Also bis dann, Markus
 
Moin Leute, 

nach ein paar Tagen Pause geht es wieder weiter an der Bremse. Ich mußte vorher noch meinen großen Anhänger für den Tüv fertig machen. Das hat etwas mehr Arbeit gemacht als gedacht. Da er jetzt einige Zeit unter Bäumen stand, mußte er erst mal mit dem Hochdruckreiniger von Grünspan befreit werden und nach technischer Begutachtung stellte ich fest das die Bremsen nicht mehr richtig funktionierten, da die Beläge verglast und die Bremstrommeln eine dunkel glänzende Schicht angesetzt hatten, die die Bremswirkung stark verminterte. Also schnell die verglaste Schicht der Beläge abgeschliffen und die Bremstrommeln auf der Drehbank ausgedreht. 

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Jetzt bremst er wieder wie neu, was bei einem 3,5 to. Anhänger auch keine Kompromisse zulässt.

Jetzt aber weiter mit dem IHC. Die linke Seite ist wieder zusammen und die Rechte geöffnet. Das gleiche Spiel noch einmal und auch hier hat sich der Innenzahnkranz beim Abnehmen des Achstrichters leicht gelöst, blieb aber am Achstrichter. Auch hier wieder die Nocken glatt geschliffen und den Bremsautomat soweit bearbeitet daß er freigängig im Gehäuse sitzt. Was auf dieser Seite weniger war als auf der Anderen.

Diesmal konnte ich den Zahnkranz leider nicht einfach heraushebeln wie auf der abderen Seite da noch kein Luftspalt vorhanden war und als ich den Abzieher auf der Achse abstützte (wie im WHB gezeigt) drückte sich eher die Achse heraus als der Zahnkranz. Diese wollte ich aber unbedingt drin lassen um für den Momemt nicht auch noch den äußeren Dichtring neu machen zu müssen. Übrigens die anderen Dichtringe hab ich jetzt erstmal nicht nochmal gewechselt, bis ich mir sicher bin daß die Bremse auch wirklich richtig funktioniert. Ob sie undicht sind werde ich sehen ob Öl aus den Ablaufbohrungen tropft. 

Nun zum Problem. Natürlich musste ich mir wieder etwas bauen um den Zahnkranz abzuziehen ohne die Achse nach außen zu drücken.

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Damit ging es problemlos und die Achse blieb an ihrem Platz.

Jetzt kann ich morgen die Dichtflächen putzen und alles wieder zusammenbauen. Bin echt gespannt wie sich die Sache nun verhält und ob es sich gelohnt hat. Wenn nicht dann weiß ich mir im Moment auch keinen Rat mehr. 

Also drückt mir die Daumen bis dann... Markus
 
Moin.

Klar drücken wir dir die Daumen. Wenn man sich so viel Mühe gibt sollte das Ergebnis auch gut werden sonst gibt es Frust.

Gruß Jürgen 
 
Hallo Leute, es gibt wieder Neuigkeiten.

Und danke Jürgen, das Daumendrücken hat sich gelohnt. 

Es ist wieder alles zusammen und die Probefahrt war erfolgreich. Die Bremse funktioniert jetzt wieder richtig gut, kein wechselseitiges Ziehen mehr nach links oder rechts und der Pedalweg bleibt auch konstant. So soll es sein. Dann hat es tatsächlich an den etwas welligen Auflageflächen und dem Grat an den Automaten gelegen. Einzig vorhanden geblieben ist beim Anbremsen beidseitig  ein "Klock"- Geräusch, was den Traktor minimal kurz zur Seite ziehen lässt wenn es etwas Zeitversetzt auftritt. Dieses wird wohl vom Spiel der Automaten im Bremsgehäuse kommen. Um das noch zu beseitigen bleibt nur die Option die Bremsgehäuse aufzuschweißen und so auszudrehen dass die Automaten passgenau dazwischen sitzen. Irgendwo hab ich gelesen 0,5mm Spiel wäre gut. Bei mir sind es mindestens 3mm. Im Moment hab ich da aber kein Bedürfnis für, da es sich kaum auf das Bremsen auswirkt. Aber es kann schon sein dass ich im Laufe der Restauration da nochmal bei gehe. Vielleicht wenn die Kabiene runter ist und die ganzen Undichtigkeiten hintenrum beseitigt werden wollen. Ich kenn mich ja, hab erst Ruhe wenn´s nahezu perfekt ist.

So das war jetzt erstmal das letzte Update zu Bremse mit der ich wirklich schon sehr zufrieden bin. Was die nächste Baustelle sein wird weiß ich noch nicht aber ich halte euch auf dem Laufenden.

Ich wünsche allen hier ein frohes und stressfreies Osterfest und schöne Feiertage, bis bald, Markus
 
Moin Markus,

Danke für die tollen Berichte und gerne weiter so.

Wünsche auch Frohe Ostern  :)

Gruß

Casi
 
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